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Kursverfall in Russland: Warum der Rubel abwärts rollt

REUTERSSechs Prozent binnen einer Woche: Der Rubel verliert stark an Wert, Kapitalflucht und sinkende Ölpreise setzen der Währung zu. Nun muss Russland fürchten, sich an einer Krise aus dem Westen anzustecken - schon wieder.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...836640,00.html
  1. #40

    @systemmirror

    Der Ölpreis ist stark gefallen. Wohl wahr. Nur der Grund dafür, dass der Benzinpreis trotzalledem ziemlich stabil geblieben ist, der hat indess nichts mit einer imaginierten konspirativen Verschwörung der "Hochölianz" zu tun, als vielmehr mit dem Unstand, dass das "Brent-Oil" in Dollar an den Rohstoffbörsen notiert, bzw. gehandelt wird und nicht in Euro. Nur dummerweise hat der Euro im Verhältnis zum Dollar parallel fast ebenso an Wert verloren als wie der Ölpreis in die Tiefe gerauscht ist. Tja, und so bleibt eben fast alles gleich. Halt dumm gelaufen. Watt wolln'se dajegen denn wohl machen?!
  2. #41

    Warum diese lösung nicht

    Zitat von winfired Beitrag anzeigen
    Die Russen verkaufen ihr Öl und Gas in Zukunft nicht mehr gegen Dollar und koppeln sich so von der Währungsspekulation ab und bekommen den Vorteil eines Petrorubels, der dann tiefe Wirkungen auch in den Euroraum entfalten würde.
    angegangen wird, das ist mir ein großes Rätsel.
    Warum dieses klammeraffenartige Festhalten an dem restlos
    ausgelutschten Dollar von den "Eliten" so gnadenlos gegen jede
    wirtschaftliche Vernunft durchgezogen wird, kann ich mir rational
    nicht erklären und ich wundere mich nicht, daß die spinnösesten
    Theorien darüber im Umlauf sind - , die ominösen " Verschwörungs "
    Theorien nâmlich. (Rockefeller, Bilderberger, Juden, Weltregierng)
    Wer von den werten Mitforisten kann hier, bitteschön, ein wenig
    Licht hinein bringen?
  3. #42

    Also das kann eigentlich nicht sein, was..

    Zitat von alex300 Beitrag anzeigen
    Warum fällt der Rubel? Weil die EU-Banker, die ein Teil ihrer Gelder in RU geparkt hatten, das Geld dringend brauchen und es abziehen.

    EU steht kurz vor dem Zusammenbruch. In zwei Wochen ist es GR, danach geht Schlag auf Schlag: S, I, IR, PT.

    Uns steht ein heißer Sommer vor!
    ... du sagst. Wenn in der Eurozone der Zusammenbruch nahe ist, dann schaffen doch die Banken das Geld raus und holen es nicht wieder zurück. Übrigens, von welchen Banken redest du eigentlich? Scheinst da gute Informationen zu haben?
  4. #43

    Zitat von atherom Beitrag anzeigen
    Russland produziert so gut, wie gar nichts.
    Hm, nach OICA hat Russland im vergangenen Jahr an die 2 000 000 Fahrzeuge hergestellt. Nur etwas weniger als Frankreich.
  5. #44

    Zitat von hokie Beitrag anzeigen
    Da ein exakt gleiches BIP pro Kopf schwer moeglich ist, werden Sie sich mit einem annaehernd aehnlichen BIP pro Kopf zu frieden geben muessen!
    Dafuer sind alle von mir genannten auch exWarschauer Pakt Staaten, deutlich kleiner und bei weitem weniger mit wertvollen Rohstoffen gesegnet:
    (daher sollte der Vergleich recht fair sein)

