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Kulturkampf an türkischen Unis: "Es ist wie im Krieg"
Mit Wasserwerfern und Tränengas gegen Studenten: In der Türkei tobt ein Kulturkampf, an den Hochschulen eskaliert er. Islamisten drängen an die Macht, Liberale verteidigen die Freiheit der Wissenschaft. Menschenrechtler warnen vor der enormen Brutalität.
http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...764377,00.html
- #40 24.06.2011 15:26 von
...
Ok, liberale Kräfte in der Türkei werden eingeschüchtert
oder ganz einfach kaltgestellt, ignoriert.
Aber wird die Bevölkerung hier in Deutschland bei
massgeblichen Entscheidungen gefragt?
Was passiert denn bei uns mit bestimmten Kritikern?
Viele werden bestenfalls ignoriert und sofort
in eine bestimmte politische Schublade gesteckt.
Man hat die Einwanderungspolitik an der Bevölkerung
vorbei festgelegt (die Folgen kosten uns jedes
Jahr Milliarden im zweistelligen Bereich),
ob Banken zocken durften oder weiterhin zocken
dürfen, auch hier wird die Bevölkerung nicht gefragt
und den Türkeibeitritt in die EG wollen uns einige politische Strömungen am liebsten auch einfach so aufdrücken.
Von den Beamtenpensionlasten samt Beamtenkaste rede
ich erst garnicht. - #41 24.06.2011 15:27 von
aha
Dummes Überlegenheitsgerede. Wie glauben Sie sieht die Welt in 100 Jahren aus, wenn die dynamischen und dabei jüngeren nicht-westlichen Gesellschaften weiter so wachsen? In Europa sieht es zur Zeit nicht nach großem Fortschritt aus. Hier wollen ja viele ein zurück in nationalstaatliches Denken, was völlig absurd ist.
Araber in die Türkei? Ihr Plädoyer ist absurd wie der Rest ihres Beitrags. - #42 24.06.2011 15:28 von
Kulturkampf
Ich habe mein Auslandssemester in der Türkei gemacht und kenne daher die Gepflogenheiten an den Unis. Richtig ist, dass es an den Unis "Sicherheitsleute" gibt. Sie sind dafür zuständig, Leute beim Eintritt in die Uni zu kontrollieren, aber auch technische Tätigkeiten gehören dazu.
Was die Diskussion über Politik angeht, muss man die Mentalität der Türken kennen. Der Autor dieses Artikels scheint Kenntnisse über das Land zu haben, dennoch, ist seine Berichterstattung völlig einseitig. Wie im Artikel beschrieben, gibt es unter den Studenten verschiedene politische Strömungen und eine Diskussion kann dann schon mal lautstark sein (interessant, wie dann argumentiert wird). Mein Eindruck war, dass sich die Studenten frei äußern konnten, da hat keiner darauf geachtet, was er/sie gesagt hat. Ob sich das nun ändern wird? Ich glaube nicht.
Ich glaube vielmehr, dass der Artikel einen provozierenden Einschlag hat. Natürlich, Erdogan ist nicht beliebt, schon gar nicht bei den Studenten. Aber er wurde von der Mehrheit gewählt. Viele Studenten protestieren auch gegen ihn, bisher habe ich nicht mitbekommen, dass jemand Repressalien ausgesetzt war. Und man muss sich mal die Demonstrationseifer der Türken ansehen. Jeden Tag gab es Demos, über irgendwas, das war schon spannend! Die Türken sind nicht so Politikverdrossen, sie gehen auf die Straße.
Für die, die schreiben, dass die Türkei nicht in die EU gehört: Es wird langsam langweilig. Der Elite ist es mittlerweile völlig egal, die haben nicht einmal ein müdes Lächeln übrig. Der Handel mit Europa floriert, und die Türken - ja auch die türk. Studenten - wollen sich ihre Politik nicht diktieren lassen. - #43 24.06.2011 15:57 von
Mein türkischer Freund
ist eben wegen dieser Entwicklung dort weg, um hier immer mehr das zu finden, weswegen er dort abgehauen ist. Recht haben ist eine einfache Sache, wenn man es mit Gewalt durchssetzt: "Religiöse Kommilitonen klebten Poster mit islamischen Botschaften an die Wand, berichtet sie, und schrieben Koran-Verse an die Tafeln in den Hörsälen. Studenten, die sich ihnen widersetzten, würden bedroht."
