Forum


 

Küngs offener Brief: "Die Bischöfe könnten etwas ändern"

Es ist ein Wagnis: In einem offenen Brief hat der Theologe Hans Küng die Bischöfe weltweit zum Widerstand gegen Papst Benedikt aufgerufen. Die Basis und andere Gelehrte sind begeistert von dem Vorstoß - die Würdenträger hüllen sich in Schweigen.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...689267,00.html
  1. #150

    Verstehen

    Zitat von Willie Beitrag anzeigen
    Das waere fuer dieses Forum sicherlich zu umfangreich. Aber dennoch ein Beispiel. In dem Artikel steht -gleich im ersten Absatz:
    "So ist das Christentum als Sekte aus dem Judentum hervorgegangen."
    Das ist sachlich falsch. Zweifach.
    Das Christentum ist nicht "aus dem Judentum" hervorgegangen Und schon garnicht als eine Sekte. Noch weniger im Sinne von "...Sekte (lat. secta „Richtung“, von sequi, „folgen“, in der Bedeutung beeinflusst von secare, „schneiden, abtrennen“)...."

    Das Christentum als christliche Lehre ist eine konsequente Vervollkommnung der goettlichen Heilslehre, die lediglich durch die Verheissung des Mesopotamiers Abraham, durch seine Nachkommen -die spaeteren Hebraer- und die Menschwerdung Gottes -in dem Galilaer Jesus- seinen Verlauf nahm.
    Zu Zeiten der Verheissung Abrahams gab es noch keine Juden, so nannten die sich einige seiner Nachkommen erst viel spaeter.

    Dass die Masse der Juden den Schritt in der Verheissung nicht vollzogen haben, sondern in ihrem Rabbinischen Zeitalter vor 2000 Jahren stehen geblieben sind, macht die weitere Entwicklung nicht zur Sekte. Es ist genaugenommen eher umgekehrt.

    Die Christen haben auch den urspruenglich hebraeischen Teil -in Form ihres Alten Testaments- in ihrer Bibel. Da wird nichts "abgeschnitten oder abgetrennt".

    Die Juden heute haben kein Neues Testament.
    Da fehlt es.
    Erfreulich ihre Sachkenntnis, ich lerne gerne dazu. Wie Sie schreiben, wäre das Eingehen auf alle Einzelheiten zu umfangreich. Ihre Deutung der christlichen Heilslehre ist mir nicht neu. Ihnen im Punkto Wikip. und Sekte zu widersprechen möchte ich dahingehend abkürzen, dass Sie die Geschichte des Christentums aus kirchlichem Glaubenszusammenhang erklären. Das erklärt auch, dass Sie, nach meinem Empfinden, eine abgeschlossene Glaubenslehre haben und verteidigen. Dagegen habe ich zu meinem Glauben an Gott so viel Vertrauen, dass ich Veränderungen im Wissen um geschichtliche Erkenntnisse und Deutungen nicht als Bedrohung, sondern als Chance sehe. Kleines Beispiel: Archäologische Erkenntnisse, Wissen aus jüdischen Quellen usw. ergeben eine immer komplexere religiöse Geschichtswelt. Es gibt und gab schon immer zu allen (religiösen) Themen, auch im christlichen Bereich, verschiedene Ansichten und Deutungen.
    So gesehen ist der Begriff Sekte in Wikipedia zwar nicht Ihre Deutung, aber ich kann damit gut leben. Es ist das Wissen um den Zusammenhang, der das Verstehen möglich macht.
  2. #151

    Aus

    Zitat von Willie Beitrag anzeigen
    Ein Ablenkungsversuch hinsichtlich ihres eigenen Postings.
    Denn wenn ich falsches schrieb, koennen sie es widerlegen.

    Ich habe.

    Ich sehe.

    Eine Nullaussage, denn da koennen sie garnichts benehmen.

