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Kurswende: Neuer RWE-Chef will keine Atomkraftwerke mehr bauen

DPADer künftige Chef des Energiekonzerns RWE setzt sich von seinem Vorgänger Jürgen Großmann ab: Peter Terium hat angekündigt, auch im Ausland nicht mehr in neue Kernkraftwerke zu investieren. "Das Risiko können wir uns nicht mehr leisten", sagt der Niederländer.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...839433,00.html
  1. #160

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    meldet am 28.4.11:

    lt.Verifox-Verbraucherpreisindex liegen die Kosten bei einem Verbrauch von 1000 kWh/a bei 30,09 Cent/kWh.

    Nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich halte sowohl dpa als auch Verifox für wesentlich vertrauenswürdiger als Sie, da diese nicht interessensgeleitet informieren.
    Ich habe jedenfalls in meinem ganzen Leben noch keinen Strom für 5,5 Cent/kWh bekommen. Die geringstmögliche PV-Vergütung ab 1.7.2012
    beträgt 15,25(13,11) Cent/kWh, monatlich sinkend. Sie sehen, alles fliesst. Die Preise fallen für PV - explodieren für Netzstrom( bei gleichbleibender EEG-Umlage um bis zu 9,5% in diesem Jahr)

    Die Abschaffung des EEG ist nur eine Zeitfrage. In 2-3 Jahren gibt es das in dieser Form nicht mehr.
    Wir haben es schon x-mal erklärt, wieso fallende PV-Strom Preise irrelevant sind. Diese Preise werden ausschliessliche durch den Einspeisevorrang beeinflusst. Nicht durch den Markt.
    Die einzelnen Börsenpreise sind nur ein Teil des Gesamtpreises. Auch die Bereitstellung von Reserven kosten nun mal Geld. Gerade auch als BackUp für PV.
  2. #161

    Zitat von ir² Beitrag anzeigen
    Wer glauben Sie denn zahlt die nötigen Investitionen in die Stromnetze? Richtig, der Endkunde, so wie bisher auch. Die Aktionäre bekommen weiter ihre Dividenden...
    Beide. Die Dividende wird kurzfristig geschmälert, weil Aktien Fremdkapital sind, was zur Gegenfinanzierung als Sicherheit eingesetzt wird.

    Die politische Mehrheit zur "Energiewende" hat man sich dadurch erkauft, dass man kein Preisschild daran gehangen hat. Jetzt steht der Deutsche Michel aber an der Kasse und wundert sich.
    Also - davon ist - vor allem in den "volkstümlichen" Medien nicht viel zu bemerken. Kein exorbitanter Anstieg von Anschlußsperrungen bei Kunden, die ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen können.
  3. #162

    Zitat von bürostuhlpilot Beitrag anzeigen
    Je mehr Strom auf diese Art produziert wird, desto günstiger wird er.
    Das ist definitiv falsch. Jedenfalls im Zusammenhang was an Gesamtstrompreisen beim Verbraucher ankommt.
    Es ist sogar so, das PV-Strom in Massen den Endpreis teurer macht. Auch wenn er in dem Moment super billig an der Börse gehandelt oder gar aus Gründen der Netzstabilität dafür sorgt, das Strom ins Ausland verschenkt wird.
  4. #163

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    das liegt daran, dass weltweit Öl eingesetzt wird, um Strom zu produzieren. Sie müssen auch einmal ganz mutig über den Tellerrand schauen auf andere Kirchtürme. Die Erde ist ein Raumschiff, wir haben nur die eine. Wenn Sie die geplündert haben, ist Finito.
    RWE ist gut beraten, nun verstärkt auf unendliche Energieträger zurückzugreifen. Peter Terium erscheint mir wesentlich klüger als
    der alte Grossmann. Vielleicht aber auch eine Generationenfrage.
    Wieviele Öl-Kraftwerke betreibt RWE?
  5. #164

    Zitat von vincent1958 Beitrag anzeigen
    ..ab 1.6.2012 Anlagen bis 10 KWp 19,11 cent;Anlagen von 10-100 KWp 16,17 cent;Anlagen 100 KWP bis 1MW 13,23 cent....netto versteht sich;die UST bekommt nicht der Anlagenbetreiber sondern der Staat..somit auch Sie und ich!
    Was bleibt, ist die Vorrangeinspeisung und die Abnahmepflicht!