Überall, wo diese Religion Fuss fasst, schafft sie sich diese Ordnung.
"Der ehemalige Filmstudent möchte nun am liebsten auswandern." Nur wohin? Sie sind überall schon da. Vielleicht da noch nicht, wo man es sich in den Sozialsystemen nicht so bequem machen kann wie bei uns, um hemmungslos seine religiösen Perversionen pflgen zu können: Südamerika. Und zur Gewalt der Polizei. Seit Jahren schon stehen Suren auf den Schreibtischen der höheren Polizeibeamten in Istambul wenigstens, die genau sehen, wohin die Türkei geht. Man will schon immer dabei gewesen sein und man will sich als zuverlässig erweisen wie die Brutalität der Einsätze zeigt. Jetzt wäre es an der Zeit, dass die Unternehmer politisch aktiv werden: ganz gleich ob politische oder religiöse Gleichschaltung, das hat der Wittschaft am Ende immer geschadet. - #44 24.06.2011 16:25 von mac4ever
das ist die Kehrseite...
...der Globalisierung: den verunsicherten jungen Männern bietet die Religion Halt und das Ausleben ihrer Machosehnsucht - die einfachen Lösungen, die immer und überall Konjunktur haben. denn das Credo der westlichen Moderne ist: keine Sicherheit.
Je schneller die Daten weltweit den Globus überfluten, umso vernbissener und erfolgreicher werden die, die dies ablehnen. - #45 24.06.2011 16:56 von
Kein Titel
Häh? Es sind also externe Politiker / Bevölkerungen für die interne Situation der Türkei verantwortlich?
Also, ich mache keinen Türken, Somali, Finnen etc.... für unsere Regierung und nationale Lage verantwortlich. Dafür sind wir selbst zuständig. Genau wie die Türken für ihr eigenes Land. - #46 24.06.2011 17:29 von
Selbst Hohlkopp!
Die Türkei in dei EU auzunehmen wäre ein noch größerer Fehler als die Aufnahme von Griechenland, Bulgarien und Rumänien. Allerdings käme so der Kollaps der EU schneller, was widerrum nicht so schlecht wäre!
Ihre geostartegischen Gründe können Sie genauso für sich behalten wie Ihre Religion, welche überall auf der Welt für Mord und Totschlag steht! - #47 24.06.2011 18:03 von Hardliner 1
Masse statt Klasse
Genau: Masse statt Klasse, das wird die Länder mit hohen Fertilitätsraten eher in den Ruin treiben statt in eine prosperierende Wirtschaft mit hohen sozialen Standards. Dann schickt man halt seine staatlichen Kostgänger wieder in den Westen - in Millionenstärke. Das hatten wir ja schon einmal.
- #48 24.06.2011 18:10 von Hardliner 1
Faule Eier
Bei der derzeitigen EU-Führungsriege, Kommission als auch Regierungchefs, muss man mit allem rechnen. Siehe heute: Da hat man einem der korruptesten Staaten (Kroatien) die Mitgliedschaft ab Mitte 2013 zugesagt. Man macht also die gleichen Fehler wie u. a. mit Rumänien und Bulgarien. Hinterher wundert man sich dann wieder, welch faule Eier man sich ins Nest gelegt hat.
Die Regierungschefs haben das ja heute ganz clever gemacht. Im Windschatten der Beratungen und Beschlüsse zur Griechenland-Hilfe hat man gleich Kroatien quasi aufgenommen und auch den neuen EZB-Chef Draghi durchgewinkt. Die abgehobenen EU-Politiker müssen aus den Ämtern gejagt werden, mit Wahlen, notfalls auch mit großen Demonstrationen und massivem Widerstand. - #49 24.06.2011 20:49 von
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