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Kritik an Bundesregierung: Deutsche Wirtschaft fordert schärferen Sparkurs

dpaIn der europäischen Schuldenkrise feiert sich die Bundesregierung gerne als leuchtendes Vorbild bei der Haushaltskonsolidierung. Doch der deutschen Wirtschaft reichen die Anstrengungen offenbar nicht. Laut einem Pressebericht fordert sie die Bundesregierung auf, mehr zu sparen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...829348,00.html
  1. #210

    Zitat von rentner66 Beitrag anzeigen
    @183 Weissbrot: Solange die großen Vermögen in den Unternehmen liegen und dort bleiben und sich nicht aus den Renditen (Dividenden, ...), d.h. aus den den Unternehmen entnommenen Gewinnen bilden, ist das kein Problem. Entnommene Gewinne aber, die den Unternehmen dann gegen Zinsen zurück geliehen werden, schwächen die Unternehmen, weil diese Zinsen ihre Investitionen verteuern. Ganz abgesehen davon, was diese entnommenen Gewinne so auf den Finanzmärkten anrichten.
    Ach, jetzt soll ein Unternehmen nicht einmal mehr Gewinn machen und entnehmen dürfen?
  2. #211

    Zitat von wibo2 Beitrag anzeigen
    Schäuble und Merkel wollen aber nicht mehr sparen,
    weil sie sonst abgewählt werden. Das wirtschaftlich
    zweckmäßige ist leider .....
    Ihr Posting macht mir aber nicht den Eindruck, als könnten Sie begreifen, wenn man Ihnen etwas erklärt.
  3. #212

    @191:
    Entschuldigung. Ich habe es echt nicht für möglich gehalten, dass der DIHK das so meinen könnte. Schließlich ist die Wirtschaft ja von den Investoren, die die Gewinne nicht in den Unternehmen lassen, existentiell abhängig: der Dividendenwettbewerb der Aktiengesellschaften, der Gehalts- und Boni-Wettbewerb zwischen z.B. Banken und das "Heben" der stillen Reserven in den Übernahmeschlachten der Vergangenheit haben die Unternehmen viel eigene Substanz gekostet und sie von Fremdkrediten und damit von einschlägigen Investoren abhängig gemacht. Wer ist schuld daran ? Die Politiker insofern, als sie die Konsequenzen einer mit Steuerermässigungen und -senkungen arbeitenden Klientelpolitik nicht vorausgesehen oder ausgeblendet haben.Â*
  4. #213

    Wenn

    Zitat von Mathesar Beitrag anzeigen
    Alle Krisen der letzten 10 Jahre sind begründet im Fluten der Märkte mit billigem Geld und speziell in Europa mit der Bildung des Euro-Raums. Das war alles politisch gewollt, wirtschaftlich hat sich alles als eine Katastrophe erwiesen.
    das politisch gewollt war, dann war es doch die neoliberale Politik der letzten Jahrzehnte, die ja von den Märkten so gewollt war, oder wurde Politikm denn in dieser Zeit nicht zumeist nach Zurufen einer Wirtschaftslobby gestaltet.
  5. #214

    Naja,

    Zitat von cato. Beitrag anzeigen
    Das ist keine Dolchstoßlegende, sondern die simple Logik, wenn man die Marktmechanismen aushebelt. Natürlich geschah das auf drängen vieler großer Akteure (too big to fail). Aber man fragt ja auch nicht die Frösche, wenn man einen Teich trocken legen will ...
    Der Markt verhält sich immer Marktkonform, wenn die Politik schlechte Wirtschaftskonzepte am Leben hält, wenn man massenweise Dollar/Euro in einen gesättigten Markt .....
    Sie haben ja wirklich Recht. Was ich unsere Politelite, allen voran der "liberalen" Partei echt so richtig übel nehme ist, dass sie die Prinzipien des Liberalismus, zu denen auch die HAFTUNG gehört, ad absurdum hat: Banken wurden und werden gerettet - nicht vereinbar mit dem "Freiheitsideal" dieser Partei, Klientelpolitik für Energie- und Pharmakartelle, etc. Diese Partei und mit ihr ausnahmslos ALLE neoliberalen Schwätzer tönen von Freiheit und Ordnungspolitik und machen das genaue Gegenteil. Der folgende Artikel beschreibt die Ideengeschichte sehr gut:
    Ideengeschichte: Die Liberalen und der Staat - Wirtschaft - FAZ
  6. #215

    Zitat von rentner66 Beitrag anzeigen
    @191:
    Entschuldigung.
    Aber bitte nicht dafür! :-)

    Wie gesagt, ich hatte mir mehr oder minder wahllos einen Beitrag herausgepickt.

