APMüll sortieren, Biosprit tanken, Vegetarier werden - übertreiben es die Deutschen mit ihrem Ökofimmel? Aber sicher! Vor allem die Spezies der scheinbar modernen, naturbewussten Städter schadet der Umwelt mehr, als ihr lieb sein dürfte.
Öko-Fimmel schadet der Umwelt - SPIEGEL ONLINE
Während die 'echten' Antiökos selbstverständlich, wie man ja auch hier an den ersten Kommentaren bereits sehen kann, immer sachlich und wertfrei argumentieren.
Mehr, als wenn Sie 2 kg Chemie-Möhren kaufen und davon nur 1kg essen.
Dann vergiften Sie nämlich mit einem kg sich, mit dem anderen den Kompost und vorher schon beim Anbau den Boden.
Ein klares 3:0 für die Biomöhre, selbst wenn sie nur halb gegessen wird!
Aber wo ist denn, nur als kleines Beispiel für Ihren wert- und sinnfreien Agitprop, überhaupt der Beweis dafür dass die Bösenlohas immer 50% ihres Biogemüses wegschmeißen wie Sie unterstellen?
Und noch viel mehr Beispiele, wo er erst gar nicht anfängt.
Und was soll der umweltschutzgewillte Otto-Normal-Bürger der Meinung des Verfassers des Artikels tun? Wenn ausgewählt und überdacht konsumieren nichts bringt, kann ichs ja auch gleich bleiben lassen und mir und meinem Umfeld den Aufwand sparen, so kommt bei mir die Botschaft des Artikels an - lasst die Lohas mal schön so tun als würden sie was gutes tun, wenn sie das nicht selbst schnallen dass das nichts bringt...
Der Punkt ist doch, und auch das steckt in dem Artikel, es bringt an sich schon was - nur in Summe mit dem restlichen Konsumverhalten kürzt sich der Effekt wieder raus, aber he, steter Tropfen höhlt den Stein...
Und wenn ich schon nicht auf meine Urlaubsreise in die Karibik verzichten möchte kann ich doch wenigsten mit dem Kauf von Freiland-Eiern und Fleisch vom Biobauern aus dem Dorf in der Näher versuchen, einen winzig kleinen Beitrag zur Abschaffung von Legebatterien und Massentierhaltung zu leisten - ich denke, der Artikel vergleicht Äpfel mit Birnen, und jeder Schritt hin zu einer
Konsumkultur die sich mehr an Nachhaltigkeit und ökologischem Landbau orientiert als an bloßem Preiskampf ist doch ein Schritt in die richtige Richtung.
Vielleicht liegt aber das Problem auch ganz wo anders: Wie so schön gesagt, der Inhalt des Geldbeutels muss stimmen, wenn man "rein ökologisch" leben und kaufen möchte - schwingt da etwa der Neid mit? Oder der Frust, dass die oberen Zehntausend sich jetzt nicht mehr mit "mein Auto, mein Haus, mein Pferd" sondern schon mit "mein Einkaufskorb" vom Rest der Gesellschaft abgrenzen?
Fazit: Denkansätze und Kritik sind per se ja erstmal was gutes, aber bitte Alterativen bieten und nicht einfach happy bashing betreiben... Und ein annähernd verarmtes Rentnerdasein als Alternative zu präsentieren ist wohl wenig zielführend!
... nicht schimpfen - informieren und vergleichen (bzw. googeln).
Trotz Hubraum und Sportlichkeit sind die Motoren von BMW wesentlich umweltfreundlicher und energieschonender als der ein oder andere Wettbewerber, der kein sportliches Image pflegt.
Es dürfte zumindest nicht belegbar sein, dass der typische BMW-ler auf ÖKO pfeifft ;-)
Grob betrachtet gehöre ich auch zu der beschriebenen Gruppe der Lohas.
Durch Kaufentscheidungen Welt und Genuss zu retten kann nur sinnvoll sein bleibt aber seit es Bioprodukte gibt oft noch ein Versuch, Nachbesserungen sind gern gesehen.
Sehr gern hätte ich mich wie in der Subheadline angekündigt über Konsum-Fehler belehren lassen doch der Artikel scheint nur aus dem Bauch geschrieben zu sein und die wenigen "Fakten" sind weder wissenschaftlich noch erhellend.
Es geht um Prinz Charles ( lol ) und ein paar Klischeetypen aus Prenzlauer Berg.
