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Kritik an Sozialen Medien: Es lebe die Verweichlichung

Das Internet macht dumm, es raubt uns unsere Seelen, es führt zu Verflachung und ständiger Ablenkung: Nun formuliert diesen Unsinn jemand, von dem man das nicht erwartet hätte: Der Chefredakteur der höchst Internet-affinen "New York Times". Eine Gegenrede von Christian Stöcker.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...763805,00.html
  1. #1

    Lieber verblöde ich mich im Internet selbst (Wkipedia) :-)

    als mich durch die Medien verblöden zu lassen.

    Das Internet kann übrigens nur nachhelfen, nicht erzeugen. Ein Basisstumpfsinn muss schon vorhanden sein, damit das Niveau sinken kann.
  2. #2

    Das Internet muss nicht dumm machen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Internet macht dumm, es raubt uns unsere Seelen, es führt zu Verflachung und ständiger Ablenkung: Nun formuliert diesen Unsinn jemand, von dem man das nicht erwartet hätte: Der Chefredakteur der höchst Internet-affinen "New York Times". Eine Gegenrede von Christian Stöcker.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...763805,00.html
    Da sollte sich der SPON auch selber mal n paar Gedanken zu machen.
    Denn ich stelle fest, der SPON ist nicht mehr das, was er einmal war.
    Vielleicht n bissel weniger Werbung über Hype-Produkte machen und stattdessen wieder seriösen Journalismus betreiben. Ich wäre Euch jedenfalls dankbar. :)
  3. #3

    Free Thinking, not think free ...

    Nein, die Verweichlichung ist nicht zu preisen. Was wir erleben ist ein permanenter Paradigmenwechseln, eine dynamische Neuausrichtung unserer Lebenswelten.

    Keller von der NYT scheint hier bereits seinen erstarrenden Gehirnstrukturen zum Opfer zu fallen und nicht in der Lage zu sein die neuen Herausforderungen und Härten des Lebens wahrzunehmen. Aber auch der Kritiker in SpOn schießt daneben, übersieht diese neuen Lasten für unseren Intellekt.

    Ob Rechenschieber, Taschenrechner oder Cloudcomputing, die Herausforderungen sind nicht die verwendeten Werkzeuge, sondern die Fragen, die damit beantwortet werden sollen und müssen. Die Leistungsfähigkeit der technischen Hilfen und des Internets machen es nicht einfacher die Antwort zu finden, denn die Ansprüche an die Antwort sind mitgewachsen.

    Was früher noch als summa cum laude prämiert wurde ist heute nur noch ein Plagiat. Was früher eine solide Lösung darstellte ist heute nur noch ein oberflächliches Konzept. Die Antworten müssen global tauglich sein, soziale und ökologische Normen erfüllen und uns selbst mit Befriedigung erfüllen. Arbeit ist kein Selbstzweck mehr, sie steht in gesellschaftlicher Verantwortung, globaler gesellschaftlicher Verantwortung.

    Das ist fern jeder Verweichlichung. Wer dies übersieht hat mindestens so große Scheuklappen wie der, der die Chancen der Veränderung ignoriert.
  4. #4

    Money, Money, Money

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Internet macht dumm, es raubt uns unsere Seelen, es führt zu Verflachung und ständiger Ablenkung: Nun formuliert diesen Unsinn jemand, von dem man das nicht erwartet hätte: Der Chefredakteur der höchst Internet-affinen "New York Times". Eine Gegenrede von Christian Stöcker.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...763805,00.html
    Wieso Unsinn? Der hat doch Recht. Diese sozialen Netzwerke dienen alleine dazu einsame Naivlinge abzuzocken. Von hoher Qualität sind diese Bindungen jedenfalls nicht. Dazu gehört mehr.

    Am Ende profitiert nur der Betreiber.
  5. #5

    Web 2.0 unsere Zukunft !

