Krisenpolitik: Euro-Bonds-Befürworter mobilisieren gegen Merkel

dapdDie Unterstützung für gemeinsame europäische Anleihen wächst: Kurz vor einem informellen EU-Gipfel machen hochrangige EU-Politiker Front gegen Angela Merkel, die Euro-Bonds ablehnt. Frankreichs Präsident Hollande will das Thema bei dem Treffen aufs Tableau heben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...834024,00.html
  1. #140

    Schon vergessen?

    Zitat von cicatriz Beitrag anzeigen
    Warum sind die Deutschen auch so blöd, das mitgemacht zu haben? Selber schuld. Wer so dummfleissig malochen geht wie die Deutschen und sich generell über Arme und andere Länder erhebt, bekommt halt die Quittung. No Problem und voll verdient.
    Die Deutschen wurden gar nicht erst gefragt. Clever, was?
  2. #141

    Wirtschaft

    Zitat von cicatriz Beitrag anzeigen
    Meine Vorfahren stammen aus Polen und Frankreich.
    Aber egal:
    Sie schreiben:
    "Der normale Arbeitnehmer musste starke Einschnitte hinnehmen, damit die deutsche Wirtschaft da hin gekommen ist, wo sie jetzt ist."

    ...u d hatte keinerlei Vorteile davon, im Gegenteil. Er musste beobachten, wie die Arbeitgeber immer reicher, aber er immer ärmer wurde.
    Die Arbeitgeber haben die Deutschen und Europa abgezockt. Mehr ist da nicht.
    Die Arbeitnehmer sind diesen Unternehmern blind gefolgt , so wie die Deutschen einst.. ach lassen wir das.
    Das Ergebnis ist das gleiche:Ein schlimmes.
    Eurobonds zwingen uns Deutsche, einfach den Schaden auszubügeln, der angerichtet wurde.
    Es ist ein guter tausch von einem arroganten, herablassenden und menschenfeindlich gewordenen Staat, der freiwillig unter dem fragwürdigen Diktat der Wirtschaft lebt, ohne dies zu hinterfragen, zu einer europäischen Solidargemeinschaft.

    Nicht unter monetären Aspekten, somdern unter dem Aspekt eines friedlichen Europas ohne der brutalen Vorherrschaft der deutschen Wirtschaft über uns Deutsche und über Europa müssen EB kommen.

    Unsere (auch deutschen!)Kinder werden es uns danken.
    Ich stimme Ihnen zu, dass wir alle uns gegen ein asoziales und menschenverachtendes Wirtschaftdiktat wehren sollten.

    Das kann aber nicht so laufen, dass diejenigen, die bereits am meisten unter diesem Diktat leiden (=deutsche Arbeitnehmer), jetzt auch noch für diejenigen mitbezahlen sollen, die nicht mal ein normal-gesundes Wirtschaftsverständnis (Ausgaben <= Einnahmen) akzeptieren und einfach nur die Hand aufhalten mit dem Anspruch, bedingungslos durchgefüttert zu werden. Das ist auch keine Solidarität.

    Letztlich müssten alle EU-Länder an einem Strick ziehen und Europa sich als Ganzes möglichst sozialverträglich seine Position in der globalisierten weltweiten Wirtschaft sichern.

    Genau das passiert aber nicht, weil jedes Land nur versucht, seine eigenen Pfründe zu sichern und die EU als großen Geldtopf sieht, aus dem man sich möglichst effektiv zu bedienen hat.

    Wenn man sich das Verhalten fast aller Länder in der EU ansieht, könnten wir vom ursprünglichen europäischen Gedanken gar nicht weiter entfernt sein.

    Man sollte das momentane Gemurkse, das zu nichts führen wird und von dem nur einige wenige profitieren, die Völker aber verlieren, sein lassen, das System resetten und nochmal vernünftig von vorne anfangen.
  3. #142

    Nicht von Bedeutung

    Zitat von brux Beitrag anzeigen
    Artikel 125 des EU-Vertrags verbietet Eurobonds.
    Seit wann haben diese EURO-Politiker sich an Verträge zu halten bzw. gehalten?

    Und SPD + Grüne machen mit den Vernichtern Deutschlands gemeinsame Sache. Abscheulich.
  4. #143

    Von

    Zitat von RALF ALG III Beitrag anzeigen
    Ich bin für die Bonds. Aus drei Gründen:

    1. Europa ist eine Schicksalsgemeinschaft. Warum sollten da ausgerechnet die Schulden eine Ausnahme machen, wo sie doch unser Schicksal wie kaum etwas anderes bestimmen?
    2. Bonds sind auch eine Frage der ausgleichenden Gerechtigkeit. Deutschland hat seinen Wohlstand ja nicht nur selbst erarbeitet, sondern zum großen Teil von den Amerikanern geschenkt bekommen (Marshallplan).
    3. Deutschland profitiert wie kein anderes Land von der Gemeinschaftswährung. Ohne den Euro müßten wir unsere Produkte selber konsumieren, woran niemand ein Interesse haben kann.
    welchem trostpendenden, wenn auch verwirrenden Baum haben Sie geraucht? Ist noch was da? Ich könnte da auch was von brauchen...
  5. #144

    Der britische Vizepremier Nick Clegg etwa forderte Deutschland auf, dauerhaft mehr Geld für notleidende EU-Partner aufzuwenden. "Eine Einheitswährung kann nicht funktionieren ohne Transferzahlungen", sagte Clegg dem SPIEGEL. Direkte Überweisungen an andere Regierungen oder gemeinsame Anleihen in Form von Euro-Bonds seien "unvermeidlich".
    Was wenden denn die Briten für die notleidenden EU-Partner auf?
  6. #145

    Das System resetten. Genau.

