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Kritik vom Altkanzler: Helmut Schmidt kanzelt*Investmentbanker ab

"In die Scheiße geritten" haben uns die Investmentbanker laut Helmut Schmidt: Der Altkanzler findet deutliche Worte für die Manager und kritisiert die Entwicklung der deutschen Geldinstitute. Bestenfalls solle nur noch eine einzige Landesbank übrig bleiben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...774742,00.html
  1. #90

    stimmt

    Zitat von himmehargodsakrament Beitrag anzeigen
    Es geht nicht um das mehr verdienen, es geht darum um wieviel mehr noch Sinn macht! Niemand, auch nicht der Fahrer wird den Bankdirektor das 10fache Gehalt missgönnen. Aber bei 100-1000fach hört es einfach auf.
    insbesondere dann, wenn es sich bei den Managern auch um nichts anderes handelt, als um schlichte Angestellte der Firma. Sie kassieren und gehen, oder werden gegangen und verdienen dann noch viel mehr.
    Wären sie Besitzer, und würden mit ihrem Vermögen einstehen für Fehler die sie machen, könnte ich vielleicht noch für diese exorbitanten Summen Verständnis aufbringen.
    So aber geben sie nur ein mehr oder weniger langes Gastspiel, sahnen ab, und verdünnisieren sich.
    Niemand ist das 100-1000-fache mehr Wert, als der einfachste Angestellte einer Firma.
    Aber was reg' ich mich auf ..., ändern wird sich hier so schnell nichts mehr!
  2. #91

    Also...

    Zitat von syramon Beitrag anzeigen
    wär ja schlimm, wenn es so wäre.
    Nur Politiker sind nun mal Gewählt. Wähler, Banker und
    Lobbyisten nicht.
    Also tragen Polkitiker auch entsprechende Verantwortung.
    Wer wen da manipulieren könnte, war doch gar nicht
    das Thema.
    ....tragen Wähler, Lobbyisten und Banker keine Verantwortung ?

    Ich meine...so ein wenig mehr, als die über den üblichen menschlichen Egoismus hinaus, so für das Grosse und Ganze, die Gesellschaft und unser aller Zukunft ??
  3. #92

    Banker-Bashing

    Das Bashing ist ein bißchen zu einfach und führt doch an der Realität vorbei. Nicht die Banken sind Schuld, sondern die Politik! Der Verdacht kommt auf, dass Herr Schmidt nur mit polemischen Mitteln seinen eigenen Berufsstand verteidigen möchte. Klar verdienen Banker zu viel, aber das führt ja nicht zwangsweise zu Instabilitäten.
    Nein, das Problem ist die Handlungsunfähigkeit der Politik. Die aktuelle demokratische Politik-Form hat sich einfach nicht bewährt. Die Politik ist einfach nicht dazu fähig radikale Entscheidungen zu treffen und das System an der Wurzel zu ändern.
    Abstrakt ausgedrückt: Im Laufe der Zeit entwickelt sich unser alller Erkenntnisstand weiter (durch Wissenschaft/ praktische Erfahrungen). Aufgabe der Politik ist es, einen Rahmen zu schaffen, der dem aktuellsten Erkenntnisstand unserer Zeit wiederspiegelt. Mit der geringstmöglichen Verzögerungszeit. An dem Anspruch gemessen versagt die Politik, was man u.a. an der Staatsverschuldung und an der nicht-vorhandenen Bankenregulierung erkennen kann. (Der 1%-ige Leitzins für Banken ist doch nur ein Witz...)

    Womöglich können große Reformen nur im internationalen Kontext durchgesetzt werden, und in anderen Ländern, wie den USA ist der Drops noch nicht gelutscht. Vielleicht bringt der auf uns zu kommende Big-Bang ja endlich die nötige Einsicht.
  4. #93

    thor

    Zitat von himmehargodsakrament Beitrag anzeigen
    Es geht nicht um das mehr verdienen, es geht darum um wieviel mehr noch Sinn macht! Niemand, auch nicht der Fahrer wird den Bankdirektor das 10fache Gehalt missgönnen. Aber bei 100-1000fach hört es einfach auf.
    Nedmal der Schmidt kann rechnen, obwohl ihm die Ungleicheit wenigstens noch auffällt. Diese Scheißer verdienen durch steigende Staatsschulden mehrere Monatsgehälter in einer einzigen Stunde, also das Zigtausendfache eines Leiharbeitersklaven. Dafür gibt es keine Rechtfertigung, weder sein Erfolg, noch seine beschissene Ausbildung. Das besagen zum Beispiel die uralten Teilungsgebote der germanischen Stämme. Dieses Recht ist nicht einklagungspflichtig, sondern in Selbstjustiz einforderbar. Ich mach gerne die Drecksarbeit - aber nicht für peanuts und während diese Hurensöhne sich so abartig die Taschen füllen. Das sind die Ersten, die in meinem Arbeitslager landen. Zu gerechten Löhnen. Die können froh sein, wenn sie nicht gleich an der Wand landen. Zugegebenermaßen ist hier jeder 200. vom Baby bis zum Greis Millionär, diese Vermögen werden für den Schutz durch Autarkie vor der Globalisierung benötigt und wenn es sein muss, mit vorgehaltener Knarre abgezwungen. Die Währung zünden wir an und überlassen die Neue dann keinsfalls privaten Gierpratzen.
  5. #94

