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Küngs offener Brief: "Die Bischöfe könnten etwas ändern"

Es ist ein Wagnis: In einem offenen Brief hat der Theologe Hans Küng die Bischöfe weltweit zum Widerstand gegen Papst Benedikt aufgerufen. Die Basis und andere Gelehrte sind begeistert von dem Vorstoß - die Würdenträger hüllen sich in Schweigen.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...689267,00.html
  1. #1

    Küng kann froh sein

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein Wagnis: In einem offenen Brief hat der Theologe Hans Küng die Bischöfe weltweit zum Widerstand gegen Papst Benedikt aufgerufen. Die Basis und andere Gelehrte sind begeistert von dem Vorstoß - die Würdenträger hüllen sich in Schweigen.

    http://www.spiegel.de/panorama/gesel...689267,00.html
    Küng kann froh sein, dass es nicht nach dem Willen von einigen "Würdenträgern" (welche Würde eigentlich?!) geht.
    Sonst würde er auf dem Petersplatz im Rahmen eines Autodafé (verbunden mit einem Sonder Urbi & Orbi) verbrannt.

    Ernsthaft:
    Wieso sollten sich Bischöfe wie Herr Mixa (der sich nun aufeinmal an Watschen erinnert, also vorher BEWUSST gelogen hat) gegen dan Papst auflehnen?

    Gegen die Institution die Ihnen Ihre Macht gibt?
    Wenn die Macht es Papstes bröckelt, bröckelt auch die Macht der Bischöfe.
  2. #2

    ---

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein Wagnis: In einem offenen Brief hat der Theologe Hans Küng die Bischöfe weltweit zum Widerstand gegen Papst Benedikt aufgerufen. Die Basis und andere Gelehrte sind begeistert von dem Vorstoß - die Würdenträger hüllen sich in Schweigen.

    http://www.spiegel.de/panorama/gesel...689267,00.html
    Gerne verweise ich auf den Link, der zu Küngs "Offenen Brief" führt:
    http://www.sueddeutsche.de/politik/498/508641/text/
    Er liest sich wie ein letzter Versuch, der mumifizierten Kath. Kirche die Chance einer Erneuerung und Demokratisierung vorzuschlagen.
  3. #3

    Was für ein Wagnis?

    Herrn Küng habe ich bisher immer irgendwie bewundert für seinen Widerspruchsgeist. Aber jetzt kommt er mir fast naiv vor, zu meinen, diese mittelalterliche Institution Katholische Kirche könne sich zum Besseren verändern. Da ändert sich in hundert Jahren nichts selbst wenn der Letzte ausgetreten ist und das Licht ausgemacht hat, dann machen diese Kuttenbrunser ihr Ding eben alleine.
    Aber wo ist denn das Wagnis für Herrn Küng? Hat er denn was zu verlieren?
    Die Hunde bellen aber die Karawane zieht weiter. Ich denke das kratzt den Ratzinger nicht.
    Andererseits hat mal ein ähnlich alter Greis gesagt: "den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf."
    Aber das war nur ein Erich, kein Papst.
  4. #4

    Immer das gleiche Spiel,

    wenn abgehalfterte Berufs-Kirchenkritiker ihrer Passion frönen und die Medien daraus eine Spitzenmeldung nachen, obwohl sie doch wissen müßten, daß die Animositäten von ein paar Sektierern zu Recht weder im Vatikan noch in der katholischen Welt auch nur einen Menschen interessieren.
  5. #5

    Küng

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein Wagnis: In einem offenen Brief hat der Theologe Hans Küng die Bischöfe weltweit zum Widerstand gegen Papst Benedikt aufgerufen. Die Basis und andere Gelehrte sind begeistert von dem Vorstoß - die Würdenträger hüllen sich in Schweigen.

    http://www.spiegel.de/panorama/gesel...689267,00.html
    Ich gehöre auch zur Basis und bin von Küngs Vorstoß überhaupt nicht begeistert. Küng versucht lediglich, seine ganz persönliche Agenda durchzudrücken, je weniger ihm das gelingt und je mehr er bemerkt, wie seine Felle davonschwimmen, desto unwirscher und maßloser werden seine Angriffe.
    Küngs einziges Thema ist das einer permanenten Revolution. Auf die Frage, wieso seine Meinung so richtig ist, dass die Andersdenkenden sich zu ändern hätten geht er gar nicht ein - das scheint er für ein unfehlbares Dogma zu halten.

    Man muss sich doch mal eins klar machen: Es stimmt, dass Küng viele Anhänger hat. Seine Ziele werden von sehr vielen Leuten vertreten und soweit es möglich ist, ist seine Denke vielerorts maßgebend.
    Nur: Dann kann Küng eben die Schuld für die Kirchenkrise auch nicht mehr einfach beim bösen Vatikan suchen. Wo sind denn die blühenden Basisgemeinden? Und behaupte keiner, die würden von den Bischöfen unmöglich gemacht, dass ist Unsinn. Wenn einer mal Pfarrer geworden ist, dass muss er sich schon arge Dinge leisten, damit er dienstrechtliche Konsequenzen erfährt. Ansonsten kann er tun und lassen, was er will. Nur haben diese Pfarrer und Theologen mit Rebellenattitüde nichts vorzuweisen. Selbst da, wo sich lokal mal eine Fangemeinde gebildet hat, verliert sie sich ganz schnell mi Weggang oder Tod des Gurus.

