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Kritik an Finanzindustrie: Politiker erklären Banken zum Staatsfeind
Geldhäuser zerschlagen, Zocker hart bestrafen:*In seltener Eintracht knöpft sich die Politik*die*Finanzindustrie vor, selbst die FDP scheint sich mit der weltweiten Anti-Banken-Bewegung zu solidarisieren.*Der Staat will so*Stärke signalisieren, doch der neue Kurs*ist populistisch - und*riskant.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...792058,00.html
- #510 18.10.2011 18:18 von
erzwungener Titel-warum eigentlich
Na ja, dagegen spricht alleine die kleine Tatsache, das Gewinne nicht ausgeschüttet werden
Bsp Microsoft: 20 MRD in der Kriegskasse
Sitzt er in der Schweiz zahlt er dort fast keine SteuernDann ginge es "nur noch" darum festzustellen, wo denn jemand seinen Lebensmittelpunkt hat, auf dass er dort seine Steuern bezahlt - egal, von wo auf der Welt ihm das Einkommen zufließt.
(üblich: 5 fache Jahresmiete des bewohnten Objektes), egal wieviel er verdient
Schon mal was von Lohndruck gehört?Sitzt der Eigentümer im Ausland, brauchten die Arbeitnehmer viel weniger Skrupel zu haben hohe Gehälter zu fordern ...
Glauben Sie etwa, ein Unternehmer in der Schweiz zahlt in Deutschland höhere Löhne wie dasselbe Unternehmen bei dem der Chef in Deutschland wohnt?
Wie gesagt, wenn es 10.000 Arbeiter einer Branche gibt funktioniert individueller Lohnzuwachs in einem ausländischen betrieb nicht da es genug Menschen gibt die für normale Gehälter arbeitendas Gehört das Unternehmen "nur" einer Person oder einer Stiftung, besteht viel weniger Anlass zur Lohnzurückhaltung als bei einer AG in breitem Publikumsbesitz.
NeinSo wäre das Problem handhabbar - innerhalb des internationalen Wettbewerbs, innerhalb des Kapitalismus, aber ohne postsozialistische Klassenkampfparolen.
Die einzige Möglichkeit ist Steueroasen austrocknen! - #511 18.10.2011 18:19 von
Wenn Sie - wie von Ihnen angekündigt - Unternehmen steuerfrei stellen, dann verhindern Sie zwar die Hinterziehung bzw Verschleierung von Unternehmensgewinnen, im Gegenzug würden jedoch Arbeitnehmergehälter in astronomische Höhen schießen müssen, um das Fehl an Steuereinnahmen woanders zu ersetzen.
Jetzt argumentieren Sie wie folgt:
Wer keine Unternehmenssteuern zahlt kann mehr Löhne bezahlen
Alles in sich logisch, mit 4 von Ihnen nicht beachteten Folgen
1: arbeitsintensive Produkte werden verlagert
2: Arbeitnehmerüberschuss, Folge Lohndruck (und EU weit freie Arbeitsplatzwahl)
Es wird immer jemanden geben der bereit ist für weniger zu arbeiten
3:Letztendlich füllt Ihre Wunschvorstellung die Kriegskasse eines Unternehmens, der Zugewinn wird nie voll an die Beschäftigten weitergegeben
4: sie würgen Investitionen ab, schließlich wirkt sich das nicht steuermindernd aus
[quote]
Und bitte lernen Sie:Bitte lernen Sie: letztlich zahlt immer alle Kosten eines Produkts der Endverbraucher. Da Firmen niemals als Selbstzweck existieren, werden sie also immer alle Kosten weitergeben - entlang der ganzen Wertschöpfungskette bis ans Ende.
Ihre Gedanken-in Teilen nachvollziehbar sind unausgegoren und würden nur dann ansatzweise funktioeren wenn man alles umstellt
Und als zweites:
Es geht nicht darum, ob der Endverbraucher alles bezahlt, sondern es geht darum, das Teil einer Wertschöpfungskette eben Unternehmenssteuern sind.
Und wenn nicht jedes Unternehmen im Schnitt 25% Steuern bezahlt, dann reichen die Staatseinnahmen eben nicht für Kindergärten, Starßen Schulen etc aus.
Und ein Unternehmen, welches sich den Abgaben trickreich entzieht belastet die anderen mit Mehrsteuern - #512 18.10.2011 19:03 von scoolodie
Es geht noch besser!
[QUOTE=happy2009;8946124]Wenn Sie - wie von Ihnen angekündigt - Unternehmen steuerfrei stellen, dann verhindern Sie zwar die Hinterziehung bzw Verschleierung von Unternehmensgewinnen, im Gegenzug würden jedoch Arbeitnehmergehälter in astronomische Höhen schießen müssen, um das Fehl an Steuereinnahmen woanders zu ersetzen.
Jetzt argumentieren Sie wie folgt:
Wer keine Unternehmenssteuern zahlt kann mehr Löhne bezahlen
Alles in sich logisch, mit 4 von Ihnen nicht beachteten Folgen
1: arbeitsintensive Produkte werden verlagert
2: Arbeitnehmerüberschuss, Folge Lohndruck (und EU weit freie Arbeitsplatzwahl)
Es wird immer jemanden geben der bereit ist für weniger zu arbeiten
3:Letztendlich füllt Ihre Wunschvorstellung die Kriegskasse eines Unternehmens, der Zugewinn wird nie voll an die Beschäftigten weitergegeben
4: sie würgen Investitionen ab, schließlich wirkt sich das nicht steuermindernd aus
Soeben meldete man in den Nachrichten, dass die arme ausgeblutete hungerleidende Firma Porsche/Leipzig auf Subventionen des Staates spekuliert, um das neue Werk bauen zu können. Wenn dann die Nobelkarossen vom Band laufen, wird doch der Staat sein Geld pro Stück Autochen zurück erhalten ? Oder ob ich mich da irre?