    Was ja zu denken gibt, ist doch die Tatsache, daß sich mittlerweile schon Wirtschaftsvertreter um den dt. Staat "sorgen".
    Nun wurde der Brif an Merkel nur Teilweise zitiert und wir können halt nur mutmaßen, welche Intention Driftmann wirklich zu diesem Schrieb bewegte.
  7. #216

    Dolchstoßlegende

    Zitat von cato. Beitrag anzeigen
    Das ist keine Dolchstoßlegende, sondern die simple Logik, wenn man die Marktmechanismen aushebelt. Natürlich geschah das auf drängen vieler großer Akteure (too big to fail). Aber man fragt ja auch nicht die Frösche, wenn man einen Teich trocken legen will ...
    Der Markt verhält sich immer Marktkonform, wenn .....
    Natürlich ist das eine neue Dolchstoßlgende, wenn behauptet wird, dass die Politik Ursache unserer diversen Krisen sei, ohne zu berücksichtigen, dass sich die Politik seit Jahrzehnten von der Wirtschaftslobby die Richtung vorgeben läßt.
    Wer hat denn z.B. am Bankenrettungsprogramm ganz maßgeblich mitgearbeitet? War das etwa nicht ein gewisser Herr Ackermann?
    Und wieviele andere Gesetze wurden garnicht mehr von den dafür verantwortlichen Beamten geschrieben, sondern direkt selbst von Lobbyisten?
  8. #217

    Danke!

    Zitat von walter_e._kurtz Beitrag anzeigen
    Dazu gibt´s nen super Artikel in der FAZ:
    Ideengeschichte: Die Liberalen und der Staat - Wirtschaft - FAZ
    Danke für den Link zu diesem sehr lesenswerten Artikel.
    Wie berechtigt, die Skepsis gegenüber den langfristigen Wirkungen staatlich induzierter und schuldenfinanzierter Stimulationsprogramme ist, zeigt die aktuelle Entwicklung in den USA: 3% Wachstum "erkauft" mit einem Haushaltsdefizit von 9%.
    Bereits wenige Wochen später deuten verschiedene Indizes (Häusermarkt, Arbeitsmarkt) schon wieder auf eine Abschwächung hin. Die 9% Haushaltsdefizit bauen sich jedoch nicht wieder ab.

    Die (positiven) Wirkungen auf Privateinkommen, Wirtschaftstätigkeit und Beschäftigung werden immer schwächer und kurzlebiger, je öfter und schneller dieses Rad gedreht wird.

    Finanzinvestoren und Staat (Gläubiger und Schuldner) werden zu gegenseitigen, einvernehmlichlichen Geiseln in der Angst, auf der einen Seite Guthaben zu verlieren und auf der anderen Seite keine Kredite mehr zu bekommen.
    Ein so geknebelter und korrumpierter Staat kann nichts mehr unabhängig gestalten, sondern wird selber zum dienenden Teil des Finanzsystems.
  9. #218

    Äh, Moment mal

    Zitat von jolip Beitrag anzeigen
    Natürlich ist das eine neue Dolchstoßlgende, wenn behauptet wird, dass die Politik Ursache unserer diversen Krisen sei, ohne zu berücksichtigen, dass sich die Politik seit Jahrzehnten von der Wirtschaftslobby die Richtung vorgeben läßt.
    Wer hat denn z.B. am Bankenrettungsprogramm ganz maßgeblich mitgearbeitet? War das etwa nicht ein gewisser Herr Ackermann?
    Und wieviele andere Gesetze wurden garnicht mehr von den dafür verantwortlichen Beamten geschrieben, sondern direkt selbst von Lobbyisten?
    was ist das für eine schräge Diskussion, "Dolchstoßlegende"?
    Schon mal was von "Primat der Politik" gehört?
    Niemand dieser Deppen ist verpflichtet, die "Weisungspapiere" aus der Wirtschaft entgegenzunehmen, geschweige denn umzusetzen!
    Die Parlamentarier haben immer noch ihren freien Willen und ihren gesunden Menschenverstand. Auch, wenn man so seine Zweifel daran hat, sind es deren eigenverantwortlich getroffenen Entscheidungen, die Ideen der Lobbyisten anzunehmen oder abzulehnen.
    Ihnen einen Freifahrtschein auszustellen, weil die Wirtschaft ihre Chancen wahrgenommen hat, hieße, Politiker aus der Verantwortung zu nehmen.
    Wenn ich bei dm nen Deoroller klaue, wird auch niemand sagen, ich sei Opfer widriger Umstände.
    Auf dem See, auf dem Sie argumentativ wandeln, ist noch nichtmal mit dünnem Eis bedeckt!
  10. #219

    Knapp vorbei!

    Zitat von weißbrot Beitrag anzeigen
    Naja, Flugbenzin ist höher besteuert als normales Benzin.
    Sie haben natürlich recht: ich hätte - politisch korrekt - "Kerosin" schreiben müssen. Und für "gewerblichen Einsatz".


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