Kritik an Merkel: Eingemauert in der Macht

Erst das Hickhack in der Euro-Krise, dann das NRW-Desaster: Jetzt knöpfen sich auch CDU-Politiker Angela Merkel vor. Aber kann die Kritik der Kanzlerin ernsthaft gefährlich werden? Politologe Gerd Langguth über die kleine Revolte - und warum es 2011 für die Parteichefin um alles gehen könnte.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...694437,00.html
  1. #50

    Nicht allein Merkels Verdienst

    Zitat von idealist100 Beitrag anzeigen
    Ich bin zwar kein cduler noch ein merkler, aber sie moderiert perfekt. Sie hat die spd auf 24 % moderiert, die 14 % fdp auf 7 % in nur 6 Monaten moderiert, die nächste option werden die grünen sein mit Anfangs 15 % werden die auch auf 7 % moderiert dann haben wir 2017 und sie geht mit einer abgewrackten 22%cdu und gigantischer Inflation, Verschuldung und Geldentwertung in den Ruhestand und überlässt das Feld entweder einem RECHTS- oder LINKS- Populisten um die Strassenkämpfe einzudämmen. Bitte speichern und 2016-2018 rausholen.
    Also bei den meisten Punkten pflichte ich Ihnen ja bei. Aber die Behauptung, dass Merkel die FDP von 14% auf 7% moderiert hat, kann ich so nicht stehen lassen. Diese wurde nämlich von Guido Pflaume von 14% auf 4% runterpolemisiert, dank unsachlicher Beschuldigungen gegenüber den schwächeren Teilen der Bevölkerung, Beschuldigungen, die viel besser zu Leuten wie Guido Pflaume selbst gepaßt hätten.
    Merkel hat dann die FDP von 4% wieder auf 7% hochmoderiert. Leider. Denn das war wirklich schlecht von ihr. Sie hätte sie auf 2% zusammenstauchen sollen. Dann würde die CDU auch wieder auf 49% kommen.
  2. #51

    Voll okay

    Zitat von Stefan Albrecht Beitrag anzeigen
    Merkel verhält sich durchaus klug in der aktuellen Situation. Sie sagt einfach gar nichts öffentlich und ist daher auch nicht angreifbar, obwohl sie noch weniger tut als sie sagt.
    Zudem hat sie innerhalb der CDU keine wirkliche Konkurrenz. Wer könnte denn ihren Posten als Kanzler(in) gefährden? Radikale Windeier wie Roland Koch oder auch Christian Wulff, der zwar auch nichts sagt aber über alle Erträglichkeitsgrenzen schwiegersohnmäßig wirkt? Oder die ganzen Leute aus der 2ten Reihe, die mehr oder wenig deklarierte Nebeneinkünfte, also potentiell Dreck am Stecken haben wie z. B. Pofalla?
    Nein, wie der Artikel richtig anmerkt, ist der Wähler Merkels größte Gefahr, die aber ihrerseits von der wirklich dahintersteckenden Gefahr hervorgerufen wird: Und die heißt: Koalition mit der Windbeutelpartei FDP die absolut unfähig ist, der Situation gerecht werdende, realitätsnahe Politische Ideen anzustoßen und nur noch mit dem Finger auf andere Parteien zeigen kann, mit der Absichtdiese mit irgendwelchen fiktiven Anschuldigungen zu diskreditieren. Die FDP betreibt absolut verantwortungslose Politik und zieht die ganze Regierung bei der Wähleransicht in den Keller. Wenn Merkel nciht absaufen will, muß sie diese Koalition beenden und entweder auf Rot Schwarz bauen oder aber schleunigst Neuwahlen ausrufen, bei denen dann die CDU vielleicht wieder stärker wird und die FDP froh sein muss, wenn sie Anhängsel spielen darf.
    ...