    Küng muss daher erklären, warum man ihm folgen sollte, und nicht von einem Aufbruch phantasieren. Das haben Theologen wie er schon vom Konzil behauptet - außer einem Exodus ist nichts gekommen, die Volkskirche liegt am Boden. Das kann man kaum ein paar fernen Männern im Vatikan anlasten, der Glaube und die Gemeinden leben von den Erfahrungen vor Ort. So ist es über 1500 Jahre gewesen. Wenn etwas 1500 Jahre Bestand hat und nach der Einführung von Neuem dann ein Niedergang erfolgt, dann kann man sich nicht hinstellen und behaupten, dass dafür das Alte verantwortlich sei, während es mit dem Neuen nichts zu tun habe. Das ist vollkommen absurd.
  6. #6

    Wunschdenken

    Und woher will der Spiegel erfahren haben, daß die katholische Basis "begeistert" sei? Niemand dort nimmt Herrn Küng noch ernst.
  7. #7

    Die Basis ist nicht begeistert und es ist auch kein Wagnis

    Sie schreiben, die Basis sei begeistert? Woher wissen Sie das? Bitte belegen Sie das, Spiegel!

    Ich kenne wenige Katholiken, die wirklich gegen Benedikt eingestellt sind. Ich kenne hingegen viele Katholiken, auch ganz liberale Katholiken wie mich, die Hans Küng als den Wichtigtuer ansehen, der er ist. Er ist persönlich vom Neid zerfressen gegenüber Joseph Ratzinger und wäre vielmehr selbst gerne Papst.

    Und was ist hier ein Wagnis? Sie werden sehen, Herrn Küng wird nichts passieren. Er wird weder exkommuniziert noch wird ihm die Ausübung des Priesteramtes untersagt werden. Worin soll das Wagnis bestehen?
    So ist die deutsche Medienberichterstattung seit Wochen: Viel heiße Luft. Angeblich soll es um die Missbrauchsopfer gehen, aber für die interessiert sich kaum noch einer. Vielmehr geht es allein darum den Papst sturmreif zu schießen.

    Ich möchte auf das Ergebnis des letzten Kulturkampfes auf deutschen Boden hinweisen: Das Bismarck-Reich ist untergegangen, die römisch-katholische Kirche lebt.
  8. #8

    ...

    Zitat von fhouseman Beitrag anzeigen
    Und woher will der Spiegel erfahren haben, daß die katholische Basis "begeistert" sei? Niemand dort nimmt Herrn Küng noch ernst.
    Das dürfte ein Irrtum sein. Küng ist näher an dieser Basis, als alle anderen Klerikalen. Und das Kirchenvolk weiß das.
  9. #9

    Basis?

    Zitat von misdroy Beitrag anzeigen
    Sie schreiben, die Basis sei begeistert? Woher wissen Sie das? Bitte belegen Sie das, Spiegel!

    Ich kenne wenige Katholiken, die wirklich gegen Benedikt eingestellt sind. Ich kenne hingegen viele Katholiken, auch ganz liberale Katholiken wie mich, die Hans Küng als den Wichtigtuer ansehen, der er ist. Er ist persönlich vom Neid zerfressen gegenüber Joseph Ratzinger und wäre vielmehr selbst gerne Papst.

    Und was ist hier ein Wagnis? Sie werden sehen, Herrn Küng wird nichts passieren. Er wird weder exkommuniziert noch wird ihm die Ausübung des Priesteramtes untersagt werden. Worin soll das Wagnis bestehen?
    So ist die deutsche Medienberichterstattung seit Wochen: Viel heiße Luft. Angeblich soll es um die Missbrauchsopfer gehen, aber für die interessiert sich kaum noch einer. Vielmehr geht es allein darum den Papst sturmreif zu schießen.

    Ich möchte auf das Ergebnis des letzten Kulturkampfes auf deutschen Boden hinweisen: Das Bismarck-Reich ist untergegangen, die römisch-katholische Kirche lebt.
    Danke, genau so ist es. Ich weiß ja auch nicht, wo die Medien immer diese angebliche Basis herbekommen, die gegen Papst und Kirche sein soll. Die paar Wisi(ni)Ki-Menschen müssen ja zur Zeit total ausgebucht sein.
    Dass die Basis anders denkt, sieht man auch daran, dass die Kirchen (gerade hier in Bayern) seit der Angriffe eher voller als leerer geworden sind.
    Herr Küng wird von den wirklich Glaubenden eher als Neidhammel angesehen, der selbst gerne Papst geworden wäre. Die Medien greifen wohl im Moment nach jedem Strohhalm, um das Thema am köcheln zu halten.
    Am Mittwoch abend gab es in B3 ein Bürgerforum Live zum Thema. Es ist unter www.br-online.de noch abrufbar. Der Großteil der Menschen dort hat sich pro-Kirche geäußert. Der Moderator musste immer wieder eingreifen, um auch ein paar gegenteilige Meinungen zu bekommen....
    Lassen wir die Medien sich jetzt erstmal durch die Asche-Wolke kämpfen, vielleicht ist die Sicht auf die Dinge hinterher etwas klarer.


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