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Krisengebiet Ostdeutschland: Eine Liebe in Haßleben

In der brandenburgischen Uckermark ist die Arbeitslosigkeit hoch, die Löhne sind niedrig, die Perspektiven düster*- und junge Leute wollen einfach nur weg. Ein junges Paar im Dorf Haßleben will trotzdem bleiben. Szenen einer hartnäckigen Liebe.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...804317,00.html
  1. #40

    Ja, welcher West-Soli ?

    Zitat von capmidi Beitrag anzeigen
    Quote Wikipedia
    Die Einführung des Solidaritätszuschlags 1991 wurde vorwiegend mit den Kosten der Deutschen Einheit begründet, aber auch mit zusätzlichen Kosten für den Golfkrieg (Operation Desert Storm) und seine Folgen sowie als Unterstützung der mittel-, ost- und südosteuropäischen Länder.....
    Zeitraum Höhe im Steuerjahr
    1991 – 1992 3,75 %
    1995 – 1997 7,5 %
    1998 – heute 5,5 %
    Unquote
    Den zahlen wir im Osten doch auch. Und wir arbeiten für weniger. Und unser Kaufland führt seine Gewinne im Westen ab. u.s.w. Großbanken haben wir auch keine. Was wir mit dem Soli gemacht haben ? Der ist schon wieder im Westen.
  2. #41

    Belege?

    Zitat von AndyDaWiz Beitrag anzeigen
    Geht zu 100% an die ostdeutschen Beamten, von denen es weit mehr gibt pro Buerger als in Westdeutschland.

    Und die gehen dann den Buergern auf den Sack, bis in die private Wohnung rein.
    Hallo AndyDaWiz,

    es is nicht so, dass ich Ihre Aussage zur Anzahl der Beamten pro Buerger in Ostdeutschland per se fuer falsch halte. Aber Belege waeren wirklich gut.

    Bspw. sind in Ostdeutschland meiner Erfahrung nach erheblich weniger Lehrer in einer Beamtenposition als in Westdeutschland. Und wenn etwa die Bahn streikt, trifft es den Osten, soweit ich weiss, immer u.A. deswegen besonders hart, weil dort weit weniger Beamte (die nicht streiken duerfen) als Zugfuehrer eingesetzt werden.
  3. #42

    Es ist heiß hier in Deutschland!

    Zitat von werner3 Beitrag anzeigen
    Ist es nicht bezeichnend, daß solche Diskussionen in der Schweiz und in Österreich und überall stattfinden, nur nicht in Deutschland?

    Das ist das Ergebnis von 60 Jahren Indoktrination, wonach das einzige, große und einmalige Vorbild die USA sind. Es mußte alles genau so eingerichtet werden, wie von Washington gewünscht und durchgesetzt. Öffnung aller Scheunentore für das große Kapital. Freiheit des Kapitals ist die oberste Regel.

    Fast haben es diese neoliberalen Einpeitscher geschafft, es fehlt nur noch ganz wenig. Ein, zwei kleine Reförmchen noch, und wir haben die Ami's endlich eingeholt. DER Traum aller deutschen Kapitalismusanbeter. In der EU, im Euroland sind wir schon die USA. Markt pur, Markt über alles, alle ist Markt - Jedes Dorf, jede Kirche, bald jede Schule, jede Uni, das Fahren auf der Straße und das Gehen auf dem Bürgersteig - Bürgersteigmaut !!!

    An die lohnabhängigen Bewohner Deutschlands werden dann Preisschilder von wirtschaftsamtswegen verteilt (oder vom DIHK, BDA, BDI, INSM ?). Jeder hat seinen Preis an die Brust zu heften. Viele in Rot mit einem Minus davor - Unrentabel, Kostenfaktor ohne Wert. Damit für jeden optisch deutlich wird, wieviele Kostenfaktoren hier zu Buche schlagen, "der Wirtschaft" auf der Tasche liegen, dem "wahren" Grund für die Krise.
    Und, werden wir nicht alle ein bisschen verheizt?
  4. #43