    Ich war kein Anhänger dieser Apparatschika, ich bin keiner und werde nie einer werden. Was ihr allerdings im Rahmen der aktuellen Krise vorgeworfen wird, ist sowas von daneben. Einmal die Erwartung hektischen Handelns. Warum? Weshalb? Wieso? Es geht um Milliarden an Steuergeldern, da ist ja wohl ein gründliches Hinterfragen und Nachdenken angezeigt, oder?
    Letztlich wird durch solche Maßnahmen vor allem die Finanzindustrie beruhigt. Wozu? Es sollten doch wohl eher die Bürger und das Miteinander im Eu-Raum im Mittelpunkt stehen. Auch dies erfordert sorgfältige Überlegungen und genaue Abstimmung. Was Zeit und Ruhe erfordert.
    Schließlich die Wortkargheit. Es wird doch eh schon viel zu viel schwadroniert. Soll doch nur gesagt werden, was ausdiskuttiert und eindeutig ist, alles andere stiftet doch nur Verwirrung. Zumal in einer Öffentlichkeit, der, je nach Interessenlage, viel vorgeschwätzt wird.
    Also sowohl in der Lehman-, als auch jetzt in der EU-Krise hat sich unsere Apparatschika völlig okay verhalten.
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  3. #52

    guter beitrag. natürlich von einem "externen"

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Politologe Gerd Langguth über die kleine Revolte
    ein kleiner hinwei auf die sendung hr der tag vom vergangenen montag: muttertag war gestern . wird ab heute regiert?

    http://mp3.podcast.hr-online.de/mp3/...g_20100510.mp3

    die die analyse noch um ein paar grade erweitert: sabine adler erklärt, warum nan mama merkel persönlich kennen muss, um sie zu verstehen, der leitende redakteur der wirtschaftswoche erklärt, warum die fdp so etwas wie ein zahnloser blinddarm der koalition und guido zur lachnummer seiner früheren fans geworden ist - und die merkelsche in wahrheit die wahl gewonnen (sic!) hat - und der unverzichtbare peter zudeick, warum morgen auch nicht regiert wird ...

    früher sind kanzler morgens aufgestanden und wahrscheinlich haben als erstes gesagt: "heute wird die welt regiert!". muttchen steht auf und hat morgens migräne, mittags keinen plan und ist abends froh, daß der tag rum ist, ohne daß jemand bemerkt, daß sie als fdj-sekretärin für bürokratische ablegearbeiten vielleicht brauchbar, als kanzleröse aber ein fehlbesetzun ist:

    richtige kanzler sagen solche sachen wie "Alles wird gut" und arbeiten dann daran. sie kreischen auf jeden fall nicht "oh g*tt*g*tt das schiff könnte untergehen".

    richtige kanzler wissen das. nur muttchen scheint das nicht bei der fdj gelernt zu haben.
  4. #53

    Nicht klar gesagt von mir

    Zitat von rabenkrähe Beitrag anzeigen
    ...

    Ich war kein Anhänger dieser Apparatschika, ich bin keiner und werde nie einer werden. Was ihr allerdings im Rahmen der aktuellen Krise vorgeworfen wird, ist sowas von daneben. Einmal die Erwartung hektischen Handelns. Warum? Weshalb? Wieso? Es geht um Milliarden an Steuergeldern, da ist ja wohl ein ....
    In der Tat könnte man meinen Beitrag auch als sarkastisch im Hinblick uaf das Schweigen Merkels sehen.
    Aber eigentlich sehe ich's wie Sie, auch wenn es vielleicht nicht so klar aus meinem Beitrag zu entnehmen ist.
    Es wird in der Tat zu viel schwadroniert und das stört auch mich enorm.
    Der Wähler kann und will es auch nicht gutheißen, wie man an der SPD zu Zeiten Kurt Becks gesehen hat, der jeden Tag eine neue Haltung verkündet hat, die am nächsten Tag von der gegenteiligen ersetzt wurde.