Wochenlang haben sich Geschäftsführung und Gläubiger um einen Rettungsplan bemüht - doch alle Mühen waren vergebens: Die P+S Werften müssen Insolvenz anmelden. 2000 Arbeiter bangen um ihre Zukunft.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...852660,00.html
Vor dem Hintergrund der diversen Gesetzen (Antidiskriminierung und Wirtschftsförderung) hätte ich auch gerne 70.000,- pro Arbeitsplatz für meine Firma...
Und ich ginge nicht pleite. Leider habe ich keinen Draht (über payback?) zur Politik.
Traumtänzer in Verwaltung und Politik schmeißen Hunderte von Millionen raus und der Laden geht pleite.
Wieviel Geld ist wohl auf Schweizer Konten gelandet?
Es reicht vollkommen aus die Banken zu retten.
Man sollte aber auch erwähnen, dass die Probleme hausgemacht sind.
Da werden z.B. zwei Fähren für Scandlines nicht im Januar bzw. April 2012 abgeliefert, sondern voraussichtlich jeweils ein Jahr später und man deswegen Vertragsstrafen zu zahlen hat, wird das ganze zum Verlustgeschäft.
Dann hat einen Geschäftsführer, der quasi jede Woche neue Zahlen präsentiert, wie viel Geld man nun eigentlich wirklich braucht. Wen wundert es da, dass die Werften pleite gehen.
Das hat nun wirklich nichts mit Bund und Land zu tun, sondern mit einer grottenschlechten Geschäftsführung.
Ach ja, die Werften in Warnemünde und Wismar gehören einem russischen Unternehmen, P S dagegen einer deutschen Beteiligungsfirma und der Hegemanngruppe.
Nun ist es also doch passiert - der Insolvenzantrag wurde gestellt. Bis zuletzt war Hoffnung da. Wie es jetzt weiter geht, weiß wohl niemand. So viele Bekannte arbeiten direkt auf der Werft oder bei einem der unzähligen Fremdfirmen, die auch auf der Werft tätig sind. Für die Stadt Stralsund ist die Insolvenz eine Katastrophe. Wo sollen so viele gut ausgebildete Fachkräfte in MV Arbeit finden??? Einfach abwarten ist oft auch nicht möglich - die Werftarbeiter haben für regionale Verhältnisse immer sehr gut verdient. Ein großer Teil hat hier Haus oder Eigentumswohnung. Welches Ausmaß diese Insolvenz annehmen wird, ist wohl heute noch gar nicht vorhersehbar. Ein großer Teil der Fremdfirmen und Zulieferer wird wohl mit der Werft gemeinsam untergehen. Stralsund ohne die Werft ist irgendwie kaum vorstellbar. Die große Halle ist doch eines der Wahrzeichen Stralsunds.
Mein Mitgefühl gilt den vielen tausenden Beschäftigten, die heute nicht wissen, wie es zukünftig weiter gehen wird....