Kritik an Merkel: Eingemauert in der Macht

Erst das Hickhack in der Euro-Krise, dann das NRW-Desaster: Jetzt knöpfen sich auch CDU-Politiker Angela Merkel vor. Aber kann die Kritik der Kanzlerin ernsthaft gefährlich werden? Politologe Gerd Langguth über die kleine Revolte - und warum es 2011 für die Parteichefin um alles gehen könnte.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...694437,00.html
  1. #1

    Merkel

    merkel wird nicht durch die CDU in Gefahr kommen. Die Gründe werden in dem Artikel gut beschrieben.
    Sie wird dann mächtig ins Schwitzen kommen, wenn sich rechts von der CDU eine neue politische Kraft bildet. Diese wird nicht nur viele enttäuschte CDUler ansprechen, sondern auch das darstellen, was die LINKE für die SPD geworden ist. Dann wird die CDU schon jubeln, wenn sie noch Ergebnisse knapp über 20 % einfährt.
  2. #2

    Merkel

    wird irgendwann zum Sündenbock gemacht,das war mir schon
    immer klar.
  3. #3

    Kritik an Merkel: Eingemauert in der Macht

    Zitat von GerwinZwo Beitrag anzeigen
    merkel wird nicht durch die CDU in Gefahr kommen. Die Gründe werden in dem Artikel gut beschrieben.
    Sie wird dann mächtig ins Schwitzen kommen, wenn sich rechts von der CDU eine neue politische Kraft bildet. Diese wird nicht nur viele enttäuschte CDUler ansprechen, sondern auch das darstellen, was die LINKE für die SPD geworden ist. Dann wird die CDU schon jubeln, wenn sie noch Ergebnisse knapp über 20 % einfährt.
    Richtig erkannt. Die CDU hinkt der SPD lediglich ein bis zwei Wahlperioden hinterher. Mit dem 5 Parteiensystem, das sich in Deutschland etabliert, ist es wie mit dem Prinzip der kommunizierenden Röhren. In Bälde werden alle irgendwo bei 20 % liegen.
  4. #4

    Back to the roots

    Eine kurzfristige Erosion der Partnerschaft CDU / Merkel wird es nicht geben; aber langfristig ist diese bereits seit Jahren vorhanden. Der Verfasser erkennt mit Recht, dass mit dem CDU Vorsitz unter Merkel die CDU als Landes- und als Bundespartei ständig Wähler verliert; krass bei der letzten BTW an die FDP. Merkel berücksichtigt bei ihrer Machtpolitik nicht die historischen Bindungen der CDU. Die CDU sieht sich als Nachfolger der Zentrumspartei, welche bereits 1870 gegründet wurde. Die Vorläuferorganisationen der Zentrumspartei beriefen sich bereits auf einen Konservatismus katholischer und rheinischer Prägung. Adenauer und Kohl haben in Ihrer Politik diese Wurzel nie vergessen und regierten zusammen 30 von 60 Jahren Bundesrepublik. Dass die CDU nach der Wiedervereinigung sich für die Wähler in den neuen Bundesländern öffnen muss, ist nicht unbedingt gegeben; die Politik steht zur Wahl, keine Religion, keine Wirtschaftsanschauung etc; es ist das Ganze, was den Wähler veranlasst, das Kreuz da oder da zu hinterlassen. Wer aber diese Wurzeln als Parteivorsitzende ignoriert, mutiert trotz 8 Jahre Regierungsverantwortung nur zu einer Randnotiz der Geschichte.
  5. #5

    Weimar ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erst das Hickhack in der Euro-Krise, dann das NRW-Desaster: Jetzt knöpfen sich auch CDU-Politiker Angela Merkel vor. Aber kann die Kritik der Kanzlerin ernsthaft gefährlich werden? Politologe Gerd Langguth über die kleine Revolte - und warum es 2011 für die Parteichefin um alles gehen könnte.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...694437,00.html
    Sind 2011 nicht Landtagswahlen in Baden-Württemberg?
  6. #6

