APSie fürchten Arbeitslosigkeit und Hunger - und verlassen das Land in Scharen: Laut einem Zeitungsbericht haben im vergangenen Jahr 150.000 Menschen Portugal verlassen. Es ist eine der größten Auswanderungswellen aller Zeiten.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...823427,00.html
der Autor sich mal ueber die Unterschiede zwischen "Fliehen" und "Auswandern" (ein Land verlassen) informieren.
"Eine Flucht ist das ungeordnete, teilweise panische Zurückweichen vor einem Feind, Angreifer, Gefahr oder einer Katastrophe (z. B. Naturkatastrophe)". -> Dabei steht das Ziel nicht fest
"Auswanderung oder Emigration (von lat. ex (assimiliert zu e) hinaus; migrare wandern) ist das Verlassen des Heimatlandes auf Dauer. Die Emigranten oder Auswanderer verlassen ihre Heimat entweder freiwillig oder erzwungenermaßen aus wirtschaftlichen, religiösen oder politischen oder persönlichen Beweggründen." -> dabei steht das Ziel fest
Aber es hoert sich natuerlich dramatischer an, von fliehen zu sprechen.
Was ist daran so schlimm. Wenn ein Land jemanden nicht ernähren kann so geht man weg! Vielleicht sollte man hier weniger Panik verbreiten sondern Realitäten nehmen wie sie sind.
in Portugal zu bleiben.
Auswandern gehört zum "Lauf der Dinge".
Ich will hier mal Parallen zu Ostdeutschland ziehen: ca. 20%-30 % der Bevölkerung haben zwischen 1989 und 2000 die Ostdeutschen Länder verlassen. Es waren die jungen, gut ausgebildeten, die einfach keine Zukunft im Osten Deutschlands sahen.
Ein paar hunderttausend Menschen sind wiederum in den Osten gezogen. Ohne die vorherige Abwanderung, hätte sich der Osten niemals wieder erholen können.
Ich zolle allen Auswanderern größtmöglichen Respekt. Sie gehen den härtesten aller Wege, die manchmal unvermeidlich sind.
Das Problem liegt darin, dass nun mal nicht die Fußkranken und wenig motivierten das Land verlassen, sondern diejenigen, die etwas wagen und unter normalen Umständen vielleicht Unternehmer hätten werden können. Das Dicke Ende der Auswanderungswelle merkt man erst 20 Jahre später... schade, dass 1000 Mrd Euro für sozialisierte Schuldendienste und Banken da sind aber nicht für die Förderung von Start-up Unternehmen, F&E oder andere Zukunftsthemen.
Und nach dem Fall der Mauer ging der Exodus der hochqualidizierten Akademiker und Facharbeiter erst richtig los. Die Deindustrialisierung der neuen Bundesländer nach der DM-Einführung verbunden mit der Altschuldenregelung, den ungeklärten Eigentumsverhältnissen und der Übernahme des komplexen Rechtsrahmens sorgten ungwollt dafür.
Dies kann man sogar nachlesen:
Uwe Müller Supergau Deutsche Einheit - Rowohlt Berlin 256 Seiten 12 90 Euro | Politische Literatur | Deutschlandfunk