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Kritik an der EZB: Der fatale Irrtum der deutschen Stabilitätsfanatiker

Die Sorge der Deutschen*ist groß:*Kritiker*werfen der Europäischen Zentralbank vor,*sich immer mehr*von den vermeintlich guten*alten Prinzipien der*Bundesbank zu verabschieden. Vor allem der Kauf von Staatsanleihen gilt vielen als Todsünde. Dabei machen die Währungshüter genau das Richtige.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,786162,00.html
  1. #110

    immer wieder,immer wieder

    wir sind eben ein bisschen schwanger!


    wollen wir neoliberal sein? kein problem, aber dann müssen wir die "systemrelevanten" looser, also die staaten wie griechenland und co. und die banken und zocker und mit ihnen alle, die da dran hängen untergehen lassen.


    wollen wir keynesianer sein? auch kein problem, aber dann müssen wir über hohe reichensteuern dafür sorgen, dass der staat auch wirklich ordnungspolitisch eingreifen kann, ohne sich dafür zu verschulden.

    aber beides gleichzeitig ist eben wie "ein bisschen schwanger" und das geht ja bekanntlich nicht, gell? :-)

    jetzt sind wir neoliberal und retten ganz sozialistisch die reichen und superreichen und sorgen dafür dass diese immer reicher werden....................schade, dass ich nicht superreich bin, sonst würde ich mir auf die schenkel klopfen und mich ausschütten vor lachen ob der dummheit, die überall verbreitet wird!

    in griechenland halten 2000 familien über 80% des volksvermögens, die summe der gelder die auf schweizer konten lagern und griechischen staatsbürgern gehören erreicht fast die griechische staatsverschuldung.

    in deutschland besitzen die oberen 10% über 60% des gesamten volksvermögens, die unteren 50% besitzen netto NICHTS!

    und was tut man? man will, dass in deutschland die mittleren 40% zu gunsten der oberen 10% weiter belastet werden und in griechenland belastet man volk und wirtschaft bis zum abwürgen und wundert sich!

    toll!
  2. #111

    *plonk*

    Zitat von ~GeorgK Beitrag anzeigen
    Kann es sein, dass die Mainstream-Medien uns vorgeben, wen wir für den Schuldigen halten sollen?
    Denken Sie doch noch mal darüber nach!
    Die Medien, die Sie meinen und zu denen ich den Verbreiter des Artikels von Bofinger auch zähle, machen zwar genau das, was Sie schreiben, nur genau andersherum als Sie meinen. Sprich: Von Spiegel und Co. wird uns rund um die Uhr eingebleut, dass "die Deutschen" Schuld an der Finanzkrise seien. Alleine auf den ersten 3 Blog-Seiten habe ich 9! Threads gezählt, die sich auf einen Artikel beziehen, der "die Deutschen" als Schuldige der Krise ausmacht.
  3. #112

    Der entscheidende Satz

    in den Bofinger Ausführungen steht in vorletzten Absatz "Das setzt wiederum eine strikte gemeinschaftliche Kontrolle über die Budgets hoch verschuldeter Staaten voraus, idealerweise durch das Europäische Parlament." Und genau dies ist doch die Frage, die es zu beantworten gilt. Deutlich engeres Zusammenrücken in EURO Raum, dann sind Euro Bonds ok, ansonsten nicht!
  4. #113

    Richtig,

    Zitat von muellerthomas Beitrag anzeigen
    Nein, die Geldmenge wurde ja bereits beim Kauf der Anleihe erhöht. Ein - allerdings eher theoretisches - Problem ist, dass die Notenbank die Geldmenge durch Verkauf des Bonds nicht reduzieren könnte. Theoretisch, da die Notenbanken die Geldmenge eigentlich nie reduzieren und selbst wenn sie dies in ausgerechnet in diesem Fall vorgehabt hätte, gäbe es ja noch eien Vielzahl andere Wege, die Geldmenge zu reduzieren. Das größere Problem liegt jedoch eher im Verlust der Notenbank im Insolvenzfall, der vermutlich zu einer steuerfinanzierten Kapialerhöhung führen würde.
    die Geldmenge wird beim Kauf zwar erhöht, bei Fälligkeit der gekauften Wertpapier aber wieder reduziert, sofern der Emittent nicht inzwischen insolvent wurde. Im Falle der Insolvenz wird die Geldmenge eben nicht wieder reduziert. Daher wird unter dem Strich der Geldumlauf letzlich doch erhöht.
    Wenn dies Ihrer Ansicht nach nur ein theoretisches Problem ist, verstehe ich nicht wieso normalerweise bei der Notenbank nur Sicherheiten mit höchstem Rating hinterlegt werden müssen.
    Kurz und gut, nach meiner Überzeugung ist die Handlungweise deer EZB nicht koscher.
  5. #114

    ABS - Einführung ist die Wiege der Krise

    Zitat von redenschwinger30 Beitrag anzeigen
    zum Thema Eurobonds hier ein Auszug aus Wikipedia:

    "Mit einer Transaktion forderungsbesicherter Wertpapiere werden handelbare Wertpapiere emittiert, die aufgrund der Diversifikation des zugrundeliegenden Risikos vermeintlich ein besseres Risiko darstellen. Laut Deutsche Bundesbank „veräußert ein Kreditinstitut Teile seines Forderungsbestandes an eine eigens für eine bestimmte oder eine Mehrzahl solcher Transaktionen gegründete Gesellschaft, die sich ihrerseits durch die Emission von Wertpapieren, den Asset-Backed-Securities (ABS), refinanziert." [2]

