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Krise in Italien: Spekulationen über baldigen Berlusconi-Rücktritt

Es soll der letzte Pakt einer zerfallenden Regierung sein: Zeitungsberichten zufolge hat Italiens Premier Silvio Berlusconi versprochen, noch in diesem Jahr zurückzutreten. Im Gegenzug will sein Koalitionspartner Umberto Bossi harten Reformen zustimmen, die die EU von der Regierung in Rom verlangt.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...794036,00.html
  1. #10

    Schon recht, aber Berlusconi, der Putin Roms,

    Zitat von wahlberechtigter Beitrag anzeigen
    Ein Rücktritt ist längst überfällig.

    Italien hat mit diesem Duce seine Reputation verloren.
    Korruption, Mafia, Bunga-Bunga, Italien bedarf einer moralischen Generalüberholung.
    kann locker zurücktreten, die Fäden der Politik behält er ja doch in der Hand, keiner in Italien, der ihm da das Wasser reichen kann.
    Und was die moralische Generalüberholung angeht: derer bedarf Deutschland auch, sicher, mit anderen Schwerpunkten - obwohl, man weiss es nicht so ganz...
  2. #11

    Liebe und Stabilität?

    Zitat von HansOch Beitrag anzeigen
    ...Letztlich ist er aber doch der Starke Mann. Und eine Liebe zu "seinem" Land wird man ihm nicht absprechen können... Der starke Mann ist er immer noch. Stabilität ist ein wichtiger Faktor.
    H.
    Doch, die "Liebe zu seinem Land" kann man ihm sehr wohl absprechen. Er hat es selbst als "Sch...Land" bezeichnet. Und wenn "Stabilität ein wichtiger Faktor" ist, dann hätte Saddam Hussein und Gaddafi im Amt bleiben müssen... Stabilität ist nicht ein positiv besetzter Wert an sich. Dazu gehört noch mehr.
  3. #12

    "Duce": großkotzig, ahnunglsos und (!) ehrverletzend

    Zitat von wahlberechtigter Beitrag anzeigen
    Ein Rücktritt ist längst überfällig.

    Italien hat mit diesem Duce seine Reputation verloren.
    Korruption, Mafia, Bunga-Bunga, Italien bedarf einer moralischen Generalüberholung.
    Duce ist eine Frechheit. Der "wahlberechtigte" weiß nicht im mindesten, worüber er redet. Wie - vergleichsweise - seriös Berlusconi agiert, merkt man an seinem Willen, die notwendigen und richtigerweise geforderten Reformen anzupacken. Daß er, der alte Mann, nicht hinwirft, sondern versucht, Italien weiterzubringen, verdient Respekt. Was glaubt denn der Herr Wahlberechtigte: Daß die Nachfolger die Staatskasse sanieren werden? Dieses schwarze Loch, für das Berlusconi übrigens NICHT verantwortlich ist? Sondern die Parteien, die jetzt stänkern? Bossi, der als Vertreter des reichen Nordens sich auf primitive Weise gegen das Unvermeidliche wehrt? Die Rentenreform? Wo sind denn die konstruktiven Vorschläge der Opposition? Wen gibt es da überhaupt? Berlusconi ist sicherlich ein Lebemann, übrigens mit mehreren ordentlich geratenen Kindern.

    In Deutschland stehen für den Fall des Scheiterns der Regierung immerhin halbwegs ordentlich Ersatzleute mit Steinbrück und Steinmeier bereit. In Italien gibt es sowas nicht. Das ist ein Problem, aber nicht Berlusconis Schuld. Und Berlsuconi arbeitet sicherlich mehr als der 30 jahre jüngere Westerwelle, und auch erfolgreicher: finanziell, politisch und famliär.

    Mir graut vor dem was nach Berlusconi kommt.
  4. #13

    Italia ist bella, wird aber nicht klüger

    Zitat von taiga Beitrag anzeigen
    Der Cavaliere – er wird mir fehlen.
    "Heute ist nicht alle Tage, ich komm* wieder, keine Frage!"

    Er lässt sich liften, ein paar neue Haare einpflanzen, und in 2 Jahren ist er wieder da und wird auch wieder gewählt.
  5. #14

    Spenden- statt Tranferunion!

    Zitat von Retiramas Beitrag anzeigen
    ebenfalls kein Berlusconifan, aber dass Italien sich sträubt deutsche Verhältnisse zu übernehmen - wie späte Rente und die Förderung prekärer Arbeitsverhältnisse - das ist mir echt sympathisch!
    Sympathisch genug um das mit freiwilligen Transferzahlungen weiterzufinanzieren? Das fände ich sehr sympathisch!
  6. #15

    Schon, aber...

