APMüll sortieren, Biosprit tanken, Vegetarier werden - übertreiben es die Deutschen mit ihrem Ökofimmel? Aber sicher! Vor allem die Spezies der scheinbar modernen, naturbewussten Städter schadet der Umwelt mehr, als ihr lieb sein dürfte.
Öko-Fimmel schadet der Umwelt - SPIEGEL ONLINE
SUV oder Cayenne ist völlig egal, man sollte mal an jedes Ökomobil ein Schild ranpappen aus dem steht, wieviel km man fahren muss, um durch den Minderverbrauch die Energie der Fahrzeugherstellung reinzukriegen. Ich behaupte mal, es gibt wenig Ökologischeres als dass ich z.B. meinen 1971er Mercedes immer weiterfahre, betankt mit Minimum 100 Oktan-Treibstoff und Bleizusatz, egal was der hinten rausbläst - für die Umwelt gibt's nichts besseres! Und besser aussehen tut er sowieso.
Hat bei diesem Artikel etwa Herr Fleischhauer die Finger im Spiel... So bürgerlich-konservativ klingt es nämlich. Warum sind denn die Lohas so verhasst? Weil sie nämlich Recht haben und diese Erkenntnis dem Normal-Spiesser so weh tut, daß er nur noch mit Zynik antwortet. Weil sie vorleben, daß man trotz Genuss eines aufwändigen Lebenstils die Folgen nicht aus den Augen verliert. Was wäre denn wenn dieser Teil der Mittelschicht so leben würde wie früher? Der Vergleich mit der Rentnerin ist doch so hahnebüchen, dass es unseriös ist. Äpfel mit Birnen. Vergleichen Sie bitte den Footprint einer Lohas-Famile mit dem einer vergleichbaren "konventionellen" Familie der selben Einkommensklasse. Die deutsche Rentnerin ist ja auch noch "Ökosau" wenn man sie mit einem armen Inder vergleicht - einfach sinnlos so ein Vergleich.
Gerade wenn man einen hohen Lebensstandart beibehalten möchte, muss man nach Wegen suchen, daß man ihn sich auch moralisch leisten kann. Was erwartet Ihr denn, dass die Lohas den Grossteil ihres Einkommens spenden und dann leben wie Hartzer?
Ich warte nur noch darauf, daß hier im Forum noch der Hassbegriff "Gutmenschen" fällt. Lasst Euch Euren Hass mal auf Zunge zergehen, denn er führt zur dunklen Seite.
Ich habe schon vor längere Zeit die Erkenntnis gehabt, dass meine pure Existenz in der Wohlstandsgesellschaft dem Planeten schadet. Je weniger ich habe, desto weniger kann ich kaputt machen. Also, ist es das ökologisch Sinnvollste, ich danke gleich ab. Nicht nur von meinen Ämtern sondern überhaupt. Tschüß!
...wird es, wenn ich eines Tages mit dem Flieger nach Argentinien reise, der sich dafür ein paar Tonnen "Bio"-Treibstoff (kostbares Jatropha-Öl, gewonnen aus ein paar Tausend Hektar Ex-Regenwald, der bis vorgestern noch Regen produziert hat) durch die Turbine zieht, um mir dort das ebenfalls flugtechnisch importierte Obst aus Südtirol einzuverleiben.
Ein bisschen reisserisch und oberflächlich geschrieben, aber im Grunde eine schlüssige Beschreibung des bundesdeutschen Mainstreams zwischen Ökomöhren, Heßnatur und dem jährlichen Urlaub auf Gomera oder in Indien. Mit Weltverbesserung, geschweige nachhaltigem Lebensstil hat das wenig zu tun.
Solange sich mich keiner bekehren will, oder sich groß aufspielt anderen gegenüber, sind mir solche Leute wesentlich lieber als welche die mit dem gleichen Geld und Möglichkeiten sich keine Gedanken über die Umwelt machen. Also denn sozial Neid ein bisschen zurückstecken und sich denken das sie tun keinem weh.
Irgendwie kann man es ja auch mit der Bildzeitung und anderen Zeitungen vergleichen. Sie habe zwar die gleichen Möglichkeiten, aber die Bildzeitung hat mehr Leser und ich kann durch einen schlechten Artikel auch was falsch machen, also stelle ich meine Zeitung ganz ein, wäre nach dem Regeln der Autors die richtige Konsequenz.
Natürlich ist bei diesen Leuten, wie bei vielen auch, eine Weltanschauung vorhanden die Fehler aufweist, aber diese scheint bei dem Autor des Artikels auch zu sein, sonst würde er nicht auf Leute ein prügeln die sich ein bisschen Bemühen. Und genauso wie wahrscheinlich er sich über dei Lohas aufragt sich über diese stellt mit dem Artikel und seinen Büchern, regen die sich über Ihn auf.