    Zusätzliche Risikoverbesserung [Bearbeiten]→ Hauptartikel: Credit Enhancement
    Eine weitere Risikoverbesserung entsteht aus zusätzlichen Sicherungen, sogenannten „credit enhancements“, welche die Transaktion absichern und das Rating verbessern. Rechtlich und wirtschaftlich sinnvolle Formen sind die Übersicherung (Overcollateralisation), bei der das aus den Forderungen resultierende Vermögen größer ist, als der Nominalwert der emittierten Wertpapiere; die Aufteilung der forderungsbesicherten Wertpapiere in vor- und nachrangige Tranchen (Subordination) und die Einrichtung eines Reservekontos (Spread Account), auf dem Zahlungsüberschüsse deponiert werden. Alternativ kann der Forderungspool mit einem „Cash-Abschlag" (Discount) an die SPV übertragen werden oder eine Garantie außenstehender Dritter, des Forderungsverkäufers sowie einer verbundenen Gesellschaft oder z. B. einer Kreditversicherung erfolgen. Forderungsausfälle des Forderungspools werden durch diese Sicherheitsmechanismen abgefangen. Neben diesen Ausfallsicherungen werden auch Liquiditätsfazilitäten eingesetzt, die nur auf Grund von Marktstörungen oder Liquiditätsengpässen gezogen werden. Gängig ist die Bildung einer Liquiditätsreserve durch eine „back-up" Linie. Häufig werden zwei oder mehr Sicherungsformen kombiniert, mit dem Ziel, immer den bestmöglichen trade-off zwischen Ratingverbesserung und Erhöhung der Kosten zu finden."

    Okay es ging um ABS. Aber ist das nicht das "gleiche"? Die Rettung wird in der Katastrophe gesucht...
    Mehr Sicherheit wird zum Quatsch, Ihre Schlussfolgerung ist absolut richtig. Die Sicherheit - das Hedging wird das Mittel zum Betrug. Hedging hat seine ursprüngliche Funktion verloren und agiert vor allem als Mittel zum Bau des Schneeballsystems.

    Es ist immer ein Schneeballsystem, einfache oder komplexe Verschiebung der angeblichen Sicherheit die irgendwann teuer bezahlt werden muss.

    Man will ein solches System nach vier Jahren Krise endgültig etablieren, durchführen und als genial abstempeln.
  6. #115

    -

    Zitat von ewspapst Beitrag anzeigen
    Ich bin kein Bankexperte, deshalb meine Frage:
    Kann mir ein Experte sagen, ob die EZB vertragsgemäss als "Badbank" handeln darf, oder ob es ihr verboten ist?
    Sie darf Staatsanleihen nicht direkt von Staaten aufkaufen. Um das zu umgehen wird ein Taschenspielertrick benutzt: Die Staaten verkaufen ihre Anleihen an ihre Banken und die EZB kauft dann sofort von den Banken.

    Wobei ich mich immer noch frage, warum sie das macht. Der AEUV enthält ja nach "gängiger Polit- und Rechtsmeinung" keine Verbote sondern nur unverbindliche Hinweise :-)
  7. #116

    Nein...

    sie macht genau das Falsche.

    Richtig wäre es, selbst einen Schuldenschnitt zu machen, den Geldschöpfungsprozess und Banken zu verstaatlichen und die EU zu verlassen.
  8. #117

    Ist beim

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    "One man one vote" - großartig!

    Was machen wir da bloß in Deutschland, da ist doch die Stimme eines Bremer Bürgers im Bundesrat ca. 8 mal soviel wert wie die Stimme eiens NRW Bürgers....

    Welche demokratischen Abgründe tun sich da auf, grauenvoll!

    Lassen sie uns sofort handeln und aufs schärste protestieren!
    amerikanischen Senat auch der Fall. 2 Senatoren pro Bundesstaat. Dort gibt es aber das Repräsentantehaus, bei dem jeder Bürger annähernd gleiches Gewicht hat. In der einzigen europäischen Kammer wird das aber auf das gröblichste mißachtet. Deswegen ist das in meine Augen nicht besser als die DDR-Volkskammer.
  9. #118

    Oder auch...:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Sorge der Deutschen*ist groß:*Kritiker*werfen der Europäischen Zentralbank vor,*sich immer mehr*von den vermeintlich guten*alten Prinzipien der*Bundesbank zu verabschieden. Vor allem der Kauf von Staatsanleihen gilt vielen als Todsünde. Dabei machen die Währungshüter genau das Richtige.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,786162,00.html
    Der fatale Irrtum der Destabilitätsfanatiker ;-S
  10. #119

    111

    Zitat von derwahn Beitrag anzeigen
    ...Zinsverbot, Goldstandard, ... - das gab es alles schon und es hat nicht funktioniert! Die gegenwärtige Wohlstandsgesellschaft basiert auf dem Abkehren von derartigen Prinzipien und kann nicht durch eine Rückkehr gefestigt werden. Wollen Sie zurück ins Mittelalter nur weil Griechenland pleite ist? Viel Erfolg...
    Goldstandard hat sehr wohl funktioniert bis man ihn aufgab um den 1. Weltkrieg zu finanzieren!!!


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