    Zitat von anderton Beitrag anzeigen
    Wie wäre es mal, wenn die EU endlich die Länder auf ihre weise Leben lassen würde, wie sie es selbst für richtig halten. Weg mit diesem überflüssigen Moloch und seine Vorschriften! Wir sind nicht alle gleich und wollen es auch nicht sein! Überall werden durch Diktate und EU-Bestimmungen Regierungen gestürzt. Ob nun Portugal, Spanien oder die Slowakei und jetzt wohl bald Italien. Es werden immer gefügige "Stadthalter" eingesetzt, die der EU und deren selbsternannten Eliten bzw. dem Kapital dienen und nicht mehr dem Volk oder dem Bürger! Das ist ganz bestimmt nicht die richtige Richtung!
    Richtig, nur muß dann eins geändert werden. In einem Fall wie Griechenland oder Portugal müssen die anderen EU-Staaten sagen: "Das sind die Probleme Griechenlands, wir mischen uns nicht in deren innere Angelegenheiten ein." Dann geht Griechenland bankrott, wie von vielen hier gefordert, und es gibt erstmal gar keine Renten mehr. Chaos bricht aus. Die Frage ist dann: Was ist eine Gemeinschaft wert, die so handelt? Denn man muss auch eins sehen: Die Griechen haben sich ihre zu hohen Zuwendungen von Staatsseite nicht mit der Pistole im Anschlag erpresst. Was haben sie gemacht? Sie haben demokratisch gewählt, und zwar die Politiker, die die besten Versprechungen abgaben. Ist das ein Verbrechen, wofür man mit einem Rentenausfall bestraft werden sollte? Die Ausübung des Wahlrechts eine Straftat? Der Durchschnittsbürger hat doch über die Staatsfinanzen keinen Überblick, er kann doch garnicht erkennen, daß das zwangsläufig in den Ruin führt. Diese Verantwortung liegt bei den Parteien und Politikern, die dem Volk aus Machtgeilheit solche Märchenschlösser angeboten haben. Nur, eben diese, die den Staat sehenden Auges in den Ruin geführt haben, werden von den Folgen jetzt am wenigsten spüren.
  7. #16

    ...

    Zitat von anderton Beitrag anzeigen
    Wie wäre es mal, wenn die EU endlich die Länder auf ihre weise Leben lassen würde, wie sie es selbst für richtig halten. Weg mit diesem überflüssigen Moloch und seine Vorschriften! Wir sind nicht alle gleich und wollen es auch nicht sein! Überall werden durch Diktate und EU-Bestimmungen Regierungen gestürzt. Ob nun Portugal, Spanien oder die Slowakei und jetzt wohl bald Italien. Es werden immer gefügige "Stadthalter" eingesetzt, die der EU und deren selbsternannten Eliten bzw. dem Kapital dienen und nicht mehr dem Volk oder dem Bürger! Das ist ganz bestimmt nicht die richtige Richtung!
    Wovon reden Sie eigentlich genau? Ohne die EU ginge es Italien wesentlich schlechter, erst mit der Einführung des Euro hat sich die Währung stabilisiert. Würde man Berlusconi weitermachen lassen, würden er Italien in den Abgrund führen - und die EU gleich mit. Zumal die Entscheidung "des Landes Italien" nach Berlusconi nicht die Besteuerung der Reichen, sondern das Ausnehmen von Otto-Normal-Verbraucher ist. Wie üblich werden die abgezockt, die eh nix haben. Was man an der Einstellung hochloben kann, will mir nun wirklich nicht einleuchten.
  8. #17

    Rente mit 67

    Zitat von krügerrand Beitrag anzeigen
    die Rente mit 67 gibts bei uns schon längst...wieviel Widerstand gabs von Seiten der deutschen Bevölkerung?
    Beschlossen ist sie, die Rente mit 67 kommt aber erst im Jahre 2031, ab 2012 gehts monats- bzw. zweimonatsweise von 65 Jahren an aufwärts.
  9. #18

    Staatsschulden

    Ist ja irgendwie auch nicht die Antwort durch die EU, die Probleme fast nur von dieser Seite her lösen zu wollen.
    zur italienischen Sichtweise - Der Spiegel42 2011, S. 108ff

    H.
  10. #19

    Berlusconi....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es soll der letzte Pakt einer zerfallenden Regierung sein: Zeitungsberichten zufolge hat Italiens Premier Silvio Berlusconi versprochen, noch in diesem Jahr zurückzutreten. Im Gegenzug will sein Koalitionspartner Umberto Bossi harten Reformen zustimmen, die die EU von der Regierung in Rom verlangt.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...794036,00.html
    ...hat sein Leben lang nichts anderes getan als Dinge zu versprechen und sie nicht zu halten. Wer dies noch immer nicht kapiert hat ist nicht nur blind sondern hauptschuldig an der ganzen Misere. Den es bedarf immer zwei. Dem der lügt und den der an die Lügen nur zu gerne glaubt. Und Lügner kommen nur an die Macht dank Derer, die an die Lügen glauben.








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