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Krisenprofiteur dank Mini-Zinsen: Deutschland*kann sich fast umsonst verschulden

Deutschland profitiert enorm vom*Euro-Desaster. Investoren flüchten aus Krisenstaaten und kaufen im großen Stil Bundesanleihen, weil die als sicher gelten. Für sechsmonatige Papiere sind jetzt nur noch 0,08 Prozent Zinsen fällig - die Bundesrepublik kann sich praktisch zum Nulltarif verschulden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...796316,00.html
  1. #90

    .

    Zitat von rwdd Beitrag anzeigen
    Wenn ich die Gelegenheit habe einen Teil meiner enorm großen Verbindlichkeiten umzuschulden um dann eben jene Schulden zu tilgen, dann tu ich das auch. Meine Kinder werden es mir danken.
    Nur dass in diesem Fall die Kinder nicht nur die Schulden sondern auch die dazugehörigen Guthaben (Staatsanleihen) erben werden. Die Staatsschulden sind daher kein Generationenproblem.
  2. #91

    Wozu die Aufregung?

    Der Euro ist doch jetzt Deutschlands ultimative Waffe. Was wäre, wenn wir aus der Veranstaltung austreten? Der Wert des Euro würde in etwa auf das Niveau von Drachme und Lira absinken. Die neue D-Mark pendelt sich auf das Niveau vom Schweizer Franken. Die Auslandsschulden in Euro könnten dann aus der Portokasse beglichen werden. Es folgt zur Ankurbelung der Binnenkonjuktur und zum Ausgleich des Exporteinbruches eine drastische Steuersenkung. Nun ja, man würde uns europaweit hassen und Frankreich könnte versucht sein im Rheinland einzumarschieren. Aber mal ehrlich, es kann uns ja eh niemand leiden.
  3. #92

    das verstehe ich jetzt nicht ganz

    Zitat von eumel2 Beitrag anzeigen
    Tatsächlich wäre dies eine super Gelegenheit zu refinanzieren, aber leider nimmt unsere Regierung lieber neue Schulden (wenn auch zu einem z.Zt. sehr geringen Zinssatz) auf. Früher oder später steigen die Zinsen aber dann doch...
    Die Regierung könnte RICHTIG viel Geld freimachen, wenn sie ihre kurzfristigen Verbindlichkeiten umtauschen könnte/würde. Statt 2-3 % nur noch 0,16 % p.a. ist doch wunderbar... Das spart einige Milliarden im Jahr ohne das irgendwo gekürzt werden müsste.
    die kurzfristigen Verbindlichkeiten umtauschen? Und statt 2-3% 0,16% p.a.? Wie genau soll das funktionieren?
    Geld für ein halbes Jahr erhält D für 0,08%, für 10 Jahre zahlt D z.Zt ca. 1,8% - für neu aufgenommene Kredite.
    Wenn ich Sie jetzt richtig verstehe soll D alte Anleihen mit knapp 3% Zinskupon zurückkaufen und dagegen neue mit 1,8% rausgeben - nur für kurze Zeiträume sich zu verschulden wäre unfug. Leider kosten die alten Anleihen aber keine 100% sondern je nach Restlaufzeit mehr - denn es geht nicht nur um den Zinssatz sondern um die Rendite und die ergibt sich aus Zinskupon, Anleihenkurs und Laufzeit.

    Beispiel:
    WKN 113528, Laufzeit 18.05.2005 bis 04.07.2015, Zinskupon 3,25%, aktueller Kurs 109,35 --> Rendite 0,641% p.a.
    Ihr Vorschlag Rückkauf dieser Anleihe und eine neue rausbringen mit Zinskupon 0,65% - bringt unter Strich null respektive sogar einen Verlust....
  4. #93