    Es ist so ein Nonsens, wenn jemand behauptet, dass das Internet dumm machen würde. Denn es sind diese Medien, die wirklich noch informieren, also Online-Zeitungen, Blogs und Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter & Co. Zudem sollte man bedenken, dass das Internet mittlerweile soviel Kraft aufbringt, dass ganze gesellschaftliche Umbrüche in die Wege eingeleitet werden können, wie es bei Tunesien der Fall ist. Vor allem Blogs kommt eine zentrale Rolle zu, wenn man bedenkt, dass diese im Gegensatz zu den klassischen Medien wie TV, Radio und Print keinen Sparzwängen unterliegen. Die deutsch-südafrikanische Bloggergemeinschaft "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" beispielsweise bietet eine ausgeprägte politische Bildungsarbeit an, die auf Deutschland und Südafrika spezialisiert ist: http://2010sdafrika.wordpress.com/. Eine Bildungslücke wird somit geschlossen. Fazit: Das Internet wird an Bedeutung zunehmen und TV, Radio und Print im Gegenzug an Bedeutung verlieren.
  6. #6

    Yo

    Mit ihrer Gegenrede haben Sie völlig recht.
    Allerdings gab es schon vor dem Buchdruck die Möglichkeit Dinge aufzuschreiben und das wurde schon damals von Sokrates (oder war es Aristoteles, mein Gedächtnis ist so schlecht und ich hab grad keine Lust es zu googeln) als erster Schritt zur Auflösung des Gedächtnisses kritisiert.

    Folgendes scheint mir allerdings der Fall zu sein:
    Online-Journalismus nimmt dem Schreiber die Fähigkeit, die Deutsche Grammatik sorgfältig anzuwenden. Da wird dann schonmal ein Verbindungswort vergessen, oder der Fall wird nicht angepasst, nachem man des Satz umgestellt hatte.
    Dafür muss ich aber auch nicht zum Kiosk gehen und Geld für den "Spiegel" ausgeben, um ihn zu lesen.
  7. #7

    Er wird doch nicht die Nerven verlieren ?

    Es gibt mittlerweile einige Kleinzeitungen
    (manche schon lang), die gar nicht anders
    existieren können als (nur) im Internet.
  8. #8

    Absurd

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Internet macht dumm, es raubt uns unsere Seelen, es führt zu Verflachung und ständiger Ablenkung: Nun formuliert diesen Unsinn jemand, von dem man das nicht erwartet hätte: Der Chefredakteur der höchst Internet-affinen "New York Times". Eine Gegenrede von Christian Stöcker..
    Zitat: Das Lamento über all die verlorenen Fähig- und Fertigkeiten entlarvt sich selbst als absurd, wenn man es noch ein bisschen weiter in die Vergangenheit treibt. Die wenigsten von uns können heute noch Körbe flechten, Brot backen oder mit Ochs, Egge und Pflug ein Feld bestellen - letzteres würde uns schon rein körperlich überfordern.
    Zitat Ende

    Gleich wie man zum Artikel der NYT steht, der Vergleich von C. S. ( Körbe flechten, Brot backen etc.) ist absurd.
  9. #9

    unselbständig?

    Die wenigsten von uns können heute noch Körbe flechten, Brot backen oder mit Ochs, Egge und Pflug ein Feld bestellen - letzteres würde uns schon rein körperlich überfordern.
    Traurig, wenn dem so wäre.

    Sollte dem so sein, dann stünde die Menschheit auf tönernen Füßen.

    Abhängig sein von einer arbeitsteiligen Gesellschaft ist sicher bequem, funktioniert aber nur so lange, wie die arbeitsteilige Gesellschaft bereit und in der Lage ist, Unterstützung für denjenigen anzubieten.

    Wenn man grundsätzlich nicht in der Lage ist, sein Leben selbst zu gestalten, sondern nur noch durch die Zuarbeit anderer, dann ist man ein "Parasit".

    Ich persönlich habe nichts gegen die neuen Kommunikationskanäle. Hauptsache, man lässt mich da raus. Ich halte es da mit dem Autor von Payback.








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