    EINS:Polen
    ZWO:Lettland
    DREI:Litauen

    und nun? Geben Sie jetzt zu im Unrecht zu sein ?!?
    Lettland ist ein guter Beispiel:
    Im Jahr 2008 ging das BIP um 4,6 % zurück, im Jahr 2009 brach die Wirtschaft sogar um 18 % ein - der stärkste Rückgang aller EU-Staaten. Zwischen 2007 und 2010 stieg die Arbeitslosenquote von sieben auf zwischenzeitlich bis zu 21 Prozent an. Die Zahl der Beschäftigten im staatlichen Bereich sank um 30 Prozent, die öffentlichen Gehälter wurden um 40 Prozent beschnitten. (quelle: wikipedia.org)
  6. #45

    russische Erfolge

    Zitat von martinxmartin Beitrag anzeigen
    die gold- und währungsreserven, mit denen der rubelkurs stabilisiert werden kann, liegen in russland bei über 500 mrd. $. und die letzte weltwirtschaftskrise hat russland dank den reserven im stabilisierungsfonds ohne jegliche soziale einschnitte überstanden, wie im folgenden schaubild sehen kann.

    Makroökonomische Dynamik in Russland 2008-2011 | Infographiken | RIA Novosti
    Russland ist eines der europäischen Länder mit der größten wirtschaftlichen Dynamik.

    Der zum größten Teil aus eigener Produktion versorgte Fahrzeugmarkt ist bereits beinahe so groß wie Deutschland und liegt damit bereits an zweiter Stelle in Europa.

    Die Geburtenrate ist durch verschiedene Förderungsprogramme der Regierungen Putin und Medwedew wieder auf fast 2,0 gestiegen und liegt damit weit höher als in Deutschland. Hinzu kommt die russische Rückwanderung aus den südlichen Republiken der ehemaligen Sowjetunion.

    Daß dort auch Hightechprodukte entstehen sieht man zum Beispiel an der Softwareindustrie die absolut konkurrenzfähige Virenscanner und Spiele produziert.

    Die aktuelle Rubelabwertung, die übrigens im Vergleich zu der brutalen Abwertung des Euro gegenüber der Schwachwährung USD von einmal über 1,50 auf jetzt 1,23 USD/€ nicht wirklich relevant sowie die durch die EU-Krise verursachte Abwertung der russischen Börsenkurse wären eigentlich gute Gelegenheiten, in dieser dynamisch wachsenden Region zu investieren.

    Leider leben viele Deutsche so gefangen in der Welt ihrer antirussischen Vorurteile daß sie diese großartigen Gelegenheiten sowie die trotz des schrecklichen deutschen Überfalls 1941 auf Russland immer noch ausgeprägte Deutschlandfreundlichkeit der Russen und diese großartigen Chancen völlig übersehen.
  7. #46

    Wohin fließt das Kapital?

    und vor allem: welches Kapital flieht? Kann es vielleicht sein, dass einige ein besseres Russland (ja, Wladimir Putin ist prima) und um ihre mit dubiosen Mitteln angehäuften Reichtümer fürchten? Kann es sein, dass diejenigen bald ihrem Kapital folgen und auswandern, woanders ein neues Leben beginnen wollen? Kann es sein, dass das ein weltweites Phänomen ist? (imho)
  8. #47

    Zitat von medley63 Beitrag anzeigen
    Der Ölpreis ist stark gefallen. Wohl wahr. Nur der Grund dafür, dass der Benzinpreis trotzalledem ziemlich stabil geblieben ist, der hat indess nichts mit einer imaginierten konspirativen Verschwörung der "Hochölianz" zu tun, als vielmehr mit dem Unstand, dass das "Brent-Oil" in Dollar an den Rohstoffbörsen notiert, bzw. gehandelt wird und nicht in Euro. Nur dummerweise hat der Euro im Verhältnis zum Dollar parallel fast ebenso an Wert verloren als wie der Ölpreis in die Tiefe gerauscht ist. Tja, und so bleibt eben fast alles gleich. Halt dumm gelaufen. Watt wolln'se dajegen denn wohl machen?!
    In den letzten 3 Monaten ist Erdölpreis für Europa um fast 25 % von 125 $ auf 98$ gefallen und Euro nur um etwa 7-8 % gefallen gegenüber den $.
    Von etwa 1,33 auf etwa 1,24.
    Ölpreis aktuell | Öl | Ölkurs | finanzen.net
    DOLLARKURS | Euro Dollar Wechselkurs | EUR/USD | aktueller Kurs | finanzen.net