    Sie haben das intellektueller ausgedrückt als ich,
    aber im Grunde sind wir einer Meinung.

    Zitat von Quagmyre Beitrag anzeigen
    Ich stimme Ihnen zu, dass wir alle uns gegen ein asoziales und menschenverachtendes Wirtschaftdiktat wehren sollten.
    ...
    Man sollte das momentane Gemurkse, das zu nichts führen wird und von dem nur einige wenige profitieren, die Völker aber verlieren, sein lassen, das System resetten und nochmal vernünftig von vorne anfangen.
  7. #146

    wow

    ist das heftig. Sie werden die BRDt komplett zerfleischen und ausweiden. Und das deutsche Volk ist so dämlich bei der nächsten Wahl noch seine Schlächter (rot-grün) selbst zu wählen? Welche Partei ist für dein Austritt der BRDt aus diesem Wahnsinn? wen soll man noch wählen?
  8. #147

    Stimmt...leider...

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen
    Der Witz bei der Sache ist, dass die Deutschen vielleicht Euro-Bonds ablehnen, aber wie gerade in NRW zu sehen, die Befürworter wählen. Hollande hat mit RotGrün mächtige Unterstützer in Deutschland, die in der Vergemeinschaftung und Erhöhung der Schulden den Ausweg sehen.
    Und wie es aussieht werden wir 2013 die Eurobonds haben - aber die Deutschen haben dann diese selbst gewählt! Also selber schuld!
    Wenn man die Unfragen liest, scheint es tatsächlich so zu sein. Eine gewisse politisch korrekte Naivität ist uns Deutschen ja schon seit Jahrzehnten eigen.
  9. #148

    Euro-Bonds !

    Das magische Wort Euro-Bonds! Die Rettung oder ist Gnadenschuss für die Euro-Zone und die gesamte EU? Wer hat die tausend Milliarden Euro der EZB? Die Profiteure der Geldschwemme? Für nichts und wieder nichts und sie wollen auch Euro-Bonds auch für nichts und wieder nichts? Dann besser noch tausend Milliarden Euro von der EZB! Wenn auch nichts wird, es ist dann klar, dass Da ist der Wurm drin!
  10. #149

    Europa ist ein Prozeß

    Zitat von anon11 Beitrag anzeigen
    Sie sagen es selbst -"die Völker". Es gibt kein europäisches Volk, sondern nur verschiedene nationale Völker in eine künstlichem Gebilde EU. Darin ist sich jedes Volk selbst das nächste, wie man jetzt ja gut an dem Verhalten der einzelnen Nationen sehen kann.
    Der Euro hat nur noch besser aufgezeigt das jedes Volk nur das Beste für sich aus der EU heraus holt. Mit dem unausweichlichem Ende des Euros wird auch die EU zur Debatte stehen.
    Der Hass untereinander und auf die politiosche Euro-Aktivisten steigt jetzt schon Tag für Tag. Besser jeder geht zukünftig eigene Wege und kümmert sich nur noch um seine nationalen Probleme und Interessen.
    Ich begreife Europa als einen Prozeß. Was heute noch nicht ist, befindet sich schon im Werden. Noch sind die Völker Europas getrennt. Sie fühlen und denken national. Aber seitdem sich diese Völker eine gemeinsame Zentrale in Brüssel gegeben haben, werden tagtäglich Prozesse der subkutanen Vergemeinschaftung in Gang gesetzt, die letztlich darauf hinauslaufen, daß die Völker eines Tages gar nicht mehr anders können werden, als die Tatsache der einheitlichen "Nation Europas" als eine unumkehrbare Realität anzuerkennen.

    Eine gesamteuropäische Volksabstimmung, in der nicht nach nationalen "Ständen" abgestimmt wird, sondern gemeinsam und einheitlich - one man, one vote - wäre ein ungeheures Ferment der Vergemeinschaftung. Das gemeinsame Erlebnis des gemeinsamen Wahlaktes würde den Europäern vor Auge führen, daß Europa mehr ist als eine Ansammlung von Kleinstaaten mit bornierten Einwohnerschaften, sondern eine Grande Nation, ein Populo Europeo, ein echter Demos, ein Volk und Reich.

    Ich sehe dieser Vision mit Spannung und Freude entgegen. Europa wird.