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Kurswechsel in Nordkorea: Kim Jong Un macht sich locker

AFP/ KCNAJunge Nordkoreaner tragen plötzlich schicke Outfits und gegelte Haare nach dem Vorbild südkoreanischer Schauspieler. Private Märkte haben auf einmal flexible Öffnungszeiten. Sind die winzigen Veränderungen Signale für einen Kurswechsel des neuen Herrschers Kim Jong Un?

http://www.spiegel.de/politik/auslan...843629,00.html
  1. #1

    Nord-Korea

    Ein bisschen Girlsband, aus 8 Schätzen auf der Speisekarte mach 9, ein paar Micky Mouse Figuren und eine unbekannte "Schöne" ....und schon orakelt die Weltpresse von grundliegenden politischen Veränderungen in einem monokulturellen Verdummung-Staat. Sicher wird der geliebte Enkel Diktator seine eigene Marke setzen (müssen), oder zu setzen versuchen, aber auch ein Diktator steht in seinem eigenen Wort. Ein "Gorbi" ist er jedenfalls nicht!
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Junge Nordkoreaner tragen plötzlich schicke Outfits und gegelte Haare nach dem Vorbild südkoreanischer Schauspieler. Private Märkte haben auf einmal flexible Öffnungszeiten. Sind die winzigen Veränderungen Signale für einen Kurswechsel des neuen Herrschers Kim Jong Un?

    Nordkorea ist immer weniger abgeschirmt von der Außenwelt - SPIEGEL ONLINE
    Ja, liebe Südkoreaner, bereitet euch vor. Ein offener oberster Knopf an der Uniformjacke, eine Girly-Band, Micky Maus und Puh der Bär auf der Bühne, eine weibl. Begleitung zum Diktator und eh man sich versieht steht die Wiedervereinigung vor den Toren Seouls - der Norden weicht auf. Zumindest wenn man der "Fachpresse" glauben mag, die in jeder Veränderung zum Vorherrscher eine aufkeimende Revolution oder Abkehr des seit jahrzehnten eingeschlagenen Wegs erkennen will.

    Hoffentlich werden die Lottozahlen für den kommenden Samstag noch rechtzeitig bekanntgegeben...
  3. #3

    optional

    Selbst wenn mehr Informationen ins Land dringen: Entscheidend ist nicht nur die Situation der Leute, sondern auch die Perspektive. Wenn es wirtschaftlich bergauf gehen sollte, selbst von einem sehr niedrigen Stand aus, werden die Leute sicher keine Revolution beginnen. Kim Jong Un muss also lediglich dafür sorgen, dass die Wirtschaft des Landes in Gang kommt. Das scheint mit kleineren Öffnungsimpulsen durchaus denkbar zu sein, ohne dass man den grundsätzlichen Kurs verlässt.

    Ich erwarte nicht viel in Bezug auf eine Öffnung oder gar Liberalisierung des Landes, aber ich vermute, dass man sich auf Dauer wirtschaftlich enger an das stark wachsende China annähern wird, um auch davon zu profitieren. Und das wird ohne eine gewisse Reduzierung der Abschottung nicht gehen.
  4. #4

    Natürlich ist der neue Machthaber kein Gorbi, wobei ich mal dezent anmerken möchte, dass man auch den im Westen anfangs unterschätzt hat. Mit diesen kleinen Maßnahmen zur "Öffnung" bedient er vor allem die vergleichsweise wohlhabenden mittleren und gehobenen Funktionäre beispielsweise im Militär und in der Industrie, ohne deren Unterstützung seine Macht nicht zu halten wäre. Bleibt abzuwarten, wie lange es dauert, bis diesen Leuten aufgeht, dass ihre Monotonie nur einen bunten Anstrich erhalten hat.
  5. #5

    Wiedervereinigung

    Und wenn die Koreaner dann 22 Jahre nach der Wiedervereinigung feststellen, dass selbst im öffentlichen Dienst in Nord und Süd immer noch unterschiedlich hohe Löhne gezahlt werden, dass viele Widervereinigungsverlierer von Sozialhilfe leben müssen, dann haben sie ja alles richtig gemacht. Vielleicht haben sie dann auch mal eine Frau an der Spitze ihres Staates - eine aus dem Norden - die sich als große Krisenmanagerin feiern lässt und in Wirklichkeit eine Marionettin der Großbanken ist.
  6. #6

    Kim Yong-Un ist bedeutungslos

    Es ist klar, dass ein biologischer Nachfolger von Kim Il-Sung gelobpreist werden muss (mal abgesehen von den Sprösslingen im Ausland, aber das merkt dort eh keiner). Dennoch ist Kim Yong-Un nur einer Marionette, die gelenkt wird und faktisch weniger Macht wie unser Bundespräsident hat. Das wirkliche Sagen hat das Militär und altgediente Parteikader, und diese werden sich bemühen den Status Quo solange wie möglich aufrecht zu erhalten. Ich gebe NK dennoch nicht mehr als 10 Jahre, da in der Tat der Informationsfluss wächst und auch mit der stärksten Zensur nicht aufrecht zu erhalten ist. Die Führung wird immer mehr zugeben müssen, und mit jedem mal wird klarer, wie schamlos belogen jeder einzelne wird.
  7. #7

    Erstaunlich

    Es reicht also ein wenig westlicher Kinderkram um eine Öffnung des Landes zu suggerieren. Den Durchbruch erwarten wir dann mit der Diddl-Figur. Der Fortschritt ala Westen ist nicht aufzuhalten.
  8. #8

    ...

    Bild 4: Coole Buxe.
  9. #9

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    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sind die winzigen Veränderungen Signale für einen Kurswechsel des neuen Herrschers Kim Jong Un?
    Nordkorea ist immer weniger abgeschirmt von der Außenwelt - SPIEGEL ONLINE
    wahnsinn. da ist jemand nicht so stocksteif und spassbefreit wie sein vater, schon muss sich auch der kurs ändern? aus raider wird twix, sonst ändert sich nix. ähnlich dürfte es für nordkorea gelten, die verpackung ändert sich aber nicht der inhalt. oder sind schon deutliche zeichen einer annäherung an südkorea erkennbar? werden etwa raketentests unterlassen, die bombe wieder abgeschafft, die grenze geöffnet, der fremdgesteuerte alltag auf selbstbestimmt umgelegt oder oder oder?
    ich frage mich immer wieder, wie man von so kleinen dingen auf das grosse ganze schliessen will? sicher, alles fängt einmal an, irgendiwe, vielleicht auch in bunt und lustig / locker aber wir wollen doch mal die kirche im dorf lassen.








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