Kunstaktion "Die Guillotine" zu Ende: "Norbert" lebt!

SPIEGEL ONLINESie versetzten Berlin in Aufruhr, jetzt haben die Kunststudenten Iman Rezai und Rouven Materne ihren Bluff auch offiziell gelüftet: Ein Schaf mit einem Fallbeil zu töten, habe nie zur Debatte gestanden. Sie erklären ihr Experiment mit dem Titel "Die Guillotine" zum Erfolg - und attackieren ihre tierlieben Kritiker.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...833856,00.html
  1. #1

    Selbst

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie versetzten Berlin in Aufruhr, jetzt haben die Kunststudenten Iman Rezai und Rouven Materne ihren Bluff auch offiziell gelüftet: Ein Schaf mit einem Fallbeil zu töten, habe nie zur Debatte gestanden. Sie erklären ihr Experiment mit dem Titel "Die Guillotine" zum Erfolg - und attackieren ihre tierlieben Kritiker.

    Kunstaktion Die Guillotine zu Ende: Das Schaf lebt - SPIEGEL ONLINE
    unter dem Deckmantel Kunst ist es geschmacklos. Der Gesellschaft und den Medien einen Spiegel vorhalten? Um was reflektiert zu sehen? 1,7 Millionen, die ein perverses Vergnügen daran finden, ein ahnungsloses Schaf unbetäubt zu köpfen? Oder 2,5 Millionen Tierfreunde, die sich gegen diese Sinnlosigkeit aussprachen? Tiere sollte man nur aus zwei Gründen töten: Nahrung oder um sie von Schmerzen zu erlösen. Alles andere ist abartig.
  2. #2

    Die Wahrheit eben oft ziemlich geschmacklos

    Zitat von Annika Hansen Beitrag anzeigen
    unter dem Deckmantel Kunst ist es geschmacklos. Der Gesellschaft und den Medien einen Spiegel vorhalten? Um was reflektiert zu sehen? 1,7 Millionen, die ein perverses Vergnügen daran finden, ein ahnungsloses Schaf unbetäubt zu köpfen? Oder 2,5 Millionen Tierfreunde, die sich gegen diese Sinnlosigkeit aussprachen? Tiere sollte man nur aus zwei Gründen töten: Nahrung oder um sie von Schmerzen zu erlösen. Alles andere ist abartig.
    Wie schön, dass Sie in ihrem Schlusssätzen genau das wiederholen, was die Kunstaktion ausgesagt hat.

    Aber, und das haben die Künstler gezeigt, leider denken lange nicht alle so.

    Lediglich 2,5 zu 1,7 Millionen, das ist das traurige Spiegelbild, es sagt eine Menge über unsere Gesellschaft.

    Die Wahrheit zu zeigen wird oft als geschmacklos empfunden, dabei ist die Wahrheit eben oft ziemlich geschmacklos.

    Das muss man aushalten können, oder eben versuchen zu ändern. Den Boten zu prügeln ist sinnlos.
  3. #3

    anonym

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie versetzten Berlin in Aufruhr, jetzt haben die Kunststudenten Iman Rezai und Rouven Materne ihren Bluff auch offiziell gelüftet: Ein Schaf mit einem Fallbeil zu töten, habe nie zur Debatte gestanden. Sie erklären ihr Experiment mit dem Titel "Die Guillotine" zum Erfolg - und attackieren ihre tierlieben Kritiker.

    Kunstaktion Die Guillotine zu Ende: Das Schaf lebt - SPIEGEL ONLINE
    Täglich werden Tausende von Vier- und Zweibeinern "anonym"
    geschlachtet, die dann von Menschen verpeist werden !
    Dann dieses Geschrei um ein Schaf, daß guillotiniert werden sollte.
    Ein Geschrei der Scheinheiligen, die Stunden zuvor Steaks und
    Wurst gegessen haben. Wie krank ist diese Gesellschaft ?
  4. #4

    Zitat von Annika Hansen Beitrag anzeigen
    unter dem Deckmantel Kunst ist es geschmacklos. Der Gesellschaft und den Medien einen Spiegel vorhalten? Um was reflektiert zu sehen? 1,7 Millionen, die ein perverses Vergnügen daran finden, ein ahnungsloses Schaf unbetäubt zu köpfen? Oder 2,5 Millionen Tierfreunde, die sich gegen diese Sinnlosigkeit aussprachen? Tiere sollte man nur aus zwei Gründen töten: Nahrung oder um sie von Schmerzen zu erlösen. Alles andere ist abartig.
    Naja, es täglich Millionen Tiere getötet, teilweise auf grausame Art und Weise. Auch die meisten Schafe sterben nicht so schnell, wie es mit einem Fallbeil der Fall werden. Zumindest Fleischesser sollten sich also nicht über diese Kunstaktion aufregen.
  5. #5

    ...

