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Kuba: Viva la Gastro-Revolution!

Die Brüder Castro haben ein Einsehen:*Kubas staatliche Restaurants müssen schließen, schlechter Service und mieses Essen sollen bald der Vergangenheit angehören.*Schon entstehen überall auf der Karibikinsel private Lokale, ihre Besitzer bieten kreolische Saucen - vor allem aber können sie lächeln.

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...809897,00.html
  1. #30

    ein wenig mehr Cuba in Eu wäre nicht verkehrt

    Cuba braucht mehr Kapitalismus - ist auf dem Weg, Europa braucht mehr Sozialismus - müssen wir noch mindestens bis zur nächsten Genaration warten
  2. #31

    Fleiß vs. Gerechtigkeit

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen
    Wieder einmal ist der Sozialismus gescheitert und der Kapitalismus muß helfen.
    Immerhin ist Kuba durch den Sozialismus eine gerechte Gesellschaft geworden. Mit Ausnahme der Führungsclique sind alle gleich arm!
    Durch den Kapitalismus werden nun die Klugen und Cleveren, die Fleißigen und Strebsamen dafür sorgen, daß die Gesellschaft ungerechter wird - aber das wird für alle am Ende besser sein!
    In "unserem" Kapitalismus ist die Ungerechtigkeit großer, weil die hiesigen Produktiven viel mehr Unproduktive durchfüttern müssen.
  3. #32

    Che - Ghandi

    [QUOTE=esnike;9478763]
    Zitat von F.X.Fischer Beitrag anzeigen
    Es finden aber viele Gringos, trotz Embargos und mit Flugumweg über Kanada oder Mexiko, den Weg an die kubanischen Urlaubsstrände und in die alten kubanischen Städte. Und das, obwohl der Dollarumtausch in Kuba mit 13% "Strafsteuer" nicht gerade billig ist (Euros tauscht man übrigens gebührenfrei, weil die EU kein Embargo verhängt hat). ...
    Nun, - wenn Sie das Embargo verurteilen: was würden Sie denn sagen, wenn Ihre Geldanlagen durch Enteignungen von heute auf morgen sich in Luft auflösen!?
    Die vielen Fidel- & Che-Fans könnte ihre Solidarität dadurch beweisen, dass sie ihr sauer verdientes Geld in kubanischen Fonds anlegen, - allemal ein gutes Werk, - aber ob man halt sein Geld noch mal wieder sieht!

    [QUOTE=esnike;9478763]
    Zitat von F.X.Fischer Beitrag anzeigen
    Auch finden viele Lateinamerikaner den Weg nach Kuba, um sich in den dortigen Kliniken von den sehr gut ausgebildeten Ärzten behandeln zu lassen. ...
    Nunja -, nicht jeder kann's sich aussuchen! Ein Kubaner nannte sein Gesundheitswesen mal "Kosten und Medikamentenfrei", - Medikamente gibt's oft nur auf dem Schwarzmarkt gegen Devisen!
    Einfach mal die schönen Berichte kritisch hinterfragen und am schönen Lack kratzen: die Realität ist oft ernüchtern. Aber wenn man natürlich unbedingt seine heiß geliebte Utopie erhalten will, - ein Gegenstück für den für alle Böse verantwortlichen "Kapitalismus" sucht, dann nimmt man's mit den Fakten oft nicht so genau!
    Ein schönes Beispiel hierzu ist auch die törichte Verklärung eines Verbrechers wie Che Guevara: so genannte Menschenrechtler, Pazifisten und Dritte-Welt-Aktivisten verklären ihn zur Symbolfigur für alles Gute und Schöne, - dabei hat er ein Lagersystem eingerichtet, Hunderte Oppositionelle an die Wand und unbarmherzig erschießen lassen, die Wirtschaft seine Landes ruiniert, zwei Millionen Kubaner ins Exil getrieben und versucht seine dämliche Revolution nach Bolivien und Kongo zu exportieren!
    Ghandi wäre als Symbolfigur für Menschenrechte & Pazifismus um soviel besser geeignet gewesen, - aber dieser wirklich friedfertige Mensch bietet eben nicht soviel Projektionsfläche für pubertäre Wut, Zorn und Aggression!

