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Kurtulus-Abschied beim "Tatort" : Amok für Amor

NDRWas für ein Abgang! "Tatort"-Cop Cenk Batu muss am Sonntag in seiner letzten Episode eine ungeheuerliche Entscheidung treffen: Soll er den deutschen Bundeskanzler töten, um eine Frau zu retten? Und damit sich selbst? Ein Spektakel für Darsteller Mehmet Kurtulus - und die Zuschauer.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,830044,00.html
  1. #20

    wie im richtigem Leben

    die Besten gehen zu erst.

    Freue mich auf den bedauerlicherweise letzten SonntagTatort mit Kurtulus weil ich sie stets sehenswert fand. Kein Vergleich zu allen anderen Tatortermittlern.
    Schade schade schade, dass er nicht weiter in der Rolle zu sehen sein wird.

    Insofern, - ich hoffe auf vieeel mehr M. Kurtulus. Ein sehr Schauspieler.
  2. #21

    @theodorfontane
    "bitte......die im Atlantischen Ozean liegende, nordöstlichste der sieben großen Kanarischen Inseln heißt Lanz a rote LANZAROTE.....;-)"

    Als Theodor Fontane sollte man eigentlich merken, wenn der Autor im Artikel einen Genitiv verwendet.
  3. #22

    o weh...

    das publikum wird mit überschaubaren identitätskonstruktionen bei der stange gehalten. das sagt eigentlich schon alles.

    der auslaufende hamburger tatort war also anders formuliert zu anspruchsvoll für das durchschnittliche tatort-publikum.

    au weia... man ist jedenfalls geneigt, das sofort zu glauben. das wirft ein ganz besonderes licht auf die zukunft unserer nation...

    kein wunder, bei dem ganzen schrott, der sonst noch im fernsehen läuft. und die meistgelesene tageszeitung ist die bild. noch fragen?

    neil postman hatte ja sowas von recht...
  4. #23

    Tschüß, Cenk

    Ich würde ja lieber tschö Schenk, als tschüß Cenk schreiben.

    Bisher fand ich alle Baku-Tatorte sehr spannend und gut gespielt. Insgesamt mit kälterer aber durchaus edlerer Optik inszeniert. Die Deutung, dass der stetige Rollenwechsel Batus die deutschen Zuschauer überforderte kann ich nicht teilen. Eher schon den Hinweis auf die Gewalt und die Sprachlosigkeit Batus, die frontmann22 anmerkte.

    Nun ist das für mich kein Negativ-Kriterium. Vermutlich ist die Realität noch viel schlimmer - aber der durchschnittliche Tatort-Zuschauer möchte sicher nicht mit realer Härte und realer Sprachlosigkeit im Angesicht der Verdorbenheit der Gesellschaft, sondern eher mit seichter Unterhaltung beschäftigt werden.

    Das wird Til Schweiger sicher leisten.

    Also werde ich zukünftig am Sonntag abend wieder eine DVD einwerfen statt den Hamburg-Tatort zu schauen, wenn mir eher nach Kälte und Sprachlosigkeit als nach Geblödel und Redseligkeit ist.
  5. #24

    Tatort

    Zitat von drumsmalta Beitrag anzeigen
    ...war und ist doch, dass dieses Medium trotz seiner Schnarchigkeit immer wieder Perlen hervorgebracht hat - denken wir nur mal an Wolfgang Petersen.

    Daher erstaunt es mich, dass Puristen von Folgen wie denen aus Hamburg mit Batu oder z.B. dem völlig surrealen Tatort mit Tukur überfordert sein sollen. Der Tatort lebt von seinen verschiedenen Ansätzen, sei es Deutschlands Kieler Antwort auf Wallander oder das etwas andere Duo in Frankfurt.

    Ansonsten gibt es doch genügend solide Basisware aus Köln, Konstanz, Stuttgart oder Ludwigshafen - dazu solche Schnulzen wie der regelmässige Müll aus Leipzig oder der zwar schön anzuschauenden aber ansonsten völlig banalen Screwball Comedy aus Münster.

    Man kann dem Tatort keinen Stempel aufdrücken, er sollte so vielfältig bleiben, wie er ist. Selbst wenn das mit einschließt, dass die Hamburger Folgen mit Schweiger künftig auf das Niveau des hirnlosen Mantafahrers herabgestuft werden.

