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Kritik an Schweizer Nationalbank: Leidgenossen in der Franken-Falle

Die Schweizer Nationalbank gerät zunehmend*in die*Kritik. Obwohl sie bereits 200 Milliarden Franken in den Markt gepumpt hat, steigt der Franken-Kurs immer weiter. Experten fordern eine Obergrenze - und verweisen auf Erfolge in der Vergangenheit.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...782088,00.html
  1. #1

    .

    Kleiner Tipp an die Schweizer: statt den Franken an den Euro zu binden, schafft doch den Franken ab und führt den Euro ein, kann man sicherlich drehen.

    Dann habt ihr ganz andere Probleme.
  2. #2

    Spielgeld

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Schweizer Nationalbank gerät zunehmend*in die*Kritik. Obwohl sie bereits 200 Milliarden Franken in den Markt gepumpt hat, steigt der Franken-Kurs immer weiter. Experten fordern eine Obergrenze - und verweisen auf Erfolge in der Vergangenheit.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...782088,00.html
    1.-DM=0,90 Rappen also 2.-DM = 1,80 SF = 1.-€. Jetzt 1,10 SF = 1.-€ daran erkennt welches Spielgeld man uns angedreht hat.
  3. #3

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Schweizer Nationalbank gerät zunehmend*in die*Kritik. Obwohl sie bereits 200 Milliarden Franken in den Markt gepumpt hat, steigt der Franken-Kurs immer weiter. Experten fordern eine Obergrenze - und verweisen auf Erfolge in der Vergangenheit.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...782088,00.html
    Das ist ja so ne traurige Geschichte, die armen armen Schweizer bekommen mehrheitlich Kaufkraft geschenkt - das ist ja echt tragisch ... ich verstehe einfach nicht, wie man eine schwache Währung immer als absolutes non Plus Ultra darstellen kann, ohne darauf einzugehen, dass Deutschland 6 Jahrzehnte mit einer Hartwährung gut gefahren ist. Während Länder die nie eine harte Währung hatten heute auch über keine Konkurrenzfähige Industrie verfügen - siehe die ganzen Südeuropäischen Staaten, die heute trotz schwachen Euros Pleite sind.
  4. #4

    Zitat von idealist100 Beitrag anzeigen
    1.-DM=0,90 Rappen also 2.-DM = 1,80 SF = 1.-€. Jetzt 1,10 SF = 1.-€ daran erkennt welches Spielgeld man uns angedreht hat.
    Weil irgendein Depp eine teure Währung als "starke" Währung bezeichnet hat und jetzt jeder eine ganz toll starke Währung will.

    Vielleicht hätte man es umgekehrt machen sollen und eine billige Währung als "stark" definieren sollen, dann wäre die Reaktion genau andersherum...

    China macht derzeit übrigens genau das: Die Währung billig halten. Und die Wirtschaft brummt, was das Zeug hält. Soviel zum Thema "stark ist gut" und "schwach ist schlecht".
  5. #5

    also jetzt mal für mich als Hauptschüler...

    Die Schweiz, die ja auch zu einem Teil von Tourismus und Export lebt, macht beim Euro nicht mit, weil sie Angst hat, dass Resteuropa sie in den Keller zieht. Der Rest geht dann tatsächlich mal in den Keller und plötzlich kann sich keiner mehr die Schweiz leisten. Also druckt die Schweiz fix ein paar hundert Milliarden Alpentaler nach, damit die dann nichts mehr wert sind und die verarmten Eurostaatler sich im Skiurlaub wieder ein schweizer Taschenmesser leisten können...

    ... was aber irgendwie nicht funktioniert.

    Jetzt haben sie `ne gestiegene Inlandsinflation infolge Geldmengenerhöhung, Exportrückgänge, eine drohende Tourismusflaute... und alles nur, weil die da drüben so solide sind und die krisengebeutelten Finanzartisten daran natürlich teilhaben wollen...

    ALSO koppeln sie sich als letzte Rettung künstlich an den Euro, kämen aber natürlich nie auf die Idee da einzusteigen, denn DANN müsste man ja am Gesamtpaket mitzahlen...

    ... was vermutlich billiger käme als die Interventionen am Finanzmarkt...

    ??? *kopfkratz*
  6. #6

    .

    Zitat von idealist100 Beitrag anzeigen
    1.-DM=0,90 Rappen also 2.-DM = 1,80 SF = 1.-€. Jetzt 1,10 SF = 1.-€ daran erkennt welches Spielgeld man uns angedreht hat.
    1 Britisches Pfund 1970 etwa 4 DM, heute 1 Euro = 1,1284 GBP. Man das ist aber eine harte Währung der Euro.

    Alles nur Geschwätz...
  7. #7

    Zustimmung!

    Zitat von .Zerberus. Beitrag anzeigen
    Das ist ja so ne traurige Geschichte, die armen armen Schweizer bekommen mehrheitlich Kaufkraft geschenkt - das ist ja echt tragisch ... ich verstehe einfach nicht, wie man eine schwache Währung immer als absolutes non Plus Ultra darstellen kann, ohne darauf einzugehen, dass Deutschland 6 Jahrzehnte mit einer Hartwährung gut gefahren ist. Während Länder die nie eine harte Währung hatten heute auch über keine Konkurrenzfähige Industrie verfügen - siehe die ganzen Südeuropäischen Staaten, die heute trotz schwachen Euros Pleite sind.
    Ich habe solche Aufwertungssituationen schon zweimal erlebt. Jedesmal Konsternation und Weltuntergangsstimmung. Nach zwei Jahren war der Spuk jeweils vorbei und das höhere Niveau hatte sich eingespielt. Solche Druckperioden fördern die Innovation und Produktivität (wie im Uebrigen alle Knappheitssituationen). Ich denke etwa daran, dass das Schweizer Volk 1992 den Beitritt zum EWR abgelehnt hat. Nach Ansicht von Politikern und Wirtschaftsfachleuten stand die Schweiz kurz vor Verarmung und Untergang. Das effektive Ergebnis war ein gewaltiger Produktivitätsschub.

