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Krisen-Kanzlerin: Versprochen! Gebrochen?

Die Kanzlerin steckt in der Glaubwürdigkeitsfalle. Ein ums andere Mal muss sie in der Euro-Krise ihre Positionen revidieren: Was gestern galt, hat heute längst nicht mehr Bestand. Nun werden die eigenen Leute nervös - wie lange kann das gutgehen?

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...780556,00.html
  1. #40

    Fordert SPON die Kavallerie

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Kanzlerin steckt in der Glaubwürdigkeitsfalle. Ein ums andere Mal muss sie in der Euro-Krise ihre Positionen revidieren: Was gestern galt, hat heute längst nicht mehr Bestand. Nun werden die eigenen Leute nervös - wie lange kann das gutgehen?
    Merkel ist halt nicht Messias Obama. Der hat schon mit zwei Parteien ein Problem.
    Merkel muß mit 17 Regierungschefs Einstimmigkeit erzielen, die auch noch völlig unterschiedliche Probleme haben. Da kann man natürlich Durchsetzungsvermögen fordern - wenn man die Kavallerie reiten läßt. Die Engländer und viele andere finden die harte Haltung Merkels schon jetzt - no amusement.
  2. #41

    Einstimmigkeit wird und kann es nicht geben

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen
    Merkel ist halt nicht Messias Obama. Der hat schon mit zwei Parteien ein Problem.
    Merkel muß mit 17 Regierungschefs Einstimmigkeit erzielen, die auch noch völlig unterschiedliche Probleme haben. Da kann man natürlich Durchsetzungsvermögen fordern - wenn man die Kavallerie reiten läßt. Die Engländer und viele andere finden die harte Haltung Merkels schon jetzt - no amusement.
    Merkel soll deutsche Interessen vertreten und nicht die der anderen 16 EURO-Länder. Ein geeintes Europa wird, wie es sich zeigt, ein Traum bleiben.
  3. #42

    wähler

    Zitat von gast2011 Beitrag anzeigen
    am meisten angst macht mir die naivität dieser lobbygesteuerten politik-lemminge.
    ...eher die intellektuelle Verfassung deren Wähler. Im Grunde hat die Regierung genau das abgeliefert, was vorher absehbar war. Hinterher wills natürlich wieder keiner gewesen sein. Im Gegenteil: Schuld an der Misere tragen die Opposition, Linke oder das Wetter. Lernfähigkeit gleich null. Demnächst amerikanische Verhältnisse mit einer deutschen Tea-Party.
  4. #43

    Nicht nur unterschiedliche Volkswirtschaften

    Zitat von andreaslacher Beitrag anzeigen
    Ihnen ist in jeder Hinsicht zu widersprechen.
    Es stimmt zwar, dass auch die Opposition keinen Plan vom Vorgehen in der Krise hat, aber die Opposition kann sich das auch leisten, sie ist eben Opposition. Da verlangt niemand die Umsetzung des Gesagten. Die Regierung muss, ja genau, regieren. Manche Sachen sind eben banal. Dementsprechend schnappt bei der Regierung auch die Glaubwürdigkeitsfalle zu.

    Und die Krise ist, anders als Sie glauben, auch eine Euro-Krise. Es ist ein Konstruktionsfehler der gemeinsamen Währung, dass sie sehr unterschiedliche Volkswirtschaften in das Korsett einer einzigen Währung zwingt, u.a. mit der Folge, dass Ländern wie Griechenland die Abwertung als Exporthilfe genommen wurde. Eine Hilfe die von diesen Ländern früher auch regelmäßig genutzt wurde.
    Ein, in meinen Augen noch wichtigerer, Mangel ist das Fehlen eines einheitlichen politischen Willens, der den Euro als Gemeinschaftswährung tragen würde. Hier liegt auch der Hauptunterschied zum US-Dollar.
    Deshalb wird der Euro von der Verschuldung der Staaten der Eurozone auch wesentlich härter getroffen als die Währung der USA.
    Ich stimme Ihnen völlig zu und möchte das noch ergänzen. Es sind auch völlig unterschiedliche Mentalitäten. In einem Land, dessen Bevölkerung den eigenen Staat traditionell ausplündert (wer dies dort nicht tut, wird nur mitleidig belächelt), oder in einem anderen Land der Eurozone, in dem selbst die kleinste Administration von mafiosen Strukturen durchdrungen ist, wird sich doch niemals von heute auf morgen ein Hebel umlegen lassen und alle machen eine Kehrtwende um 180 Grad. Irgendwelche Vertragswerke mit Schuldenbremsen in den Verfassungen werden dort vielleicht unterzeichnet, um sich neue Geldquellen über Eurobonds oder ähnliches erschließen zu können. Aber wer glaubt, dass das in der konkreten Umsetzung auch so befolgt wird, leidet entweder unter Wahrnehmungsstörungen oder möchte durch seine Beteuerungen Wähler beruhigen. Über deutsche Akribie wird in den Südländern nur müde gelächelt; am deutschen Wesen wird weder die Welt noch die Euro-Zone genesen. Und dann die deutschen Schuldenbremser auf die Einhaltung der Verträge pochen wollen, wird schnell der "Naziknüppel" rausgeholt und die Gazetten verbreiten irgendwelche verquasten Parolen vom 4. Reich.
  5. #44