    Spiegelt eben das ganze Land wider - ist schon in Ordnung so.
    Ihr Beitrag trifft den Nagel genau auf dem Kopf und unterscheidet sich wohltuend von den üblichen ich hasse Till Schweiger und den ÖR Geschwafele das man hier sonst häufig lesen kann.

    Schade daß Kurtulus geht, dieser Tatort war ungewöhlich, manchmal etwas anstrengent, hat mir aber viel Spaß gemacht. Die ARD präsentiert hier immer wieder außergewöhnliche Krimikost (das frankfurter Duo und Turkur, vor allem) die zeigt daß nicht nur die BBC gute Krimis produzieren kann.
  6. #25

    [QUOTE]Was für ein Abgang![/QUOTE

    Ja, was für ein Abgang! Cenk Batu dreht den in heldenhafter Pflichterfüllung schwer geschundenen Kopf nach rechts, dann nach links, um alle Facetten seines edlen Lebens zu zeigen, dann Cut zu der autistischen, schwer lungenkranken, trotzdem immer noch eiskalten Profikillerin mit der Wollmütze und dem Inka-Wollbemützten Freund im Wald, der "noch nie mit einer Frau gesprochen hat".

    Ein schrecklicher Film. Ein schrecklich doofer Film
  7. #26

    Nun haben wir den Salat!

    Hab den Tatort gerade bis zum bitteren Ende geschaut, obwohl ich eigentilch (wie früher) keine Tatörter mehr schauen wollte, so sehr gehen mir die auf die Nerven …*aber: Soooo eine verquaste Story, soooo kaputte Figuren, so wackelige Kamera-Führung (hat denn noch NIEMAND unter den Kameraleuten und Regisseuren gemerkt, dass Wackel-Kamera KEIN "Live-Gefühl" vermittelt, sondern bestenfalls Schwindelgefühl bis Brechreiz??) … und Cenk ist tot …*und der Schauspieler muss (zugunsten von Til Schweiger?? *LACH*) gehen …

    …*und wer ist schuld an der ganzen Scheiße???

    Die Zocker in den Banken!

    Na, wenigstens ein realer Bezug.

    SCNR ;-)
  8. #27

    Unglaublicher Gehirndurchfall

    Man sollte dem NDR die Lizenz für Ihre Tatorte endlich entziehen - so ein konstruierter, unfreiwillig komischer Schwachsinn ist einfach nicht mehr auszuhalten. Melville ? De Palma ??? Kritiker träum weiter....
  9. #28

    Entschuldigen Sie bitte - aber habe ich diesen Tatort auch gesehen ?

    Immer häufiger wird ein Sonntags-Tatort vorher in allen Medien gehypet
    und alle finden ihn dann toll - so auch dieses Mal wieder !

    Was genau war an diesem Tatort "toll" ?

    Das die Story Hollywood-Niveau hatte ?

    OK, aber die Umsetzung ?

    Es mag ja sein, daß Wertpapierhändler etwas durchgeknallt sind,
    aber gleich alle einer Bank im Kollektiv und die läßt diesen Psychopathen
    freie Hand?

    Sorry, aber das war SEHR dick aufgetragen !

    Und die empathielose Killerin im Endstatium - mehr ging wohl nicht ?

    Der Staatsschutz versagt ebenso kläglich und ein einsamer Kommisar
    läßt alle Spezialbeamten gemeinsam alt aussehen - 007 läßt grüßen !

    Tut mir leid - aber ich kann mich mit einem solchen "Tatort" nicht
    identifizieren - wenn es ein B-Thriller aus Hollywood gewesen wäre,
    hätte der in den Fernsehzeitschriften nie den "Tip des Tages" bekommen.

    Irgendwie scheint mir das Öffentlich-Rechtliche zunehmend Einschaltquoten
    mehr durch Vorab-Hypes, denn durch Qualität beeinflussen zu wollen !

    Til Schweiger wird das zwar nicht verbessern können, aber so hoch liegt
    die Latte auch wieder nicht.
  10. #29

    Eine Autistin - uaaaa?

    Ein solcher Film ist Plemmplemm!


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