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Kündigung: Gehen und gegangen werden

CorbisFür ein Unternehmen ist es ein kleiner Schritt, für einen Angestellten ein großer Bruch: Eine Kündigung kann das Leben völlig auf den Kopf stellen. Wie ist das, wenn man selbst den Hut nimmt, wenn man gefeuert wird oder Mitarbeiter entlassen muss? Vier Menschen erzählen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-857312.html
  1. #1

    meine Erfahrung im Nachhinein....

    ...besser, man kündigt selber und früher, als bis zuletzt durchzuhalten und zu kämpfen, um dann doch zu verlieren. Auch Arbeitsprozesse (hab ich mal im Gericht im 1/2 Std.-Takt erlebt) sind nicht immer Rettung. Am besten, man nimmt sich genügend Selbstwertgefühl und freut sich auf Neues und wird offen für alles, was da auf einen zukommt...Ideen und Wünsche nicht mehr ausgeschlossen....
  2. #2

    Gottseidank

    ... ich hatte schon befürchtet vom Leid der Bandarbeiter, Verkäuferinnen oder Krankenschwestern lesen zu müssen. Aber zum Glück wurden hier ausschließlich normale und repräsentative Beispiele unserer Arbeitswelt gewählt.
  3. #3

    Interessant

    Also an 1 gefällt mir sehr, dass es doch noch Leute gibt, die nicht in dieser furchtbaren und typischen Angestelltenmentalität gefangen sind und Ihre Träume und Ziele leben. Was einem zu 2 führt: Warum hat die Dame das alles eingesteckt...völlig unverständlich und schwach..
    3: Naja, war halt so, musste sein, ich sehe keine Quintessenz in dieser Geschichte
    4: Tragisch und extrem unprofessionell vom Arbeitgeber...solche Trottel könnte man sagen.
    Aber diese Aussage: Der Arbeitsmarkt ist so hart führt einen wieder zur Geschichte 1, der Angestelltenmentalität und zum Passiven im Westeuropäer, was mir Nr. 4 nach etwas Mitleid schon wieder unsympathisch erscheinen lässt...

    tjaja...wie die alten Chinesen schon wussten: Krise=Chance
  4. #4

    2. Teil

    Naja, wenn es meiner Lebensgefährtin so wie im 2. Teil ergehen würde und sie eine Chefin (oder einen Chef) hätte, der sie so behandelt, dann würde ich schon für eine Klärung sorgen.

    Ich würde sie erst persönlich (oder telefonisch) auffordern das zu ändern bzw. zu unterlassen und zukünftig eine andere Art und Weise an den Tag zu legen oder ... naja, sie würde schon sehen, wie man ihr auch als externer das Leben in der Firma (und ggf. privat) zur Hölle machen kann! Sie wäre früher aus der Firma raus wie meine Lebensgefährtin, mit Sicherheit.
  5. #5

    ?

    Zitat von AlexBauer1981 Beitrag anzeigen
    Naja, wenn es meiner Lebensgefährtin so wie im 2. Teil ergehen würde und sie eine Chefin (oder einen Chef) hätte, der sie so behandelt, dann würde ich schon für eine Klärung sorgen.

    Ich würde sie erst persönlich (oder telefonisch) auffordern das zu ändern bzw. zu unterlassen und zukünftig eine andere Art und Weise an den Tag zu legen oder ... naja, sie würde schon sehen, wie man ihr auch als externer das Leben in der Firma (und ggf. privat) zur Hölle machen kann! Sie wäre früher aus der Firma raus wie meine Lebensgefährtin, mit Sicherheit.
    Es handelt sich um einen Arbeitsplatz, nicht Kindergartenplatz. Ihre Lebensgefährtin sollte dort alleine zu recht kommen, mit ihrer Unterstützung von Außen. Wenn mich der Lebensgefährte einer Mitarbeiterin bedrohen würde, wäre ich sehr, sehr irritiert.
  6. #6

    Es fehlt ein Beispiel

    Was ist mit denen, die in einen Aufhebungsvertrag gezwungen werden? Dies unter Androhung von unvermeidbarer betriebsbedingter Kündigung, Nachweis von Fehlern mit Abmahnungen zur Folge. Was ist mit gesundheitlichen Problemen, hervorgerufen durch Hoffen und Bangen um den Job über viele Monate? Was ist mit denen, die sich nach fast 35 Jahren Betriebszugehörigkeit mit über 50 Jahren einen neuen Job suchen müssen? Was ist mit denen, die auf mittlerweile zahlreiche Bewerbungen nicht einmal eingeladen werden, um sich im persönlichen Gespräch zu präsentieren?

