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Kritik an Bundesregierung: Deutsche Wirtschaft fordert schärferen Sparkurs

dpaIn der europäischen Schuldenkrise feiert sich die Bundesregierung gerne als leuchtendes Vorbild bei der Haushaltskonsolidierung. Doch der deutschen Wirtschaft reichen die Anstrengungen offenbar nicht. Laut einem Pressebericht fordert sie die Bundesregierung auf, mehr zu sparen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...829348,00.html
  1. #120

    Das verstehen Sie nicht ?

    Zitat von orion4713 Beitrag anzeigen
    Man kann an einigen Stellen sparen, der Steuerzahlerbund und der Rechnungshof zeigen es ja immer wieder.
    Aber auch direkt bei der Industrie. Warum müssen wir die Hersteller bei der Entwicklung von Elektroautos fördern? Da ist genug Geld vorhanden. Warum kosten Schiffe für die Deutsche Marine mindestens doppelt soviel wie für ausländische Marinen?
    Warum gibt es keinen auskömmlichen Mindestlohn? Dann würden die ganzen H4-Aufstockungen entfallen.

    Es gibt noch mehr gute Beispiele.
    Wie sollen denn sonst die ganzen Schmiergelder ( Lobbyisten ) bezahlt werden wenn nicht durch überhöhte Preise.
    Der Staat ( wir alle also ) kann jährlich 170 Milliarden an Subentionen einsparen. Touche´. Neuverschuldung dann überflüssig.
  2. #121

    Zitat von diemegamaschine Beitrag anzeigen
    Wenn von "Wir müssen Sparen" geredet wird, heisst das eigentlich immer, dass Sozialleistungen gekürzt werden sollen. Niemals haben Besserverdienende dazu beigetragen, den Staatshaushalt zu sanieren.!
    Recherchieren Sie mal unter Kapitalertragssteuer. Vor Einführung dieser Steuer waren Kursgewinne nach 6 bzw 12 Monaten steuerfrei...
  3. #122

    Sparen heisst Kapitalismus pur.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der europäischen Schuldenkrise feiert sich die Bundesregierung gerne als leuchtendes Vorbild bei der Haushaltskonsolidierung. Doch der deutschen Wirtschaft reichen die Anstrengungen offenbar nicht. Laut einem Pressebericht fordert sie die Bundesregierung auf, mehr zu sparen.

    Kritik an Bundesregierung: Deutsche Wirtschaft fordert*härteren Sparkurs - SPIEGEL ONLINE
    Der Reichtum wird immer größer und größer, aber die Kulturtechnik des Teilens wird nicht beherrscht.
    Statt wieder für eine solide Einnahmeseite zu sorgen will man weiter den kleinen Leute die sozialen Errungenschaften wegnehmen.
    Und das obwohl die Oberschicht völlig alleine für den Schuldenanstieg verantwortlich ist.

    Der Schuldenanstieg von 1 Billion auf 2,1 Billionen Euro, in den letzten 14 Jahren, lässt sich leicht durch die jährlichen Steuergeschenke an die Oberschicht von jährlich 75 Milliarden Euro errechnen.
    Die Rücknahme der Senkung des Spitzensteuersatzes, von 53% auf 45%, und der Körperschaftssteuer (Unternehmenssteuer wurde von 45% auf 15% gesenkt) sind zwingend erforderlich.
    Die Vermögenssteuer und Kapitalertragssteuer wurden gleich ganz abgeschafft und gehören selbstverständlich wieder eingeführt.

    Diese Steuern existieren nur in Deutschland nicht und ihre Nichtexistenz lähmt den Leistungsgedanken in der Marktwirtschaft enorm.

    Wer nur von seinen Kapitalzinsen leben kann drückt sich vor einer nützlichen Arbeit.

    Das steht in jedem guten Buch der amerikanischen Volkswirtschadftslehre.

    Retten wir also die Soziale Marktwirtschaft vor der heutigen Reichtumspflege einiger Weniger.

    70% der Bürger besitzen nur noch 9% von allem.

    Das Kürzungskartell wird diesen Skandal noch weiter verschärfen.