    Natürlich leiden arbeitsintensive Branchen, wie der Tourismus, zunächst unter der Aufwertung. Wenn dadurch aber das Niveau des Angebotes angehoben wird, dürfte sich auch hier längerfristig ein positiver Effekt bemerkbar machen.

    Die Schweiz erlebt schon seit einigen Jahren einen ungeheuren Wirtschaftsboom. Man sehe sich nur die Bautätigkeit an oder die massenhafte Zuwanderung ausländischer Artbeitskräfte, die alle problemlos einen Arbeitsplatz finden! Die Frankenaufwertung ist da durchaus eine willkommene Konjunkturdämpfung.
  8. #8

    Trotz

    Zitat von .Zerberus. Beitrag anzeigen
    Das ist ja so ne traurige Geschichte, die armen armen Schweizer bekommen mehrheitlich Kaufkraft geschenkt - das ist ja echt tragisch ... ich verstehe einfach nicht, wie man eine schwache Währung immer als absolutes non Plus Ultra darstellen kann, ohne darauf einzugehen, dass Deutschland 6 Jahrzehnte mit einer Hartwährung gut gefahren ist. Während Länder die nie eine harte Währung hatten heute auch über keine Konkurrenzfähige Industrie verfügen - siehe die ganzen Südeuropäischen Staaten, die heute trotz schwachen Euros Pleite sind.
    Ganz einfach. Deutschland ist trotz Hartwährung gut gefahren. Die sogenannte Hartwährung ist auch kein Produkt von Notenbanken, sondern eher eins einer starken Wirtschaft. Für Exportländer ist eine schwache Währung vorteilhaft, für Importländer eine Hartewährung. Da es in der Realität aber eher anders rum ist, werden beide Systeme angeglichen. Exportländer für den Export und Importländer für den Import bestraft. Wenn jetzt aber ein Exportland aber teurer exportieren muss, verdient es weniger.

    Kleines Beispiel.
    Import (Rohstoffe) = 25 ausl. Geldeinheiten
    Kosten der Produktion = 75 innl. Geldeinheiten
    Vekrauf = 100 ausl. G
    Gewinn/ Verlust = 0
    Kurs = 1:1


    Neuer Kurs. Ausl. zu Inl. = 2:1
    Import = 25 ausl. = 12,5 inl.
    Produktion = 75 inl.
    Verkauf = 100 ausl. = 50 inl.
    Verlust = -37,5 inl.


    Kursverfall Kurs: 1:2
    Import = 25 ausl. = 50 inl.
    Produktion = 75 inl.
    Verkauf = 100 ausl. = 200 inl.
    Gewinn = 75 inl.


    Was man hier dran sieht, ist das selbst bei Rohstoffimporten eine harte Währung für die Wirtschaft nicht so gut ist. (Sie aber damit leben können, ist ja eine starke Währung^^).
  9. #9

    .

    Zitat von .Zerberus. Beitrag anzeigen
    Das ist ja so ne traurige Geschichte, die armen armen Schweizer bekommen mehrheitlich Kaufkraft geschenkt - das ist ja echt tragisch ... ich verstehe einfach nicht, wie man eine schwache Währung immer als absolutes non Plus Ultra darstellen kann, ohne darauf einzugehen, dass Deutschland 6 Jahrzehnte mit einer Hartwährung gut gefahren ist. Während Länder die nie eine harte Währung hatten heute auch über keine Konkurrenzfähige Industrie verfügen - siehe die ganzen Südeuropäischen Staaten, die heute trotz schwachen Euros Pleite sind.
    Das muss man von Land zu Land differenziert betrachten. Was die Schweizer im Unterschied zu uns nicht haben, ist eine Großindustrie, die auf Gedeih und Verderb überleben muss weil überall Shareholder dahintersitzen. Was sie auch nicht haben, ist eine übermäßig starke rechtliche Position der Arbeitnehmer. Dort ist der Mittelstand im Prinzip alles, was da ist, und wenn die Unternehmer dort ihre Wahren nicht mehr ins Ausland loswerden, dann ist ganz schnell ein Heer von Arbeitslosen da, dass auch im Inland nicht mehr so super in der Lage ist, Riesenumsätze zu tätigen und Steuern abzudrücken.

    Das Schweizer Modell funktioniert solange super, wie es rund läuft, ist aber mal der Wurm drin, wirds ganz schnell kreuzgefährlich. Wenn nämlich kleine und mittelgroße Unternehmen ins Wanken geraten, versucht der Unternehmer zumindest selbst wirtschaftlich am Leben zu bleiben.

    Dass das Land im Grunde nix dafür kann und nur aus Versehen mit unter die Räder kommt, weil grad die ganzen Welt wahnsinnig wird, spielt da keine große Rolle.








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