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Kulturschock in China: Leg den Dünndarm nicht in den Bauch zurück!

Tapfer liest sie sich in Peking durch 1000 Fragen zum Führerschein, kämpft um gebuchte Billigtickets, ist frustriert - und dann wieder überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Chinesen. Buchautorin Sonja Piontek berichtet aus einem ebenso sagen- wie grauenhaften Land.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...679712,00.html
  1. #1

    Heute ?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Tapfer liest sie sich in Peking durch 1000 Fragen zum Führerschein, kämpft um gebuchte Billigtickets, ist frustriert - und dann wieder überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Chinesen. Buchautorin Sonja Piontek berichtet aus einem ebenso sagen- wie grauenhaften Land.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/job...679712,00.html
    Hhm, klingt mir alles ein bisschen wie China vor 20 Jahren, heute ist vieles perfekt, manchmal schon ein bisschen zu perfekt durchorganisiert.
    Fluege und Hotels buche ich regelmaessig ueber Internet, bin Vielflieger, habe noch nie ein Problem beim Buchen gehabt.
    Ein entsprechend gut durchorganisiertes Internet-Reisebuero kenne ich in Deutschland nicht.

    Auch in meinem Buero ist schon mal ne Scheibe in kleinste Einzelteile gesprungen, wurde absolut fachmaennisch wieder eingesetzt, zu einer Tageszeit in der man in Deutschland nie nen Handwerker hinterm Fernseher hervorbekommen wuerde.

    Hilfsbereitschaft ... ist leider auch nicht mehr das, was sie frueher mal war, zumindest in Beijing nicht, da sind die Menschen meist recht ruppig. Oder ich sehe einfach nicht hilfsbeduerftig genug aus.
  2. #2

    Führerschein...

    Tja, irgendwas hat Sonja wohl falsch gemacht. Ich habe 2001 in Kunming meinen deutschen/internationalen Führerschein umschreiben lassen, ohne irgendwelche Prüfungen ablegen zu müssen. Allerdings war der Führerschein auf die Dauer des Visums und die Provinz Yunnan beschränkt.
  3. #3

    .

    Zitat von fuleshu Beitrag anzeigen
    Allerdings war der Führerschein auf die Dauer des Visums und die Provinz Yunnan beschränkt.
    Und obendrein war das vor neun Jahren. Es wird eben auch dort mit der Zeit nicht immer alles besser - das wäre die andere Variante zu "irgendwas hat die falsch gemacht..."
  4. #4

    ...

    Der auf den ersten Blick sehr chaotisch erscheinende chinesische Straßenverkehr gehorcht tatsächlich einfachsten darwinistischen Ideen. (Bus hat vorfahrt vor Auto, teueres Auto vor Kleinwagen, Auto vor Motorrad, Motorrad vor Fahrrad - und Fußgänger werden einfach nur gejagt)
    Wer sich einmal damit arrangiert hat, kommt wunderbar zurecht.
    So fand ich dieses Modell nach meiner Rückkehr nach Deutschland teilwese sogar besser, denn Autofahrer übersehen (beim Rechtsabbiegen z.B.) einfacher einen Fahrradfahrer, als ein Fahrradfahrer ein Auto übersieht.
  5. #5

    Im Osten Nichts Neues

    Ich kann meinem Vorredner nur zustimmen. Ich habe mit deutschen Reisebüros schon viel mehr Ärger gehabt als mit chinesischen.

    Über die fehlerhaften Führerscheinübersetzungen kann man sich amüsieren, beschweren darf man sich allerdings nicht. Wir Deutschen können in China genausowenig gute Übersetzungen der chinesichen Führerscheinfragen erwarten wie die Chinesen chinesische Übersetzungen der Fragen bei uns.

    Im Übrigen würde ich sagen: Es gilt wohl für jedes Land, dass man eine Handvoll solcher Anekdoten berichten kann, wenn man dort erstmal 3 Jahre gelebt hat. Da ist China keine Ausnahme.
  6. #6

    Titel:

    Zitat von neon.apocalypse Beitrag anzeigen
    So fand ich dieses Modell nach meiner Rückkehr nach Deutschland teilwese sogar besser, denn Autofahrer übersehen (beim Rechtsabbiegen z.B.) einfacher einen Fahrradfahrer, als ein Fahrradfahrer ein Auto übersieht.
    Genau. Viel besser als jetzt, wo man auf andere aufpassen muss! Radfahrer (und Fußgänger) wären dann einfach immer selber schuld. Prima Modell!
  7. #7

    na klar :)

    Zitat von seeradler Beitrag anzeigen
    Über die fehlerhaften Führerscheinübersetzungen kann man sich amüsieren, beschweren darf man sich allerdings nicht. Wir Deutschen können in China genausowenig gute Übersetzungen der chinesichen Führerscheinfragen erwarten wie die Chinesen chinesische Übersetzungen der Fragen bei uns.
    Doch!

    In Deutschland gibt es für jede Sprache und jedes Anliegen in den entspr. Behörden eine Übersetzung, denn wenn es nicht so wäre, dann wären wir intolerant. Und das geht ja nun garnicht.
  8. #8

    ...

    Zitat von nichtWeich Beitrag anzeigen
    Doch!

    In Deutschland gibt es für jede Sprache und jedes Anliegen in den entspr. Behörden eine Übersetzung, denn wenn es nicht so wäre, dann wären wir intolerant. Und das geht ja nun garnicht.
    Dass diese Möglichkeit theoretisch vorhanden ist heisst aber noch lange nicht, dass es unbedingt fähige Überstzer sein müssen, die das machen. Ich arbeite selbst in diesem Beruf und habe beim Korrekturlesen schon oft gestaunt, welchen Blödsinn manche Leute abliefern (und vor allem dass sie dafür dann auch noch bezahlt werden).
  9. #9

    Fußgänger

    Zitat von ohno Beitrag anzeigen
    Genau. Viel besser als jetzt, wo man auf andere aufpassen muss! Radfahrer (und Fußgänger) wären dann einfach immer selber schuld. Prima Modell!
    Genau so habe ich anfänglich auch gedacht!








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