dpaIn der europäischen Schuldenkrise feiert sich die Bundesregierung gerne als leuchtendes Vorbild bei der Haushaltskonsolidierung. Doch der deutschen Wirtschaft reichen die Anstrengungen offenbar nicht. Laut einem Pressebericht fordert sie die Bundesregierung auf, mehr zu sparen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...829348,00.html
Der Reichtum wird immer größer und größer, aber die Kulturtechnik des Teilens wird nicht beherrscht.
Statt wieder für eine solide Einnahmeseite zu sorgen will man weiter den kleinen Leute die sozialen Errungenschaften wegnehmen.
Und das obwohl die Oberschicht völlig alleine für den Schuldenanstieg verantwortlich ist.
Der Schuldenanstieg von 1 Billion auf 2,1 Billionen Euro, in den letzten 14 Jahren, lässt sich leicht durch die jährlichen Steuergeschenke an die Oberschicht von jährlich 75 Milliarden Euro errechnen.
Die Rücknahme der Senkung des Spitzensteuersatzes, von 53% auf 45%, und der Körperschaftssteuer (Unternehmenssteuer wurde von 45% auf 15% gesenkt) sind zwingend erforderlich.
Die Vermögenssteuer und Kapitalertragssteuer wurden gleich ganz abgeschafft und gehören selbstverständlich wieder eingeführt.
Diese Steuern existieren nur in Deutschland nicht und ihre Nichtexistenz lähmt den Leistungsgedanken in der Marktwirtschaft enorm.
Wer nur von seinen Kapitalzinsen leben kann drückt sich vor einer nützlichen Arbeit.
Das steht in jedem guten Buch der amerikanischen Volkswirtschadftslehre.
Retten wir also die Soziale Marktwirtschaft vor der heutigen Reichtumspflege einiger Weniger.
70% der Bürger besitzen nur noch 9% von allem.
Das Kürzungskartell wird diesen Skandal noch weiter verschärfen.
Die Linken bekommen offenbar mehr und mehr Recht mit ihrer Einschätzung das die Marktwirtschaft, der Kapitalismus, nur solange sozial war wie es ein Konkurrenzsystem gegeben hat.
Welche Kosten spart denn der Staat, wenn an Managergehältern gespart wird? Im Gegenteil, dadurch kommt es noch zu Steuerausfällen! Selbst wenn die gesparten Managergehälter in höhere Löhne fließen würden, käme es zu Steuerausfällen auf Grund der unterschiedlichen Steuersätze. Wo wird als bei Ihrem Vorschlag gespart, im Sinne des Staates?
Denken Sie doch mal bitte nach. Natürlich hat der Staat steigende Steuereinnahmen. Die steigen nämlich mit der Inflation + konjunkturell bedingt ab und zu mal mit besser laufender Konjunktur. Und selbstverständlich steigen auch die Ausgaben des Staates mit der Inflation. Alles, was der Staat bezahlen muss ... Löhne für seine Angestellten, Baukosten, Investitionskosten, Bürobedarf, fremd-eingekaufte Dienstleistungen (Reinigungsfirmen, Gebäudeinstandhaltung, Reparaturen), Energiekosten für Fahrzeuge, Einrichtungen und Gebäude aller Art (von der Schule, über das Ministerium bis zur Uni und dem Finanzamt) und und und ... das wird logischerweise alles mit der Inflation und teilweise weit darüber hinaus (Energiekosten zum Beispiel) auch immer teurer.
Joa, und der Rest der Unis (so 90%) ist dafür grottenschlecht, weil total unterfinanziert. Die wirklich guten Hochschulen in den USA stehen nur wenigen Zehntausend Studenten zur Verfügung und das sind in allererster Linie diejenigen, die sich die gewaltigen Studienkosten überhaupt leisten können, auch wenn das Stipendiensystem in den USA stärker ist als bei uns.
Ja bitte. Wenn Sie was übrig haben, dann spenden Sie es bitte an Ihre nächstgelegene Hochschule. Viele in Deutschland können sich ein Studium noch nicht einmal leisten, geschweigedenn auch noch was an die Unis spenden.
Die anderen machen es ja gerade nicht besser. Wenn Sie die USA oder GB als Vorbild nehmen wollen, sollten Sie sich vorher mal angucken, wie es dort aussieht. Die Mittelschichten schrumpfen dort noch schneller als bei uns ... und dass trotz Turbo-Finanzkapitalismus und menschenverachtender, radikaler Marktwirtschaft. Die Infrastruktur dort (vor allem in GB) ist zu großen Teilen auf Dritte-Welt-Niveau. Ich könnte noch 1.000 andere Sachen aufzählen, aber leider ist die maximale Zeichenzahl des Beitrages gleich erreicht.
Hallo,
ich habe da noch eine ide wie der staat hunderte von mrd einnehmen kann. Wir (der staat) sollten wie bein "kampf" gegen die schwarzbeit einen "kampf" gegen steuerbetrug beginnen. Als erste sollte herr schäuble 10.000 steuerfahnder einstellen! Wenn wir jede unternehmung und jeden manager/eigentümer/aktionäre aus der wirtschaft überprüfen würden wären wir in 10 jahren schuldenfrei. Auch so deals wie mit der schweiz sollten wir nicht machen und wer dort geld hat und sich nicht offenbart der wird eben steuerlich geschätz. WO ein wille da wäre auch ein weg!
Richtiger wäre es doch erst einmal, die Frage rückwärts zu richten.
Warum kann sich einer der höchstentwickelten Staaten gesellschaftliche Errungenschaften, die mit Beginn der industriellen Revolution eingeführt und später ausgebaut wurden heute plötzlich nicht mehr leisten? Warum "muß" eine Stadt, der Staat seine eigenen Unternehmen verkaufen? Warum sind plötzlich die unter viel widrigeren Bedingungen eingeführten Sozial- und Rentenversicherungen heute nicht mehr bezahlbar? Wo sind deren zugehörige Aufwendungen von Allgemeinheit und Wirtschaft? Waren unsere Väter und Urgroßväter unfähig mit Geld umzugehen?
Das Hauptübel sind wenige, aber die Allgemeinheit erpressende Unternehmen und deren Lobbyvertretungen, die korrumpierend das deutsche Staatssystem vergewaltigen und ausnehmen. Fehlender Patriotismus, fehlendes Verantwortungsgefühl gegenüber der Zukunft eines Landes und deren "Humankapital". "Eigentum verpflichtet heißt es!" und "Das Kapital, die Wirtschaft ... solle der Allgemeinheit dienen."
Unter dem Deckmantel des "Sparens" wird rigoroses Kürzen praktiziert. Der Verbraucher wird angehalten sparsam mit Ressourcen umzugehen, direkte und indirekte Mitbewerber der DB AG fahren Züge im Dieselbetrieb unter elektrischen Fahrleitungen. Der sozialversicherungspflichtige Bürger soll sich zusätzlich versichern, die Beiträge der Unternehmer werden "gedeckelt", zu deutsch, die erhöhen sich nicht mehr. Das aus Mitteln der Allgemeinheit finanzierte Strassensystem kollabiert vielerorts resp. ist nach Jahren des Lebens von der Substanz stark sanierungsbedürftig, aber Politik und Wirtschaft verlagern noch mehr Verkehr auf die Straße.
Das deutsche Staats- und Wirtschaftssystem, dessen Abgrenzung längst aufgehoben ist, ist NICHT reformierbar. Vergleichbar mit mafiösen Strukturen der organisierten Kriminalität kann man nur mit unkonventionellen Lösungsansätzen ein neues System etablieren.