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Krisenpatient Europa: Stark wie nie
Der Druck auf die europäischen Staatenlenker vor dem EU-Gipfel ist enorm. Aber droht dem Patienten Europa wirklich der Exitus, wenn das Treffen scheitert? Nein. Denn trotz Schuldenkrise war der Kontinent nie so kraftvoll wie heute - wirtschaftlich stark, ideologisch vital und außenpolitisch mächtig.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...802237,00.html
- #1 08.12.2011 14:19 von
Hurra!
Wirtschaftlich stark? Ok, andere sind noch schwächer, das mag sein.
Ideologisch vital? Wer einen einzigen Politiker kennt, der noch eine andere Ideologie als seine Wiederwahl vertritt und in Europa was zu sagen hat, möge die Hand heben.
Außenpolitisch mächtig? Klar, China und USA ignorieren uns, Iran macht sich lustig über uns, Russland macht uns abhängig von sich. Mächtig ist Europa vielleicht in Guidos feuchten Träumen, aber nicht in der realität. - #2 08.12.2011 14:22 von
- #3 08.12.2011 14:32 von
Stark?Heutzutage vorallem kurzlebig!
Natürlich hat Europa, der gesamte Kontinent sich eine gewisse Stärke erarbeitet. Gerade auch Kulturell ist einiges seit Jahrhunderten angesagt und weiteres am Start. Aber in einer Welt die voll auf Wachstum ausgerichtet ist, bleibt wenig Zeit sich darauf auszuruhen. In Deutschland haben wir tausende Weltmarktführer, die es aber auch nicht ewig bleiben werden. Unser starker Export stabilisiert natürlich, soweit man im Augenblick überhaupt noch von Stabilität sprechen kann. Ich halte den ganzen Wachstumswahnsinn nicht für klug.
Aber die Chinesen werden es erst verstehen, wenn richtig große Krisen auf sie zukommen, und dann hängen wir alle noch mehr mit drin.
Momentaufnahmen sind schön fürs Poesie-Album. - #4 08.12.2011 14:34 von
- #5 08.12.2011 14:38 von
- #6 08.12.2011 14:43 von
Der Euro ist tot. Punkt!
"Denn trotz Schuldenkrise war der Kontinent nie so kraftvoll wie heute: wirtschaftlich stark, ideologisch vital und außenpolitisch mächtig."
Das klingt für mich wie die letzte Propaganda aus dem Führerbunker als der Russe noch 3km entfernt war und der Führer immer noch vom Endsieg faselte! Sorry, aber Sie bekommen doch Geld dafür diesen Käse zu publizieren? Anders kann man es sich nicht erklären!
Der Euro ist tot! Wir können froh sein, wenn er uns nicht noch Krieg
bringt. - #7 08.12.2011 14:43 von
Mal ein wenig Klartext …
… sicherlich hat Europa Potential und die Menschen sind schon willens zu leisten, also betrachten wir doch mal die Geburtsfehler.
a) Die Menschen gingen davon aus, dass die Einheit über Herz und Verstand erreicht wird und nicht über den Geldbeutel …
b) Wenn man Ackergäule und Zirkusponys in ein Gespann packt dann taugt es nicht für Leistung sondern nur für ein Desaster … befragen sie dazu einen erfahrenen Bauern. Auf der Weide, freilaufend harmonieren die beide bestens. Nichts anderes ist es unterschiedlich starke Volkswirtschaften in einem Zwangsgespann des Euro einzuspannen.
c) Die fortwährende Verletzung geschlossener Verträge lässt böses ahnen. Demnach gilt Recht und Gesetz nur noch für die 99%, das 1% macht was es will und kommt ganz offensichtlich damit durch … ist nichts geringeres als das Ende der (indirekten) Demokratie …
d) Ist völlig offensichtlich dass alle Entscheidungen der letzten Jahre in dieser Sache nur den Betroffenen der Guthabenkrise in die Hände spielten …
e) Mit einem kaputten Geldsystem, welches auf exponentielles Wachstum ausgelegt ist … etwas was realwirtschaftlich nicht geht … ist die ganze Geschichte ohnehin zum Scheitern verurteilt, weil das einzige Thema nur noch die Umverteilung von unten nach oben ist.
Sicher könnte man die Liste der Fehler noch ein wenig verlängern und alle Schönrederei auch durch den vorgelegten Artikel vermag es nicht diese Argumente zu entkräften. So setze ich noch einen drauf und behaupte, dass der Euro entweder schneller Geschichte ist als wir uns vorstellen können oder aber die Diktatur schneller da ist als ein Ende d er sogenannten Krise.
Und hier bekomen sie noch den anderen Ausblick, abseits der medialen Schönfärberei:
Europa bekommt neue Flagge mit Trauerflor … schwarzer Humor mit mehr Wahrheitsgehalt als so manche Schönschreiberei für den Euro zu bieten hat.
Und übrigens, es ist nicht der Euro, alle Währungen haben dieses Problem, auch der Dollar, Yen, Pfund und wie sie nicht alle heißen. Es ist schlicht und einfach das Kaputte Geld-System, einziger Grund womit sich die Aussagen vielleicht ein wenig relativieren lassen, nicht aber die absehbaren Folgen. - #8 08.12.2011 14:47 von
- #9 08.12.2011 14:53 von
Am Thema vorbeigeschrieben!
Da hat der SPON-Redakteur offensichtlich ein wenig am Thema vorbeigeschrieben :-) Die angeführten Punkte mögen ja durchaus diskutabel sein, ändern jedoch nichts an dem Umstand dass in einem wirtschaftlichen gänzlich unterschiedlich leistungsfähigen Europa wohl niemals eine gemeinsame Währung für alle Länder etabliert werden kann, jedenfalls nicht mit derartig vielen Konstruktionsfehlern wie dem Euro.
Und noch ein Punkt, der hier in der ganzen Disussion bez. des vereinten Europas fast überhaupt keine Erwähnung findet. Im Gegensatz zu anderen vergleichbaren Regionen mit ähnlichen Bevölkerungszahlen wie China, Russland oder den USA sprechen die Menschen dort die gleiche Sprache. Noch nicht einmal eine offzielle Amtssprache gibt es in Europa, wie sollte diese denn auch lauten? Deutsch etwa?
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