Kritik von Christian Lindner: "FDP handelte stur wie ein Roboter"

dapdLiberale üben Selbstkritik - aber nur ein bisschen: Christian Lindner, Spitzenmann in NRW sagt, die FDP habe in Berlin nach der Bundestagswahl stur wie ein Roboter ihre Steuerpläne verfolgt. Ihn selbst treffe aber keine Schuld - obwohl er damals Generalsekretär der Partei war.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...830899,00.html
  1. #60

    Sieht leider so aus

    Zitat von jolip Beitrag anzeigen
    Hat Griechenland denn überhaupt eine zu niedrige Lebensarbeitszeit, ein, gemessen an den Preisen, zu hóhes Lohnniveau oder ist dass einfach nur unzutreffende Merkelpropaganda, welche zu Wahlkampfzwecken den deutschenn Michel erschrecken soll?
    MFG
    jolip
    Das war zwar nicht die Antwort auf meine Frage (ich würde in der Tat gerne den Artikel lesen, der die Warnung der Linken vor der Griechenlandkrise belegt), aber ich will trotzdem versuchen, ihre zu beantworten.
    Die griechischen Real(!)-Löhne sind von 2000-2008 um fast 40% gestiegen. Gleichzeitig hatte Griechenland 2008 ein Leistungsbilanzdefizit von fast 15% (jetzt immer noch 8%) des BIP. Das spricht in der Tat dafür, dass das Griechische Lohnniveau im Vergleich zum Ausland zu hoch war und anscheinend immer noch ist.
  2. #61

    Schwer zu finden

    Zitat von libertine^10 Beitrag anzeigen
    Das war zwar nicht die Antwort auf meine Frage (ich würde in der Tat gerne den Artikel lesen, der die Warnung der Linken vor der Griechenlandkrise belegt), aber ich will trotzdem versuchen, ihre zu beantworten.
    Die griechischen Real(!)-Löhne sind von 2000-2008 um fast 40% gestiegen. Gleichzeitig hatte Griechenland 2008 ein Leistungsbilanzdefizit von fast 15% (jetzt immer noch 8%) des BIP. Das spricht in der Tat dafür, dass das Griechische Lohnniveau im Vergleich zum Ausland zu hoch war und anscheinend immer noch ist.
    Hierzu Belege zu finden ist sehr schwer, da es die Linke in den entscheidenenden Jahren 1998 ff. noch nicht gab und die Vorgängerpartei PDS ab 2002 nur noch mit zwei Direktmandaten im Bundstag vertreten war.

    Was aber leicht zu finden war, dass die Mehrheit der CDU und FDP Abgeordneten sich für den Beitritt Griechenlands zum Euro ausgesprochen haben.

    Lohnerhöhungen zu benennen, ohne gleichzeitig die Preissteigerungen anzugeben, erscheint mir doch nicht seriös, denn im Endeffekt haben die Griechen ganz enorme Preissteigerungen zu verkraften gehabt, so dass es auch in Griechenland keine wesentliche Erhöhung der Reallöhne gegeben hat.
  3. #62

    Nominal sind die Löhne um 70% gestiegen

    Zitat von jolip Beitrag anzeigen
    Hierzu Belege zu finden ist sehr schwer, da es die Linke in den entscheidenenden Jahren 1998 ff. noch nicht gab und die Vorgängerpartei PDS ab 2002 nur noch mit zwei Direktmandaten im Bundstag vertreten war.

    Was aber leicht zu......
    1. Ich hatte eigentlich die Zeit direkt vor der letzten Bundestagswahl gemeint, da ich der These widersprochen habe, dass sich nach der Bundestagswahl finanzpolitisch nichts geänder hatte wie von "Rodelkönig" behauptet.

    2. Wie gesagt, die Reallöhne sind um fast 40% gestiegen. D.h. Wenn man die Nominallöhnen um die Inflation in diesen Jahren bereinigt, sind die Löhne um 40% gestiegen. Nominal sind die Löhne in Griechenland zwischen 2000 und 2008 um ca. 70% gestiegen. Wenn das einhergegangen wäre mit entsprechenden Produktivitätssteigerungen, dann wäre dagegen ja nichts zu sagen. Wenn das aber auf Pump geschieht, kann das eben auf Dauer nicht gutgehen. Niemand kann die Griechen dazu zwingen das Deutsche Schaffe-Schaff-Häusle baue-Konzept anzunehmen. Letztendlich können sie ja aus dem Euro austeigen und ihre Schulden nicht zurückzahlen, mit 50 in Rente gehen und weiterhin einen riesen ineffizientzen Beamtenapparat haben. Nur dann werden sie eben entsprechend wenig produzieren und da ihnen aus dem Ausland dann keiner mehr auf Pump Waren gibt, werden sie dann eben entsprechend weniger konsumieren können. Das steht jedem Land frei.