Zitat von
queron
Die Grundstücke sind aber bereits an die Stadt Stuttgart verkauft worden, haben also nichts mehr mit den Entscheidungen des Bundes oder der Bahn zu tun. Falls das Projekt fertiggestellt werden wird, wird die Stadt wohl der einzige Gewinner bei der Sache sein.
Selbst wenn das Projekt am Ende 8 Milliarden Euro Kosten sollte - das sind die Kosten, die wir Bürger jährlich durch die neue Zwangsabgabe an die öffentlich rechtlichen Anstalten abgeben müssen, ohne dafür einen nennenswerten Mehrwert zu bekommen. Lieber zahle ich als Steuerzahler in ein Projekt, das den Bahnverkehr sowie die Stadt Stuttgart (und das Land Baden-Würtemberg) als Wirtschaftsstandort stärkt, als die unsinnig hohen Kosten für Lanz, Jauch, Illner und co. und den tausendsten Tatort mitzufinanzieren. Man muss auch bedenken, dass durch den Bau mindestens 10 Jahre lang unzählige Jobs gesichert sind bzw. neue entstehen (vor allem nach Fertigstellung). Man kann das Geld alternativ natürlich in das Arbeitslosengeld stecken, aber dadurch erhält man im Enddefekt keinen Mehrwert. Dann doch lieber einen leistungsfähigen Bahnhof und eine wachsende Stadt mit mehr Arbeitsplätzen.
Natürlich hätten Bahn und Bund bereits im voraus die Kosten und den Nutzen besser kommunizieren müssen, das sehe ich als den größten Kritikpunkt bei diesem Projekt. Die Verzögerungen würde ich in erster Linie den Gegner zuschreiben, und damit meine ich nicht unbedingt die Demonstranten auf der Straße, sondern die Menschen, die über den Fortschritt des Baus bestimmen und sich von der Protestbewegung haben mitreißen lassen und seitdem auf Verzögerung setzen, in der Hoffnung, das Projekt wird gestoppt. Leider denken viele Menschen nicht sehr weit, sondern lassen sich eher von Emotionen leiten.
Falls Stuttgart 21 mal ein Prestigeobjekt gewesen sein soll, ist es das längst nicht mehr (und wird es auch nie sein). Es ist bereits seit dem Jahre 2010 nur noch das meistkritisierte Projekt der gesamten Bundesrepublik. Würde das Projekt nichts bringen, hätte man schon längst rechtzeitig die Reißleine gezogen und das Projekt gestoppt.
Lasst sie doch einfach bauen und wir schauen dann einfach, was am Ende dabei rauskommt. Im Gegenzug können wir doch einfach mal ein Jahr lang das öffentlich rechtliche Fernsehen abschalten (vielleicht bis auf Phoenix, Arte und KiKa) dann haben wir die Kosten wieder drin.