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Kritik an Bundesregierung: Deutsche Wirtschaft fordert schärferen Sparkurs

dpaIn der europäischen Schuldenkrise feiert sich die Bundesregierung gerne als leuchtendes Vorbild bei der Haushaltskonsolidierung. Doch der deutschen Wirtschaft reichen die Anstrengungen offenbar nicht. Laut einem Pressebericht fordert sie die Bundesregierung auf, mehr zu sparen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...829348,00.html
  1. #200

    Hallo, ich bin neu auf eurem Planeten Fintelhudelwix. Nicht so schlecht für nicht vernunftbegabte Wesen. Aber der Planet scheint von einer Plage heimgesucht zu werden, die sich "Schulden" nennt. Kann mir bitte jemand erklären, was "Schulden" sind?
  2. #201

    Kurze Frage

    Zitat von Mathesar Beitrag anzeigen
    Die Krisen der letzten 10 Jahre hatten allesamt politische Ursachen.
    Hat in den letzten 20 Jahren die Politik etwa mehr Einfluß auf die Wirtschaft gehabt, alles umgekehrt?

    Hat die Politik denn nicht nahezu alles unternommen, was die sogenannten Märkte gefordert haben.
    Ist das jetzt die neue Dolchstoßlegende?
    Die Märkte, auf dem Felde unbesiegt, durch einen gemeinen Dolchstoß der Gutmenschen in den Rücken feige zu Fall gebracht?
  3. #202

    Ausbau

    Zitat von Mathesar Beitrag anzeigen
    Nein, sie waren deutlich vernünftiger als wir. Denn erheblich weniger Bürger hatten früher das Recht auf Sozialleistungen. So waren 10 Jahre nach Einführung der gesetzlichen Krankenversicherung lediglich 4% der Bevölkerung abgedeckt. Wer konnte, sollte schließlich für sich selbst sorgen. Das selbe gilt in fast allen Sozialbereichen.

    Praktisch im jahresrythmus schaffen wir mehr Sozialleistungen, können mehr Bürger irgendwelche transfers erhalten, ob sie dies benötigen oder nicht ist dabei völlig egal.

    In letzter Zeit muß ich mich immer rechtfertigen, weil ich für meine Mutter keine Pflegestufe beantrage..."es stehe ihr ja zu"...mein Argument, das sie genug Geld hat, um alle Leistungen auch ohne Unterstützung zu zahlen und sie das nicht braucht und dies auch nicht meine Vorstellung von Sozialstaat seien, wird regelmäßig mit unverständnis begegnet....und da haben wir das Problem!
    da das Sozialleistungsangebot in den letzten Jahren (Jahrzehnten) ja nicht ausgebaut, sondern abgebaut wurde, beweist uns das doch nur, dass sich der Lebensstandart für viele Bürger doch deutlich verschlechtert hat.
  4. #203

    also das

    Zitat von Mathesar Beitrag anzeigen
    ...na ja, jetzt kommen Sie blos nicht mit der Realität, den wollen die linken Krakeeler eh ncht hören.

    Flugbenzin wird derzeit pro Liter mit 0,721 Euro besteuert. Zusätzlich wird noch auf die Gesamtsumme (vor Mineralölsteuer) 19% MwSt. berechnet.
    ...sollten Sie mal näher erläutern!
    Meines Wissens wird Kerosin nicht besteuert.
    In wiki gibt´s da nix gegenteiliges:Kerosinsteuer, Kerosin
    Und WENN, dann würde überhaupt nur nach kg und nicht nach Liter besteuert werden
  5. #204

    ...

    Zitat von jolip Beitrag anzeigen
    Hat in den letzten 20 Jahren die Politik etwa mehr Einfluß auf die Wirtschaft gehabt, alles umgekehrt?

    Hat die Politik denn nicht nahezu alles unternommen, was die sogenannten Märkte gefordert haben.
    Ist das jetzt die neue Dolchstoßlegende?
    Die Märkte, auf dem Felde unbesiegt, durch einen gemeinen Dolchstoß der Gutmenschen in den Rücken feige zu Fall gebracht?
    Alle Krisen der letzten 10 Jahre sind begründet im Fluten der Märkte mit billigem Geld und speziell in Europa mit der Bildung des Euro-Raums. Das war alles politisch gewollt, wirtschaftlich hat sich alles als eine Katastrophe erwiesen.
  6. #205

