dpaIn der europäischen Schuldenkrise feiert sich die Bundesregierung gerne als leuchtendes Vorbild bei der Haushaltskonsolidierung. Doch der deutschen Wirtschaft reichen die Anstrengungen offenbar nicht. Laut einem Pressebericht fordert sie die Bundesregierung auf, mehr zu sparen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...829348,00.html
Tja, der Staat möchte eben nicht mehr, dass man selbst fürs Alter vorsorgt. Lieber soll man sein Geld "steuersparend" in windige Finanzprodukte der Versicherungen stecken und dadurch dann auch die Kontrolle darüber aufgeben.
Die Großen kümmert die Kapitalertragssteuer kaum, es werden vor allem die Kleinen getroffen unter dem Jubel der Linksideologen, dabei haben die doch einmal die Teilhabe an den Produktionsmitteln gefordert.
Die Tatsache das die Wirtschaft bei drastischen Sparmassnahmen der Regierung deutliche Probleme bekommt, zeigt wie stark sie vom Staat abhaengt. All die Subventionen haben zusaetzliche Abhaengigkeiten geschaffen und zum Teil, nicht immer, aber sehr haeufig, den Markt kuenstlich stark deformiert. Wenn dann natuerlich auf einmal diese Gelder wegfallen, weil gespart wird, dann klapp das Kartenhaus in sich zusammen. Die Solarbranche ist dafuer ein gutes, weil offensichtliches Beispiel. Aber das gilt leider fuer viele Bereiche in denen der Staat viel zu viel Einfluss genommen hat.
Ich bin der Meinung das wir langfristig wieder einen Staat Light haben muessen. Weniger ist machmal mehr. Die Aufgaben des Staates muessen reduziert und praezisiert werden. Er muss sich wieder auf seine zentralen Aufgaben reduzieren. Dann verschwindet auch der Buerokraten Wasserkopf ... ein wenig.
... schlage ich vor, dass Mindesteinkommen für alle Arbeitnehmer wird auf 20.000.000,00 EUR/jährlich angehoben. Das ist in etwa das Niveau der Liga Ackermann, Zetsche, Winterkorn.
Ganz großer Vorteil: Alle sind glücklich, alle verdienen viel Geld, der Staat generiert zusätzliche Steuereinnahmen und gespart wird auch noch ... also, sagen Sie.
Allerdings werde ich den Verdacht nicht los, Sie und ich haben da irgendwo einen klitzekleinen Pferdefuß übersehen, nur welchen?
Wir müssen an maßlos hohen Vorstands-Dotierungen sparen. Aber nicht an den Sondersteuern für die 800.000 deutschen Millionäre, die in den produktiven Arbeitsprozeß wieder zurück geführt werden müssen.
Bevor etwas erwirtschaftet werden kann, muß jemand für dieses Wirtschaften dasein. Es müssen Leute da sein, Kinder, Auszubildende, Techniker, Ingenieuere. Nicht war? Und wo kommen die her? Aus den Familien. Und die werden mit der Industriepolitik des Herrn Hundt ausgeblutet.
Sie fallen auf Ihren eigenes Neidgefühl und auf die Industriepolitik der Arbeitgeberverbände herein und wiederholen besinnungslos deren Parolen. Wenn Sie und Ihre Frau Ihre Kinder allein lassen und in den Kindergarten oder Hort stecken, macht Sie sich gegenseitig auf dem Arbeitsmarkt INDIREKT Konkurrenz und Ihre Löhne oder Gehälter fallen. Dabei haben Sie aber pro Kind für den Kindergarten mehr abzudrücken, als Sie gewöhnlich verdienen. Daher kommt Ihr Neid.
Wenn Sie jetzt die Überstunden addieren und sich selbst zurechnen würden, die Sie und Ihre Frau wegen der liegengelassenen Arbeit zuhause nachholen müssen; wenn Sie eine Putzfrau stattdessen bezahlen müßten, würde Ihr Budget nur bis zur Hälfte reichen.
DAS ist der Grund, warum einer der beiden Elternteile besser zuhause bleibt und für die Familie arbeitet anstatt für Herrn Hund, diesmal und aus gutem Grund ohne "t".
Es gibt auch eine Ökonomie der Familie. Und ohne Familie kein Staat und überhaupt keine Industrie. Und am ANFANG steht die Familie.
das stimmt nicht so ganz, denn man muss natürlich alle Vermögenswerte zur Betrachtung heranziehen. Aber egal ...
Was mir das Problem zu sein scheint ist, dass große Vermögen hauptsächlich gehortet werden. Dieses Geld wird eben nicht investiert und somit dem Wirtschaftskreislauf entzogen oder es wird an der Börse verzockt - mal böse gesprochen. Die Verteilung dieser Gelder auf die mittleren und unteren Einkommen führt zu einer wachsenden Binnennachfrage, zirkuliert also, weil es (fast) komplett wieder ausgegeben wird. Ich habe kein Problem damit, wenn jemand viel Geld verdient, aber es gibt eben auch wirtschaftspolitisch einen Pferdefuß an dieser Sache. Da jetzt die richtige Balance zu finden, die immer wieder neu austariert werden muss, scheint mir in diesen Zeiten eine wichtige Aufgabe.