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Kritik an Bundesregierung: Deutsche Wirtschaft fordert schärferen Sparkurs

dpaIn der europäischen Schuldenkrise feiert sich die Bundesregierung gerne als leuchtendes Vorbild bei der Haushaltskonsolidierung. Doch der deutschen Wirtschaft reichen die Anstrengungen offenbar nicht. Laut einem Pressebericht fordert sie die Bundesregierung auf, mehr zu sparen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...829348,00.html
  1. #100

    ...Nichts leichter als das! Sparen kann man ganz wunderbar bei den Manager- und anderen Spitzengehältern. Einfach pro Managergehalt etc. ein paar schöne, grosse Scheine mtl. abziehen und damit Schulden begleichen. Sie werden sich wundern, wie schnell deutschlands Schulden beglichen sind. Wissen Sie, wieviele Millionäre es hierzulande gibt? Die Dichte, allein in BW und Bayern ist atemberaubend...
    Sie denken, das ist flapsiges Gerede? Nein, das meine ich ganz ernst.
    Wir leben immer noch im Unsozialstaat.
  2. #101

    Ganz einfach

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der europäischen Schuldenkrise feiert sich die Bundesregierung gerne als leuchtendes Vorbild bei der Haushaltskonsolidierung. Doch der deutschen Wirtschaft reichen die Anstrengungen offenbar nicht. Laut einem Pressebericht fordert sie die Bundesregierung auf, mehr zu sparen.

    Kritik an Bundesregierung: Deutsche Wirtschaft fordert*härteren Sparkurs - SPIEGEL ONLINE
    Bin voll dabei, zu allererst mal die unzähligen Subventionen weg. Bin mal gespannt, ob das der richtige Weg in den Augen dieser Verbandsfuzzis ist.
  3. #102

    Frage

    Zitat von SURE Beitrag anzeigen
    Grotesker Kommentar zum Thema! In anderen Ländern ist natürlich alles besser, oder? Das Sozialsystem, die Pfegeversicherung, die Stellung der Frauen, die Rente, war da nicht was mit Amerika. Schon mal i Frankreich gelebt?
    Ausser Ihrer teilweise .....
    Wenn Sie heute unsere Hochleistungsträger aus Wirtschaft und Politik fragen würden, was Sie für Ihr Land tun könnten, wäre die Anntwort doch wohl so:
    "Als Leiharbeiter mit Hartz IV Aufstockung bis zum Erreichen des Rentenalters buckeln und dann möglichst schnell sozialverträglich ableben."
  4. #103

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der europäischen Schuldenkrise feiert sich die Bundesregierung gerne als leuchtendes Vorbild bei der Haushaltskonsolidierung. Doch der deutschen Wirtschaft reichen die Anstrengungen offenbar nicht. Laut einem Pressebericht fordert sie die Bundesregierung auf, mehr zu sparen.

    Kritik an Bundesregierung: Deutsche Wirtschaft fordert*härteren Sparkurs - SPIEGEL ONLINE
    Die neoliberalfaschistische Einstellung der deutschen Wirtschaft ist ja bekannt. Mehr Gewinne, mehr Kohle und die Menschen sind nur Kanonenfutter.
    Diese Einstellung hat direkt zu der heutigen Finanzkrise geführt, und das Finanzcasino richtig angeheizt. Die überbordenden Gewinne der Wirtschaft suchten Anlagemöglichkeiten und gingen dorthin, wo die hächsten Renditen versprochen wurden. Wohlgemerkt versprochen, halten konnten die Banken diese Versprechungen nie sondern handelten nach dem Madoff-Prinzip: zahle die versprochenen Renditen aus den Neuinvestitionen. Tja, und nun zahlen die Bürger für die versprochenen Renditen damit die Banken nicht pleite gehen.
    Die Forderung der Wirtschaft ist billig und durchschaubar. Man will auf der einen Seite Verluste aus dem Finanzcasino auffüllen, und hofft andererseits, dass die Regierung die Subventionen von derzeit 180 Mrd. Euro verdoppelt, damit man weiterhin andere Wirtschaften der Welt unterbieten kann. Lohndumping scheint nicht mehr weitergehen zu können, also versucht man es halt auf diese Weise. Dieser neoliberalfaschistischen Forderung der Wirtschaft können nur die menschen entgegenstehen. Die Regierung - manche glauben sie stehe auf der Seite der Finanzwirtschaft, aber das ist naiv - wird sich wegen der Verbrüderung mit der Wirtschaft nicht lange gegen eine solche Forderung wehren können. Das politische Personal sowieso nicht.

