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Kulturgeschichte: Was Griechenland von Europa trennt

REUTERSGriechenland ist die Wiege Europas, und doch eint das Land heute weniger mit dem Rest des Kontinents, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Über Jahrhunderte herrschten fremde Mächte über Athen - und das hat Spuren hinterlassen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...832657,00.html
  1. #30

    Zitat von theoz Beitrag anzeigen
    Dieser Artikel ist ein sehr unfairer Versuch, ein mögliches Auswerfen Griechenlands von der EU zu legitimieren.
    Es ist wahrscheinlich nur ein menschlicher Versuch, sich seinen zivilisationshistorischen Niedergang schön zu reden.
    Die letzten 500 Jahre waren die Zeit der germanisch-romanischen Zivilisation, die jetzt von der Weltbühne abdankt und dabei ihre eigenen Schwächen als Errungenschaften umdefiniert, oder gar zu Menschenrechten erklärt, die alle Völker der Welt nachzuahmen haben, damit sie selbst sich als normal fühlen.
    Das typische Verhalten von Junkies, die immer versuchen andere mit nach unten zu ziehen, um sich in der Gesellschaft dann als normal vorzukommen.

    Alte Kulturen, die ihre Höhepunkte und Nidergänge schon hinter sich haben, wie bspw. die Griechen, haben eine gute Nase für solche Entwicklungen und orientieren sich rechtzeitig um. Italien wird auch noch rechtzeitig das sinkende Schiff verlassen.
  2. #31

    wenn ich den Artikel und die Hälfte der Beiträge

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland ist die Wiege Europas, und doch eint das Land heute weniger mit dem Rest des Kontinents, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Über Jahrhunderte herrschten fremde Mächte über Athen - und das hat Spuren hinterlassen.

    Was Griechenland und Europa historisch trennt - SPIEGEL ONLINE

    hier lese, dann wird mir einfach nur übel ...

    Was ist los mit uns? Wir halten uns auch für das Volk der Dichter und Denker ... und was geben wir von uns? Übelsten Brei aus der untersten Schublade!

    Hier wird in der Historie gegraben und es werden Gründe gesucht warum die Griechen nicht zu uns bzw zu Europa passen. Wir können da gerne weiter machen ... Wann sind die Italiener soweit, dass wir meinen, dass sie mit ihrer südeuropaischen Mentalität eher zu den Griechen passen als zu uns ... ja und die Spanier erst und die lieben Portugiesen, bei denen hat man hier auch bereits hingewiesen ... Ganz ehrlich ... man kann zu allen Themen auf dieser Welt etwas heranziehen kann um alles mögliche zu begründen. Ist oft genug passiert!

    Ihr macht, dass ich mich schäme, dass ich ein Deutscher bin! Ihr braucht nicht weit in unserer Geschichte zu schauen ... Sollen uns andere nach diesen Fakten beurteilen und behandeln? Hört auf mit dem Völker bashing und Völker ranking!

    Es liegen realpolitische und realwirtschaftliche Probleme vor, die gelöst werden müssen und nichts anderes.

    Wenn Griechenland aus dem Euro geht, heisst es nicht dass Griechenland auch aus der EU geht! Das eine hat mit dem anderen NICHTS zu tun.

    Gebt doch nicht dauernd euren Verstand bei der Garderobe der nächsten Kneipe ab, und hört auf mit Stammtischgeschichten und entsprechende Parolen.

    Warum gibt sich auch der Spiegel mit so einem Quatsch ab. Hält man das für seriösen Journalismus?

    Bin echt entäuscht!
  3. #32

    Zitat von fwittkopf Beitrag anzeigen
    weit wie das Meer. Wer nicht davon frißt, ist ein dummes Schwein", wußten bereits die Osmanen.
    Und die heutigen Rettungsaktionen beweisen die Richtigkeit dieser Aussage.
    Es ist der Reichtum des Oberstaates (EU), der weit wie das Meer ist.
    Jahrhunderte später haben es die Deutschen immer noch nicht begriffen und bauen weiter fleißig Autos.
    Sie werden es nie verstehen.
    Sie irren. Es waren doch deutsche Banken und Versicherungen, die auf den bail out spekulierten und deshalb über 1.2 Billionen Euro in der Eurozone anlegten und für Blasen an Immobilien- und Anleihemärkten sorgten.
    Das gleiche hat ja schon in den USA funktioniert, wo die FED dann eine Deustche Bank auszahlen musste.
  4. #33

    nicht ernstzunehmen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland ist die Wiege Europas, und doch eint das Land heute weniger mit dem Rest des Kontinents, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Über Jahrhunderte herrschten fremde Mächte über Athen - und das hat Spuren hinterlassen.