    [QUOTE=esnike;9478763]
    Zitat von F.X.Fischer Beitrag anzeigen
    Und ganz nebenbei und jenseits von politischer Ideologie bemerkt: Auf Kuba sieht man trotz Armut, Reisebeschränkung und Gängeleien jede Menge gut gelaunte Menschen. Das ist allemal angenehmer als der Anblick der deuermiesepetrigen Panneköppe in der ach so reichen und freien BRD...
    …. darum wandern auch so viele Menschen aus Europa und den USA nach Kuba aus
  4. #33

    Lesen hilft manchmal

    Zitat von F.X.Fischer Beitrag anzeigen
    ....*viel gelaber*...
    Es handelte sich bei meinem Beitrag um eine Antwort auf diese Feststellung:
    Zitat von bicho Beitrag anzeigen
    Eine Bankrotterklärung und das Scheitern einer kommunistisch, sozialistische Militärdiktatur nach 53 Jahren Rückschritt und Chulodasein.
    Und wenn ein dritt-welt Land es in manchen Punkten (Kindersterblichkeitsrate/Analphabetenrate) schafft, mit dem reichsten und mächtigsten Land dieser Erde gleichzuziehen, dann kann ich da nun wirklich keinen "Rückschritt" sehen.
    Die USA haben hier eines der strengsten und am längsten andauernden Embargos etabliert - wussten Sie, dass, wenn Sie als Deutscher Geschäfte mit Kuba betreiben, Sanktionen zu befürchten haben: "Sanctions may also be applied to non-U.S. companies trading with Cuba".
    Für die wirtschaftliche Entwicklung ist das nicht sehr hilfreich, wenn nicht mal mehr Zigarren exportiert werden können.
    Im übrigen: Das Embargo wurde begründet mit dem Hinweis, "democratization and greater respect for human rights" zu fördern - damit könnte man ja auch über China - naja, lassen wir das.
  5. #34

    [QUOTE=esnike;9478763]
    Zitat von F.X.Fischer Beitrag anzeigen
    Es finden aber viele Gringos, trotz Embargos und mit Flugumweg über Kanada oder Mexiko, den Weg an die kubanischen Urlaubsstrände und in die alten kubanischen Städte. Und das, obwohl der Dollarumtausch in Kuba it 13% "Strafsteuer" nicht gerade billig ist (Euros tauscht man übrigens gebührenfrei, weil die EU kein Embargo verhängt hat). Auch finden viele Lateinamerikaner den Weg nach Kuba, um sich in den dortigen Kliniken von den sehr gut ausgebildeten Ärzten behandeln zu lassen. Und ganz nebenbei und jenseits von politischer Ideologie bemerkt: Auf Kuba sieht man trotz Armut, Reisebeschränkung und Gängeleien jede Menge gut gelaunte Menschen. Das ist allemal angenehmer als der Anblick der deuermiesepetrigen Panneköppe in der ach so reichen und freien BRD...
    Ich schätze die kubanischen Strände sind kein Verdienst Castros, oder? Und die Leute die das historische Flair in Kuba bewundern sollten mal registrieren dass diese Bauten vor Castro entstanden.

    Bei der ärztliche Versorgung die Sie ansprechen sollte man immer im Kopf behalten dass es in Kuba ein Zwei-Klassen-Gesundheitssystem gibt. Touristen und Parteifunktionäre bekommen die 1. Klasse und der nicht mit Devisen zahlende Einheimischen die 2.
    Hier können Sie mal lesen wie es in der 2. Klasse zugeht.
    Trinkwasserinitiative Viva con Agua de Sankt Pauli - Kubas Gesundheitssystem
    Und richtig. 1950 gab es in Kuba verglichen mit Florida eine schlechte Gesundheitsversorgung. Den Umkehrschluss dass es 2012 ohne Castro den Leuten auf Kuba schlechter gehen würde kann ich nicht nachvollziehen. Natürlich kann man den Leuten in einer Diktatur vorschreiben dass sie sich impfen lassen müssen. Während man in den USA sich selber entscheiden muss und eventuell dann die falsche Entscheidung trifft.

    Die gut gelaunten Menschen haben viele Ursachen. Eine davon ist dass man sich wenig Sorgen machen muss wenn man fast alles vorgeschrieben bekommt.