Und bitte lernen Sie:
Ihre Gedanken-in Teilen nachvollziehbar sind unausgegoren und würden nur dann ansatzweise funktioeren wenn man alles umstellt
Und als zweites:
Es geht nicht darum, ob der Endverbraucher alles bezahlt, sondern es geht darum, das Teil einer Wertschöpfungskette eben Unternehmenssteuern sind.
Und wenn nicht jedes Unternehmen im Schnitt 25% Steuern bezahlt, dann reichen die Staatseinnahmen eben nicht für Kindergärten, Starßen Schulen etc aus.
Und ein Unternehmen, welches sich den Abgaben trickreich entzieht belastet die anderen mit Mehrsteuern - #513 19.10.2011 06:30 von
Jo, so iss es
Das Problem ist nur: Zu dieser Zeit gab es eklatante Klassenunterschiede. Ein Robespierre mobilisierte die Massen nicht nur durch seine Argumentation, sondern vor allem auch durch seine klassenbedingte Autorität (übrigens ähnlich wie ein ehemaliger deutscher "An"führer). Erst durch diese, nennen wir es einfach mal, Amts-Autorität eines Mannes konnte später die Souveränität eines Volkes entstehen, dass sollte man sich vor Augen halten, bevor man Äpfel mit Birnen vergleicht.
Auf heutige Verhältnisse angewandt hiesse dies, der Grossteil der Foristen müsste sich erstmal kritik- und widerstandslos dem Willen einer kleinen Gruppe von Menschen unterwerfen, denen sie ihr Vertrauen ausgesprochen haben und dann darauf vertrauen, dass die Entscheidung die richtige war.
Kommt Ihnen das bekannt vor ? ;-) - #514 19.10.2011 08:31 von
zum Trennbankensystem ...
Genau das ist der Punkt: Geschäftsbanken dürften eben kein Geld mehr ins Investmentbanking verleihen - das ist die Trennlinie. Also müsste der Kundenberater der Sparkasse - gegen Provision - seinem Kunden Anlagen empfehlen: Kauf diese oder jene Aktie/Anleihe, gib Dein Geld in diesen Fonds, ... Beratungsprotokoll, in dem über Verlustrisiken und Haftungsfreistellung aufgeklärt ist und fertig.
Alternativ kann natürlich auch Goldman-Sachs (oder DeuBa-Invest, oder ...) eigene Kundencenter eröffnen, in denen man sein Girokonto, Festgeld, ... anlegt - ohne Staatshaftung, Einlagensicherungsfonds, ...
Diese Transparenz eröffnet "echten Kundenentscheidungen" den Weg.
Ich habe das nicht "angekündigt", sondern als Frage in den Raum gestellt - wer bin ich denn, dass ich mehr könnte?
Und nicht die Gehälter müssten steigen, sondern entweder die Gehälter, oder die Dividendeneinnahmen aus der Unternehmensbeteiligung, da ja viel mehr Arbeitnehmer auch gleichzeitig Unternehmer sind. Es obliegt den Anteilseignern zu entscheiden, ob man das Werk in Bangladesh baut und dort höhere Gewinne erzielt oder in Deutschland lässt, wo man höhere Löhne zahlt. Je mehr Menschen gleichzeitig auf beiden Seiten des Tischs sitzen, desto eher gelingt ein Ausgleich - ohne staatliche Eingriffe. Gerade hierzu kann ein institutionell abgegrenztes Trennbankensystem erheblichen Beitrag leisten.
Kein Unternehmen investiert, um Steuern zu sparen. Wer das glaubt, hat vom Wirtschaften keine Ahnung. Insofern würde die staatliche Lenkung sogar ohne Unternehmenssteuern viel direkter und zielgeneauer greifen können - indem man für bestimmte Investitionen Direktzuschüsse gibt, statt komplizierte Abschreibungsregeln formulieren zu müssen. Die Kfz-Abwrackprämie hat in der Krise 2008/09 ihre Wirksamkeit bewiesen.
Aber der Witz ist: in meinem Vorschlag wäre dem Investmentbanking gleichzeitig ein Teil seines Nährbodens entzogen: Weil sich Leasing-Konstruktionen "nicht mehr rechnen", weil das Vorhalten von Unternehmenskapital nicht mehr automatisch bestraft wird, könnten viel mehr Wirtschaftseinheiten dazu angehalten werden, nur noch mit ihrem Geld zu arbeiten. Es würde sich lohnen, im Unternehmen auch mal Kaptital vorzuhalten und sich eben nicht auf Rand zu nähen, weil sonst der Fiskus zugreift.
Für die staatlichen Einnahmen: Schauen Sie sich einmal an, wie wenig das Körperschaftsteueraufkommen nur noch ausmacht - und diese Einnahmen schwanken auch noch heftig, verursachen also auch Haushaltsrisiken. Wenn nur noch die Privaten Steuern zahlen, wären die Einnahmen vermutlich stetiger ...
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