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Kurioser Grenzstreit: Windräder im Niemandsland
EWE / DPADer deutsche Energiekonzern EWE will in der Nordsee einen Windpark bauen - doch die Bundesrepublik und die Niederlande streiten über den Verlauf der Staatsgrenze. Die diplomatische Posse wird für das Unternehmen zum Problem.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...839554,00.html
- #1 08.07.2012 16:03 von
Kein Wind - Kein Strom
Die Probleme werden zukünftig noch viel grösser werden, und sie werden sich nicht auf diplomatischer Ebene abspielen.
Ich hatte gestern Abend das zweifelhafte Vergnügen, auf der A5 durch Hessen zu fahren. Unweit von Alsfeld ist die Landschaft voller Windkraftanlagen. Doch gedreht hat sich kaum eine. Das dient also wirklich der Stromproduktion? Unglaublich! - #2 08.07.2012 16:09 von
optional
Jedes Kind käme nach kurzer Bedenkzeit zu der Entscheidung, dass die Grenze einfach in der Mitte zu verlaufen hat. Haben wir nicht andere Probleme in Europa?
- #3 08.07.2012 16:12 von
Wenn der Park innerhalb der deutschen 12Meilen-Zone aber außerhalb der niederländischen 12-Meilen-Zone liegt dürfte es doch nicht so schwer sein zu ermitteln zu welchem Land das Wassergrundstück liegt?
Ich dachte dazu sind diese Regeln da - damit man für jeden Punkt auf diesem Globus feststellen kann zum wem das Gebiet gehört oder wer zumindest das Recht hat dieses zu nutzen - #4 08.07.2012 16:15 von
- #5 08.07.2012 16:30 von
Pragmatisch
Es geht auch anders, beide Seiten wollen sich nicht festlegen, also was tun?
Ganz einfach die Hollaender erteilen ebenfalls eine Baugenehmigung. - #6 08.07.2012 16:42 von
Unglaublich finde ich, das den grossen Konzernen die Möglichkeit gegeben worden ist, sich in diese von ihnen doch eigentlich ungeliebte Nische einzukaufen. Noch unglaublicher ist für mich, das unsere doch so fortschrittlichen Bundesländer im Süden sich immer noch mit Händen und Füssen dagegen streuben, Windkraftanlagen im grossem Stil aufzubauen. Dafür muss dann der im Norden produzierte Strom über ein neu zu bauendes Leitungsnetz in den Süden transportiert werden. Wer soll das noch verstehen? Die Landschaften im Norden werden mit Windrädern zugepflastert, mit zusätzlichen Stromleitungen (die von allen Bundesbürgern bezahlt werden müssen...) aufgehübscht, nur damit den CSU-Oberen ein unverbauter Blick auf ihr ach so geliebtes Bayern bleibt?
Mit anderen Worten: Bürger in Norddeutschland zahlen mit barer Münze und verbauten Landschaften für bayrische unverbaute Ausblicke und bekommen dafür im Gegenzug den Atommüll aus Bayern aufgedrückt? Das ist unglaublich, nicht, das sich Windräder bei Windstille nicht drehen...
Wird Zeit, das diese regionale Splitterpartei in Bayern abgeschafft wird. - #7 08.07.2012 16:48 von
billiger Strom
Niemand erwartet von Windmühlen, dass sie 24 Stunden arbeiten. Die Produktionskosten des Stroms aus WKA sind jetzt schon geringer, als aus neuen Kernkraftwerken. Für die Regelung des Stromnetztes ist es egal, wann Spitzenkraftwerke arbeiten müssen. Früher war es immer zur Mittagszeit und am frühen Abend, heute stehen sie zum Teil 24 Stunden still, weil die PV-Anlagen im Sommer den Stromtagessgang perfekt abbilden, oder die Spitzenlastkraftwerke müssen heute einige Tage im Jahr bei Windstille 24 Stunden unterstützen. Die Gesamtlaufzeit der Spitzenlastkraftwerke wird sich nicht erhöhen, nur wird der Einsatz unregelmäßiger.
Die Posse mit dem Grenzverlauf ist ein Problem des Projektleiters der Anlage. Wenn man etwas kauft, prüft man, ob der Verkäufer der Eigentümer ist. Wer das nicht macht, ist selber Schuld. Das trifft jeden Käufer und läuft bei EBAY Produkten schnell unter Helerei.
Das die Bundesrepublik den Strom zu unseren Konditionen abnimmt, ist mit dem Vertragswerk gesichert. Wenn die Niederländer zusätzliche Umweltauflagen oder Besteuerungen fordern, dann wird es lustig für die Betreiber. Der Projektleiter gehört wegen Unfähigkeit ausgewechselt. - #8 08.07.2012 17:10 von
- #9 08.07.2012 17:12 von
Dann in Den Haag
Dann wird halt das europäische Gericht entscheiden müssen, was 1464 und 1558 gemeint war, als der Grafschaft Ostfriesland die Ems zugesprochen wurde. Es gibt schlimmeres.
Vorab könnten die Niederländer im "Geiste der gegenseitigen Zusammenarbeit", wie 1960 vereinbart, einfach darauf vertrauen dass die in Deutschland ausgegebene Baugenehmigung nicht soviel umweltschädlicher ist als die deutsche.
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