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Kritik an Bundesregierung: Deutsche Wirtschaft fordert schärferen Sparkurs

dpaIn der europäischen Schuldenkrise feiert sich die Bundesregierung gerne als leuchtendes Vorbild bei der Haushaltskonsolidierung. Doch der deutschen Wirtschaft reichen die Anstrengungen offenbar nicht. Laut einem Pressebericht fordert sie die Bundesregierung auf, mehr zu sparen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...829348,00.html
  1. #160

    Oh je ...

    Zitat von diemegamaschine Beitrag anzeigen
    Niemals haben Besserverdienende dazu beigetragen, den Staatshaushalt zu sanieren. [...] Dies ist ein verlogenes System und keine Demokratie!
    Das einzig verlogene scheint mir Ihr Beitrag zu sein:
    10 % der "Besserverdiener" tragen 50 % der Einkommensteuereinnahmen
    25 % der "Besserverdiener" tragen 80 %.
    Die unteren 50 % der Einkommensbezieher tragen gerade einmal 4 %.

    Was wollen Sie eigentlich?
  2. #161

    Zitat von limrz Beitrag anzeigen
    Recherchieren Sie mal unter Kapitalertragssteuer. Vor Einführung dieser Steuer waren Kursgewinne nach 6 bzw 12 Monaten steuerfrei...
    Tja, der Staat möchte eben nicht mehr, dass man selbst fürs Alter vorsorgt. Lieber soll man sein Geld "steuersparend" in windige Finanzprodukte der Versicherungen stecken und dadurch dann auch die Kontrolle darüber aufgeben.

    Die Großen kümmert die Kapitalertragssteuer kaum, es werden vor allem die Kleinen getroffen unter dem Jubel der Linksideologen, dabei haben die doch einmal die Teilhabe an den Produktionsmitteln gefordert.
  3. #162

    Die Tatsache das die Wirtschaft bei drastischen Sparmassnahmen der Regierung deutliche Probleme bekommt, zeigt wie stark sie vom Staat abhaengt. All die Subventionen haben zusaetzliche Abhaengigkeiten geschaffen und zum Teil, nicht immer, aber sehr haeufig, den Markt kuenstlich stark deformiert. Wenn dann natuerlich auf einmal diese Gelder wegfallen, weil gespart wird, dann klapp das Kartenhaus in sich zusammen. Die Solarbranche ist dafuer ein gutes, weil offensichtliches Beispiel. Aber das gilt leider fuer viele Bereiche in denen der Staat viel zu viel Einfluss genommen hat.
    Ich bin der Meinung das wir langfristig wieder einen Staat Light haben muessen. Weniger ist machmal mehr. Die Aufgaben des Staates muessen reduziert und praezisiert werden. Er muss sich wieder auf seine zentralen Aufgaben reduzieren. Dann verschwindet auch der Buerokraten Wasserkopf ... ein wenig.
  4. #163

    Fabelhafte Detailarbeit

    Zitat von herr_kowalski Beitrag anzeigen
    Also Streichung folgender Subventionen:

    Luftfahrt-Kerosin
    Steuerbefreiung Schiffahrt
    Dienstwagenprivilieg
    Vermögenssteuerbefreiung......
    Bravo! Ergänzung! Begrenzung maßloser Vorstands-Dotierungen. Herr Winterkorn: Bringen Sie den Skandal 1,4 l-Motor kundenfreundlich in Ordnung. Man höhrt nichts von Ihnen!
  5. #164

    Bravo!

    Zitat von herr_kowalski Beitrag anzeigen
    Also Streichung folgender Subventionen:

    Luftfahrt-Kerosin
    Steuerbefreiung Schiffahrt
    Dienstwagenprivilieg......
    Sehr guter Detail-Kommentar.
  6. #165

    Zitat von Nihil novi Beitrag anzeigen
    Aber wieso wird dann von den bösen Südländern verlangt, Löhne in der freien Wirtschaft zu kürzen um an die IWF Knete zu kommen?
    Der Staat hat gar keinen Zugriff auf die Lohngestaltung in der freien Wirtschaft. Das Problem der Südländer ist eher, dass es kaum freie Wirtschaft gibt, da überall Staatsunternehmen die Weiterentwicklung lähmen.
  7. #166

    Ihrer Logik folgend ...

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Welche Kosten spart denn der Staat, wenn an Managergehältern gespart wird? Im Gegenteil, dadurch kommt es noch zu Steuerausfällen! Selbst wenn die gesparten Managergehälter in höhere Löhne fließen würden, käme es zu Steuerausfällen auf Grund der unterschiedlichen Steuersätze. Wo wird als bei Ihrem Vorschlag gespart, im Sinne des Staates?
    ... schlage ich vor, dass Mindesteinkommen für alle Arbeitnehmer wird auf 20.000.000,00 EUR/jährlich angehoben. Das ist in etwa das Niveau der Liga Ackermann, Zetsche, Winterkorn.