    Ich antworte gerne auf ihre konkreten Fragen -solange es der Forumsumfang, der Sysop und meine Zeit zulassen.
    zeitlichen Gründenin Kürze:

    1. Spitzfindig ist nicht falsch, das müssten Sie wissen.
    2.Genau, will ich nicht, sollten aber Dritte anderer Ansicht sein ... . Ist das auszuschließen?
    3.Der letzte Satz mag etwas missverständlich sein. Er bezog sich aber auf die Gründe, warum Sie eine andere Ansicht zum Thema Reformation haben.
  3. #152

    NZZ vertritt nur eine Meinung

    Zitat von Rolf K. Beitrag anzeigen
    Der SPIEGEL-Artikel über Küngs "Offenen Brief" ist schlecht, weil er nicht wirklich informiert, sondern lediglich Eindrücke vermittelt. Man muss diese in manchen Teilen nicht nur unsachliche, sondern fast gehässige Strafpredigt Küngs im Original lesen und sich mit seinen Thesen auseinander setzen. In manchen Teilen schreibt Küng nachweisbar die Unwahrheit.

    Ich empfehle den Originaltext in der Neuen Zürcher Zeitung nachzulesen und auch die dortigen Kommentar zu beachten. Dann wird man z.B. erkennen, dass Küng die wirkliche Situation aller (!) christlichen Kirchen falsch einschätzt, weil er geradezu davon besessen ist, die kath. Kirche "auf Kurs zu bringen".

    Küng richtet sich nach dem Zeitgeist, der alte Mann aus Tübingen hechelt ihm geradezu hinterher. Ratzinger bzw. Benedikt XVI. hat dies nie getan. Der Papst setzt sich mit den modernen Anschauungen auseinander und wägt ab. Und das ist gut so. Denn das ist seine Pflicht als gewähltes Oberhaupt der ganzen Kirche. Dahinter steckt aber auch die Einsicht, dass nicht alles, was als Fortschritt angepriesen und verkauft wird, auch wirklich ein Fortschritt ist.


    Verständlich, da die NZZ konservative Ansichten vertritt und die Kommentare auch dementsprechend geschrieben werden.
    Da bedient man sich gerne mit dem Argument "Zeitgeist", egal ob es zutrifft oder nicht.
  4. #153

    -

    Zitat von Trivalent Beitrag anzeigen
    Erfreulich ihre Sachkenntnis, ich lerne gerne dazu. Wie Sie schreiben, wäre das Eingehen auf alle Einzelheiten zu umfangreich. Ihre Deutung der christlichen Heilslehre ist mir nicht neu. Ihnen im Punkto Wikip. und Sekte zu widersprechen möchte ich dahingehend abkürzen, dass Sie die Geschichte des Christentums aus kirchlichem Glaubenszusammenhang erklären. Das erklärt auch, dass Sie, nach meinem Empfinden, eine abgeschlossene Glaubenslehre haben und verteidigen. Dagegen habe ich zu meinem Glauben an Gott so viel Vertrauen, dass ich Veränderungen im Wissen um geschichtliche Erkenntnisse und Deutungen nicht als Bedrohung, sondern als Chance sehe.
    Wie wollen sie aus Glaubensverstaendnis und Wissen eine geringeres Vertrauen ableiten koennen? Oder ob ich im Wissen eine Bedrohung saehe?
    Logisch konsequent ist das nicht moeglich. Kopfschuettel.
    Zitat von Trivalent Beitrag anzeigen
    Kleines Beispiel: Archäologische Erkenntnisse, Wissen aus jüdischen Quellen usw. ergeben eine immer komplexere religiöse Geschichtswelt. Es gibt und gab schon immer zu allen (religiösen) Themen, auch im christlichen Bereich, verschiedene Ansichten und Deutungen.
    Und?
    Zitat von Trivalent Beitrag anzeigen
    So gesehen ist der Begriff Sekte in Wikipedia zwar nicht Ihre Deutung, aber ich kann damit gut leben.
    Ging es bei ihren Fragen an mich denn darum, ob sie gut oder weniger leben koennen? Eigenartige Umstaende und Schlussfolgerungen haben sie.
    Zitat von Trivalent Beitrag anzeigen
    Es ist das Wissen um den Zusammenhang, der das Verstehen möglich macht.
    Na sehen sie, das ist doch schon mal was. Jetzt brauchen sie sich nur noch davon leiten zu lassen.
  5. #154

    ?

    Zitat von Rolf K. Beitrag anzeigen
    Küng ist rhetorisch nicht ungeschickt und theologisch nicht ungebildet. Manche halten ihn sogar für eine Koryphäe der Theologie. Dann hätte er das vielleicht auch so hinschreiben können oder sollen, dass es ihm darum geht, dass Jesus Christus als das Haupt der Kirche respektiert und dass sich alles kirchliche Handeln primär an Jesus Christus orientieren muss. Der Zeitgeist will aber eine ganz andere Botschaft hören und lesen.