Aus seinem Kiez heraus scheint der Autor nicht heraus gekommen zu sein und um harte Fakten mangelt es an allen Ecken und Enden.
Da wird tatsächlich der Verbrauch einer jungen reiselustigen Familie mit dem Verbrauch von alleinstehenden Senioren verglichen.
Muhhahahah ...
Man stelle sich vor die junge reiselustige Familie würde nicht auf Nachhaltigkeit achten. Wäre der Verbrauch dann immer noch höher als die der Lohas? Wohl kaum.
Die Headline verspricht Wissenschaft, der Inhalt ist nur ein flacher Abgesang an Klisdchees die ich selber auch lustig finde und nicht wirklich den Durchschnitt aller Bioladenkunden widerspiegelt.
Ich habe nichts gegen eine kritische Betrachtung der Thematik "Öko" und "Bio", aber wenn dieser Artikel die Qualität des Buches widerspiegelt, dann ist es rausgeworfenes Geld.
Es wird hier eine 100%-Haltung von den Lohas gefordert, d.h. wenn Öko dann auch richtig und ohne Kompromisse.
Eine interessante Denke.
Der, der sich Gedanken macht und versucht etwas zu ändern an bestehenden Missständen muss sich rechtfertigen für das was er macht bzw. warum er es nicht konsequent macht....
Und der, der den Hintern nicht hochbekommt nach dem Motto "Bringt doch nichts" oder "War schon immer so" legt gemütlich die Füsse hoch und macht sich lustig.
Sehr schön.
Auffällig ist an dieser Debatte, das hier der Sozialneid aus allen Zeilen quillt, insbesondere beim Autor...
Wenn nicht Menschen, die die finanziellen Möglichkeiten haben was zu ändern dieses auch tun und wenn es nur ein wenig ist, wer denn sonst?
Nein, heute trifft man diese Art Leute vor allem im Internet als neues Modell des alten "Hassbürgers".
Er/Sie rümpft verächtlich das Näschen, wenn einer kein Fleisch essen will oder aufs Auto verzichtet, und weiß mit der Überheblichkeit der unheilbar Dummen 150% genau, dass es so wie er/sie alles macht das absolut Großartigste und Richtigste ist, und jeder der von dieser Norm abweicht ein ganz pöser, verlogener und dummer Untermensch, sprich ein "Öko" ist.
In diesem Glauben zu verharren und ihn mit Inbrunst zu verteidigen ist sehr schön, denn man findet immer gleichgesinnte Claqueure und Jubelperser und erspart sich außerdem das Nachdenken, welches mit einem darin untrainierten Organ große Schmerzen verursacht.
Erst, wenn man die jährliche Stromabrechnung in der Hand hält, und sich fragt, warum man mittlerweile immer mehr Geld für immer weniger Leistung (oh, das passt ja sogar) ausgeben muss, fängt man eventuell mal an darüber nachzudenken, ob man nicht vielleicht im Flur, im Keller oder Bad die alte 60 Watt Glühlampe gegen eine Energiespar- oder LED-Leuchte austauschen könnte. Ohne sich dabei wie ein Umweltretter oder Ökofuzzy zu fühlen.
Genau das habe ich nach der letzten Jahresabrechnung von EON gemacht. 10 x LED-Spot gegen 10 x 40 bis 60 Watt. Nur für mich. Nicht für die Welt, nicht für Claudia Roth, nicht für den Atomausstieg.
Der nächste Schritt wird sein, dass wir das Fleisch für den Wochenendbraten, und die Kartoffeln, das Gemüse auf dem örtlichen Wochenmarkt vom örtlichen Gemüsebauern und aus dem örtlichen Stall kaufen. Das ist nicht wirklich teurer, wenn man wieder die Menge kauft, die man auch verbraucht! 80 Kilo Lebensmittel schmeisst jeder von uns jedes Jahr weg. Warum? Weil es so billig ist und der einzelne Wegwerfvorgang damit nicht zum Nachdenken anregt. Ich für meinen Teil hasse das.
Ich für meinen Teil kann das ändern. Ich bestimme, wo ich was wann kaufe, konsumiere. Ich mache das nicht, um ein Vorbild zu sein. Ich mache es für mich. Für meine Familie.
Es fängt immer mit mir an. Nicht mit dir oder Euch. Mein Zeigefinger, der auf Lohas oder wen auch immer deutet, wird für mein Leben nichts ändern. Nur ich kann das und tue das.
Du auch?
LGL