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Kursverfall in Russland: Warum der Rubel abwärts rollt

REUTERSSechs Prozent binnen einer Woche: Der Rubel verliert stark an Wert, Kapitalflucht und sinkende Ölpreise setzen der Währung zu. Nun muss Russland fürchten, sich an einer Krise aus dem Westen anzustecken - schon wieder.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...836640,00.html
  1. #1

    Kapitalflucht und sinkende Ölpreise setzen der Währung zu.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sechs Prozent binnen einer Woche: Der Rubel verliert stark an Wert, Kapitalflucht und sinkende Ölpreise setzen der Währung zu. Nun muss Russland fürchten, sich an einer Krise aus dem Westen anzustecken - schon wieder.

    Was hinter dem Verfall des Rubel steckt - SPIEGEL ONLINE
    ".. sinkende Ölpreise setzen der Währung zu. "
    Ach, den Verbraucher betrifft das aber wohl nicht.Sinkende Ölpreise. Diese sogenannte Marktwirtschaft ist reinste Vera..sche.
  2. #2

    ...

    Moskaus eigene Wirtschaftsperspektiven lassen sich eigentlich durchaus sehen: Nach rund vier Prozent Wachstum im vergangenen Jahr prognostiziert die Rating-Agentur Standard & Poor's für 2012 ein Wachstum von immer noch 3,5 Prozent. Doch noch immer exportiert das östliche Riesenreich vor allem Gas und die Länder der Euro-Zone gehören dabei zu Moskaus wichtigsten Handelspartnern.

    Das sind doch Selbsttäuschungen. Russlands Wirtschaft steht auf tönernen Füßen. Besitzt das Land denn eine vielfältige Industrieproduktion, einen bedeutenden Dienstleistungssektor, oder ist es in irgendeiner Zukunftstechnologie führend? Irgendwie nicht, oder? Man exportiert vor allem Rohstoffe und steckt das Geld, wie in Sowjetzeiten, in unnützes Zeug wie das Militär oder wirft es irgendeinem Oligarchen hinterher. Wenn aus irgendeinem Grund die Rohstoffmärkte schlecht laufen oder zusammenbrechen ist Russland doch wieder ein Dritte-Welt-Land.
  3. #3

    artikel sagt nicht die ganze wahrheit

    das mit dem kapitalabfluss und sinkenden oelpreisen ist zwar von bedeutung , aber es gibt noch einen faktor , der viel wichtiger ist und ueber den hier nichts steht: Korruption.In russland gibt es ein massives inflationsproblem , waehrend die offizielle inflation sich um die 5% bewegt , steigen die verbraucherpreise fuer die mehrheit der bevoelkerung um etwa 20% jaehrlich , gleichzeitig wird ein grossteil der staatsausgaben gestohlen und in harte waherung umgewandelt.Dadurch befindet sich russland in einer sackgasse , sobald es druck von aussen gibt (durch sinkenden kapitalzufluss) , droht eine massive rubelabwertung.Wenn diese situation wie jetzt fuer einige monate anhaelt , wird rubel schnell von jetzigen 34 in richtung 45-60 fallen und die regierung wird kaum etwas machen koennen
  4. #4

    Einzelwährungen auf hoher See

    Genau das war doch der Grund für den Zusammenschluß der vielen kleinen Einzelwährungen in Europa. Der Euro ist nicht aus einer Weltkriegsschuld Deutschland heraus entstanden (wie manche Leute wie Sarrazin stur und nie müde zu verbreiten versuchen).
    Der Rubel ist ein aktuelles Paradebeispiel für kleine unbedeutende Währungen. Kursschwankungen und die daraus resultierenden Wechselkursrisiken (die wiederum die innere Wirtschaft schädigen) waren es, die die Länder der EU zur Einführung des Euro veranlasst haben.

    Altkanzler Schmidt hat das erneut mit einer Seefahreranalogie umschrieben. Ein großes Schiff ist auf rauer See wesentlich sicherer als eine Flotte von kleinen Schiffen. Kleine Schiffe können von Piraten gekapert oder zum kentern gebracht werden. Kleine Währungen sind zudem Spielball von Spekulation, von innen durch die Bürger wie von außen durch Heuschrecken.