    Einfache rechnung

    Zitat von und_die_welt_steht_still Beitrag anzeigen
    Ich frage mich immernoch wer diese Investoren sind, die unterhalb der Inflationsgrenze "investieren"?
    Das können doch nur instituelle Anleger wie Banken etc. sein, die damit(und mit EZB Geldern) im großen Stiel ihre Risikopositionen relativieren....
    Oder kann mir jemand erklären warum man in etwas investiert wobei man selbst wenn man das Geld auf dem Girokonto lässt mehr Zinsen bekommt?
    Man muss abwägen was besser ist:

    a) Kapital x * 0,08% Zinsen * Wahrscheinlichkeit dass Deutschland NICHT Pleite geht - Kapital x = zu erwartende Gewinn

    b) Kapital x * 10% Zinsen * Wahrscheinlichkeit dass Griechenland NICHT Pleite geht - Kapital x = zu erwartender Gewinn

    Die 10% sind fiktiv und in den Vergleich kommen noch 1000e andere Anlagemöglichkeiten rein. Aber vom Prinzip her funktioniert das so.

    Wenn ich es mir so recht betrachte könnte man ja fast sagen, dass diese Situation gut ist. Es bedeutet ja dass man mit Geld allein kein Geld mehr verdienen kann.
  5. #94

    So what ?

    Zitat von Dani1987 Beitrag anzeigen
    Länder wie GB oder Dänemark haben kein Euro, und sehen dafür auch keine Notwendigkeit. Übrigens ist der Lebensstandard in diesen Ländern ungleich höher als in der Bundesrepublik, die dank Euro ,EU und Lohndumping mehr und mehr an Lebnsstandard und -Qualität einbüsst.
    Oh, ein intimer Kenner des sozialen Gefueges in Manchester, Sheffield und Liverpool. Ein kurzer Blick in den HD-Index 2011 zeigt Ihnen, das beide Laender deutlich hinter D rangieren. Macht aber nichts, es kommt schliesslich auf's individuelle Befinden an..
  6. #95

    Gold kaufen ?

    Zitat von donbernd Beitrag anzeigen
    Nicht die Goldreserven verpfänden, sondern massiv ausbauen
    Bei den Preisen ?
  7. #96

    Runter mit den Schulden!

    Fast umsonst verschulden? Auch im japanischen Yen war das möglich, jetzt ist Japan total überschuldet trotz fast 0% Zinsen. Und wir vergessen, dass wir aufgrund der jetzt eingeführten Transfer- und Haftungsunion die Schulden einschl. der hohen Zinsbelastung der Europleiteländer bezahlen dürfen. Italien ist der nächste Kandidat. Die EZB kauft fleißig unverkäufliche Griechenland- und Italien-Staatsanleihen auf. Da darf man raten, wer die immensen Abschreibungen der EZB auf diese Schrottpapiele übernehmen muß. Wir resp. unsere Bundesbank nämlich. Gierig gucken befreundete Schuldenländer schon auf unsere Goldreserven. Sonderziehungsrechte sollen die Notendruckmaschinen in Gang setzen. Von wegen umsonst verschulden. Die Rechnung (Hyperinflation) wird uns schon bald präsentiert!
  8. #97

    Kinder

    Zitat von muellerthomas Beitrag anzeigen
    Nur dass in diesem Fall die Kinder nicht nur die Schulden sondern auch die dazugehörigen Guthaben (Staatsanleihen) erben werden. Die Staatsschulden sind daher kein Generationenproblem.
    Dabei sollten sie auch erwähnen, dass es überwiegend die Kinder einer kleinen Oberschicht sind, die diese Verbindlichkeiten erben werden.
    Die anderen Kinder werden leider hart arbeiten müssen, um diese wieder abzutragen.
  9. #98

    Ein kleiner fairer Vorschlag

    Wie wäre es, alle Käufer von Bundesanleihen (wie auch von Immobilien usw) aus Griechenland erst einmal in Gewahrsam zu nehmen, bis geklärt ist, ob sie ihre Steuern in Griechenland gezahlt haben?
  10. #99

    Lustige Theorie #1638

    Zitat von Munku Beitrag anzeigen
    Ist das eine Spekulation auf die Einführung der D-Mark ?
    Für 0,08% wird doch niemand Staatsanleihen wegen der Rendite kaufen, das wird doch von den eigenen .....
    Das soll entweder zur Belustigung dienen oder ist doch nur wieder ein unfreiwillig und trauriges Eingenständnis der eigenen Ahnungslosigkeit.


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