    Die aktuelle EEG-Novelle (Stand März 2012) schreibt die gesetzlich garantierten Einspeisevergütungen für Freiflächenanlagen bis 2016 verbindlich fest. Damit sollte bei derzeitigem Wissensstand auch die Vorrangregelung sowie die Abnahmepflicht weiterhin Bestand haben. Selbst wenn die derzeit in Diskussion stehende Verordnungsermächtigung der Regierung durchgesetzt werden sollte, so beschränkt sich diese nur auf die Förderhöhe und nicht auf den Vorrang und die Abnahmepflicht von Strom aus erneuerbaren Energien.

    Womit die Verwerfungen auf dem Strommarkt festgeschrieben sind. Aus den direkten Förderkosten werden somit Bereitstellungskosten für die technisch unverzichtbaren back-up Kraftwerke die durch den "Erfolg" der EE Erzeugung unwirtschaftlich geworden sind. Das wissen auch die Grünen, verstecken es aber hinter euphemistischen Formulierungen:

    Kretschmann: Der Bau von neuen Gaskraftwerken lohnt sich für die Investoren unter den bestehenden Rahmenbedingungen nicht, weil diese Anlagen ja nicht die ganze Zeit laufen sollen, sondern nur von Zeit zu Zeit als schnelle Aushilfe, was derzeit wirtschaftlich nicht darstellbar ist.
    Deshalb muss man die zuvor als Bedarf errechneten Stromkapazitäten ausschreiben und durch entsprechende Vergütungen dafür sorgen, dass Bau und Betrieb lohnen. Dabei können die erforderlichen Kapazitäten aber auch anders angeboten werden, zum Beispiel über Energiespeicher.


    Resultat: die Mehrkosten kommen nur in einem anderen Umschlag, billiger wird es nicht für die Endkunden an der Steckdose.
  6. #165

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    ist der PV-Anlagenbetreiber immer der Gewinner. Er produziert sauberen, unendlichen , umweltfreundlichen und sicheren Strom erheblich billiger als er ihn aus dem Netz kaufen kann. Nur dumm kauft teuer und verzichtet darauf, ein Existenzbedürfnis nach Energie selbst zu befriedigen. Aber es gibt mittlerweile in Deutschland weit über eine Million Menschen, die das begriffen haben und nicht zu dumm und zu faul sind, aktiv zu werden.
    Das Problem ist, das der PV-Anlagenbetreiber den Strom nicht so einspeisen kann, wie er gebraucht wird (bedarfsgerecht). Aus diesem Grund macht der Einspeisevorrang mit Garantiepreisen, den Strom insgesamt teuer. Ein absolute Idiotie. Die natürlich PV-Betreiber gerne sehen.
    Da ist es unerheblich wie sauber und unendlich der Strom ist. Es fehlt an der Infrastruktur, diesen Strom effizient zu nutzen.
  7. #166

    Zitat von bürostuhlpilot Beitrag anzeigen
    Beide. Die Dividende wird kurzfristig geschmälert, weil Aktien Fremdkapital sind, was zur Gegenfinanzierung als Sicherheit eingesetzt wird.
    Kurzfristig, keiner tätigt Investitionen um langfristig weniger Dividende zu bekommen. Zuman in einem natürlichen Monopol wie dem Stromnetz ist es Irrsinn dem Betreiber Kosten aufzuzwingen, und zu hoffen diese kämen niemals beim Endkunden an.
    Zitat von bürostuhlpilot Beitrag anzeigen

