Kurioser Fund: Bank muss wertvolles Uralt-Sparbuch auszahlen

Ein Bankkunde*freut sich über einen unverhofften Geldsegen: Der Mann entdeckte ein Sparbuch aus dem Jahr 1959 - im Wert von 106.000 D-Mark. Dank Zinsen steht ihm*mittlerweile das Sechsfache zu. Die Bank weigerte sich*erst zu*zahlen,*doch Richter sprachen nun ein Machtwort.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,749450,00.html
  1. #1

    meine meinung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Bankkunde*freut sich über einen unverhofften Geldsegen: Der Mann entdeckte ein Sparbuch aus dem Jahr 1959 - im Wert von 106.000 D-Mark. Dank Zinsen steht ihm*mittlerweile das Sechsfache zu. Die Bank weigerte sich*erst zu*zahlen,*doch Richter sprachen nun ein Machtwort.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,749450,00.html
    Soviel zur Sicherheit eines Sparbuchs.
    SPON sollte die Bank nennen, damit man deren Verhalten entsprechend würdigen kann.
  2. #2

    Selbstbetrug

    **Dieser recherchierte den Spareckzins der Banken in den vergangenen 50 Jahren und kommt laut "SZ" auf einen Gesamtbetrag in Höhe von 280.000 bis 320.000 Euro - das Sechsfache des ursprünglichen Betrages. "Da sieht man einmal, was der Zinseszinseffekt ausmacht**

    Vor 50 Jahren konnte ich mir fuer 5000DM einen neuen Kaefer kaufen. Das Sparbuch war also 21 Autos wert. -Toll

    Heute kostet ein Golf in der Grundausstattung. Wieviel? 20.000Euro? Dann kann ich mir mit dem Sparbuch heute 16Golf leisten.

    Inflation frisst also Zinsen!
  3. #3

    Auf Thema antworten

    Zitat von HariboHunter Beitrag anzeigen
    Inflation frisst also Zinsen!
    Das stimmt, aber wenn der Käfer heute so wie damals neu produziert würde, in der gleichen Ausstattung, und parallel zum Golf VI angeboten würde - für 16000 vs. 20000 Euro. Was würden Sie nehmen?
  4. #4

    Wäre interessant zu erfahren, ...

    ...

    * Wie die Bank ihre Zahlungsverweigerung begründet hat. Die Sache war ja vor dem OLG, ist also in der zweiten Instanz. Demnach muss ja in der Sache argumentiert worden sein.

    * Wie die Bank das "Geldgeschenk", als das sie den Verbleib des Geldes bei ihr offenbar sah, verbucht hat. Sowohl bilanztechnisch als auch steuerrechtlich stelle ich als Laie mir das spannend vor...

    * Und wie schon ein anderer Kommentator schrieb, wäre es schön zu erfahren, welche Bank so kundenfreundlich handelt.
  5. #5

    Titel

    @meinmein: Sie könnten jede x-beliebige Bank wählen, besser oder schlechter erscheint mir da keine. Kapitalismus ist wie ein böses Weib.

    @Haribo: Sie haben natürlich Recht. Geld horten lohnt sich nur für Banken ;-)
    Trotzdem eine gute Sache!!! So ein Taschengeld...
  6. #6

    hier steht ein titel

    Zitat von meinmein Beitrag anzeigen
    Soviel zur Sicherheit eines Sparbuchs.
    SPON sollte die Bank nennen, damit man deren Verhalten entsprechend würdigen kann.
    Steht glücklicherweise im Artikel (ich habe es aber auch erst überlesen):
    "Der Vater zahlte 106.000 D-Mark auf ein Sparbuch bei der Dresdner Bank."
    Die staatliche Commerzbank ist also jetzt verantwortlich.
  7. #7

    Bestätigung

    ... das geschilderte Verhalten der Bank macht mir auf eindrückliche Art einmal wieder deutlich, warum mir seit Jahren richtig schlecht wird (nicht etwa im übertragenen Sinne), sobald ich ein Bankgebäude betrete. Es liegt nicht etwa daran, dass mein Konto überzogen wäre. Ich werde einfach das Gefühl nicht los, eine äußerst unsolide Bande von Geschäftemachern zu besuchen, die freundliches Personal an den Schaltern unterhalten, während sie dahinter unsere Gesellschaft zerstören und von den Ärmsten vollkommen schamlos Wucherzinsen kassieren.
  8. #8

    Noch ein Beispiel:

    1959 waren 4,2DM ein US-Dollar.
    Eine Unze Feingold kostete. 35,1$

    Fuer 106.000DM bekam ich: 719 Unzen
    Fuer 320.000Euro gibts heute: 221 Unzen Gold

    Hinzu kommt der Rechtsstreit mit der Bank.

    Fazit: Der Papa haette das Geld besser nicht in einem Sparbuch verbrannt.
  9. #9

    So typisch für die Banken & Versicherungen

    Modernes Raubrittertum. Immer wenn´s ans Bezahlen geht, versuchen all diese netten Dienstleister den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Ob es um die Auszahlung einer Police geht, oder wie hier ein altes Sparbuch. Drecksäcke und Paragrafenreiter sind das alle. Da wird dann schon ein findiger, kleiner Winkeladvokat noch einen Passus in den allgemeinen Geschäftsbedingungen finden, den man so oder so auslegen kann; und schwupps, Pech gehabt.
    Mein Tip: Gebt euer Geld aus und lebt !!!