    Montagsdemos

    Zitat von nordschaf Beitrag anzeigen
    Tja, hätte "wir sind das Volk" mal auf den runden Tisch gehört, damals. Dann hätte es vielleicht einen Staatsvertrag gegeben anstelle eines Beitritts nach Artikel 23 GG der Bundesrepublik. Aber mit Logik konnte man damals keinem kommen, da wollten nur alle schnell die DM. Wenn man als "Ex-Wessi" gewarnt hat, war man eh nur missgünstig. Was hat denn "wir sind das Volk" damals geglaubt? Dass der marktwirtschaftliche Westen sie nicht mit einem freundlichen Lächeln frühstücken würde?
    "Krisengebiet Ostdeutschland" ist sicherlich ein unpassend gewählter Titel für die Toskana Deutschlands (Uckermark), die mit Naturlandstrichen malerischer Ensemble besticht. Jedoch schon wieder "wir sind das Volk" der Montagsdemos, die am 9.10.1989 anlässlich der Situationen ins Leben gerufen wurden, dass es Massenverhaftungen am 4.10.1989 und am 8.10.1989 in Dresden gab, die Leipziger solidarisch mit einstimmten und es darum ging, mit Kerzen und Blumenniederlegungen vor den Hauptgebäuden der Staatssicherheit und den Polizeipresidien eine Generalamnestie zu erwirken.....d.h. "Wir sind das Volk.", für die verhafteten Ostdeutschen und die gängigen ostdeutschen Machthaber, die die Volksideen in die Landschaft brachten, skandiert worden waren, sollte doch mal nicht falsch hier schon wieder persifliert werden. "Wir sind das Volk" hatte mit der BRD überhaupt nichts zu tun. Die Ostdeutschen bekamen in den Schulen jahrelang erzählt, es gäbe Volkseigentum im Lande und jeder Bürger wäre "Das Volk", also wollte man deutlich machen, dass man das Volk wieder auf freien Fuß setzen sollte. (aus den Staatsgefängnissen der DDR entlassen) Das ein ungeschulter BRD Bürger nicht logisch zu denken vermochte, sah man an der absurden Berichterstattung in den Medien, die darauf basiert, allein das zu sehen, was man sehen will.
  5. #44

    und auch noch schlecht recherchiert....

    "Manchmal serviert sie ein Herrengedeck, also ein Pils und ein Korn."

    Also entweder serviert sie Pils und Korn oder ein Herrengedeck, denn das war und ist im Osten Bier mit Sekt. Abgebildet werden sollte doch der wahre Osten.
    Und dann könnte man einen Spiegelredakteur schon mal eine Kamera mit mehr als 0,8 MP spendieren.
  6. #45

    Haßleben - ein Bewohner outet sich!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der brandenburgischen Uckermark ist die Arbeitslosigkeit hoch, die Löhne sind niedrig, die Perspektiven düster*- und junge Leute wollen einfach nur weg. Ein junges Paar im Dorf Haßleben will trotzdem bleiben. Szenen einer hartnäckigen Liebe.

    Krisengebiet Ostdeutschland: Eine Liebe in Haßleben - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

    Ja gut, auch in der Annahme die eigentlichen Hintergründe des Artikels zu zerstören und auch einige Kommentatoren aus dem Dornröschenschloss zu holen - hier mein Kommentar:
    Ich bin in Haßleben aufgewachen - so, nun ist es raus! Es war schwer, es kostete Überwindung, dieses Coming Out nach einem solch gut recherchierten Artikel ...ha, ha, ha.
    Nun mal im ernst - jeder kennt die Probleme der ländlichen Region, Dörfer wie Haßleben, aber auch andere zahlreiche Dörfer kämpfen mit ähnlichen Problemen, wobei Haßleben aufgrund der guten verkehrstechnischen Anbindung, aufgrund der hervorragenden ehrenamtlichen Engagaments vieler vor Ort in Haßleben, eines guten Ortsvorstehers ... diese Liste ließe sich fortsetzen. Fotos kann ich so perspektivisch beeinflussen, dass alles nur trist und grau aussieht - mal ehrlich, meine Mutter wohnt noch in Haßleben und ist nicht unglücklich! Ich bin in die Nähe von Haßleben gezogen (15 km entfernt) und lebe glücklich und zufrieden - wahrscheinlich wie die Hauptprotagonisten - muss ich mich dafür entschuldigen???
    Übrigens nur mal am Rande - die Gaststätte "Zum Rasselbock" ist ein gut gehendes ländliches Restaurant, sehr oft gut besetzt, aber eben nicht täglich voll - welches Restaurant kann das schon von sich behaupten, es sei denn, man ist gerade für 2 Wochen zu "dem Szenelokal" in welcher Stadt auch immer gekürt worden. Die Gaststätte bringt eine Vielzahl von Personen Lohn und Arbeit. Man fährt halt zur Arbeit, nimmt weite Stecken auf sich (bei mir täglich 100 km), das ist so auf dem Lande - sorry! Ach ja, warum wurden z.B. 2010 viele Immobilien in Haßleben gekauft und mit viel Eigeninitiative wieder aufgehübscht? Fragen über Fragen - ich wohne vor Ort bzw. in der Nähe und wir haben Antworten!!!








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