Ob man sich über eine nur durch Protest erreichte Bronzemedaille mehr freuen kann als über eine gute Leistung, die jedoch ungerecht bewertet wurde, liegt wohl im Auge des Betrachters.
DPATränen nach Rang vier: Janine Berger hat beim Turnen eine Medaille verpasst und fühlt sich von den Offiziellen betrogen. Diese sahen einen Fehler von Maria Paseka nicht - und ermöglichten der Russin so die Bronzemedaille. Sie fühle sich mies behandelt, sagte Berger.
http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,848357,00.html
Ob man sich über eine nur durch Protest erreichte Bronzemedaille mehr freuen kann als über eine gute Leistung, die jedoch ungerecht bewertet wurde, liegt wohl im Auge des Betrachters.
Ich muss sagen, ich war auch sehr überrascht, dass eine Turnerin mit einem klaren Sturz weiter vorne sein kann, als eine die ohne durchkommt... naja, ich finde es traurig, dass diese Spiele, wie keine anderen davor, von Fehlentscheidungen und Fehlern geprägt sind... Das Mannschaftsfechten heute, die Turnentscheidung und der Siebenkampf nur als traurige Beispiele....
Man muss sich schon sehr wundern. Erst der Disqualifizierungsskandal um die Siebenkämpferin Lilli Schwarzkopf und nun das jetzt. So langsam muss die Frage erlaubt sein, ob die Schiedsrichter nur bei deutschen Athleten den Blindenstock in der Hand halten und ob hier Leute im Komitee sitzen, die nicht allzu gut auf ihren Europapartner auf dem Festland zu sprechen sind.
Eigentlich sollt sich sowas heutzutage doch per Video eindeutig klären lassen.
Es geht in diesem Fall doch nicht um das Gefühl, daß die großen Namen / Nationen des Sports tendenziell bevorteilt werden - das wissen die Athleten, die in Bewertungssportarten (Turnen / Wasserspringen / Eiskunstlauf...) antreten und akzeptieren es.
Auch ein Protest wegen eines marginalen Fehlverhaltens des Gegners, das keine Auswirkung auf die Leistung hatte, wäre zwar formal korrekt, aber würde eine so errungene Medaille in meinen Augen abwerten.
Hier allerdings handelt es sich um eine krass falsche Bewertung - einen offensichtlichen Fehler und nicht um eine leichte Präferenz der Kampfrichter. Und das fällt dann schon in eine andere Kategorie.
Das wäre sicherlich keine ergaunerte oder erstrittene Medaille, über die man sich nicht freuen dürfte oder sollte, sondern einfach "nur" eine gerechte Bewertung der eigenen Leistung in einem Wettbewerb, auf den man sich jahrelang intensiv vorbereitet hat.
Das sollte man meiner Meinung nach erwarten und einfordern dürfen, ohne dafür als schlechter Verlierer dargestellt zu werden.
der weis, wie man sich freut, wenn eine Leistung anerkannt wird.
Das Übelste jedoch ist, wenn Unfähigkeit, Nachlässigkeit oder gar gezielt Manipulation vorkommen.
Ich habe (leider) bei allen Sportarten, bei denen nicht objektiv nach Maßeinheiten bewertet wird ein flaues Gefühl. Selbst dort - siehe Lilli Schwarzkopf - muß man sich auf Eventualitäten gefaßt machen.
Zu oft habe ich erleben müssen, daß Sportler/innen um ihre verdiente Anerkennung gebracht wurden.
Schlimmer ist noch, daß diejenigen, die ungedopt mit dem 10. Platz nach Hause kommen, sich noch veralbern/verhöhnen lassen müssen und man schaut den Siegern/innen zu und denkt: "Hat er/sie oder hat er/sie nicht".
Freude am schönen Sport kann leider nicht mehr ungetrübt sein.
Genau so wie bei den Säbelkämpfern! Drei Treffer nicht anerkannt, die astrein waren. Da schieben sich, wie beim ESC, die Landsleute gegenseitig die Punkte zu!
Oder die doofen Kampfrichter, anderes kann ich nicht dazu sagen, die gestern die deutsche Siebenkämpferin disqualifizierten, obwohl sie eine ganz andere Nummer hatte, als die betroffene Russin. Und ein Trikot, das ganz anders aussah.
Aber: es gibt auch die phantastischen Leistungen, wie die äthiopische Siegerin im Marathon. Nach 43 km noch so viel Luft, um einen Endspurt hinzulegen, den ich in dem Tempo nicht einmal ohne vorherige 43 km hinkriegen würde, nicht einmal mit Training. Und natürlich der Segler, der zum vierten Mal nacheinander Olympia gewonnen hat. Was aber nichts Außergewöhnliches ist: Al Oerter, uns allen noch wohlbekannt, hat das mit dem Diskus auch hingekriegt.
Und dann bleiben noch die deutschen Geheimfavoritinnen. Wie die deutsche Marathonläuferin, der deutsche Weitspringer und und und...
Aber als deutscher Säbelkämpfer würde ich angesichts dieser "Kampfrichter" zum Säbelschlucker mutieren.
Mein Mitgefühl gildet Euch, Ihr Betrogenen!
Es ist geklärt und eine Fehlentscheidung. Die vorgeschriebenen Abzüge wurden nicht durchgeführt.
Es gibt nur keine formale Möglichkeit, hiergegen Protest einzulegen, und daher wird die Entscheidung auch nicht geändert.
Das der olympische Eid auch für die Schiedsrichter abgelegt wurde und gilt scheint einigen dieser Schiedrichter nicht bewusst (oder egal) zu sein...
Traurig