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Kritik an Bundesregierung: Deutsche Wirtschaft fordert schärferen Sparkurs
dpaIn der europäischen Schuldenkrise feiert sich die Bundesregierung gerne als leuchtendes Vorbild bei der Haushaltskonsolidierung. Doch der deutschen Wirtschaft reichen die Anstrengungen offenbar nicht. Laut einem Pressebericht fordert sie die Bundesregierung auf, mehr zu sparen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...829348,00.html
- #1 24.04.2012 06:50 von
Ja, genau! Die Industrie fordert öffentliches Sparen. Prinzipiell richtig, aber, wenns nach den Herren vom Arbeitgeberverband, Industrieverband, etc. ginge, dann sollte bei denen gespart werden, die eh schon nix mehr haben: Arbeitslose, Kranke, Kinder, etc.
An die eigene Nase fassen, tun sich diese Herrn nicht so gerne. Fordern bessere Ausbildung, wollen die Einrichtungen dafür aber nicht unterstützen, fordern (für wenig Geld) arbeitende Frauen, aber zahlen nichts für Kinderkrippen, wollen toll ausgebildete Ingenieure, aber tunlichst für Hungerlöhne (dafür auch diese penetranten Forderungen, die Gehaltshürden für die einwandernde Ingenieure zu senken)...
Grotesk! - #2 24.04.2012 06:51 von
Wirtschaftsverbände mahnen Schäuble und Merkel ab!
Schäuble und Merkel wollen aber nicht mehr sparen,
weil sie sonst abgewählt werden. Das wirtschaftlich
zweckmäßige ist leider politisch schädlich.
Die Ehrenwerte Frau Kraft macht ordentlich viel Schulden
und wird in NRW triumphieren bei der Wahl.
Das ist ein Dilemma.
Was tun? Weiß das einer? Wer kann mir das sagen? - #3 24.04.2012 06:52 von
Es wurde noch gar nicht angefangen, zu spren
- #4 24.04.2012 06:53 von
Rentner Müntefering hatte das Problem einst prägnant formuliert: "Die Bürger müssen einfach so viel Steuern aufbringen, wie der Staat benötigt."
Wieso eigentlich "müssen" und für was ? Damit der Beamtenadel es dann zum Fenster rauswirft ? - #5 24.04.2012 06:55 von
Irgendwie
...scheine ich in einer Art Parallelwelt zu leben.
Grade sind wir mit EFSF, SoFFin, und insbesondere ESM dabei uns auf Generationen hinaus zu ruinieren, oder alternativ einen Währungskollaps zu provozieren, und da wird sich über fehlende Sparmaßnahmen hinsichtlich Neuverschuldung echauffiert?
Wenn der ESM kommt, sind das doch alles Peanuts. - #6 24.04.2012 06:55 von
Es ist unfassbar, dass der Staat am Geldmarkt in Konkurrenz tritt zu Unternehmen. Zum einen ist es für Banken völlig einfach in Staatsanleihen zu investieren, wenn nicht gerade der Bankrott droht, so dass keinerlei unternehmerische Fähigkeiten nötig sind, zum anderen tritt der Staat in Konkurrenz zu den Unternehmen auf, die dann weniger wettbewerbsfähig sind, weil eine Geldanlange in ein Unternehmen riskanter ist. Es ist mir sowieso schleierhaft, warum diese Verhalten der Politiker, Geld verschleudernd, nicht als gesellschaftliche schädlich und unterminierend gebranntmarkt wird. Staatliche Zinszahlungen ohne Risiko müssten verboten werden, damit die Banken wieder unternehmerisches Risiko auf sich nehmen müssen. Ebenso ist ein erfolgreicher Unternehmer kein Kapitalist sondern beweist die Wettbewerbsfähigkeit unserer Gesellschaft.
- #7 24.04.2012 06:57 von
Achso?
Vielleicht sollte die deutsche Wirtschaft erstmal schauen, daß sie angemessene Löhne zahlt, daß würde den Sozialhaushalt nämlich schonmal beim Thema Aufstocker entlasten.
Und wenn sie schon am Überblicken ihrer Bilanzen sind, wäre es vielleicht auch gut, wenn man Steuersparmodelle und Subventionen überdenken würde. - #8 24.04.2012 06:58 von
Völlig einverstanden. D´acor.
Also Streichung folgender Subventionen:
Luftfahrt-Kerosin
Steuerbefreiung Schiffahrt
Dienstwagenprivilieg
Vermögenssteuerbefreiung
Erbschaftsteuerbefreiung
7% - USt.Luxusgüter
Solarförderung
Wirtschafthilfe an solvente Staaten
Exportbeihilfen Lebensmittel
kostenlose Altersversorgung Beamter und Berufspolitiker
Mehrwertsteuererlass Post
Schornsteinfegerermächtigungsgesetz
sämtliche Rüstungsaufträge stornieren
und viels andere mehr.
Die deutsche Wirtschaft hat recht.
Weg damit. Ersatzlos. - #9 24.04.2012 06:59 von
Sparen?
"Sparen sparen sparen" - das ist die Masche der Marktliberalen, wenn Sie eigentlich sagen wollen: Staat zurückdrängen, mehr Umverteilung von untern nach oben.
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