    exilator
  5. #104

    Zitat von SURE Beitrag anzeigen
    Fakt ist das wir in den letzten Jahren STEIGENDE Steuereinnahmen hatten und laut Wirtschaftsprognose in den nächsten Jahren haben werden. Nicht ein zuwenig an Steuereinnahmen ist das Problem, sondern die Verteilung selbiger.
    Der Bund hat noch nie höhere EINNAHMEN wie in diesem ersten Quartal ausgewiesen. Trotzdem ist es nicht möglich schuldenfrei zu agieren.
    Denken Sie doch mal bitte nach. Natürlich hat der Staat steigende Steuereinnahmen. Die steigen nämlich mit der Inflation + konjunkturell bedingt ab und zu mal mit besser laufender Konjunktur. Und selbstverständlich steigen auch die Ausgaben des Staates mit der Inflation. Alles, was der Staat bezahlen muss ... Löhne für seine Angestellten, Baukosten, Investitionskosten, Bürobedarf, fremd-eingekaufte Dienstleistungen (Reinigungsfirmen, Gebäudeinstandhaltung, Reparaturen), Energiekosten für Fahrzeuge, Einrichtungen und Gebäude aller Art (von der Schule, über das Ministerium bis zur Uni und dem Finanzamt) und und und ... das wird logischerweise alles mit der Inflation und teilweise weit darüber hinaus (Energiekosten zum Beispiel) auch immer teurer.

    Zitat von SURE Beitrag anzeigen
    In den USA werden Hochschulen ( die Guten zumindest) fast rein privat finanziert. Und wenn Sie lesen über welches Spendenvermögen die Unis teilweise verfügen, kann man sich nur fragen was läuft hier schief.
    Joa, und der Rest der Unis (so 90%) ist dafür grottenschlecht, weil total unterfinanziert. Die wirklich guten Hochschulen in den USA stehen nur wenigen Zehntausend Studenten zur Verfügung und das sind in allererster Linie diejenigen, die sich die gewaltigen Studienkosten überhaupt leisten können, auch wenn das Stipendiensystem in den USA stärker ist als bei uns.

    Zitat von SURE Beitrag anzeigen
    Geht es nur darum Forderungen an den Staat zu stellen oder selbst aktiv zu zu gestalten? Um es mit Kennedy zu sagen: "Frage nicht was Dein Land für Dich tun kann, sondern frage was Du für Dein Land tun kannst."
    Ja bitte. Wenn Sie was übrig haben, dann spenden Sie es bitte an Ihre nächstgelegene Hochschule. Viele in Deutschland können sich ein Studium noch nicht einmal leisten, geschweigedenn auch noch was an die Unis spenden.

    Zitat von SURE Beitrag anzeigen
    Über den Tellerrand hinausschauen und dabei lernen was andere besser machen wäre ein weiterer Ansatz.
    Die anderen machen es ja gerade nicht besser. Wenn Sie die USA oder GB als Vorbild nehmen wollen, sollten Sie sich vorher mal angucken, wie es dort aussieht. Die Mittelschichten schrumpfen dort noch schneller als bei uns ... und dass trotz Turbo-Finanzkapitalismus und menschenverachtender, radikaler Marktwirtschaft. Die Infrastruktur dort (vor allem in GB) ist zu großen Teilen auf Dritte-Welt-Niveau. Ich könnte noch 1.000 andere Sachen aufzählen, aber leider ist die maximale Zeichenzahl des Beitrages gleich erreicht.
  6. #105

    .

    Zitat von levitian Beitrag anzeigen
    Wer ist die "deutsche Wirtschaft"? Und was verstehen die unter sparen? Wenn sie damit die ersatzlose Streichung der Wirtschaftssubventionen meinen, bin ich sehr dafür. Angefangen beim Aggrarmarkt über steuerfreies Flugbenzin, Solarförderung, Kohle, Strom, Energie, Wohnungsbau bis hin zur Atomwirtschaft liese sich eine Menge sparen. Fangen wir damit mal an!
    Naja, Flugbenzin ist höher besteuert als normales Benzin.
  7. #106

    Naja,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der europäischen Schuldenkrise feiert sich die Bundesregierung gerne als leuchtendes Vorbild bei der Haushaltskonsolidierung. Doch der deutschen Wirtschaft reichen die Anstrengungen offenbar nicht. Laut einem Pressebericht fordert sie die Bundesregierung auf, mehr zu sparen.

