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Kulturbanausen: Wenn Manager der Musik hinterher dirigieren
Den meisten deutschen Unternehmen dient Kultur allenfalls als Feigenblatt, beklagt Buchautor Markus Reiter: Nur wenige kümmern sich um die kulturelle Bildung ihrer Mitarbeiter.*Dabei fördern Musik, Theater und Töpferei geistige Offenheit - und Führungskräfte bewegen sich sonst oft nur unter ihresgleichen.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...781662,00.html
- #1 16.09.2011 09:03 von
<->
Das sind alles Dinge und Erkenntnisse, die für mich zumindest 'Normal' sind, und nicht erst kennengelernt werden müssen. Irgendwo haben doch viele Eltern und die Gesellschaft an sich in der Erziehung mehr als versagt, oder sich nur auf das 'Falsche' konzentriert.
Aber jede Gesellschaft ist jene, die sie selbst verdient. - #2 16.09.2011 10:43 von
Allgemeinbildung
Wenn die Interesse an Kultur schon im Elternhaus gefördert wird, brauche ich keinen Arbeitgeber dazu!
Aber, da es heute nicht mehr Mode ist, sein Kind anzuleiten und auch ein wenig Druck auf die Blagen auszuüben, können Kinder zwar diverse Möglichkeiten ausschöpfen, aber dauerhaft dabei zu bleiben vermögen die wenigsten! Die "klassische" Erziehung wird ja als konservativ angesehen: eine Sportart und ein Instrument spielen zu lernen!
Es ist halt einfacher, abzuhängen und zu erzählen, dass das Kind selber entscheiden darf, welches Hobby es gerade machen will, mit welcher Ausdauer u.s.w. und vor allem, nach kurzer Zeit das Hobby wieder aufzugeben.
In einem Satz hat der SPON Recht, früher als "Allgemeinbildung" betitelt, schwächeln gerade die Chefs im Rahmen BWL. (Wenn die dann in Rente gehen, nehmen sie den interessierten Studenten die Studienplätze als Gastleser weg, da sie nun "Zeit haben", mal was anderes zu machen!) - #3 16.09.2011 10:59 von
Buchautor
Ich wäre dankbar, wenn Sie dieses idiotische Wort auf ihre schwarze Liste setzen könnten. Es geht mir auf den Zeiger. Fast so schlimm wie "Terrorexperte".
- #4 16.09.2011 12:04 von
- #5 16.09.2011 13:08 von
Kultur goes Shareholder Value....
Schon witzig: Einerseits wird angeprangert, dass nur wenige Unternehmen überhaupt ihre Führungskräfte „in Kultur“ fördern, andererseits wird das Beispiel mit der Westfalenbank angeführt, die dies getan hat - und nun Pleite ist.
Natürlich besteht da kein Zusammenhang – aber anders herum m.E. eben auch nicht!!! Woraus sollte sich nämlich ableiten lassen, dass „in Kultur“ geschulte Mitarbeiter zum Nutzen des Unternehmens Mehrwerte schaffen? Das sind hier doch reine Spekulationen.
Wenn ich schon die zitierte Vanessa-Isabel Reinwand (Professorin an der Uni Hildesheim) höre: „Aber ich bin davon überzeugt, dass sich jede Beschäftigung mit Kultur irgendwann im Laufe der Karriere auszahlt“. Ja? Belege/Nachweise fehlen. Stattdessen wird die blinde Floskel: „Ich sehe es an meinen eigenen Hildesheimer Studenten: Diejenigen, die sich mit Kunst und Kultur beschäftigten, gehörten zu den besten, mit denen ich je zu tun hatte".
Aha. Nur: Die „Besten“ in was? In Kunst und Kultur.... Aber was hat das mit den Unternehmen zu tun? Nichts.
Ich kenne viele Unternehmen, die Alibi-mäßig haufenweise „Kunst“ in ihren Fluren hängen und stehen haben. Für diese Mio-Ausgaben müssen dann an anderer Stelle Mitarbeiter entlassen werden... - #6 16.09.2011 17:58 von
Anthroposophie?
Also ganz ehrlich, dererlei esoterischen Unsinn als Kultur zu verkaufen, ist doch Blödsinn! Jedenfalls würde es mir auch recht seltsam vorkommen, wenn mein Arbeitgeber mir mit sowas käme.
Ich denke, gegen solchen Quatsch hilft nur eine gesunde Allgemeinbildung auch und vor allem in den Naturwissenschaften. Was natürlich ebenfalls zur Kultur gehört und dem einen oder anderen Spiegeljournalisten ganz gut täte :-)
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