    Mhh,

    Zitat von gi_aur Beitrag anzeigen
    Hallo, ich bin neu auf eurem Planeten Fintelhudelwix. Nicht so schlecht für nicht vernunftbegabte Wesen. Aber der Planet scheint von einer Plage heimgesucht zu werden, die sich "Schulden" nennt. Kann mir bitte jemand erklären, was "Schulden" sind?
    eine sehr interessante Frage. Vielleicht sind Schulden ein Mangel an Geld?
    Das Spiegelbild der Guthaben? Nein, im Grunde denke ich, dass Schulden einfach nur die Zinsbelastungen dastellen, denn diese Zinsen werden bei der Geldschöpfung nicht mitgeneriert.
    M. Hudson hat mal folgendes gesagt:
    "Schulden, die nicht bezahlt werden können, sind keine."
    Darüber kann und sollte man sehr lange nachdenken ...
  7. #206

    what i ment to say

    Zitat von Traumschau Beitrag anzeigen
    Aber so richtig konkret ist er aber auch nicht geworden. Er sagt ja im Prinzip, dass Steuern vereinfacht werden und zum Ausgleich die Subventionen gestrichen werden könnten. Hört sich nicht so an, als wolle sich die Wirtschaft durch eine höhere Besteuerung an den Folgen der Bankenkrise beteiligen, oder? Er spricht ja nicht davon, dass die sehr satten Unternehmensgewinne jetzt auch mal höher besteuert werden könnten, oder? Nee, nee, er wendet sich ja gerade gegen Steuererhöhungen!! Ich glaube gegen Kürzungen hat der nix einzuwenden - ist ja klar, wer die zu tragen hat.
    Wie sagte schon H. Schmidt: "Das Grundproblem ist die soziale Überversorgung." Da habe ich mir gedacht, der Mann raucht einfach zuviel ...
    Der Brief wurde nur Bruchstückhaft zitiert.
    Das, was zitiert wurde, würde ich zumindest erstmal so unterschreiben.
    Den Staatshaushalt kann man ja (da kann Driftmann niemand widersprechen) auf zwei Weisen ausgleichen:
    Von der Einnahmenseite her
    Und von der Ausgabenseite her -> was Driftmann eben propagiert.
    Ich meine, es ist ja schließlich auch nicht nachvollziehbar, warum z.B. VW mit einem Rekordgewinn von, ich glaube 17mrd., noch Subventionen für (wiederum z.B.) Forschung an Antriebsalternativen erhält.
    Und allein die Überschrift des Spiegel-Artikels wirkt schon stark "lenkend".
    Normalerweise bin ich der Letzte, der für die Wirtschaft(sbosse) in die Bresche springt, aber sinnvolle Vorschläge sollte man sich anhören, egal woher sie kommen.
  8. #207

    ...

    Zitat von jolip Beitrag anzeigen
    Hat in den letzten 20 Jahren die Politik etwa mehr Einfluß auf die Wirtschaft gehabt, alles umgekehrt?

    Hat die Politik denn nicht nahezu alles unternommen, was die sogenannten Märkte gefordert haben.
    Ist das jetzt die neue Dolchstoßlegende?
    Die Märkte, auf dem Felde unbesiegt, durch einen gemeinen Dolchstoß der Gutmenschen in den Rücken feige zu Fall gebracht?
    Das ist keine Dolchstoßlegende, sondern die simple Logik, wenn man die Marktmechanismen aushebelt. Natürlich geschah das auf drängen vieler großer Akteure (too big to fail). Aber man fragt ja auch nicht die Frösche, wenn man einen Teich trocken legen will ...
    Der Markt verhält sich immer Marktkonform, wenn die Politik schlechte Wirtschaftskonzepte am Leben hält, wenn man massenweise Dollar/Euro in einen gesättigten Markt pumpt, dann kommen dabei nunmal wirtschaftliche Fehlentwicklungen bzw. Spekulationsblasen heraus. Die Politik hat die Anreize auf maximales Risiko gelegt, weil sie im Falle einer Pleite die Verluste auffangen würde.
    Hinzu kommt, dass die amerikanische Immobilienblase von der Politik praktisch in Auftrag gegeben wurde zuerst unter Clinton fortgesetzt unter Bush Junior ... beide wollten jeder amerikanischen Familie ein Eigenheim sichern und haben die Halbstaatlichen Banken angewiesen jedem der es will Kredite zu geben...

    Was das mit den Gutmenschen zu tun hat ist mir hier nicht ganz ersichtlich, weder Bush, Clinton, Schröder noch andere Entscheidungsträger würde ich in diese Kategorie einsortieren ... übrigens wusste zumindest die deutsche Politik seit 2003, dass es zu einem Crash kommen würde, nachzulesen im Handelsblatt der damaligen Zeit, schon damals wurde über Badbanks etc. diskutiert und aus Machttaktischen gründen nichts unternommen.
  9. #208

    Zitat von robien Beitrag anzeigen
    ... schlage ich vor, dass Mindesteinkommen für alle Arbeitnehmer wird auf 20.000.000,00 EUR/jährlich angehoben.
    Wo folgen Sie da angeblich meiner Logik?
  10. #209

    Hä?

    Zitat von weißbrot Beitrag anzeigen
    Falsch, die großen Vermögen werden nicht gehortet. Sie werden investiert. Meist in Unternehmen.
    Wo findet das statt? Können Sie mir Ihren Planeten nennen? Also hier auf der Erde passiert das schon seit geraumer Zeit nicht mehr, denn es fehlt die Nachfrage. Oder anders herum. es ist zu viel Kapital frei verfügbar und zwar akkumuliert.

    Also da sind sich nun wirklich ALLE Wirtschaftswissenschaftler weltweit einig. Da haben Sie jetzt quasi einen Alleinvertretungsanspruch formuliert.


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