    Der Kubaner muss sich nicht sorgen wie er das Geld für eine Wohnung oder ein Haus zusammen bekommt. Er kennt es gar nicht anders als dass ein Amt ihm seinen Wohnort zuweist. Auch viele andee Stressfaktoren fallen einfach weg weil es weder Autos, Auslandsurlaub, iPhones, etc. gibt über die man sich Gedanken machen muss.
  6. #35

    Zitat von elgitano Beitrag anzeigen
    Cuba braucht mehr Kapitalismus - ist auf dem Weg, Europa braucht mehr Sozialismus - müssen wir noch mindestens bis zur nächsten Genaration warten
    Welche der DDR-Errungenschaften wollen Sie denn in D einführen?
  7. #36

    Zitat von sargeantangua Beitrag anzeigen
    Und wenn ein dritt-welt Land es in manchen Punkten (Kindersterblichkeitsrate/Analphabetenrate) schafft, mit dem reichsten und mächtigsten Land dieser Erde gleichzuziehen, dann kann ich da nun wirklich keinen "Rückschritt" sehen.
    Die USA haben hier eines der strengsten und am längsten andauernden Embargos etabliert - wussten Sie, dass, wenn Sie als Deutscher Geschäfte mit Kuba betreiben, Sanktionen zu befürchten haben: "Sanctions may also be applied to non-U.S. companies trading with Cuba".
    Sie verstehen Ursache/Wirkung offensichtlich nicht. Natürlich kann ich in einer Diktatur Menschen vorschreiben wie sie zu leben haben und beachtliche Resultate erzielen.

    Mütter die sich mit ihren Säuglingen regelmäßig beim Arzt vorstellen müssen werden langfristig zu einer niedrigeren Säuglingssterblichkeit führen.
    Und in Kuba gäbe es bestimmt auch keine Diskussion ob Schüler bei der Einschulung die Landessprache beherrschen müssen. Im Zweifelsfall beordere ich die Eltern abwechselnd jeden Tag von 18-21 Uhr in die Abendschule zum Integrationskurs bis das erwünschte Level erreicht ist. Manche Probleme ließen sich in einer Diktatur leichter lösen...

    Bezüglich des Embargos empfehle ich etwas Grundlagenstudium:
    "Zwar erkannte die US-Regierung die neue kubanische Regierung formal an, jedoch verschlechterten sich die Beziehungen schnell, nachdem Kuba das erste Agrarreformgesetz verabschiedete, das es erlaubte, den meist in US-Besitz befindlichen Großgrundbesitz zu enteignen. Die angebotene Entschädigung (basierend auf einer 20-jährigen Anleihe mit einem Zinssatz von 4,5 % auf den geschätzten Wert) wurde von den US-Investoren als unzureichend abgelehnt. Außerdem beunruhigte die US-Regierung die ab Ende 1959 als gesichert geltende Vertiefung der Sowjetisch-Kubanischen Beziehungen. 1960 eskalierten die Spannungen zwischen Kuba und den USA zu einem Wirtschaftskrieg. Jedes Mal, wenn die kubanische Regierung die Kontrolle über US-amerikanisches Eigentum übernahm, konterte die US-Regierung mit Gegenmaßnahmen, was am 19. Oktober 1960 in ein totales Exportverbot nach Kuba mündete.

    Trotz dieses Embargos sind die USA der viertgrößte Exporteur nach Kuba. Rund 7 % der kubanischen Importe stammen aus den USA (Stand 2009)."
    Embargo der Vereinigten Staaten gegen Kuba

    "Kuba zählte vor der Revolution, gemäß Pro-Kopf-BIP, zu den reichsten Ländern Lateinamerikas. Seine Infrastruktur, wie zum Beispiel das Verkehrs- und Telekommunikationsnetz, war auf dem modernsten Stand. Auch das Gesundheits- und Schulwesen konnte sich mit den Staaten der Ersten Welt messen.

    Im Unterschied zu früher werden seit dem Amtsantritt von Raúl Castro auch in offiziellen Diskursen der kubanischen Regierung, insbesondere vom Regierungschef selber, nicht mehr externe Umstände, wie US-Blockade oder ungünstiger Weltmarkt als Hauptursache der wirtschaftlichen Probleme genannt, sondern es wird mehr auf strukturelle Probleme der zentral gelenkten Staatswirtschaft verwiesen. Vor allem gelte es, Misswirtschaft und Korruption in den staatlichen Betrieben zu bekämpfen."
    Kuba

    Vielleicht sollten die europäischen Sozialisten mal den gegenwärtigen Diskurs in Kuba verfolgen wo man die langfristigen Folgen sozialistischer Wirtschaftspolitik offen diskutiert und nicht mehr nur externe Entschuldigungen sucht.

    Woran ist die DDR noch einmal zerbrochen?
  8. #37

    Journalismus

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Brüder Castro haben ein Einsehen:*Kubas staatliche Restaurants müssen schließen, schlechter Service und mieses Essen sollen bald der Vergangenheit angehören.*Schon entstehen überall auf der Karibikinsel private Lokale, ihre Besitzer bieten kreolische Saucen - vor allem aber können sie lächeln.