    Die Russen verlieren aktuell den Glauben in ihre Währung. Fliehen dann in andere große Fremdwährungen. Spekulanten hängen sich hier, je nach Interessenlage, womöglich noch dran und versuchen den Rubel noch weiter zu schwächen. (und haben aufgrund der "kleinen Masse" des Rubels sicherlich mehr Erfolg als beim Euro). Dies führt dazu, dass Geschäftsvertäge die mit dem Ausland geschlossen wurden riskanter werden für zb Warenlieferanten. Wir erinnern uns an die Vergangenheit, als kaum noch jemand Waren nach Italien liefern wollte und die Italiener sich kaum noch Waren aus dem Ausland leisten konnten. Niemand wollte seine teuren Gerätschaften dorthin verkaufen, weil man zwar die vertraglich vereinbarte Summe an Geld bekam, dieses jedoch nach einem erneuten Kursrutsch nicht mehr wert war als Spielgeld. Ein tödliches Risiko für eine exportorientierte Wirtschaft wie Deutschland!

    Einziger Nachteil beim Euro ist eben, dass die einzelnen Länder durch schlechte Haushaltspolitik das Schiff von innen her beschädigen können. Somit läuft der Dampfer aufgrund von innen hervorgerufenen Lecks voll. Westerwelle hats treffend formuliert. Wenn die Hose von innen nass wird, bringt der größte Rettungsschirm nix. Aber das sind Probleme, die relativ neu sind. Probleme die man langfristig lösen kann. Ein Rückfall zu den Einzelwährungen jedenfalls löst keine Probleme. Man tauscht lediglich ein einzelnes neues Problem ein gegen viele kleine und altbekannte Probleme. Und wenn man sich die aktuellen Arbeitsmarkt- und Wirtschaftszahlen anschaut, so kann man sagen, dass Deutschland mehr als gut fährt. Viel besser jedenfalls als in einem Europa der Einzelwährungen, wo bereits viele unserer Absatzmärkte weggebrochen wären aufgrund der Finanzkrise.

    Die Leute sollen also bitte nicht so tun, als wäre der Euro die größte Katastrophe für Deutschland. Nein, wir müssen 70 Jahre nach dem Krieg nicht für unsere Sünden zahlen (haben wir das jemals?). Und das deutsche Schuldgefühl war auch nicht Geburtshelfer für den Euro. Deutschland hat ein klares egoistisches Interesse am Euro. Der Euro ist schlichtweg gut für uns und bringt selbst (oder gerade) in Zeiten von Krisen eine bessere Sicherheit als Einzelwährungen.
  5. #5

    14%

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sechs Prozent binnen einer Woche: Der Rubel verliert stark an Wert, Kapitalflucht und sinkende Ölpreise setzen der Währung zu. Nun muss Russland fürchten, sich an einer Krise aus dem Westen anzustecken - schon wieder.

    Was hinter dem Verfall des Rubel steckt - SPIEGEL ONLINE
    sind eine ganze Menge. Demnach dürfte Diesel nur noch 1.20 - 1.23 kosten, Super 96 1,29 -1,30.
    Geht aber nicht. Der Preis muß mit Gewalt hochgehalten werden bis zu den Ferien um über die 1,80 Marke zu kommen.
    Wo ist der Benzinspezialist Rösler mit seinen Weisheiten ?
  6. #6

    Naiv :)

    Zitat von Walther Kempinski Beitrag anzeigen
    Der Rubel ist ein aktuelles Paradebeispiel für kleine unbedeutende Währungen. Kursschwankungen und die daraus resultierenden Wechselkursrisiken (die wiederum die innere Wirtschaft schädigen) waren es, die die Länder der EU zur Einführung des Euro veranlasst haben.

    Altkanzler Schmidt hat das erneut mit einer Seefahreranalogie umschrieben. Ein großes Schiff ist auf rauer See wesentlich sicherer als eine Flotte von kleinen Schiffen. Kleine Schiffe können von Piraten gekapert oder zum kentern gebracht werden. Kleine Währungen sind zudem Spielball von Spekulation, von innen durch die Bürger wie von außen durch Heuschrecken.

    Der Euro ist schlichtweg gut für uns und bringt selbst (oder gerade) in Zeiten von Krisen eine bessere Sicherheit als Einzelwährungen.
    haben sie sich mal angeschaut um wieviel Prozent ihr "starker" Euro in der letzten Zeit gefallen ist?
    Zu ihrer Schiffstheorie passt die Titanik als bestes Beispiel, ein perfektes Gegenstück zum Euro.
    Nein der Euro ist nicht gut für Deutschland.
    Sollte der ESM tatsächlich verabschiedet werden und 2013 mit SPD und Grünen Eurobonds folgen, dürfen sie sich ihre Posts von heute in 2-3 Jahren gern nocheinmal durchlesen.
    Bis dahin ist ihr Vermögen allerdings für die Schulden der Südländer geopfert, ihre Rücklagen in Rentenversicherungen und anderen Anlageformen völlig vernichtet.
    Regiert werden wir dann von einem undemokratischen, bis dahin korruptem ESM Gremium, die jegliche Steuereinahmen direkt an ausgesuchte Banken zur Zinszahlung (von Schuldentilgung wird dann keine Rede mehr sein) überweisen.