    Es sieht nicht aus nach gleich schnelles "in die Tiefe gerauscht" für den Euro und Erdöl. Und bei Euro ist etwa bei der Kaufkraftparität um 1,2 $/Euro wahrscheinlich das nach unten Rauschen zu Ende. Für die europäische Wirtschaft wäre ein Eurokurs um die 1,2 $ ein Segen. Euro war seit Einführung 2002 überwiegend stark überbewertet gegenüber den $(bis 1,6$).
    Andere Frage ist warum wir für Erdöl 15-30% mehr für Erdöl zahlen. Warum sollen die Araber Erdöl an die USA verkaufen wenn in Europa der Preis pro Tanker um 50 mln $ höher liegt?
  9. #48

    Zitat von medley63 Beitrag anzeigen
    "Der Rubel ist ein aktuelles Paradebeispiel für kleine unbedeutende Währungen....Ein großes Schiff ist auf rauer See wesentlich sicherer als eine Flotte von kleinen Schiffen."



    "Und wenn man sich die aktuellen Arbeitsmarkt- und Wirtschaftszahlen anschaut, so kann man sagen, dass Deutschland mehr als gut fährt."

    Sicher, lieber Herr Kempinski, Deutschland fährt, -zumindest oberflächlich gesehen- mit dem Euro bis Dato recht gut, nur wie schaut das stattdessen in den Krisenstaaten wie Griechenland, Spanien, Portugal, Zypern, Malta, Slovenien, Irland, Italien, Belgien und Frankreich aus? Ist für diese Länder der Euro auch rundherum nur von Vorteil (gewesen)? Sorgt sie deren Wohlergehen nicht wenigstens wenn auch nur ein kleines Bisschen, da sie sie in ihrem Posting so garnicht erwähnen mögen?
    Und was ist in den letzten Jahrzehnten so schlimmes mit den o.g. Ländern passiert? Deren Lebensstandart ist erheblich schneller gewachsen als in der BRD. Bei Griechenland und Irland hat sich der Lebensstandart in den letzten 2 Jahrzehnten fast verdoppelt.

    Wenn sie wollen einige wirtschaftliche Daten, bitte:
    Arbeitslosigkeit 1995 in Spanien : 22,7 %, Irland 12,3% Portugal: 15 %
    Griechenland jährliche Inflation 1980-90 war 19 % pro Jahr!
    Wie Sie Sehen war das Wirtschaftsleben in o.g. Ländern vor dem Euro kein Zuckerschlecken. Und die sind mit Euro noch besser gefahren als Deutschland.
  10. #49

    Morgen werden die Griechen zur neuen Schweiz

    Zitat von medley63 Beitrag anzeigen
    nur wie schaut das stattdessen in den Krisenstaaten wie Griechenland, Spanien, Portugal, Zypern, Malta, Slovenien, Irland, Italien, Belgien und Frankreich aus? Ist für diese Länder der Euro auch rundherum nur von Vorteil (gewesen)? Sorgt sie deren Wohlergehen nicht wenigstens wenn auch nur ein kleines Bisschen, da sie sie in ihrem Posting so garnicht erwähnen mögen?
    Für die ist der Euro auch gut. Sonst hätten die nicht so viele Schulden gemacht, machen können.
    Wenn sie Recht haben, warum machen wir nicht Sonderwährungen für Berlin, Bremen usw. ? Wir könnten doch in Bayern die BM einführen?
    Wir in Baden-Würtemberg würden uns auch gerne vom deutschen Balast lösen und eine eigene Währung einführen. Einwanderer aus den anderen, armen, verfaulten Bundesländern haben wir ja schon mehr als genug. Die Grenzen müssen dichtgemacht werden, damit wir auch in Zukunft unseren schwäbischen/badischen Kindern Arbeit geben können und unsere Heimatsprache nicht im eigenen Land zur Fremdsprache wird! ;)

    Es wird immer ein reiche und arme Länder geben. Doch kann sich das schnell ändern in einer Zeit, wo die Wirtschaft immer häufiger Revolutionen durchläuft. Morgen haben die Grieche vielleicht etwas was die ganze Welt kaufen will und werden zur neuen Schweiz.

    Das Quatar in allen Wirtschaftsstatistiken vorne zu finden ist, hätte man vor 20 Jahren auch nicht gedacht.








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