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Krisenstab bei Illner: Oli Kahn kriegt einen Mutanfall

Hinter'm Horizont geht's weiter - frei nach diesem Motto übte sich ZDF-Talkerin Maybrit Illner in psychologischer Krisenbewältigung. Motivations-Titan Oli Kahn bewies eisernen Kampfeswillen, der neue Wirtschaftsminister Souveränität - und die anderen Gäste ihre Lust am gehobenen Narrentum.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...608828,00.html
  1. #1

    Am Aschermittwoch ist alles vorbei

    Das einzig schöne an der Krise ist der lächerliche Anblick all dieser nackten Kaiser, der finanziellen Ranzengarde und Ihrer ernstgemeinten Büttenreden.

    Der Philosoph weiß, daß er nichts weiß. Bei unserer "Elite" ist es umgekehrt.

    Helau! Narrhallamarsch!
  2. #2

    *lol*

    FDP-Wirtschaftspolitiker Rainer Brüderle.....
    3x kurz gelacht !
  3. #3

    Schwachsinn

    Schwachsinnig,mehr ist zu diesen immer dünnlicher werdenden Talksendungen nicht zu sagen.
  4. #4

    Oli K

    Nachdem Maybrit Illner die Talkshow damit eröffnete, dass sie OLI K fragte, ob denn die Krise auch bei ihm angekommen sei, war mir klar: Denn sie wissen nicht mehr, was sie tun. Wie kann man einen mehrfachen Millionär fragen, ob die Krise bei ihm angekommen sei. Welche Krise? Die Krise, die Seitensprünge wieder ins Lot kriegen? Die Krise, abgezockten Gläubigern, die auf ihren Schulden sitzen, von der Bunten aus Mut zu zusprechen (a la Pooth). Wirklich spannend, von solchen Leuten sich für die Krise Mut zu sprechen zu lassen.

    Als dann OLI die Frage pflichtschuldigst mit dem nötigen Ernst beantworte war mir endlich klar: Die Medien, Promis, Politiker haben den Rubicon überschritten in eine Scheinwelt, die mit der realen Welt des Mittelstandbürgers nichts mehr zu tun hat. Lebt wohl, und lasst mich mit eurem weltfremden Gesabbel in Ruhe. Wenigstens von euch erwarte ich nichts mehr. Wirklich gar nichts mehr.
  5. #5

    He, was ist los Herr Mohr

    Ich bin fast sprachlos. Wer hätte das gedacht. Ein Mohr kriegt die Kurve, oder besser ist auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Natürlich noch ein bisschen Lob für unseren neuen Wirtschaftsminister, aber dafür eine realistische Einschätzung der Lage. Gut gemacht Herr Mohr, hätte ich Ihnen nicht zugetraut.
    Zum Thema selbst: Ich dachte mir, es ist Fasching, warum nicht mal eine Kappensitzung in Form einer Talkshow. Am besten fand ich unseren Oli, und die Einspielung, als Oli bis zur letzten Minute nicht aufgegeben hat, und in aussichtsloser Situation die Meisterschaft der Bayern gerettet hat. Ja, jetzt muss nur noch jemand das Tor für unsere deutsche Wirtschaft schießen, in letzter Minute so zu sagen, dann kommt der Aufschwung im Herbst. Vielleicht meint unser neuer Wirtschaftsminister das mit dem Aufschwung ja so, und er weiß schon wer das Tor schießen wird. Ein bisschen kommt mir dass aber so vor, wie damals im 2ten Weltkrieg, als die Mehrzahl der Deutschen an den „Endsieg“ glauben wollten.
    Und dann diese Tante, Antonella Mei-Pochtel von der Boston Consulting Group, "der deutsche Konsument ist jetzt gefragt", ne, welche Neuigkeit, aber liebe Frau, das hätten Sie aber mal vor 5 Jahren sagen sollen. Jahrelang das neoliberale Lied gesungen, Dumping-Löhne und Globalisierung, sprich Lohnwettbewerb gepredigt. Und plötzlich besinnt man sich der Binnennachfrage. Gute Frau, es soll mit unter Kreise geben, natürlich ganz weit weg von den Ihrigen, die haben nix zu konsumieren. Es fehlen nun mal 4 bis 5 Mio. Arbeitsplätze in D, auch mit prekären Arbeitsverhältnissen, und es werden noch mehr.
    Alles in Allem hab ich mich trotz der ernsten Situation köstlich amüsiert. Und dafür ist diese Format ja auch gemacht, oder etwa nicht?
  6. #6

    Jodel-Diplom

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hinter'm Horizont geht's weiter - frei nach diesem Motto übte sich ZDF-Talkerin Maybrit Illner in psychologischer Krisenbewältigung. Motivations-Titan Oli Kahn bewies eisernen Kampfeswillen, der neue Wirtschaftsminister Souveränität - und die anderen Gäste ihre Lust am gehobenen Narrentum.

    http://www.spiegel.de/kultur/gesells...608828,00.html
    Hat Frau Illner ihr Jodel-Diplom schon erworben? Sie braucht doch mal was Eigenes.
    In der Runde hätte der fette Missfelder auch noch eine gute Figur abgegeben.
  7. #7

    Dazugelernt

    Wie ein Millionär wie O. Kahn etwas Substanzielles zur Krise sagen soll, bliebt mir schlerhaft,aber die beiden Protagonisten v.Guttenberg und Mei-Pochtel sorgten für inhaltliche Substanz, wobei die distanzierte Haltung des Wirtschaftsministers zu Staatshilfen und die offene Kritik an der recht arroganten Frau Schäffler überzeugten.Ein
    Schwachpunkt war sicher Herr Brüderle, der wie sonst die Linken immer dieselben zettel aus seinem Bauchladen hervorkramte.
    Aber positiv war, dass man sich nicht jedesmal das ermüdende Geschwätz irgendwelcher linker Besserwisser und vor allem ihr ewiges Unterbrechen anderer Gesprächspartner antun musste.
    So wurde es eine recht wohltuende Unterhaltung.
    Ein weiterer Schwachpunkt ist und bleibt die Moderatorin selbst, der es einfach nie gelingt, ohne verbale Schlenker und Albernheiten auszukommen.
    Da wäre mir ein sachlich-distanzierter Moderator, so wie man sie auf Phoenix findet, lieber.
  8. #8

    Krisenstab für Maybrit Illner

    Das war ein seltsamer Krisenstab. Offenbar braucht Frau Illner einen Krisenstab für die Zusammnestellung ihrer Gesprächsrunden. Die Einschätzung in SpOn war m.E. viel zu positiv. Fragen an Herrn Brüderle: Was nutzt einem aus der Zeitarbeit entlassenen Familienvater (im Vergleich zu den Gesprächteilnehmern - z.B. Oli Kahn) eine Steuersenkung?
    Warum muss der Steuerzahler für die Fehler der Bänker und die
    Renditegier von gutbetuchten Anlegern gerade stehen? Usw.

    Sysop hat recht: Gehobenes Narrentum
  9. #9

    Missfelder und die Rentnerlast

    Zitat von reikur Beitrag anzeigen
    Hat Frau Illner ihr Jodel-Diplom schon erworben? Sie braucht doch mal was Eigenes.
    In der Runde hätte der fette Missfelder auch noch eine gute Figur abgegeben.
    Lieber nicht, der hätte den Rentnern empfohlen, den Löffel endlich abzugeben, sobald sie 66 geworden sind.


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