    Kuckucksei

    Den Wulff können sie getrost als Prinzen streichen. Durch das Kuckucksei namens Özkan, das ihm von der Kanzlerin (in weiser hinterlistiger Voraussicht) ins niedersächsische Nest gelegt wurde, wird der sich nicht wieder erholen. Bei der NRW-Wahl war wohl der interessanteste Aspekt der, das die Mehrheit derer, die diesmal nicht mehr CDU gewählt haben nichr mehr zur Wahl gegangen sind. Warum wohl? Weil es rechts der CDU (noch) keine wählbare Partei gibt. Darüber sollte sich die CDU den Kopf zerbrechen. Frau Merkel ist schon heute Geschichte.
  7. #7

    Schreibtischregieren

    ja, wenn Frau Merkel des öfteren mal die praktische Seite
    des Lebens kennengelernt hätte, wie die Arbeit am Fließband eines Industrieunternehmens oder den Geruch eines Kuh- oder Schweinestalles, sowie das Dröhnen von Hobelmaschinen eines Tischlerbetriebes oder Motorengeräusches einer Autowerkstatt, sähe ihr regieren anders aus. So sieht es mehr nach Schreibtischregieren aus
  8. #8

    Langguth ist CDU-ler..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erst das Hickhack in der Euro-Krise, dann das NRW-Desaster: Jetzt knöpfen sich auch CDU-Politiker Angela Merkel vor. Aber kann die Kritik der Kanzlerin ernsthaft gefährlich werden? Politologe Gerd Langguth über die kleine Revolte - und warum es 2011 für die Parteichefin um alles gehen könnte.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...694437,00.html
    ... und hat natürlich keine objektive Sicht. Er ist Merkel-
    Befürworter auch dann noch wenn alle Fakten gegen sie sprechen. Sein Interview in der StZ vom 10.5.2010 gipfelt in zwei gravierenden Fehleinschätzungen:

    1. Hält er ihr Griechenland-Management für praktisch alternativlos (!!!) und nicht zögerlich.

    2. Behauptet er: "Merkel bleibt in ihrer starken Position".
    (Weil es zu ihr 'keine personelle Alternative' gäbe)

    So was kann sich schnell ändern. Man braucht nur das Wort 'alternativlos' mit 'perspektivlos' übersetzen, dann sieht die Lage ganz anders aus.

    und 3. Sieht er auch noch ihren Wunschpartner WW 'fest im Sattel' (!!!!).
    Da lachen ja die Hühner.

    Sie wird keine 3 1/2 Jahre politisch überleben. So lange kann man nichts aussitzen. Sie hat ja bisher noch nicht einmal bewiesen, daß sie regieren kann. Will sie so weitermachen?
  9. #9

    Langguth ist CDU-ler..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erst das Hickhack in der Euro-Krise, dann das NRW-Desaster: Jetzt knöpfen sich auch CDU-Politiker Angela Merkel vor. Aber kann die Kritik der Kanzlerin ernsthaft gefährlich werden? Politologe Gerd Langguth über die kleine Revolte - und warum es 2011 für die Parteichefin um alles gehen könnte.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...694437,00.html
    ... und hat natürlich keine objektive Sicht. Er ist Merkel-
    Befürworter auch dann noch wenn alle Fakten gegen sie sprechen. Sein Interview in der StZ vom 10.5.2010 gipfelt in zwei gravierenden Fehleinschätzungen:

    1. Hält er ihr Griechenland-Management für praktisch alternativlos (!!!) und nicht zögerlich.

    2. Behauptet er: "Merkel bleibt in ihrer starken Position".
    (Weil es zu ihr 'keine personelle Alternative' gäbe)

    So was kann sich schnell ändern. Man braucht nur das Wort 'alternativlos' mit 'perspektivlos' übersetzen, dann sieht die Lage ganz anders aus.

    und 3. Sieht er auch noch ihren Wunschpartner WW 'fest im Sattel' (!!!!).
    Da lachen ja die Hühner.

    Sie wird keine 3 1/2 Jahre politisch überleben. So lange kann man nichts aussitzen. Sie hat ja bisher noch nicht einmal bewiesen, daß sie regieren kann. Will sie so weitermachen?