    Daß Jesus das Oberhaupt der Kirche ist, ist sowieso vorausgesetzt. Ich vermute eher, daß seine Aussagen nicht dem entsprechen, was Sie sich gern gewünscht hätten.
  6. #155

    -

    Zitat von Trivalent Beitrag anzeigen
    zeitlichen Gründenin Kürze:

    1. Spitzfindig ist nicht falsch, das müssten Sie wissen.
    Ich schrieb ja auch garnichts nichts davon, dass es falsch sei.
    Zitat von Trivalent Beitrag anzeigen
    2.Genau, will ich nicht, sollten aber Dritte anderer Ansicht sein ... . Ist das auszuschließen?
    Keineswegs. Schrieb ich ebenfalls nicht.
    Zitat von Trivalent Beitrag anzeigen
    3.Der letzte Satz mag etwas missverständlich sein. Er bezog sich aber auf die Gründe, warum Sie eine andere Ansicht zum Thema Reformation haben.
    Ich weiss.
  7. #156

    -

    Zitat von Caroline Beitrag anzeigen
    Das meine ich auch.
    Alles (!) aus wikipedia sollte man sorgfältig prüfen. Der Begriff "Sekte" z. B. wurde von Nichtchristen und Christen schon sehr vielfältig interpretiert. Ich verstehe ihn so: Sekte - secere = abschneiden. Da stellt sich die Frage, wovon abgeschnitten? Meines Erachtens nicht (!) von einer Institution Kirche, sondern von der Lehre der Bibel!

    Deshalb halte ich die Katholische Kirche für die größte Sekte (pardon, liebe Katholiken), weil sie nicht nur abgeschnitten hat, sondern auch hinzugefügt hat! Darüber sagt die Bibel:
    "Fürwahr, ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht; und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buches dieser Weissagung, so wird Gott wegnehmen seinen Teil vom Buch des Lebens" usf.
    (Offenbasrung 22, 19)
    Jahrhunderte war es unter den Katholiken nicht üblich bzw. erlaubt, selbst die Bibel zu studieren. Ich empfehle, es endlich zu tun!
    Ich selbst habe, nachdem ich Christ geworden bin und die Bibel gelesen habe, eine der großen Kirchen verlassen und habe mich einer der freien Gemeinden angeschlossen. Ich habe es nie bereut!
    Das kommt hin.
  8. #157

    *

    Zitat von Caroline Beitrag anzeigen
    Darüber sagt die Bibel:
    "Fürwahr, ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht; und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buches dieser Weissagung, so wird Gott wegnehmen seinen Teil vom Buch des Lebens" usf.
    (Offenbasrung 22, 19)
    Diese Aussage betrifft ausschließlich die Prophezeiungen der Offenbarung und nicht die gesamte Bibel.
  9. #158

    Möglicherweise...

    ...beginnt nun die mediale Debatte darüber, ob die Kirche weiterhin von Steuergeldern finanziert werden soll/ darf:
    http://www.presseportal.de/pm/6561/1...scher_rundfunk

    Wird man dazu bei SPON demnächst auch etwas lesen dürfen? :)
  10. #159

    Bischof Mixa

    Dem Religionsstifter Christus hat der Bischof Mixa sein angenehmes und reiches Leben zu verdanken.

    Aber dieser Christus aus Judäa hat zu Kindern auch folgendes gesagt:

    Lasset die Kinder zu mir kommen, denn ihrer ist das Himmelreich, und wenn einer diesen Kindern ein Leid antut,
    so soll ihm ein Mühlenstein um den Hals gebunden werden und er soll in die Tiefe des Meeren versenkt werden.

    Wahrscheinlich hat Mixa im Religionsunterricht gefehlt,sonst hätter er gewusst, was er tat als er Kinder misshandelt hat!!!

    Wenn es stimmt, was eine ehemalige Schülerin meldete, dass sie auf den nackten Hintern geschlagen wurde,so kann man/frau auf perverse Veranlagung tippen!!
    Aber die Wahrheit wird hoffentlich aufgeklärt, und ich hoffe,dass der Täter dann noch bestraft wird.

    Auch hoffe ich, dass er sein Wohlleben aufgeben muss, Hartz 4 wäre angemessen.


TOP



TOP