    Deutschland anno 2012
  7. #7

    Alles eine Frage der Verantwortung

    Ich habe letztes Jahr meinen Job in einer Werbeagentur an den Nagel gehängt, ohne etwas Neues zu haben. Dabei arbeite ich nicht einmal in einem Bereich, in dem man sich die Jobs aussuchen könnte. Mir ging aber dieses Gehabe von Unwissenden, die leider viel zu viel entscheiden durften, ziemlich auf den Senkel. Was soll ich sagen? Ich war 2 Wochen arbeitslos und hatte dann den nächsten Vertrag in der Tasche. Jetzt habe ich die Seiten gewechselt und steuere die Agenturen für unser Haus. Ich weiß jedoch nicht, wie ich als Familienvater gehandelt hätte. Insofern habe ich als SIngle eben leichtes Reden - und habe für jeden, der auch Verantwortung für andere übernehmen muss, größtes Verständnis, wenn er so manches über sich ergehen lässt.
  8. #8

    Menschenmaterial

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für ein Unternehmen ist es ein kleiner Schritt, für einen Angestellten ein großer Bruch: Eine Kündigung kann das Leben völlig auf den Kopf stellen. Wie ist das, wenn man selbst den Hut nimmt, wenn man gefeuert wird oder Mitarbeiter entlassen muss? Vier Menschen erzählen.

    Kündigung: Die Folgen von Entlassungen - SPIEGEL ONLINE
    Für viele Chefs bedeutet die Kündigung von Mitarbeitern das pure Entsorgen von Ballast – oder von teurem Menschenmaterial. diese Einstellung herrscht branchenübergreifend. Kündigung als technokratischer Akt, bar jeglicher Sozialkompetenz. Nicht selten schwingt auch das süße Gefühl der Macht mit – bis hin zum Sadismus. Ich selbst habe dies zwei Mal am eigenen Leib erfahren. Zuletzt war es ein Geschäftsführer, der vom Konzern mit Sanierung beauftragt worden war. Innerhalb kürzester Zeit ließ er das Schafott über ganze Abteilungen herabsausen. In Meetings machten er und seine opportunistischen Helfershelfer dümmliche und stillose Witze über die Betroffenen. Im Zuge der Sanierung trennte man sich damals auch gleich von Mitarbeitern, die einzelnen Abteilungsleitern aus persönlichen Gründen ein Dorn im Auge waren. Die freitägliche Entlassungswelle war ein einziger "Dead Man walking". Als ich nach der Kündigung einen Anwalt zurate nahm, wollte man mit Spesenbetrug unterstellen und kündigte auch meiner Frau, die als freie Mitarbeiterin für das Unternehmen tätig war, sämtliche Aufträge. Kurz vor Hartz IV und nach einem Nervenzusammenbruch bekam ich einen neuen Job. Dennoch bin ich noch heute wütend und fassungslos über das Gebahren dieses Geschäftsführers, seine Ignoranz und – nicht nur soziale – Inkompetenz. Ihm war es egal, ob er Waffen oder - wie in diesem Fall – Kindermagazine verkauft. Der persönliche Profit und die anerkennenden Blicke seiner feigen Gefolgsleute stand und steht über allem. Für mich ist dieser "Herr" auch heute noch nicht mehr als ein Sozialterrorist, der Gefallen und Spaß daran hat, andere ins Unglück zu stürzen. Auch heute, zwei Jahre danach, hoffe ich darauf, ihn wiederzusehen – und ihm ins Gesicht zu spucken!
  9. #9

    Zitat von inhabitant001 Beitrag anzeigen
    ... ich hatte schon befürchtet vom Leid der Bandarbeiter, Verkäuferinnen oder Krankenschwestern lesen zu müssen. Aber zum Glück wurden hier ausschließlich normale und repräsentative Beispiele unserer Arbeitswelt gewählt.
    Danke für das Posting - herzlich gelacht. Schließe mich an! ;)








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