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Kritik an Sergio Marchionne: Der Fiat-Magier hat ausgezaubert
AFPSergio Marchionne genoss in Italien den Ruf eines automobilen Magiers - schließlich hat er mit der gelungenen Chrysler-Übernahme Fiat gerettet. Doch jetzt droht der Pakt mit seinen Landsleuten zu zerbrechen. Am Samstag muss der Fiat-Chef sogar bei Ministerpräsident Monti zum Krisen-Rapport antreten.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...857262,00.html
- #1 22.09.2012 06:42 von
Da hilft nur noch die Einführung der Lire
Die Einführung des Euros bewirkte zugleich eine Deindustrialisierung Italiens. Vor der Einführung des Euros hatte Italien die Lire immer abgewertet. Dieser Mechanismus ist nun abgeschaltet. Aber die wirtschaftlichen Notwendigkeiten abzuwerten sind halt immer noch da! Anstatt abzuwerten wird nun halt die Produktion abwandern. Wer dies nicht will, der muss zwangsweise die Lire einführen. FIAT ist ein anschauliches Beispiel, wie die Industrie in Italien allmählich wegen dieser fehlenden Abwertung an Wettbewerbsfähigkeit einbüsst. Da kann auch ein guter Manager wie Marchionne nichts mehr ausrichten.
- #2 22.09.2012 06:55 von
Die Frage
ist doch: wieso sollte man sich ausgerechnet einen Fiat kaufen?
- #3 22.09.2012 07:07 von
Wer braucht Fiat
Fiat ist sicher das "Auto", das niemand braucht. Das können die anderen alle mitmachen. Die exoten von Lancia und A. Romeo kauft kaum jemand und die Massenprodukte können m.E. alle anderen besser Es fehlen Innovationen und Alleinstellungsmerkmale.
- #4 22.09.2012 07:21 von
Autos kaufen keine Autos !
den Italienern, geht es wie allen Anderen auch - es wäre gut den
Bürgern in Italien und anderswo mal wieder Geld zu bezahlen um
sich ein Auto leisten zu können. Wie viel Arbeiter in einer Autofabrik können sich das erbaute Auto überhaupt noch leisten ?
Dank der grenzenlosen Gier Finanzhaie ist Kaufkraft bei vielen im Eimer. Nicht immer nur Banken retten die das Schlamassel angerichtet haben - jetzt sind mal die Bürger dran ! - #5 22.09.2012 07:28 von
- #6 22.09.2012 07:43 von
Mal abwerten, wie früher?
Offensichtlich ist Fiat mit dem derzeitigen Preis-Leistungsverhältnis (Modellpolitik, Verarbeitungsqualität etc) seiner Produkte im Vergleich zu VW etwa oder den koreanischen Herstellern etwas zu teuer. Jedenfalls nach Meinung der dummen, dummen Kunden weltweit. Italiens Kosten, darunter Löhne und Gehälter sind in Euro offensichtlich etwas zu hoch. Italien steckt in einer Rezession. Die Exporte des Landes schrumpfen saftig.
So und jetzt mal eine ganz dumme Frage: Warum wertet Italien seine Währung nicht ab? Wie früher immer. Sofort wäre Fiat relativ zu VW wieder wettbewerbsfähig (preislich zumindest). Aber Huch!!! – das geht ja gar nicht. Dann müssen Italiener und Spanier und Franzosen wohl damit leben, dass ihre Produkte innerhalb des Euro immer mehr an Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Willkommen Massenarbeitslosigkeit und verdeckte Arbeitslosigkeit (Fiat, Peugot, Seat sind natürlich zu groß, um sie fallen zu lassen). Was für ein Glück, dass das Geld im Garten der EZB in Frankfurt auf den Bäumen wächst. Deshalb wird alles nicht so schlimm. Es lebe der Euro! - #7 22.09.2012 07:46 von
Mit dem neuen 'cinquecento' hat FIAT bewiesen ...
... das "Fehler-In-Allen-Teilen" nicht nur nicht stimmt, sondern das die Turiner neben Retro auch Stil & Klasse draufhaben, der bei den Massen, insb. mit mittlerem und kleinerem Geldbeutel, hervorragend ankommen kann.
Mit dem 'Panda' haben die Turiner das leider nicht ansatzweise wiederholen koennen oder wollen, und der Billigplastikminimalismuslangweilcharme hat gegen die umfangreiche, hippe Konkurrenz, insb. finanziell aus Ostasien und Stilistisch aus D., kaum eine Schnitte.
Dazu hat nicht nur der "Nichtbenzinblut"-Marchione, sondern Kohorten von Designlangweilern wie Legionen von Finanztrotteln total versagt. - #8 22.09.2012 08:06 von
es reicht nicht schöne Autos zu bauen: der Service des
Konzernes ist miserabel, die Verkäufer z.B. in Frankfurt schauen auf Interessente arrogant von Oben herab, Kulanz scheint ein Fremdwort zu sein. Dagegen steht ein hübsches Autochen gegenüber. Noch ein FIAT? Nein, danke.
- #9 22.09.2012 08:22 von
stimmt
"Nichtbenzinblut" Marchionne hat es sogar geschafft, Alfa Romeo endgültig tot zu bekommen.
Ganze 2 Modelle hat die Marke noch - und tut im Gegensatz zu anderen legendären Marken absolut NULL für seine Image/Traditionspflege.
Alfa Klassiker Treffen in Italien geraten zur organisatorischen Katastrophe, weil die Marke die engagierten Fans völlig im Stich lässt und wer für seinen 15 Jahre alten Wagen ein Ersatzteil braucht, stösst auf völliges Desinteresse.
Das alles zeigt, wie wenig Verständnis die Verantwortlichen haben, dass das Drumherum viel ausmacht, ob man langfristig erfolgreich bleibt oder nicht.
Und wer sich gar nix aus Autos macht, der kauft heute gleich einen Koreaner, weil billiger und qualitativ besser.
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