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Kritik an Euro-Thesen: Trittin wirft Sarrazin "D-Mark-Chauvinismus" vor

dapdFür Thilo Sarrazin läuft alles wie geplant: Der Vorabdruck aus seinem neuen Buch "Europa braucht den Euro nicht" ruft Empörung hervor. Grünen-Fraktionschef Trittin nennt die Thesen des Ex-Bundesbankers "erbärmlich", SPD-Mann Schneider findet sie "nationalistisch".

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...834226,00.html
  1. #1

    Ist Trittin "Euro-Chauvinist"

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für Thilo Sarrazin läuft alles wie geplant: Der Vorabdruck aus seinem neuen Buch "Europa braucht den Euro nicht" ruft Empörung hervor. Grünen-Fraktionschef Trittin nennt die Thesen des Ex-Bundesbankers "erbärmlich", SPD-Mann Schneider findet sie "nationalistisch".

    Kritik an Euro-Thesen: Trittin wirft Sarrazin D-Mark-Chauvinismus vor - SPIEGEL ONLINE
    Und ist das etwas Besseres?
    In der Demokratie redet man miteinander und tauscht Meinungen aus.
    Zu Beleidigungen greifen vor allem jene, denen die Argumente ausgehen.
    Altkanzler Schmidt und viele andere Prominente meinen, wir brauchen ein Europa der Bürger.
    Auch ich meine, es wäre wichtiger und besser als ein Europa des Euros!
  2. #2

    Bin ebenfalls für die Abschaffung des EURO, weil er dazu führt, dass Deutschland langsam entdemokratisiert wird.
    Der EURO kann nur funktionieren, wenn die EU eine einheitliche Wirtschaftsregierung hätte. Dies würde aber bedeuten, dass der Einfluss der Bevölkerung auf die Regierenden noch weiter geschmählert werden würde, denn diese einheitliche Wirtschaftsregierung könnte vom einfachen Bürger nicht mehr kontrolliert werden, da rechtspolitisch viel zu weit vom Bürger entfernt. Allerdings ist ein Grundprinzip der Demokratie die Kontrolle der Regierenden durch das Volk.

    Weiterhin wäre eine Beschneidung des Bürokratiemonsters EU zu begrüßen. Kostet uns Steuerzahler jährlich mehrere Milliarden und ist dabei extrem ineffizient.
  3. #3

    optional

    Hmm, da regen sich die üblichen Bedenkenträger aller Couleur - oh quelle surprise!- lautstark bis schrill über die kruden Theorien des Thilo S. auf. Und verschaffen ihm das Einzige, worum es ihm bei der ganzen Sache geht: Publicity für sein neues Buch und folglich gaaanz viele von den bösen Euronen auf dem Konto. Und jedesmal fallen die darauf rein.
  4. #4

    Sarrazin

    Die aufgeregten Reaktionen auf Sarrazin wirken schon sehr unsouverän. Anscheinend liegt er sachlich gar nicht so falsch, sonst würde man ihn ja sehr leicht argumentativ Schachmatt stellen.

    Die Debatte zeigt auch wiedermal, wieweit man in Deutschland in Sachen Meinungsfreiheit und Debattenkultur anderen westlichen Staaten hinterherhinkt. Da würde man sich mit den Argumenten auseinandersetzen und nicht einfach nur versuchen jemanden mundtot zu machen, selbst wenn man seine Thesen für Mumpitz hält.
  5. #5

    Worthülsen und Analyse

    Können Politiker nur noch solche Worthülsen wie z.B. "erbärmlich" oder "nationalistisch" gebrauchen? Hilfreich wäre es, wenn Sie über gründliche Analysen - da könnten Sie auch von Sarrazin lernen - richtige Schlussfolgerungen ziehen würden. Zumindest waren die Beiträge des Herrn Sarrazin bei Jauch bezüglich der Eurokrise fundierter als die von Herrn Steinbrück. Z.B., dass die "Spanische Immobilien-Krise", die Probleme in Italien und Irland kaum etwas mit der Bankenkrise in USA zu tun haben. Politiker reden und tun so, als müssten die Einrichtungen, die Geld leihen dies nach ihren Kriterien tun - Dies war nicht der Fall und wird auch nicht eintreten.
  6. #6

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für Thilo Sarrazin läuft alles wie geplant: Der Vorabdruck aus seinem neuen Buch "Europa braucht den Euro nicht" ruft Empörung hervor. Grünen-Fraktionschef Trittin nennt die Thesen des Ex-Bundesbankers "erbärmlich", SPD-Mann Schneider findet sie "nationalistisch".

    Kritik an Euro-Thesen: Trittin wirft Sarrazin D-Mark-Chauvinismus vor - SPIEGEL ONLINE
    Kritik am Euro ist also automatisch nationalistisch, reaktionär, geschichtsvergessen, geschichtsblind und die Kritiker sind Hetzer und Chauvinisten.
    Ich mag unsere politische Elite irgendwie immer weniger. Vor einiger Zeit hätte ich das vielleicht sogar noch lustig gefunden, heute ist mir der Spaß an dieser betriebsblinden Sturheit vergangen. Alleine der Satz Kauders sagt alles:
    "Der Euro ist eine Erfolgsgeschichte und wird es bleiben."
    Klarer Fall....
  7. #7

    Durchhalteparolen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für Thilo Sarrazin läuft alles wie geplant: Der Vorabdruck aus seinem neuen Buch "Europa braucht den Euro nicht" ruft Empörung hervor. Grünen-Fraktionschef Trittin nennt die Thesen des Ex-Bundesbankers "erbärmlich", SPD-Mann Schneider findet sie "nationalistisch".

    Kritik an Euro-Thesen: Trittin wirft Sarrazin D-Mark-Chauvinismus vor - SPIEGEL ONLINE
    Leider nur abgedroschene Phrasen statt eigener Konzepte.

    Aber was soll man auch machen, wenn das Konzept nur noch aus Durchhalteparolen besteht.
  8. #8

    Erbärmlich ?

    Sollte die Aussage Sarrazins stimmen, das Helmut Kohl an allen Warnungen der Bundesbankvorständen/Ministerien/Fachausschüssen die Einführung des EUROs durchgeboxt hat, dann sind die restlichen Politiker "erbärmlich"! Das ist ja wie in der Monarchie, einer bestimmt - alle folgen. Wofür zahlen wir dann die anderen Abgeordneten, wenn der/die Bundeskanzler(in) mal eben eine Sache selbst entscheidet oder alle Warnungen ignoriert! CDU/CSU / SPD / GRÜNEN UND FDP zieht euch warm an wenn dass Demokratie für euch ist. Genau dafür werden die PIRATEN gewählt, damit so etwas nie wieder passiert. Die Einführung des EUROs ohne Volksentscheid war erbärmlich!
  9. #9

    Haben sich die genannten Politiker auch inhaltlich mit den Eurothesen auseinandergesetzt oder nur die üblichen zu erwartenden inhaltsleeren Sprechblasen losgelassen? Oder hat der Spiegel die inhaltliche Kritik an die Leser nicht weitergegeben.
    Ich weiß auch nicht, ob der Sozialwirt Trittin oder der Jurist Kauder das Thema überhaupt überblicken. Auch die anderen Genannten sind noch nie als Fachleute für Währungspolitik hervorgetreten. Wie sollten sie sich auch inhaltlich äußern können.
    Warten wir mal das Buch ab und schauen wir mal, ob und wie Kritiker sich mit dem Inhalt auseinandersetzen. Alles andere ist inhaltsleeres Laberei.


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