"Die Angst ist zurück": In einer Rede zur Krise hat Frankreichs Präsident Sarkozy seinen Landsleuten Einschnitte angekündigt - neue Pläne zur Euro-Rettung will er am Montag mit Kanzlerin Merkel vorstellen.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...801194,00.html
Und jetzt wird wieder in die Haende gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt.....
-technischer Fortschritt bestand anscheinend fuer Sie schon immer darin dass man mehr und laenger arbeiten muss um dasselbe zu verdienen/konsumieren zu koennen. Ein interessanter Aspekt.
- die Zahl der Arbeitslosen ist unter Sarkozys Regierung um 1 Million gestiegen. Da muessen natuerlich steuerlich beguenstigte Ueberstundenregelungen eingefuehrt werden, das Rentenalter heraufgesetzt werden damit die 4,5 Millionen Arbeitslosen endlich wieder zu Arbeit kommen.
- Sarko hat Reformen gemacht, einige bleiben, aber einen Grossteil seiner Reformen auf Steuerebene hat er bereits zuruckgenommen weil sie konterproduktiv waren und die Finanz- und Wirtschaftskrise nur verstaerkt haben. Sarkozy hat eines gezeigt: Reformen muessen a, nicht unbedingt vernuenftig sein sondern koennen durchaus klientilistisch sein, b. Reformen koennen auch die Krise verstaerken.
Frankreich kann wirtschaftlich nur auf die Beine kommen, und das bei einer linken oder rechten Regierung, wenn entweder der Euro abgeloest wird durch nationale Waehrungen und durch Abwertung der frz Export gedopt wird, oder im Euro-Verbund Deutschland nicht nur fuer die Schulden aufkommt sondern auch noch frz Reformen finanzieren muss damit saniert werden kann.
Ein bildlicher Vergleich: Mitterand glaubte das vereinigte Deutschland durch den Euro an die Leine legen zu koennen. Ironie der Geschichte: Jetzt ist Deutschland aber wirtschftlich so stark dass es an der Leine ruettelt und zieht, und Frankreich nur noch hinterherstolpert.
[QUOTE=janka;9247358]Jawoll, endlich steht der Schuldige fest.
Es sind die Arbeiter, die arbeitenden Bevölkerung, die sich nicht lang und tief genug krumm macht für´s Kapital
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Sarkozy ist Schuld. Hätte er seine Kapitalisten zurückgehalten, da das 2 1/2 fache von dem was die BRD da unten Geld Deponierte um mit Zinsen die kein Mensch bezahlen kann, in kurzer Zeit ca 20 % Zinsen im Jahr zu Kassieren und jetjt dem Volk das Zahlen lassen, was die Politik, Sarkozy und das Kapital verschuldet hat. Revolution würde kommen, wenn das Volk einmal alles Kapiert! Kapiert sage ich, denn Wissen tun es viele - aber der Mensch steht erst gegen etwas an was nicht sein darf, wenn es nicht mehr anders geht.
Dasselbe gilt für die gesammte EU, die unter dem zusammenbricht was sie wollten
...genau wie unsere Angestellten, die Politiker.
Dem Volk muss ständiger Wohlstandswachstum versprochen werden, 20-Stunden Woche, 50 Tage Urlaub, Rente ab 40, dann wird man gewählt.
Mit *diesem* Wirtschafts/Geld-System ist das allerdings nicht realisierbar sondern funktioniert nur auf Pump, schließlich müssten ja die weniger arbeitenden Leute mehr Steuern zahlen als vorher denn woher sollten sonst die Geschenke kommen. Alles Geld das der Staat besitzt, kommt letztlich vom Volk selbst.
Ander (Zins- und Spekulationsgewinnfreie) Wirtschaftssysteme einzuführen bleibt eine Utopie. Wenn, dann wird es diese nur in einer fernen Zukunft und per Revolution geben.
Ich glaube die Politiker sind nicht so dumm wie viele meinen. Sie lassen den Zug nur so sanft wie möglich vor die Wand fahren weil ein Ausweichen prinzipiell unmöglich ist. Danach werden die Karten neu gemischt, alles zurück auf Los aber ohne 4000 Euro einzuziehen. Ich hoffe das jetzige geld-macht-glücklich System verschwindet im Orkus und wird von späteren Generationen mit Kopfschütteln bestaunt, so wie wir den Absolutismus bestaunen.
Sie glauben ironisch zu sein, dabei ist es die Wahrheit.
Wer kürzer arbeitet (Woche, Renteneintritt) und länger lebt (Rentenbezug), kann dies a)nur bei schlechterer Rentenleistung oder b) nur durch Schuldenaufnahme realisieren. Man hat Weg b) beschritten und wundert sich nun nach ein paar Jahren, dass man erpressbar geworden ist.