    Was Griechenland und Europa historisch trennt - SPIEGEL ONLINE
    Der Artikel ist gut,
    weil er in synoptischer Weise die Geschichte des Landes zutreffend wiedergibt.

    Einen gedanklichen Widerspruch meine ich aber
    entdeckt zu haben.
    Zu Beginn heisst es,

    "Griechenland ist die Wiege Europas,
    (...)
    "Europa hat den Griechen eine Menge zu verdanken:
    seinen Namen, die Philosophie, die Demokratie und einiges mehr."

    Ganz zum Schluss liest man,

    "Manche Dinge liegen zu weit zurück, um noch irgendeine Bedeutung für die Gegenwart zu haben."

    Wenn ich es richtig verstehe, meint der Autor,
    die "Verdienste" der Hellenen lägen zu weit zurück, als dass man sie heute als solche bewerten dürfte.

    Davon abgesehen:
    Natürlich haben die Neu-Griechen mit den Alten
    wenig bis nichts gemeinsam.
    Außer dem Kulturerbe und der Sprache,
    die dem Altgriechischen ensprang.
    Die Sprache aber hat sui generis identitäts-
    und bewusstseinsstiftenden Charakter.

    Die Hellenen dafür als europauntauglich zu brandmarken,
    dass sie 400 Jahre unter osmanischer Herrschaft litten
    und somit jede europäische Kulturepoche "versäumen" mussten,
    das ist, meine ich, kein ernstzunehmendes Argument.
  5. #34

    ohne

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland ist die Wiege Europas, und doch eint das Land heute weniger mit dem Rest des Kontinents, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Über Jahrhunderte herrschten fremde Mächte über Athen - und das hat Spuren hinterlassen.

    Was Griechenland und Europa historisch trennt - SPIEGEL ONLINE
    Dass es in Griechenland ein bisschen anders ist als bei uns, fiel mir u.a. auf, als ich mit meiner griechischen Schwiegermutter einkaufen ging. Der Laden gleich um die Ecke, billig und gut, wurde auf meinen Hinweis empört links liegen gelassen. Der gehört nicht zur Verwandtschaft, sagte sie. Lieber lief sie zwei Kilometer durch die Stadt.
    Als ich den einzigen Taxifahrer in unserem Dorf beauftragen wollte, war man entsetzt. Das ist ein Fremder! Aber im Nachbardorf der Janni, der hat auch ein Taxi und das ist der Sohn von der und der ...

    Eigentlich sind solche Anekdoten amüsant, und irgendwie gehört so ein Verhalten ja auch zur Kultur einer Bevölkerung.
    Eigentlich ist es schade, dass durch die Globalisierung alles gleich und platt gemacht wird. Griechenland muss sich innerhalb Europas stromlinienförmig dem Markt anpassen, dabei geht die alte griechische Lebensweise verloren.
  6. #35

    Antike - die Beste aller Zeiten???

    Das Wort "Mythos" stammt aus dem Altgriechischen - zu den unausrottbaren Vorurteilen und damit Mythen gehört der Satz, dass vermeintlich ( also : gar NICHT) die Demokratie aus Griechenland stamme. Altgriech. " demos" heißt Volk, aber es ist anders konnotiert als bei uns heute: "Nach dem verlorenen Fußballspiel war wieder ein Volk unterwegs- meine Güte!" Demos konnte auch ganz einfach "Pack" heißen. Unser Wort 'Volk' heißt auf altgriech. "ethnos" ( vgl. Ethnographie oder - sehr pikant - ethnische Säuberung).

    Den Athener ist es übrigens ganz demokartisch gelungen, ihren bedeutendsten Philosophen, den Sokrates, von Staats wegen zu ermorden, wegen "asebie" = Gottlosigkeit; das liegt auf der gleich niedrigen Stufe wie Ajatollah.

    Wer bei Thukydides einmal nachliest, wie die Athener die Melier behandelt haben - immerhin eine demokratische Polis! - der sieht das erste Mal, wie Faschismus und Imperialismus funktinieren: "Soso, ihr seid neutral, dann seid ihr unsere Feinde; soso, ihr seid auf Seiten Spartas, dann machen wir euch platt; aha, ihr seid bei uns Athenern, dann dürfen wir euch als Bundesgenossen bis aufs Hemd ausziehen". Der Sowjetimperialismus hat am meisten davon gelernt.