    Kritik an Bundesregierung: Deutsche Wirtschaft fordert*härteren Sparkurs - SPIEGEL ONLINE
    ich habe mir jetzt jeden Beitrag hier im Forum durch gelesen. Es ist wie immer: es gibt hüben wie drüben gute Argumente.
    Ich persönlich sehe das so:
    1. Die Unternehmensgewinne sind explodiert, der Binnennachfrage ist demgegenüber kaum gestiegen, eher stagnierend.
    2. Die Neuverschuldung des Bundes ergibt sich zunächst aus den Folgen der Finanz- und Bankenkrise (Konjunkturprogramm, Kurzarbeitergeld, Bankenrettung, Rettungsschirme und jetzt die 1. Tranche für den ESM, deshalb der Nachtragshaushalt)
    3. Das die Steuereinnahmen höher sind als in den Jahren zuvor ist klar, aber inflationsbereinigt stimmt es wiederum nicht!
    4. Die Exportgewinne der Wirtschaft subventioniert der Staat über steigende Sozialleistungen (H4, Aufstocker, Minijobber und alles was man zu der prekären Beschäftigung zählen kann)
    5. Die Lohnzurückhaltung der letzten Jahre führte zu einem stagnierenden Binnenwachstum - alle anderen Darstellungen sind falsch!
    6. Die Arbeitnehmer in D. werden mit einer zu schwachen Währung bezahlt!! Der Euro als Teuro ist nicht nur ein Schlagwort, sondern gemessen an der Kaufkraft Realität. Deshalb ist der Urlaub in G. für uns sehr teuer geworden. Der Euro ist ja nicht mehr an die Wirtschaftsleistung gekoppelt. Eigentlich müßten wir aufwerten wie der Teufel. Das können wir aber nicht, was wir aber können ist INTERN aufwerten über höhere Löhne. G. und S. etc. werten gerade intern ab. Leider viel zu schnell in einem zu großen Umfang - das verschärft die Krise.
    7. Wenn jetzt das Hundt von Sparen spricht, dann hat er die letzten Jahre auf dem Mars gelebt, denn er meint tatsächlich sparen auf Kosten der Binnennachfrage. Es gibt Leute, denen ist D. sowas von egal, die haben nur die eigenen Interessen im Sinn. Wie einige Foristen geschrieben haben, gibt es aber durchaus Sparmöglichkeiten - es gibt aber auch die Möglichkeit, die Einnahmen zu verbessern: Widerrufen der Steuergeschenke an die Unternehmen - bei den Gewinnen ist das nicht mehr einzusehen. Erbschaftssteuer und Vermögenssteuer hoch, Mindestlohn einführen. Denn ein Mindestlohn erhöht die Einnahmen der Staates und verringert die Ausgaben.
    8. Infrastrukturprogramme auflegen - ganz dringend!! Schulen, Strassen, Gebäudesanierung, etc. schafft doch einen wachsenden Binnenmarkt - gut für die heimischen Unternehmen, gut für den Arbeitsmarkt, gut für die Staatseinnahmen. Ich erinnere mich an das Programm von Roosevelt - ein gigantischer Erfolg.

    Zur Ergänzung:
    Wege aus der Euro-Krise - Prof. Dr. H. Flassbeck - YouTube
  8. #107

    ..

    Zitat von janeeisklar Beitrag anzeigen
    Wer ist denn die "deutschen Wirtschaft"?

    ...die Banken selber oder die Verbrauchsgüter-Produzenten?

    Nebenbei die "deutsche Wirtschaft" bekommt jedes Jahr 170 Mrd an Subventionen - wollen sie die auch kürzen?
    Will das nicht jeder Politiker ? Vor der Wahl versteht sich. Nachher verbieten "Sachzwänge" ein "entschiedenes Vorgehen".
    Wiederholung September 2013.
  9. #108

    Hmm..

    Zitat von the_rover Beitrag anzeigen
    Sparen! Und zwar am richtigen Ende!
    Nicht bei öffentlichen Investitionen darf gespart werden, sondern es müssen in der öffentlichen Verwaltung Einsparungen stattfinden. Es wird in Deutschland zu viel verwaltet und zu wenig erwirtschaftet!
    Haben Sie da gerade einmal eine Statistik zur Hand, die Ihre Einlassung untermauert? Ich bin bislang, bei der Sichtung des vorhandenen Datenmaterials zu diesem Thema zu ganz anderen Ergebnissen gekommen. Deutschlands Verwaltung gehört zu den kleinsten und effektivsten der Welt. Muss man nicht wissen, sollte man aber..
  10. #109

    Hä?

    Zitat von gustavsche Beitrag anzeigen
    Man kann beispielsweise die Mehrwertsteuer vereinfachen: Normaler und ermäßigter Satz werden zusammengelegt, beispielsweise bei 15 %, und man spart sehr viel Bürokratie.

    Das Kindergeld ist eine Leistung, die eigentlich niemand benötigt. Wer auf Kindergeld angewiesen könnte ja alternativ, sobald das Kindergeld abgeschafft würde, Hartz-IV-Aufstocker werden. Rein finanztechnisch betrachtet ist das für die Betroffenen ein Nullsummenspiel. Die Chance besteht darin, mit dem eingesparten Kindergeld die Steuern zu senken, beispielsweise den Grundfreibetrag. Das würde eine ungeheure Dynamik erzeugen und die Menschen in den unteren Gehaltsgruppen haben statt Kindergeld mehr Netto vom Brutto. Und das ist in der Gesamt sogar mehr, weil der Staat ungemein viel Bürokratie spart.
    Wenn Sie in einer unteren Gehaltsklasse sind und 2 Kinder haben, zahlen Sie gar keine Steuern. Welche Dynamik also wollen Sie bitte wo entfachen?








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