Genauso dumm ist die anglo-amerikanische Propagandamaschine, die Druck aufbaut, damit Deutschland "Euro-Bonds" jetzt einführt. Wir sollen zahlen, zahlen, zahlen." Wir sollen uns jetzt krumm machen fürs (englische und amerikanische) Kapital.
Ich kann Frau Merkel nur bestärken, hart zu bleiben, - auch wenn SPON mittlerweile in die Propagandamaschine eingestiegen ist und fremde Interessen über unsere eigenen Interessen stellt. Am Ende werden Euro-Bonds o.ä. kommen, aber nur MIT klaren Bedingungen und NACH Änderung der EU-Verträge. Die waren bislang nämlich fehlerhaft bzw. unvollständig und haben die Fehlentwicklung erst ermöglicht.
Wer dieses Verhandlungspfand vorschnell aus der Hand geben will (Trittin, Gabriel) handelt dumm und ist ein Verräter deutscher Interessen.
Oder er druckt Geld, was auf's gleiche rauskommt. Wenn der Staat Steuern erhöht wird's wohl die Wohlhabenderen treffen da man von Durchhängern nichts holen kann. Druckt er Geld wird's die Durchhänger treffen deren Almosenzuwendungen dann weniger wert wären.
Da die meisten Politiker weder den Mumm haben den Durchhängern die Wahrheit zu sagen und Ausgaben kürzt, und auch nicht die Steuern erhöhen (man will ja niemand weh tun und viel mehr erhöhen geht ja auch nicht mehr), wird's mit Sicherheit auf Inflation hinauslaufen.
Schon auffällig, bei Almosenkürzungen oder Steuererhöhungen wird protestiert, beim effektiv gleichen Inflationieren und Schuldenmachen geht niemand auf die Straße.
Erst einmal, auch Gabiel kann keine Eurobonds einführen, ohne Änderung der Verfassung und Änderung des Lissabon-Vertrages.
Die Grundfrage, die sich die Politiker stellen müssen, ist, welchen Wert hat die EU und der gemeinsame Euro für die nationalen Staaten in Europa?
Und sollten diese gemeinsamen Interessen nicht über dem BWL-Egoismus angesiedelt sein?
Und welche wirksamen Maßnahmen verhindern in Zukunft eine Überschuldung eines einzelnen Staates?
Und welche Maßnahmen zur Wettbewerbsstärkung müsste ein einzelner Staat im gemeinsamen Währungsraum einsetzen, damit er innerhalb der gemeinsamen Währung handlungsfähig bleibt?
Die mit solchen Fragen verbundene Abgabe von Souveränität an Europa könnte in einigen Staaten aus verfassungsrechtlichen Gründen zu Volksabstimmungen führen. Und das alles sollte innerhalb eines Zeitrahmens geschehen, in der die gemeinsame Währung mit den bisherigen Regeln stabil gehalten werden kann.
Es sind also nicht die "Verräter" deutscher Interessen, die das Problem der europäischen Währung in einem Bund souveräner Staaten sichtbarer machten, sondern die nationalen Souveränitäten und ihre auf kurzfristige Politik geründete Politik.
Ich denke, wir werden Jahre des Bemühens um den Erhalt der europäischen Idee vor uns haben. Diese Erkenntnis teile ich mit Merkel.
Allerdings steht in meinem Wertekanon die EU und ihre Funktionsfähigkeit an erster Stelle, und die seltsamen Gestalten, die mit ausgeschaltetem Fernscheinwerfer nur die nächsten 12 Monate vor sich sehen, die die Rückkehr zur DM fordern, rauschen mit Vollgas in irgendeinen EU-fernen Abgrund.
Voellig richtig, was Sie schreiben! Nuetzen wird es aber nichts, da hier bei SPON einfach zu wenige User ueber Detailkenntnisse zum Thema verfuegen.
Sarko wird in D (bestenfalls) als etwas eigenartiger Charakter wahrgenommen. Sein ganz persoenliches Versagen - sowohl in der Innenpotlitik (Sicherheit), als auch in Wirtschafts- und Finanzpolitik - soll im grossen Topf der "globalen Krise " aufgeloest werden.
Seine gestrige Rede wurde als grosser Wurf angekuendigt und war doch nur eine Wiederholung von Angriffen auf die PS; Wahlkaempfer statt Staatsmann! Noch dazu vor 5000 mit Bussen herangeschafften Parteifreunden, die bezeichnender Weise immer dann anhaltend klatschten, wenn der Chef das angebliche Versagen der PS geiselte! Nun liegen aber diese Massnahmen schon so viele Jahre zurueck, dass nur die staendige Polemik ihnen Aktualitaet verleiht. Wenn es eines weiteren Beweises fuer die politische Impotenz dieses Amtsinhabers bedarf, dann ist er auch hier zu finden!