    Glaubwürdigkeitsfalle

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Kanzlerin steckt in der Glaubwürdigkeitsfalle. Ein ums andere Mal muss sie in der Euro-Krise ihre Positionen revidieren: Was gestern galt, hat heute längst nicht mehr Bestand. Nun werden die eigenen Leute nervös - wie lange kann das gutgehen?

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...780556,00.html
    Hallo,

    na und! Unter herrn kohl ist die CDU doch schon rumgeeiert und es hat keinen CDU wähler gestört und tut es jetzt doch auch wieder nicht also unter frau merkel. Und die eigenen leute werden doch nicht wegen frau merkel nervös sondern wegen der FDP was ich gut verstehen kann denn wenn die FDP weg ist mit wem will man noch regieren?
  6. #45

    Glaubwürdigkeit?

    Was denn bitte für eine Glaubwürdigkeit? Wenn es ihr opportun im Hinblick auf die nächste Wahl erscheint, würde die gute Frau Merkel doch bedenkenlos ihre eigene Großmutter verkaufen. Programmatische Grundsätze und Wahlversprechen sind für sie (natürlich auch für die meisten anderen Politiker) offensichtlich etwas für Leute, die keine persönlichen Ziele haben, wie Machterhalt. Das dürfte spätestens seit der 180-Grad-Wende in der Atompolitik wohl auch dem Letzten klar geworden sein.
  7. #46

    GG Art.65 S.1

    Zitat von Sapienti sat est Beitrag anzeigen
    ...hoffentlich regiert bald ein SPD oder Grünen Kanzler!!!
    Dann endlich gibt es Hoffnung auf ein Ende der hysterisierten Dauermeldungen des SPIEGEL/SPON über das Dauer- und Totalversagen der Regierungsspitze! Dann wird alles gut!!!! (-;
    Zu Hoffen bleibt dann nur noch das die Wähler, genervt durch diesen "Dauerbeschuß", dem SPIEGEL auch folgt und ein neues "Zeitalter" einzuläuten bereit ist! lol
    Der Kanzler bestimmt die Richtlinien der Politik....

    Das Problem sind nicht die Medien, sondern die fehlende Grundausrichtung der Kanzlerin. Diese Beliebigkeit, Austauschbarkeit, Orientierungslosigkeit verschärft viele Probleme, bzw. schafft sie erst.
    Ob es mit rot/grün perfekt wird ist zweifelhaft, aber die wissen dann, wenn es soweit ist, hoffentlich wenigstens was sie wollen

    Man sollte sich bei allen Dingen überlegen, was will ich erreichen und was bin ich bereit dafür zu geben (Geld, Zeit, persönl. Einsatz, usw)
    Unterwegs gibt es immer Fehler, man kann auch über das Ziel streiten, aber EIN Ziel sollte es doch zumindest geben.
  8. #47

    Globalisierung

    Es ist hlt das Problem in der globalisierten Welt, dass der Handlungsspielraum der Einzelstaaten sinkt. Das verschärft sich, wenn die Wünsche der Wähler auf etwas gerichtet ist, was jenseits des Spielraums liegt. In der Regel versucht man es dann mit einer Position in der Mitte - und liegt bisweilen zwischen den Stühlen.
  9. #48

    Deutschland hat solide gewirtschaftet

    Zitat von andreaslacher Beitrag anzeigen
    Ihnen ist in jeder Hinsicht zu widersprechen.
    Es stimmt zwar, dass auch die Opposition keinen Plan vom Vorgehen in der Krise hat, aber die Opposition kann sich das auch leisten, sie ist eben Opposition. Da verlangt niemand die Umsetzung des Gesagten. Die Regierung muss, ja genau, regieren. Manche Sachen sind eben banal. Dementsprechend schnappt bei der Regierung auch die Glaubwürdigkeitsfalle zu.