    Ganz großer Vorteil: Alle sind glücklich, alle verdienen viel Geld, der Staat generiert zusätzliche Steuereinnahmen und gespart wird auch noch ... also, sagen Sie.

    Allerdings werde ich den Verdacht nicht los, Sie und ich haben da irgendwo einen klitzekleinen Pferdefuß übersehen, nur welchen?
  8. #167

    Sparen ?

    Wir müssen an maßlos hohen Vorstands-Dotierungen sparen. Aber nicht an den Sondersteuern für die 800.000 deutschen Millionäre, die in den produktiven Arbeitsprozeß wieder zurück geführt werden müssen.
  9. #168

    Ihr Einwand ist fast richtig...

    Zitat von Der_Franke Beitrag anzeigen
    Ich würde auch gern zu Hause bleiben, wie die von Ihnen erwähnten Frauen mit Kindern. Aber es gibt Leute, die kapieren die einfachsten ökonomischen Dinge nicht. Alles was verteilt wird, muß zuvor erwirtschaftet werden. Und ich sehe beim besten Willen nicht ein, daß eine Hartz IV Familie gleich gut (oder sogar besser lebt) als ich mit meinen Vollzeitarbeitsplatz, nur weil sie Kinder hat. Auf die Industrienationen bezogen sind die Familienleistungen in Deutschland außerordentlich hoch (über 190 Milliarden). Also ist eher eine Kürzung als eine Ausweitung angesagt. Und das Geschwätz mit dem demographischen Problem ist bei Massenarbeitslosigkeit eh unverständlich. Die angeblich fehlenden Kinder würden später als Erwachsene eh nur für Beschäftigung bei den Arbeitsagenturen sorgen.
    Bevor etwas erwirtschaftet werden kann, muß jemand für dieses Wirtschaften dasein. Es müssen Leute da sein, Kinder, Auszubildende, Techniker, Ingenieuere. Nicht war? Und wo kommen die her? Aus den Familien. Und die werden mit der Industriepolitik des Herrn Hundt ausgeblutet.
    Zitat von Der_Franke Beitrag anzeigen
    I Aber es gibt Leute, die kapieren die einfachsten ökonomischen Dinge nicht.
    Sie fallen auf Ihren eigenes Neidgefühl und auf die Industriepolitik der Arbeitgeberverbände herein und wiederholen besinnungslos deren Parolen. Wenn Sie und Ihre Frau Ihre Kinder allein lassen und in den Kindergarten oder Hort stecken, macht Sie sich gegenseitig auf dem Arbeitsmarkt INDIREKT Konkurrenz und Ihre Löhne oder Gehälter fallen. Dabei haben Sie aber pro Kind für den Kindergarten mehr abzudrücken, als Sie gewöhnlich verdienen. Daher kommt Ihr Neid.

    Wenn Sie jetzt die Überstunden addieren und sich selbst zurechnen würden, die Sie und Ihre Frau wegen der liegengelassenen Arbeit zuhause nachholen müssen; wenn Sie eine Putzfrau stattdessen bezahlen müßten, würde Ihr Budget nur bis zur Hälfte reichen.

    DAS ist der Grund, warum einer der beiden Elternteile besser zuhause bleibt und für die Familie arbeitet anstatt für Herrn Hund, diesmal und aus gutem Grund ohne "t".

    Es gibt auch eine Ökonomie der Familie. Und ohne Familie kein Staat und überhaupt keine Industrie. Und am ANFANG steht die Familie.
  10. #169

    naja,

    Zitat von hahahans Beitrag anzeigen
    Das einzig verlogene scheint mir Ihr Beitrag zu sein:
    10 % der "Besserverdiener" tragen 50 % der Einkommensteuereinnahmen
    25 % der "Besserverdiener" tragen 80 %.
    Die unteren 50 % der Einkommensbezieher tragen gerade einmal 4 %.

    Was wollen Sie eigentlich?
    das stimmt nicht so ganz, denn man muss natürlich alle Vermögenswerte zur Betrachtung heranziehen. Aber egal ...
    Was mir das Problem zu sein scheint ist, dass große Vermögen hauptsächlich gehortet werden. Dieses Geld wird eben nicht investiert und somit dem Wirtschaftskreislauf entzogen oder es wird an der Börse verzockt - mal böse gesprochen. Die Verteilung dieser Gelder auf die mittleren und unteren Einkommen führt zu einer wachsenden Binnennachfrage, zirkuliert also, weil es (fast) komplett wieder ausgegeben wird. Ich habe kein Problem damit, wenn jemand viel Geld verdient, aber es gibt eben auch wirtschaftspolitisch einen Pferdefuß an dieser Sache. Da jetzt die richtige Balance zu finden, die immer wieder neu austariert werden muss, scheint mir in diesen Zeiten eine wichtige Aufgabe.


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