    Replik

    Zitat von Bernhard65 Beitrag anzeigen
    Das Grundübel am aktuellen Geschäftsmodell der Banken ist der Eigenhandel. Verbieten ist hier die einzige Möglichkeit. Sonst werden weiterhin Gewinne kapitalisiert oder an die Aktionäre ausgeschüttet und wenn es schief geht haftet der Steuerzahler oder die Verluste werden sozialisiert. Wollen wir das als Gesellschaft? Brauchen wir dieses Modell? Hat das Modell für die Gesellschaft einen Vorteil der die Nachteile überwiegt? Wir sollten hier konsequent werden und der Finanzlobby die Grenzen aufzeigen. Zurück zu den Wurzeln: Kundenaufträge ausführen - Kredite vergeben usw. aber keine Aufträge auf eigene Rechnung durchführen!

    Jedwede Vergabe von Kredit, auch an den besten Mittelständler, ist Eigenhandel, da die Bank auf eigene Rechnung und eigenes Risiko Geld vergibt. Da dieser Kredit nur schwer verkauft werden kann ist er insofern sogar riskanter als ein an der Börse handelbares Wertpapier.
  6. #95

    Erstmal nicht,

    Zitat von Gerixxx Beitrag anzeigen
    ....tragen Wähler, Lobbyisten und Banker keine Verantwortung ?

    Ich meine...so ein wenig mehr, als die über den üblichen menschlichen Egoismus hinaus, so für das Grosse und Ganze, die Gesellschaft und unser aller Zukunft ??
    denn es macht keinen Sinn, wenn der Fisch vom Kopf her,
    zu stinken anfängt.
    Erinnern wir uns, die grossen Verführer der Weltgeschichte,
    sind und waren stets Politiker.
  7. #96

    Kritik vom Altkanzler: Helmut Schmidt kanzelt*Investmentbanker ab Auf Thema antworte

    Zitat von syramon Beitrag anzeigen
    aber Schmidt macht den Fehler, Sündenböcke für
    seine eigene politische Klasse zu definieren.
    Da liegen m.E. die wahren Verursacher.
    Kriege, schwerste Verbrechen, Massenmorde werden
    von Politikern initiiert, nicht von Investmentbankern.
    Nicht richtig. Warum verkaufen "wir" Leopard Panzer nach Saudi-Arabien? Weil es die Politik will? Nein, weil es die Lobbyisten wollen! Warum verkaufen "wir" Patroulienboote nach Angola? Weil es die Politik will? Nein, weil es die Lobbyisten wollen! Die Lobbyisten sind die Konzerne, das Kapital, die Kapitalisten, die die den Politiker sagen was sie zu machen haben. Die die Gesetzestexte schreiben die von der Politik 1:1 umgesetzt werden. Die die wir zu bezahlen haben. Sie und ich und alle!
    Sparen Sie bitte nicht die Hauptverursacher aus.
  8. #97

    Kritik vom Altkanzler: Helmut Schmidt kanzelt*Investmentbanker ab

    Zitat von tito Beitrag anzeigen
    natürlich waren es nicht die Politiker. Die bösen Investmentbanker haben die Politiker regelrecht gezwungen, Kredite für ihre unbezahlbaren Wahlversprechungen aufzunehmen.

    Wahrscheinlich hat er etwas den Anschluß verloren - oder kommt wie anscheinend alle unsere Parteisoldaten nicht aus seiner Haut.

    Lassen wir ihn - und DIE ZEIT.
    Den hat er nicht, aber dafür andere!
  9. #98

    Löhne

    Jaja, da ist die wieder die Debatte über die Gehälter.

    Ein Beispiel:

    Bäcker Kunze hat eine Bäckerei, diese Bäckerei läuft sehr gut. Er setzt das Gehalt seines Chefbächermeisters Lampe auf 1 Mio € fest. Prompt gibt es im ganzen Dorf beschwerden. Wie könne es sein das der Metzger 50.000€ verdiene der Bäcker jedoch das zwanzigfache! So etwas geht nicht das muss gesetzlich verboten wird gefordert.

    Nun meine Frage: Ist es nicht die freie Entscheidung des Bäcker Kunze wieviel Gehalt er seinem Chefbäcker zugesteht? Er trägt schliesslich die Kosten für das Gehalt und niemand sonst. Was erlaubt sich jemand Außenstehendes dem Bäcker Kunze Vorschriften zu machen wie er sein Geld investiert? Undenkbar.

    Und genauso ist es mit den Bankengehältern. Wer zahlt die Gehälter? Ich? Sie? Nein die Bank ist es und von ihrem Quartalsgewinn wird das Gehalt abgezogen. Folglich ist es Entscheidung der Bank. Und wer ist die Bank? Die Aktionäre. Vertreten durch den Aufsichtsrat. Nur sie haben die Gehälter zu interessieren den von ihren Gewinn werden sie abgezogen und sonst von niemandem.
  10. #99

    Die Politik

    schafft es nicht dem unsäglichen Treiben Einhalt zu gebieten!
    Sie ist verantwortlich für das Desaster!!!
    Die Banker tun nur das was nicht verboten ist und nutzen im Zweifel unklare Regelungen für sich und ihre Zwecke aus.


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