AFPDeutlicher Kurswechsel bei der Weltbank: Der neue Chef Jim Yong Kim will nicht nur Schwellen- und Entwicklungsländern helfen - auch Euro-Staaten wie Griechenland sollen künftig unterstützt werden.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...842202,00.html
Man versucht offenbar, immer weitere finanzielle Quellen zu erschließen, um diese Eurowährungszone mit all ihren Mitgliedern zu erhalten. Die ökonomischen Ungleichgewichte, die aus verschieden Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeiten entstanden sind, können wohl nur noch über eine weitere Vergemeinschaftlichung, eine weitere Monetarisierung und weitere Sozialisierung ausgeglichen bzw. angeglichen werden.
Daraus stellt sich für uns die zwingende Frage, welche fiskalpolitischen, geld- und währungspolitischen Zwänge und welche weitere Anpassungsnotwendigkeiten sich ergeben.
Unsere eigene Budgethoheit und unsere eigene binnenkonjunkturelle Entwicklungsmöglichkeiten werden durch den Fiskalpakt, durch die Schuldenbremse und auch durch die wegfallenden Aufwertungsgewinne einer eigenen Währung als dauerhaft fehlende volkswirtschaftliche Sozial- und Wohlfahrtsdividende behindert und erschwert. Die Risiken und die möglichen weiteren Belastungen aus den Rettungsfonds kommen für uns hinzu. Die Ausrichtung und die Ausgestaltung der Geld- und Währungspolitik der EZB können wir selbst kaum mehr beeinflussen, da wir uns hier in einer Minderheitenposition befinden.
Dazu ein sehr passender und interessanter Artikel aus der Wirtschaftswoche, der in diesem Zusammenhang einige Hintergründe verdeutlicht:
Stimmt es, dass...: Merkel in Brüssel dem Ende des Nationalstaats zugestimmt hat? - Konjunktur - Politik - Wirtschaftswoche