    Und die Krise ist, anders als Sie glauben, auch eine Euro-Krise. Es ist ein Konstruktionsfehler der gemeinsamen Währung, dass sie sehr unterschiedliche Volkswirtschaften in das Korsett einer einzigen Währung zwingt, u.a. mit der Folge, dass Ländern wie Griechenland die Abwertung als Exporthilfe genommen wurde. Eine Hilfe die von diesen Ländern früher auch regelmäßig genutzt wurde.
    Ein, in meinen Augen noch wichtigerer, Mangel ist das Fehlen eines einheitlichen politischen Willens, der den Euro als Gemeinschaftswährung tragen würde. Hier liegt auch der Hauptunterschied zum US-Dollar.
    Deshalb wird der Euro von der Verschuldung der Staaten der Eurozone auch wesentlich härter getroffen als die Währung der USA.
    Auch wenn viele hier was von Konstruktionsfehler des Euros faseln so stimmt das nicht. Denn es ist keine Krise des Euros an sondern eine Krise Europa. Den die Krise ist ja nicht auf den Euroraum beschränkt auch Großbritannien , Ungarn, Island usw. haben eine schwere Finanzpolitische Krise zu überstehen. Aber nicht nur Europa auch die USA haben das Problem der Überschuldung, eigentlich ein Typisches Problem der Entwicklungsländer.

    Auch kann es keinen Zweifel geben das wenn die Maastrichtkriterien tatsächlich angewandt worden wären, wir kein Verschuldungsproblem hätten. Daneben finde ich es Lächerlich zu behaupten das durch den Euro-Griechenland die Möglichkeit genommen wurde eine Abwertung seiner Währung vorzunehmen. Dies Agrument höre ich leider auch von renommierten Ökonomen aber sie ist wenig durch dacht. Denn Griechenland kann auch ohne Abwertung der Währung die gleichen Effekte erzielen. Denn was bedeutet die Währungsabwertung eigentlich , eigentlich das vieles vorher zu teuer war. Sei es Lohn oder sein es die Preise für Güter und Leistungen. Griechische Produkte waren zu teuer, die gefühlte Inflation in Deutschland durch die Euroeinführung ist dadurch entstanden , das Griechische , Spanische und Italienische Produkte einfach zu teuer waren. Das nicht nur in Deutschland, sondern selbst in ihren Heimatländern haben sie Marktanteile verloren. Das hatte zur Folge das immer mehr Landwirtschaftliche Flächen brach gelegt wurden. Diese Länder sich haben Lohnerhöhungen genehmigt mit der die Deutsche Linke unsere Regierung angeklagt hat, das man in Deutschland Lohndumping betreiben würde usw. Die Wahrheit ist Deutschland hat solide gewirtschaftet und diese Länder haben ohne Rücksicht auf die Leistungsfähigkeiten ihrer Volkswirtschaften agiert.
  10. #49

    Zitat von Sapienti sat est Beitrag anzeigen
    ...hoffentlich regiert bald ein SPD oder Grünen Kanzler!!!
    Dann endlich gibt es Hoffnung auf ein Ende der hysterisierten Dauermeldungen des SPIEGEL/SPON über das Dauer- und Totalversagen der Regierungsspitze! Dann wird alles gut!!!! (-;
    Zu Hoffen bleibt dann nur noch das die Wähler, genervt durch diesen "Dauerbeschuß", dem SPIEGEL auch folgt und ein neues "Zeitalter" einzuläuten bereit ist! lol

    Sie baben es auf den Punkt gebracht.
    Mich regen die täglich erscheinenden Horrorbeiträge vom Spiegel/Spon nicht mehr auf, weil sie ganz einfach die Gestaltung der "Bildzeitung übernommen haben.
    Der Spiegel sollte sich schleunigst von Spon trennen,
    Aber mittlerweile verdient der Spiegelverlag mit Spon mehr Geld und kann dadurch leben.
    Fragen Sie doch einmal Insider.


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