Das sehe ich erstmal auch so.
Stimmt, das ist die amerikanische Lösung und leider auch in zunehmendem Maße die europäische. Allerdings mit dem Unterschied, dass sich beim US$ als wichtigster Reservewährung die frischgeduckten $ über die ganze Welt verteilen und den Inflationsdruck in den USA selbst mildern. In der €-Zone wird er deutlich höher sein.
Wenn man es etwas langfristiger betrachtet war der Grenznutzen billigen Geldes schon immer eher negativ, es war also eher ein Grenzschaden. Man sollte nicht vergessen, dass es eben diese lockere Geldpolitik unter Greenspan war, die die Blase am US-Immobilienmarkt erst möglich gemacht und nach dem Platzen dieser Blase erst die US-Banken und dann den Rest der Welt in die Krise gestürzt hat.
Ich bin selbst großer Goldfan, allerdings nur von echtem und nicht von irgendwelchen Futures oder Zertifikaten. Man muss aber sagen, dass Gold im Moment schon einiges von seinen Höchstständen entfernt ist. Wenn man Ihrer Argumentation folgt, und sagt: im starken Anstieg des Goldpreises in den letzten Jahren spiegelt sich die Inflation bzw. die Inflationserwartung der Anleger wieder, müßte das Abböckeln des Goldpreises von seinen Höchstständen umgekeht eine zurückgehende Inflationserwartung signalisieren. Ich denke, wir sind uns einig, das die Inflationsgefahren heute deutlich höher sind als vor 2 oder 3 Jahren.

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