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Kursminus in New York: Schwacher US-Jobmarkt beunruhigt Börsianer
REUTERSKommt die Erholung der amerikanischen Wirtschaft ins Stocken? Schlappe Arbeitsmarktdaten haben an den New Yorker Börsen neue Verunsicherung geweckt. Seit Montag haben die wichtigen Indizes Dow Jones 30, S&P 500 und Nasdaq deutlich verloren.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...831462,00.html
- #1 05.05.2012 00:47 von
noch einfacher
jeder händler muss nachweisen, dass er die ware hat, mit der er handelt
wer mit rohstoffen handelt, muss nachweisen, das er die ware auch gekauft, und bezahlt hat
ein supertanker mit rohöl ist z.b. 6-8 wochen vom persischen golf bis rotterdam unterwegs
da von den dingern ein paar hundert - wenn nichtausend jeden tag unterwegs sind, kommt leicht die frage auf, wenn in den öllagern auf aller welt zigmilliarden barrel rohöl lagern, wie die unternehmen preissprünge rechtvertigen, die an den tankstellen gestellt werden
und es kann mir keiner erzählen, das wenn ich 5 kto an rohöl in einer raffenerie hab, das ich dann nur weil in new york oder sonstwo, ud ne kriese im golf is, der preis um 20 cent je kilotonne steigt
delta air hats richtig gemacht, un sich ne raffinerie gekauft, um selber zu sagen, wie teuer das kerosin wird
ich warte ja nur drauf, das merzedes oder bmw oder volkswagen hingehn und das genauso machen
kauf bei mir, un du kannst bei jedem unserer händler tanken, hier ist die karte, hier is die pin, un du kannst nur bei uns tanken
das argument dahinter wäre, das die den treibstoff so billig anbieten, das die leute da echt tanken gehn, und jede andere tankstelle aussen vor laassen - #2 05.05.2012 01:03 von
Keine Panik
Viele Amerikaner werden sich erst die Playoffs in NHL anschauen, bevor sie wieder eine Arbeit aufnehmen. Davon einmal abgesehen, wird Aktie von Facebook alle Aktienindizes in ungeahnte Höhen reißen. Davon wird auch der Dow profitieren.
- #3 05.05.2012 05:59 von
Wieder eine Überraschung
Nach dem die Presse eine kleine Abschwächung der Arbeitslosigkeit im März bejubelt hatte, nähern wir uns wohl wieder einer realistischeren Sicht. Amerika hat keine Industrie mehr (Anteil unter 10%) und Investmentbanken schaffen auf Dauer keine Arbeitsplätze. Man hat leider vergessen, dass man für eine wirtschaftliche Erholung auch Kunden braucht. So lange Amerika z. B. die Produktion des I-Pad nicht aus China oder Mexico zurückholt, ist keine Erholung in Sicht. Dafür muss aber der nutzlose Finanzsektor zurückgestutzt werden.
Spiele jetzt mal Orakel: Bis zur Präsidentschaftswahl darf natürlich keine Rezession herrschen. Die nächste Geldspritze der FED steht also bevor. Die wird von den Zockerbanken wieder dankbar entgegengenommen und schafft kurzfristig ein wenig Entlastung, ohne Einführung einer neuen Industriepolitik wird sich jedoch rein gar nichts ändern. - #4 05.05.2012 06:02 von
Amerikanische Oekonomie in 2 Minuten
Alles kein Problem. Man muss das nur mit der inversen Logik der Boersianer betrachten. Dort sind schlechte Nachrichten gute Nachrichten
Schlechte Arbeitsmarktzahlen setzen Bernanke und Obama unter Druck, etwas zu tun.
Was koennen sie wohl tun? Nichts vernuenftiges, natuerlich. Ausser Geld drucken (QE) und aus dem Fenster hauen. Pardon, den Banken geben, oder unrentable Investitionsprogamme wie Solyndra (RIP) anschieben.
Die Banken haben dann wieder Spielgeld, um alle Assetklassen, Stocks, Bonds, Commodities aufzuproppen. Haeuser sind auch auf der Liste, aber das funktioniert nicht, weil Haeuser nur gehandelt werden, wenn die Arbeitsmarktlage stimmt. Und die ist eben mies.
Da wartet der Markt schon seit Monaten drauf.
Das laeuft in Harvardkreisen als Arbeitsmarktpolitik. Und Obama braucht das fuer seine Wiederwahl, weil sich dann jeder reicher fuehlt.
Vermeintlich.
Allerdings hat inzwischen auch Bernanke erkannt, dass der Grenznutzen einer lockeren Geldpolitk immer geringer wird. Der Mann auf der Strasse sieht das Spielgeld zuletzt und erst nachdem die Inflation ein Stueck vorwaertsgalloppiert ist. Der Strassenmann hat also nichts davon.
Daher braucht Bernanke eine echte Krise, bevor er eingreifen kann. Sagen wir mal, der Stockmarkt faellt 15 - 20 %. Und das passiert gerade. Yep, wir sind da.
Apropos: Gold ist der einzige absolute Masstab fuer die Geldentwertung ohne Counterparty Risiko. Goldfutures (Papiergold) wurden von interessierten Kreisen (den Zentralbanken nahestehenden Institutionen wie der BIS) in den vergangenen Wochen durch Leerverkaeufe schwer schwer nach unten manipuliert, um die inflationaere Wirkung der $ Ausweitung auch ohne QE zu vertuschen. China haelt dagegen mit echten Goldkaeufen.