    Sie dürfen gespannt sein, hoffentlich erinnern sie sich noch an ihre Worte. Ändern können sie es dann leider nicht mehr.
  7. #7

    Also ...

    Zitat von matz-bam Beitrag anzeigen
    Ach, den Verbraucher betrifft das aber wohl nicht.Sinkende Ölpreise. Diese sogenannte Marktwirtschaft ist reinste Vera..sche.
    .. da bemüht sich die Mineralölmisswirtschaft endlich mal um stabile Preise, und dann ist es auch wieder nicht recht. Deutschland, du Land der Nörgler.
  8. #8

    Da ham'se recht

    deshalb bin ich schon vor 15 Jahren ausgewandert, denn mir war klar das das alles nur im Disaster enden kann, Politikern ist nichts klar und deshalb hat die totale Irrationaliet und Steuergelderverbrennung in Europa Hochkonjunkur.




    Zitat von markus54321 Beitrag anzeigen
    haben sie sich mal angeschaut um wieviel Prozent ihr "starker" Euro in der letzten Zeit gefallen ist?
    Zu ihrer Schiffstheorie passt die Titanik als bestes Beispiel, ein perfektes Gegenstück zum Euro.
    Nein der Euro ist nicht gut für Deutschland.
    Sollte der ESM tatsächlich verabschiedet werden und 2013 mit SPD und Grünen Eurobonds folgen, dürfen sie sich ihre Posts von heute in 2-3 Jahren gern nocheinmal durchlesen.
    Bis dahin ist ihr Vermögen allerdings für die Schulden der Südländer geopfert, ihre Rücklagen in Rentenversicherungen und anderen Anlageformen völlig vernichtet.
    Regiert werden wir dann von einem undemokratischen, bis dahin korruptem ESM Gremium, die jegliche Steuereinahmen direkt an ausgesuchte Banken zur Zinszahlung (von Schuldentilgung wird dann keine Rede mehr sein) überweisen.

    Sie dürfen gespannt sein, hoffentlich erinnern sie sich noch an ihre Worte. Ändern können sie es dann leider nicht mehr.
  9. #9

    ausgerechnet Schmidtchen....

    Wie die wenigsten Menschen in diesem Land, können Sie sich anscheinend daran erinnern das Ihr so gelobter Herr Schmidt mit seiner sozialistischen Rundumversorgungspolitik und dem damit einhergehenden Schuldenmachen überhaupt erst angefangen hat.
    Ein großes Schiff ist besser als viele kleine....
    Na ich ziehe einen Konvoi Ihrer schon genannten Titanic vor, weil wenn dann hier und da ein Pot absäuft dann müssen wir nicht alle schwimmen und es gibt die Möglichkeit von anderen an Bord genommen zu werden.

    Wenn Piraten uns entern dann liegt das meist an den unfähigen Kapitänen die den Finanz-Ackermann-Navigatoren von Goldmann Sachs und anderen zu viel Entscheidungskompetenz zubilligen, so das sie nach kürzester Zeit überhaupt nicht mehr wissen in welche Richtung diese Finanzkünstler navigieren.

    Da zu meines Großeltern Zeiten "der Spekulant" ein Schimpfwort war erübrigt sich ein weiteres eingehen auf diese Thematik. Viele Menschen können ganz gut ohne jede Spekulation auskommen, dass sie meistens auch noch zur arbeitenden Bevölkerung gehören sei nur so nebenbei erwähnt.

    Im Übrigen hat unser ehemaliger Kapitän der Flaschbier Gerhard ihren genannten Heuschrecken (Goldman Sachs/Lehmann in Deutschland durch Gesetzesänderungen erst Tür und Tor geöffnet! (schon wieder ein Sozi-Kapitän, was für ein Zufall)

    Abschließend möchte ich zu Ihrem Kriegsthema nur eins sagen, im Oktober 1998 war es, glaube ich, wurde die LETZTE REPARATIONSZAHLUNG für den ERSTEN WELTKRIEG von den Bürgern der BRD geleistet.
    Demnach ist Ihr gesamter Kommentar nichts anderes als das Resultat Ihres mangelhaften Wissens.
    Können Sie mir erklären wieso meine Steuergelder für Dinge verschwndet werden, die fast schon ein Jahrhundert her sind?
    Sippenhaft wurde meines Wissens nach abgeschafft, oder doch nicht?

    schönes Wochenende


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