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Kritik am Eurovision Song Contest: Dann holen wir halt den Weltkrieg raus
DPAAserbaidschan missbraucht den Eurovision Song Contest zur Schönfärberei, Aktivisten klagen über eine dramatische Verschlechterung der Lage im Land. Kritik daran kontert das Regime - und droht mit Schmutzkampagnen. Zum Beispiel gegen Deutschland.
http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...828199,00.html
- #1 18.04.2012 13:41 von
EUROvision
Gab es in den letzten Jahren eine Erdkrustenverschiebung oder warum kommt man auf die Idee, dass Aserbaidschan Teil Europas wäre ?
Aber egal Türkei, Israel und andere eindeutig nicht europäische Staaten nehmen ja auch teil. Warum nennt man es nicht dann EURASIAN-vision. Dann wäre auch für den Iran noch Platz. - #2 18.04.2012 13:53 von
Voraussetzung für die Teilnahme ist die Mitgliedschaft in der European Broadcasting Union (EBU). Dafür muss ein Land nicht in Europa liegen.
- #3 18.04.2012 14:05 von
Warum nicht gleich ...
... einfach Musik, Musik, Musik ...
Eine meiner Lieblingsgruppen AbbA wurde durch diesen Wettbewerb entdeckt. Und nur das zählt.
... Musik Musik Musik ...
egal ob in Eurasien, Afrika, Nord- Südamerika, Australien oder sonst wo.
Freue mich über alle Menschen die Musik ohhne Politik geniesen können. - #4 18.04.2012 14:05 von
warum blos dort?
Ist für mich sowieso unverständlich warum dieser bekloppte Contest unbedingt in so einem Land stattfinden muss. Genau wie die Fussball-EM in der Ukraine. Solche Länder gehören auf die No-Go-Liste für diverse Veranstaltungen. Die Regime werden die Events immerzu ihren Gunsten und zu Lasten der Bevölkerung missbrauchen, das ist doch klar.
- #5 18.04.2012 14:12 von
*seufz*
Nochmal für alle, die es nach 57 Jahren ESC immer noch nicht verstanden haben:
Die geographische Lage eines Landes hat nichts mit der Berechtigung zur Teilnahme am Eurovision Song Contest zu tun. Mindestens eine Fernsehstation eines Landes muss Mitglied der EBU (European Broadcasting Union) sein, damit das Land im Song Contest repräsentiert werden kann.
Theoretisch könnten z. B. also auch Chile, die Mongolei oder die Bahamas am Song Contest teilnehmen - sofern eine der dortigen Fernsehstationen sich entschließt, Mitglied der EBU zu werden. - #6 18.04.2012 14:25 von
- #7 18.04.2012 14:27 von
Geographie
Man kann dies durchaus verschieden sehen. In Deutschland wird meist die Manytschniederung als Grenze Europas angesehen. Unter dieser Annahme liegt Aserbaidschan nicht in Europa. International unter Geographen verbindliche Festlegungen über den Verlauf der Grenze zwischen den Kontinenten gibt es jedoch nicht, so dass teilweise auch der Hauptkamm des Großen Kaukasus als Grenze auf diesem Abschnitt angesehen wird, vor allem im englisch- und französischsprachigen Raum. Unter dieser Annahme liegt der Norden Aserbaidschans geographisch in Europa. Ich habe mehrere Jahre in Aserbaidschan gearbeitet und dies mit meiner Berufsunfähigkeitsversicherung en Detail diskutiert. Am Schluss musste ich leider eine Verdopplung des Beitrages da außereuropäisches Land hinnehmen.
- #8 18.04.2012 14:31 von
Nix Titel
Wir müssen allerdings in der Tat mit der Kritik an Aserbaidschan vorsichtig sein. Wenn die ganze Zeit nichts kommt und bei einem Event wie dem Eurovision dann kann die Bevölkerung ganz schnell der Meinung sein, dass die westliche Welt ja sowieso gegen Aserbaidschan ist.
Das fällt mir bei befreundeten Chinesen und Israeliten auf. Die nehmen fast alle irgendwann die Kritik, die sich ja eigentlich gegen die Regierung richtet, persönlich.
Und das ist das Beste, was den Regierungen passieren kann. - #9 18.04.2012 14:37 von
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