    Die Linken bekommen offenbar mehr und mehr Recht mit ihrer Einschätzung das die Marktwirtschaft, der Kapitalismus, nur solange sozial war wie es ein Konkurrenzsystem gegeben hat.
  4. #123

    Zitat von grt Beitrag anzeigen
    Wer mehr Geld ausgibt als er hat, muss zukünftig einen Teil seiner Einnahmen (sinnlos) für Zinszahlungen verwenden.
    Seit wann sind Zinszahlungen bitte sinnlos? Das ist ja das atemberaubenste Statement überhaupt. Verstecken Sie Ihr überschüssiges Geld unter dem Kopfkissen?
  5. #124

    Forschungsgelder

    Zitat von herr_kowalski Beitrag anzeigen
    Der Staat ( wir alle also ) kann jährlich 170 Milliarden an Subentionen einsparen. Touche´. Neuverschuldung dann überflüssig.
    Ein Teil davon kann auch als Forschungsgelder deklariert werden - manche wollen das ja!?
    Zumindest gibts dann sehr schnell neue qualifizierte AN auf dem Markt!

    ;-)
  6. #125

    Zitat von Aguilar Beitrag anzeigen
    Vorschlag an die deutsche Wirtschaft: Einsparen bei den Managergehältern und Pensionen, Zahlung anständiger Löhne und der Staat kann Kosten sparen.
    Welche Kosten spart denn der Staat, wenn an Managergehältern gespart wird? Im Gegenteil, dadurch kommt es noch zu Steuerausfällen! Selbst wenn die gesparten Managergehälter in höhere Löhne fließen würden, käme es zu Steuerausfällen auf Grund der unterschiedlichen Steuersätze. Wo wird als bei Ihrem Vorschlag gespart, im Sinne des Staates?
  7. #126

    Sie haben es nicht begriffen:

    Zitat von Der_Franke Beitrag anzeigen
    Ich würde auch gern zu Hause bleiben, wie die von Ihnen erwähnten Frauen mit Kindern. Aber es gibt Leute, die kapieren die einfachsten ökonomischen Dinge nicht. Alles was verteilt wird, muß zuvor erwirtschaftet werden.
    Das ist eben das Prinzip der Politik:
    Mehr ausgeben als einnehmen. So erhält man sich das Wohlwollen des tumben Wahlpöbels und seinen warmen Posten.
    Woher kommt wohl unsere Verschuldung von mehr als 2 Billionen
    2.000.000.000.000,00.
    Nie erwirtschaftet aber munter verteilt.
  8. #127

    Zitat von SURE Beitrag anzeigen
    Fakt ist das wir in den letzten Jahren STEIGENDE Steuereinnahmen hatten und laut Wirtschaftsprognose in den nächsten Jahren haben werden. Nicht ein zuwenig an Steuereinnahmen ist das Problem, sondern die Verteilung selbiger.
    Der Bund hat noch nie höhere EINNAHMEN wie in diesem ersten Quartal ausgewiesen. Trotzdem ist es nicht möglich schuldenfrei zu agieren.
    Denken Sie doch mal bitte nach. Natürlich hat der Staat steigende Steuereinnahmen. Die steigen nämlich mit der Inflation + konjunkturell bedingt ab und zu mal mit besser laufender Konjunktur. Und selbstverständlich steigen auch die Ausgaben des Staates mit der Inflation. Alles, was der Staat bezahlen muss ... Löhne für seine Angestellten, Baukosten, Investitionskosten, Bürobedarf, fremd-eingekaufte Dienstleistungen (Reinigungsfirmen, Gebäudeinstandhaltung, Reparaturen), Energiekosten für Fahrzeuge, Einrichtungen und Gebäude aller Art (von der Schule, über das Ministerium bis zur Uni und dem Finanzamt) und und und ... das wird logischerweise alles mit der Inflation und teilweise weit darüber hinaus (Energiekosten zum Beispiel) auch immer teurer.

    Zitat von SURE Beitrag anzeigen
    In den USA werden Hochschulen ( die Guten zumindest) fast rein privat finanziert. Und wenn Sie lesen über welches Spendenvermögen die Unis teilweise verfügen, kann man sich nur fragen was läuft hier schief.
    Joa, und der Rest der Unis (so 90%) ist dafür grottenschlecht, weil total unterfinanziert. Die wirklich guten Hochschulen in den USA stehen nur wenigen Zehntausend Studenten zur Verfügung und das sind in allererster Linie diejenigen, die sich die gewaltigen Studienkosten überhaupt leisten können, auch wenn das Stipendiensystem in den USA stärker ist als bei uns.

    Zitat von SURE Beitrag anzeigen
    Geht es nur darum Forderungen an den Staat zu stellen oder selbst aktiv zu zu gestalten? Um es mit Kennedy zu sagen: "Frage nicht was Dein Land für Dich tun kann, sondern frage was Du für Dein Land tun kannst."
    Ja bitte. Wenn Sie was übrig haben, dann spenden Sie es bitte an Ihre nächstgelegene Hochschule. Viele in Deutschland können sich ein Studium noch nicht einmal leisten, geschweigedenn auch noch was an die Unis spenden.