Das Ergebnis: Schwer umkaempft, aber immer hin. Gold sitzt immer noch im im 10 jaehrigen ungebrochenen Aufwaertstrend. - #5 05.05.2012 06:51 von
USA werden lange Verlierer sein
Wer in die USA reist, sieht die Misere an jeder Straßenecke: verarmte Leute, noch keine 50, auf Krücken, bettelnd. Ich wundere mich seit vielen Jahren darüber, warum in den USA so viele relativ Junge auf Krücken unterwegs sind. Vermutlich liegt's am Gesundheitssystem, das desen Namen nicht verdient. Man leistet sich also bei Leistungsfähigen den Ausfall der Arbeitskraft - Glückwunsch zu so viel Weitsicht. "Jeder ist seines Glückes Schmied", nicht wahr?
Das High-Tech-Land: Waschmaschinen auf einem Standard von 1930, Küchenherde mit Spiralheizdrähten, einfach verglaste Fenster in arktischen und Wüstenregionen, Schulbusse auf dem Stand von 1937 (so lange fährt das gelbe Ungetüm fast unverändert), auf dem Nachttisch bauchige Porzellantischleuchten mit Wackelschirmen, bei denen man so lange vergeblich nach dem Schalter sucht, bis einem Kitty aus dem Saloon von "Rauchende Colts" einfällt, wie sie vor dem Zubettgehen die Petroleumlampe ausdrehte,. Ach, und dann das Badezimmer-Design, im Einheits-Altweiß-Beige-Tristesse-Farbton mit erlesenen Armaturen (Perlator, was ist das?). Badewannen- (oder sollte man besser sagen "Duschtasse"?) Armatur mit Steigrohr System - auch das stammt aus der Zeit, als langsam Badeöfen aus der Mode kamen. Bisschen warmes Wasser? Geht nicht. Zunächst dreht man das kalte Wasser auf, der Wahlhebel wird sodann weiter in Richtung Warm gedreht. Brause mit Schlauch? Bäh, das ist ja "european". Warum nicht gleich sozialistisch.
Die USA verlieren mehr und mehr den Anschluss, daran ändern auch Gates oder Zuckerberg nichts. Bei Sears und Walgreens gibt's nur noch Plastik aus China und wenn selbst in Restaurants nur noch vom Plastik-Einweg-Teller serviert wird, dann ist wohl der Niedergang einer Nation erreicht. - #6 05.05.2012 08:45 von
Usa...
Sehr interessant...
Die Frage ist wie lange das noch so weitergeht. Denke für die US Regierung wird die Wahl in Frankreich der Cloumoment sein um selbst bei der Entscheidungsfindung in der Eurokrise mitzuwirken. Obama und die Seinen(und da ist er sich selbst mit den Republikanern einig) verlieren kaum einen Tag um die Schuld an der lahmenden Weltkonjunktur(insbesondere an der der USA) der ungelösten Eurokrise zu geben. Es gibt mehrere Gründe warum die USA sich nun entscheiden werden zu handeln. Für Obama ist es eine einmalige Gelegenheit 'richtungsweisend' einzugreifen und sich den US-Wählern als Starker Mann zu präsentieren. Sollen die US-Arbeitslosenzahlen nach dem Sommer etwas besser werden muß er nun zur Tat schreiten und zum Hörer greifen. Bringt der Herbst gute Zahlen wird es für Romney sehr schwierig. Des weiteren verschieben sich die Gewichte in der EU; den Deutschen kommen immer mehr Verbündete abhanden, kleinere Nachbarländer wie A und NL setzen sich bereits langsam ab. Mit Hollande bekäme Fr. Merkel einen starken Widersacher. Bei der EZB und in den €Problemländern sind die Würfel bereits gefallen. Insbesondere Spanien hat keinen Spielraum mehr. Dort genauso wie in I fällt der Konsum fast vertikal, die Produktion ebenfalls. Die Arbeitslosenzahlen, inbesondere bei der Jugend, explodieren. Nur ein Bsp.:
Rezession: Autoverkäufe in Spanien auf 20-Jahres-Tief | DEUTSCHE MITTELSTANDS NACHRICHTEN
Die Kompassnadel wird etwas vom Sparen abrücken und den Reformen&Investitionen näherkommen. M. Draghi 'suggeriert' Hollande daß mit Investionen nicht beton sondern Bildung, neue Technologien, R&D gemeint sind.
Obama wird jetzt wohl den entscheidenden Druck ausüben. Berlin hat bereits bei den red lines des ESM nachgegeben. Man wird es wieder tun; auch und ganz bes. weil der Exportindustrie die Märkte wegbrechen. Europa darbt und USA&China werden die Verluste wegen eigener Schwierigkeiten selbst nicht auffangen können; und auch nicht wollen...
Schian Gruaß... - #7 05.05.2012 09:21 von
Die Argumentation übersieht aber, das fast 1 € der Treibstoffpreises in D Steuern sind. Wenn Unternehmen als gütige Samariter auftreten und ihre Produkte zum Selbstkostenpreis anbieten würden, gäbe es sicher auch bei Benzin einigen Spielraum nach unten, aber sicher auch nicht soviel, dass es dann nur noch die Hälfte kostet. Und Unternehmen sind nunmal keine Samariter, auch die Autobauer nicht.
- #8 05.05.2012 09:23 von
- #9 05.05.2012 09:29 von
"Amerika" kann keine Arbeitsplätze zurückholen, wenn überhaupt die amerikanischen Firmen und die werden sich sehr genau anschauen welche Kosten sie in China oder in den USA haben.
Warum sollte der nutzlos sein, weil Banken Bashing gerade in ist? Wie wichtig der pöse Finanzsektor ist, merkt man erst wenn man keinen Zugang mehr zu ihm hat, siehe Griechenland.
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