    Also - davon ist - vor allem in den "volkstümlichen" Medien nicht viel zu bemerken. Kein exorbitanter Anstieg von Anschlußsperrungen bei Kunden, die ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen können.
    Willkommen in der Wirlichkeit.
    Verbraucherzentrale: 15 Prozent der Deutschen droht Energiearmut - Deutschland - Politik - Handelsblatt
    15 Prozent der Deutschen droht Energiearmut
    29.04.2012, 15:32 Uhr
    Die Strompreise steigen - und gerade Bürger mit niedrigem Einkommen leiden darunter. Ihnen droht Energiearmut. Der Sozialverband VdK kritisiert, die Regierung habe „die soziale Dimension der Energiewende nicht im Blick“.
  8. #167

    warum?

    Zitat von ir² Beitrag anzeigen
    Die Strompreise steigen - und gerade Bürger mit niedrigem Einkommen leiden darunter. Ihnen droht Energiearmut. Der Sozialverband VdK kritisiert, die Regierung habe „die soziale Dimension der Energiewende nicht im Blick“. [/I]
    Warum hat sich diese soziale Gewissen nicht gemeldet, als jahrzehntelang an Großmann und Co. jährliche Trostprämien für das Ausharren im Vorstand quais-staatlicher Unternehmen so um die 10Mio€ jährlich mit Geld bezahlt wurde, dass von den armen Krankenschwestern und Postboten über den Strompreis eingetrieben wurde?
  9. #168

    Zitat von ostap Beitrag anzeigen
    Warum hat sich diese soziale Gewissen nicht gemeldet, als jahrzehntelang an Großmann und Co. jährliche Trostprämien für das Ausharren im Vorstand quais-staatlicher Unternehmen so um die 10Mio€ jährlich mit Geld bezahlt wurde, dass von den armen Krankenschwestern und Postboten über den Strompreis eingetrieben wurde?
    Daß Vorstandsbezüge überhöht sind, ist eine Frage der Verteilungsgerechtigkeit aber irrelevant für den einzelnen Endkunden. Die EEG-Kosten bewegen sich hingegen um den Faktor 10³ über diesen Beträgen und sind ein Kostenfaktor für den Einzelnen. Darin liegt der Unterschied
  10. #169

    Das

    Zitat von ir² Beitrag anzeigen
    Was hat der VERIFOX Verbraucherpreisindex mit der Berechnung der EEG-Umlage zu tun? Richtig, gar nichts! Sie holen sich Zahlen aus allen Ecken, mal aus Frankreich, dann von VERIFOX, zusammenhanglos, nur um falsche Botschaften zu kolportieren. Das was tatsächlich beim "nicht privilegierten Endkunden" seit über 10 Jahren ankommt sind ständig steigende EEG-Umlagekosten. Das kann auch kein Zahlenjongleur wie Sie weglügen.
    was beim Endkunden ankommt sind ständig steigende Stromkosten.
    Zur Begründung wird gerne die EEG-Umlage genommen.Die Dividendenrendite der Aktionäre nicht.
    Wie schwachsinnig das ist, sehen Sie in diesem Jahr. Bei praktisch gleichbleibender EEG-Umlage steigen die Preise um bis zu 9,5% .

    Welches Interesse Sie daran haben, dem Verbraucher vorzugaukeln,
    die Strompreise wären vor dem EEG nicht gestiegen und würden auch nach dem EEG nicht mehr steigen , erschliesst sich mir nicht. Wer Verbraucher so offensichtlich täuscht, darf sich nicht wundern, wenn er als ernsthafter Gesprächspartner ausscheidet. Natürlich ist die Mehrwertsteuer beim Verbraucher angekommen. So etwas zu leugnen , disqualifiziert.
    Und kommen Sie mir jetzt nicht wieder mit diesem grenzdebilen: Die Umlage ist eine Steuer. Irre.








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