    Kuba: Viva la Gastro-Revolution! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise
    Journalismus wird nicht besser, wenn der eine Journalist vom anderen abschreibt.
    Die immer wieder aufgewärmte Geschichte von den ach so schrecklichen staatlichen (pfui) Restaurants in Kuba ist eines von vielen Beispielen dafür.
    Ich war in den letzten 20 Jahren mehrfach in Kuba und kann dazu folgendes aus 1. Hand und eigenen Erlebnissen berichten:
    1. Private Restaurants (Paladares) gibt es schon seit 20 Jahren und in großer Zahl auf der Insel.
    2. Die Qualität von staatlichen ebenso wie von privaten Restaurants ist sehr unterschiedlich (wie übrigens in Deutschland auch).
    Grundsätzlich zu behaupten, in staatlichen Restaurants wäre das Essen schlecht und die Bedienung unfreundlich, ist nichts anderes als hanebüchener Unsinn bzw. Propaganda.
    Ich habe in etlichen staatlichen Restaurants sehr gutes Essen mit einem Lächeln der sehr aufmerksamen Kellner serviert bekommen und zu den Klängen (nichtstaatlicher) ebenfalls sehr gut gelaunter kubanischer Musiker gespeist.
    3. Die überhebliche Art und Weise, wie sich immerwieder Vertreter eines Erste-Welt-Landes, das genug eigene Probleme hat, über die Schwierigkeiten eines Dritte-Welt-Landes mokiert, finde ich peinlich.
    Wer schon mal in einem durchschnittlichen Restaurant in Deutschland oder dem angrenzenden Ausland das Vergnügen (?) hatte, von nicht qualifizierten 400-Euro-Servicekräften nach mehrfacher Nachfrage bedient zu werden, der hat wenig Grund sich über Länder mit einem anderen Wirtschaftssystem lustig zu machen. Über die Qualität der bei uns angebotenen Lebensmittel aus der Massenproduktion brauche ich wohl nicht extra ein Wort zu verlieren...
  9. #38

    Zitat von drlabude Beitrag anzeigen
    Journalismus wird nicht besser, wenn der eine Journalist vom anderen abschreibt.
    Die immer wieder aufgewärmte Geschichte von den ach so schrecklichen staatlichen (pfui) Restaurants in Kuba ist eines von vielen Beispielen dafür.
    Ich war in den letzten 20 Jahren mehrfach in Kuba und kann dazu folgendes aus 1. Hand und eigenen Erlebnissen berichten:
    1. Private Restaurants (Paladares) gibt es schon seit 20 Jahren und in großer Zahl auf der Insel.
    2. Die Qualität von staatlichen ebenso wie von privaten Restaurants ist sehr unterschiedlich (wie übrigens in Deutschland auch).
    Grundsätzlich zu behaupten, in staatlichen Restaurants wäre das Essen schlecht und die Bedienung unfreundlich, ist nichts anderes als hanebüchener Unsinn bzw. Propaganda.
    Ich habe in etlichen staatlichen Restaurants sehr gutes Essen mit einem Lächeln der sehr aufmerksamen Kellner serviert bekommen und zu den Klängen (nichtstaatlicher) ebenfalls sehr gut gelaunter kubanischer Musiker gespeist.
    3. Die überhebliche Art und Weise, wie sich immerwieder Vertreter eines Erste-Welt-Landes, das genug eigene Probleme hat, über die Schwierigkeiten eines Dritte-Welt-Landes mokiert, finde ich peinlich.
    Wer schon mal in einem durchschnittlichen Restaurant in Deutschland oder dem angrenzenden Ausland das Vergnügen (?) hatte, von nicht qualifizierten 400-Euro-Servicekräften nach mehrfacher Nachfrage bedient zu werden, der hat wenig Grund sich über Länder mit einem anderen Wirtschaftssystem lustig zu machen. Über die Qualität der bei uns angebotenen Lebensmittel aus der Massenproduktion brauche ich wohl nicht extra ein Wort zu verlieren...
    danke. ihren (realistischen) beitrag ließt wahrscheinlich kaum einer
    aber keine sorge bald werden auch die kubaner ihr "jungfreuliches" oft echtes lächeln verlieren und sich gegenseitig belauern ob der nachbar seine neue blechdose (auto), Goldbarren, Aktien oder Häuser in 5 statt in 7 jahren abschuftet .. so wie es in unserer glücklichen "freien" marktwirtschaft deutschland ist

    aber solang es für verkniffene gesichter/falten cremes gibt was solls








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