    Zitat von Hugh Beitrag anzeigen
    Wie schön, dass Sie in ihrem Schlusssätzen genau das wiederholen, was die Kunstaktion ausgesagt hat.

    Aber, und das haben die Künstler gezeigt, leider denken lange nicht alle so.

    Lediglich 2,5 zu 1,7 Millionen, das ist das traurige Spiegelbild, es sagt eine Menge über unsere Gesellschaft.

    Die Wahrheit zu zeigen wird oft als geschmacklos empfunden, dabei ist die Wahrheit eben oft ziemlich geschmacklos.

    Das muss man aushalten können, oder eben versuchen zu ändern. Den Boten zu prügeln ist sinnlos.
    Dazu brauche ich keine abgeschmackte Kunstaktion, eine Spende an Tasso, Tiere in Not und/oder das örtliche Tierheim tut es auch.

    Sinn hätte es nur gemacht, wenn die Aktion aufgezeigt hätte, wie das Tierschutzgesetz in D unterlaufen wird und das halale Schlachten von Schafen (Schächten, Eröffnung der Halsschlagader und langsames grausames Ausbluten des Tieres bei vollem Bewußtsein) immer mehr erlaubt wird.
  6. #6

    Zitat von Annika Hansen Beitrag anzeigen
    Tiere sollte man nur aus zwei Gründen töten: Nahrung oder um sie von Schmerzen zu erlösen. Alles andere ist abartig.
    Wenn sie das Tier hinterher gegessen haetten, waere es in Ordnung gewesen? Sehe ich auch so.
  7. #7

    Lachhaft!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie versetzten Berlin in Aufruhr, jetzt haben die Kunststudenten Iman Rezai und Rouven Materne ihren Bluff auch offiziell gelüftet: Ein Schaf mit einem Fallbeil zu töten, habe nie zur Debatte gestanden. Sie erklären ihr Experiment mit dem Titel "Die Guillotine" zum Erfolg - und attackieren ihre tierlieben Kritiker.

    Kunstaktion Die Guillotine zu Ende: Das Schaf lebt - SPIEGEL ONLINE
    Auch die Befürworter der Exekution konnten sich sicher sein, daß es nie dazu kommen würde, denn welcher Künstler steht schon gerne wegen Tierquälerei vor Gericht. Um ein Tier zu schlachten, braucht man in Deutschland meines Wissens einen Fachmann - sprich einen Metzger. Ich hätte das Schaf aber trotzdem geköpft - so wie der Schichtl seit 1869 auf dem Oktoberfest Leute aus seinem Publikum enthauptet - völlig ohne Blutverfießen.
  8. #8

    Ist es noch Kunst, wenn es absehbar ist?

    War das nicht irgendwie absehbar? Möglichst viel Aufmerksamheit erheischen und dann den Leuten den Spiegel vorhalten? Das sollten wir langsam gewöhnt sein ;-) Ausserdem: vor bald zehn Jahren gab es hier in der Schweiz eine Kampagne, die genauso aufgebaut war, als Motiv ein Metzger mit einem Beil und ein Kaninchen. Drunter stand "Metzgen oder Freilassen?" und dann zwei Nummern, an die - je nach Wahl - eine SMS geschickt werden sollte. Nach zwei Wochen dann die Auflösung: das Kaninchen war auf einem Foto als weglaufend zu lesen und drunter stand "SMS kann leben retten." Und nun offenbahrte sich auch der Urheber des Ganzen: der Mobilfunkanbieter Sunrise. Wie genau das Abstimmungsresultat aussah, wurde nicht bekanntgegeben.
  9. #9

    Spiegel welcher Gesellschaft ?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie versetzten Berlin in Aufruhr, jetzt haben die Kunststudenten Iman Rezai und Rouven Materne ihren Bluff auch offiziell gelüftet: Ein Schaf mit einem Fallbeil zu töten, habe nie zur Debatte gestanden. Sie erklären ihr Experiment mit dem Titel "Die Guillotine" zum Erfolg - und attackieren ihre tierlieben Kritiker.

    Kunstaktion Die Guillotine zu Ende: Das Schaf lebt - SPIEGEL ONLINE
    Nachdem die Guillotine eine Hinrichtungsart ist, die für ein mittelalterliches Rechtssystem steht, das Schaf, seit dem Gleichnis mit dem guten Hirten, einen gläubigen Christen symbolisiert und für den Tag der "Entscheidung" ein bedeutender christlicher Feiertag gewählt wurde, ist es offensichtlich, dass es bei dem dargestellten Szenario weder um Kunst noch um Tierschutz ging.