    Wer nur einmal nachliest, wie sich Alexander d.Gr. an die Macht gemordet hat und durch Morde dort blieb, dem vergeht es. Ein Blick auf seine Nachfolger in den Diadochenreichen erzeugt Brechreiz.

    Hört endlich auf, die Attika und die Magna Graecia als Wiege Europas anzusehen! Seht auf die Bergwerke von Laurion, wo tausende Skalven Silber abbauen mussten, das zur Bezahlung der athenischen Kriegsflotte benutzt wurde! Seht auf die Tyrannen, die wie Vorbilder von idi Amin oder Pol Pot in Syracus oder in Theben ihre Leute drangsalierten. - 80% dessen, was heute über GR gesagt wird, ist nur Mythos!
  7. #36

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland ist die Wiege Europas, und doch eint das Land heute weniger mit dem Rest des Kontinents, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Über Jahrhunderte herrschten fremde Mächte über Athen - und das hat Spuren hinterlassen.

    Was Griechenland und Europa historisch trennt - SPIEGEL ONLINE
    Was ist das denn für ein Unsinn? Seit Beginn der Krise argumentiert niemand mehr mit Griechenlands Vergangenheit. Um die ging es nur beim beitritt. Und da war sie nicht mal der einzige Grund. Beim Euro geht es um wirtschaftliche Unterschiede. Da ist auffällig, dass besonders der Norden Europas den Euro vertragen kann, aber auch Estland, wahrscheinlich wäre sogar schon bald die Türkei dazu in der Lage.
  8. #37

    Etwas weit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland ist die Wiege Europas, und doch eint das Land heute weniger mit dem Rest des Kontinents, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Über Jahrhunderte herrschten fremde Mächte über Athen - und das hat Spuren hinterlassen.

    Was Griechenland und Europa historisch trennt - SPIEGEL ONLINE
    hergeholt.Jedenfalls hatte Griechenland schon Kultur,Hygiene und medizinische Kenntnisse,als im restlichen Europa die Bevoelkerung ihre Nachttoepfe aus dem Fenster kippte.Griechenlands Aufnahme war gewollt,sonst waeren die Daten der Kriterien nicht verfaelscht worden,die Griechenland nicht erfuellte.Griechenland,Spanien und Portugal hatten nicht die Voraussetzungen.Diesen Laendern haette beim Beitritt geholfen werden muessen und kontrolliert,was mit dem Geld geschieht.Das hat zum Zeitpunkt niemanden interessiert,weil es in die richtigen Taschen gelangte.Die Wahlen waren entscheident,fuer das,was jetzt geschieht.Anstatt das Sparprogramm zu ueberpruefen,denn darum ging es doch.Es ist so nicht durchzufuehren,weil auf Kosten der Bevoelkerung.Aber das scheint nicht zu interessieren.Also wird erpresst.Ich wuensche mir ein baldiges Ende.Diese Euro geschichte ist eine Finanzdiktatur.
    I
  9. #38

    Griechen nicht die Griechen von einst

    Sie vergessen zu erwähnen, daß die griechische Bevölkerung ethnisch
    kaum etwas mit den klassischen Griechen zu tun hat.
    Die heutigen Griechen stammen zum größten Teil ethnisch von Slawen, Albanern und Bulgaren ab.
    Übernommen wurde nur der Ort, der Name und die künstlich
    erschaffene neugriechische Sprache.
    Also: den alten Ruhm können die heutigen Griechen nicht für sich in
    Anspruch nehmen.
  10. #39

    Staat ohne Gemeinsinn

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland ist die Wiege Europas, und doch eint das Land heute weniger mit dem Rest des Kontinents, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Über Jahrhunderte herrschten fremde Mächte über Athen - und das hat Spuren hinterlassen.

    Was Griechenland und Europa historisch trennt - SPIEGEL ONLINE
    "Land des Ostens", ost-westliches Schisma. Na ja.

    M.E. redet der Autor am Wesentlichen vorbei. Wäre Süditalien ein selbständiger Staat, ginge es dort noch chaotischer zu als im "failed state" Hellas - ganz ohne Schisma.

    Offenbar sind Jahrhunderte unterdrückerischer Fremdherrschaft verlorene Jahrhunderte, in denen sich ein über die Familie, den Clan hinausgehender Gemeinsinn nicht entwickeln konnte.








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