    Zitat von SURE Beitrag anzeigen
    Über den Tellerrand hinausschauen und dabei lernen was andere besser machen wäre ein weiterer Ansatz.
    Die anderen machen es ja gerade nicht besser. Wenn Sie die USA oder GB als Vorbild nehmen wollen, sollten Sie sich vorher mal angucken, wie es dort aussieht. Die Mittelschichten schrumpfen dort noch schneller als bei uns ... und dass trotz Turbo-Finanzkapitalismus und menschenverachtender, radikaler Marktwirtschaft. Die Infrastruktur dort (vor allem in GB) ist zu großen Teilen auf Dritte-Welt-Niveau. Ich könnte noch 1.000 andere Sachen aufzählen, aber leider ist die maximale Zeichenzahl des Beitrages gleich erreicht.
  9. #128

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der europäischen Schuldenkrise feiert sich die Bundesregierung gerne als leuchtendes Vorbild bei der Haushaltskonsolidierung. Doch der deutschen Wirtschaft reichen die Anstrengungen offenbar nicht. Laut einem Pressebericht fordert sie die Bundesregierung auf, mehr zu sparen.

    Kritik an Bundesregierung: Deutsche Wirtschaft fordert*härteren Sparkurs - SPIEGEL ONLINE
    Hallo,

    ich habe da noch eine ide wie der staat hunderte von mrd einnehmen kann. Wir (der staat) sollten wie bein "kampf" gegen die schwarzbeit einen "kampf" gegen steuerbetrug beginnen. Als erste sollte herr schäuble 10.000 steuerfahnder einstellen! Wenn wir jede unternehmung und jeden manager/eigentümer/aktionäre aus der wirtschaft überprüfen würden wären wir in 10 jahren schuldenfrei. Auch so deals wie mit der schweiz sollten wir nicht machen und wer dort geld hat und sich nicht offenbart der wird eben steuerlich geschätz. WO ein wille da wäre auch ein weg!
  10. #129

    Richtiger wäre es doch erst einmal, die Frage rückwärts zu richten.

    Warum kann sich einer der höchstentwickelten Staaten gesellschaftliche Errungenschaften, die mit Beginn der industriellen Revolution eingeführt und später ausgebaut wurden heute plötzlich nicht mehr leisten? Warum "muß" eine Stadt, der Staat seine eigenen Unternehmen verkaufen? Warum sind plötzlich die unter viel widrigeren Bedingungen eingeführten Sozial- und Rentenversicherungen heute nicht mehr bezahlbar? Wo sind deren zugehörige Aufwendungen von Allgemeinheit und Wirtschaft? Waren unsere Väter und Urgroßväter unfähig mit Geld umzugehen?

    Das Hauptübel sind wenige, aber die Allgemeinheit erpressende Unternehmen und deren Lobbyvertretungen, die korrumpierend das deutsche Staatssystem vergewaltigen und ausnehmen. Fehlender Patriotismus, fehlendes Verantwortungsgefühl gegenüber der Zukunft eines Landes und deren "Humankapital". "Eigentum verpflichtet heißt es!" und "Das Kapital, die Wirtschaft ... solle der Allgemeinheit dienen."

    Unter dem Deckmantel des "Sparens" wird rigoroses Kürzen praktiziert. Der Verbraucher wird angehalten sparsam mit Ressourcen umzugehen, direkte und indirekte Mitbewerber der DB AG fahren Züge im Dieselbetrieb unter elektrischen Fahrleitungen. Der sozialversicherungspflichtige Bürger soll sich zusätzlich versichern, die Beiträge der Unternehmer werden "gedeckelt", zu deutsch, die erhöhen sich nicht mehr. Das aus Mitteln der Allgemeinheit finanzierte Strassensystem kollabiert vielerorts resp. ist nach Jahren des Lebens von der Substanz stark sanierungsbedürftig, aber Politik und Wirtschaft verlagern noch mehr Verkehr auf die Straße.

    Das deutsche Staats- und Wirtschaftssystem, dessen Abgrenzung längst aufgehoben ist, ist NICHT reformierbar. Vergleichbar mit mafiösen Strukturen der organisierten Kriminalität kann man nur mit unkonventionellen Lösungsansätzen ein neues System etablieren.


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